Der Podcast für die neue Arbeitswelt
00:00:00: Willkommen zum New Workjet Podcast
00:00:03: von meinem Vater.
00:00:04: Viel Spaß!
00:00:05: Und damit moin und willkommen zu meinem Podcast, New WorkJet.
00:00:08: Ich freue mich sehr dass Isabel heute das schönen Grüße aus Berlin heute
00:00:12: Ja hallo Dankeschön.
00:00:14: Mit Moin freu ich mich immer schon.
00:00:17: Es fühlt sich so heimisch für mich an.
00:00:19: Du bist ja auch eine nordische Frohnatur Kann man so sagen.
00:00:24: Genau
00:00:26: Wo kommst du nochmal genau her?
00:00:28: Ich komme aus Cuxhaven.
00:00:29: Das ist die Spitze unserer Landkarte, wenn du so möchtest – also ganz im Norden von Deutschland!
00:00:36: Aber jetzt bist du mittlerweile in Berlin und da bin ich ja heute auch.
00:00:40: Wir haben es leider nicht ganz geschafft aber das machen wir dann vielleicht beim nächsten Mal.
00:00:43: Ich freue mich, dass du da bist und dass wir heute mal über dich und deine Arbeit sprechen können.
00:00:48: Du bist ja auch Podcasterin wie viele bestimmt schon wissen Und wir starten mal ganz klassisch mit der Einstiegsfrage, die es hier im Podcast gibt.
00:00:55: Meine mittlere Tochter Mathilda, die spricht ja hier das Intro ein.
00:00:58: Das heißt, sie hat dich jetzt schon kurz vorgestellt dies drei zehn und ich würde auch dich mal bitten ihr zu erklären was du eigentlich so machst.
00:01:07: Oh, ja das ist immer eine ganz interessante Frage finde ich.
00:01:10: Wenn man es ja für Kinder wobei dreizehn schon recht alt ist und schon recht erwachsen ist finde ich.
00:01:16: aber man sollte es ja immer so herunterbrechen dass es auch wirklich verständlich ist.
00:01:20: Ich würde mich tatsächlich gar nicht als Podcasterin bezeichnen sondern als gerechtigkeitsliebende Person die einen ganz großen Wunsch hat diese Gesellschaft und Arbeitswelt in der wir leben und arbeiten mitzugestalten.
00:01:34: Und das mache ich als systemischer Coach, als Trainerin an dem ich in Unternehmen gehe und eben inklusive Trainings geben darf.
00:01:44: Natürlich auch auf der anderen Ebene in den Podcasts, indem mich dort Experteninnen und interessante Menschen ans Mikroholen mit denen über spannende Themen unserer Gesellschaft, unserer Zeit sprechen darf.
00:01:56: Umbrüche, Herausforderungen aber auch wie wir diese Herausforderung lösen können vor allem Und in letzter Instanz darf ich dann eben auch auf Bühnen stehen und das ganze dort nochmal so ein bisschen präsenter ja vom besten geben.
00:02:13: Meine Themenfelder sind eigentlich wirklich von Chancengerechtigkeit, Übergleichstellung, Vielfalt, Zugehörigkeit aber auch Machtverhältnisse im Kontext weil ich finde dass gerade konservative veraltete hierarchische Strukturen ganz oft mit Macht in Verbindung stehen darf durchschaut werden, um wirklich auch meiner Meinung nach eine Veränderung voranzubringen.
00:02:35: Und das ist so ein bisschen wo ich gerne hinschaue.
00:02:37: Da gibt es viel zu tun oder?
00:02:39: Ja sehr!
00:02:41: Das ist glaube ich nicht ganz einfach, dass so aufzutröseln weil... Es geht ja nicht darum Menschen anzuklagen, Organisationen anzuklagen oder zu sagen hey ihr macht alles immer falsch im Gegenteil sondern eher in die Ecken zu läuchten und vielleicht auch Missstände ja doch schon mal aufzuzeigen und dann aber auch Lösungen anzubieten.
00:03:02: Und dafür braucht es natürlich ganz viel, sich damit auseinandersetzen und wirklich gucken.
00:03:08: okay wie kann man das jetzt neu aufziehen?
00:03:13: Dann lass uns erstmal gucken wie du dazu gekommen bist.
00:03:16: mich interessiert hier im Podcast natürlich auch mal die Story der Menschen.
00:03:20: Vielleicht magst Du uns mal erklären wie Du so aufgewachsen bist.
00:03:23: wie war das in Cuxhaven?
00:03:26: Ja, ich bin in Cuxhaven in einer sehr relativ kleinen Stadt aufgewachsen.
00:03:31: Ich weiß ehrlicherweise gar nicht mehr wie viele Einwohner die Stadt mittlerweile hat irgendwas zwischen vierzehn und fünfzig tausend glaube ich.
00:03:39: Ich musste damals zum Studium nach meinem Abitur wegziehen aber vielleicht fange ich noch ein bisschen früher an.
00:03:46: Ich bin dort groß geworden und habe eigentlich seit meiner Jüngsten Kind hat sehr, sehr viele Freunde mit Migrationshintergrund.
00:03:52: Was unter anderem damit zusammenhängen das in den fünftiger und sechziger Jahren ganz viele Spaner schon portugiesische überwiegend Migrantinnen nach Cuxhaven eingewandert sind weil unsere Fischindustrie sehr groß warmen und die dort geholfen haben Und nicht nur da dort gehoffen haben sondern wie wir alle wissen ja auch beim Wirtschaftswunder ordentlich angekurbelt haben was der Grund dafür ist dass Deutschland überhaupt so erfolgreich war.
00:04:18: Mit diesen Menschen bin ich aufgewachsen und groß geworden.
00:04:20: Und habe dadurch eben firsthand relativ gut mitbekommen dürfen, vor welchen Herausforderungen sie ganz oft stehen und wie sehr sie abgewertet werden nicht gleichberechtigt behandelt werden.
00:04:34: also sei es jetzt im Unterricht, im Sportverein oder auch auf der Straße einfach so im Vergleich zu mir als blonde blauegiges Mädchen-Frau dann später genau.
00:04:47: Ich habe irgendwie schon immer ein massiv dolles Gerechtigkeitsempfinden gehabt.
00:04:52: Und das hat sich dann eben auch im Verlauf meines Studiums, ich hab in Göttingen studiert und nicht verändert.
00:04:58: Auch nicht in Hamburg wo ich gelebt habe, aber auch nicht in der jüdischen Community in Texas, in den USA wo ich dann gelebt hab.
00:05:03: also ich habe an unterschiedlichen Orten dieser Welt irgendwie schon gelebt und arbeiten dürfen und irgendwie habe ich mich immer zu Menschen marginalisierten Menschen hingezogen gefühlt so kann man es sagen und noch dort meine Freundeskreise aufgebaut.
00:05:15: Also die wird nachteiligt werden?
00:05:17: Genau, genau.
00:05:19: Und ja wie bin ich sonst groß geworden in einer Familie?
00:05:24: Meine Eltern haben sich als ich so anfangen, also zehn Elfe haben sich meine Eltern scheiden lassen.
00:05:30: Ich habe einen großen Bruder.
00:05:32: wir sind sehr sehr close haben eine sehr tolle Verbindung miteinander.
00:05:36: Genau sind dann überwiegend bei meiner Mutter groß geworden und Dann eben zum Studium alter weggezogen.
00:05:42: und dann hat alles andere so sein laufgenommen immer mehr.
00:05:46: Wie hast du navigiert?
00:05:48: Wie hast Du Dein Weg gefunden?
00:05:51: Das ist ja heute unfassbar schwer, aber es war damals auch schon nicht leicht.
00:05:57: Nee voll!
00:05:57: Ich bewundere immer Menschen die irgendwie mit siebzehn schon wissen was sie machen wollen und das da mit fünfunddreißig immer noch tun.
00:06:05: So ging's mir tatsächlich nicht.
00:06:06: also ich habe ganz viel... einfach mich treiben lassen.
00:06:09: Ich glaube, ich bin auch einfach ein ultraenergischer Mensch der ganz viel Energie und Positivität schon auf der einen Seite hat aber auch sehr, sehr viel Kritisches denken.
00:06:18: Das hat mich ja nicht davon abgehalten einfach irgendwie immer so das zu machen was ich jetzt in dem Moment gerade gut fand.
00:06:23: und ich bin dann damals studieren gegangen weil meine Mutter tatsächlich meinte hey mach doch irgendwas mit BWL damit kannst du später irgendwie alles machen.
00:06:32: Wohl wissen, dass wir eigentlich beide gesagt haben ja wahrscheinlich würde mir was sozialeres besser stehen.
00:06:36: So vielleicht auch hr oder also.
00:06:39: es war irgendwie immer ein wirtschaftsbezug aber trotzdem halt auch irgendwie die soziale richtung leer um wusste ich sofort möchte ich nicht machen.
00:06:46: also zumindest zu dem zeitpunkt mich heute mache ist ja auf eine gewisse atmenweise schon irgendwie und habe dann bbl studiert genau mich damals aber schon auch im Studium bei unterschiedlichen Psychologiescheinen angemeldet, also Wirtschaftspsychologie und soziale Psychologie fand das immer ultra spannend.
00:07:05: Obwohl es für meinen Studiengang gar nicht relevant war hat der letztendlich meine Bachelorarbeit auch zum Thema Fachbereich Volkswirtschaft geschrieben zum Thema Kinderarbeit und fand dass auch da.
00:07:20: jetzt heute Rückblicken darauf.
00:07:22: Ich fand das damals einfach ultra spannend und heute weiß ich ja, weil ich schon immer diesen Gerechtigkeitsdrang hatte und verstehen wollte wieso Sachen so passieren wie sie passieren.
00:07:29: Wo
00:07:32: kommt denn der Gerechtigkeitdrang oder dieses Verständnis her?
00:07:37: Hast du
00:07:37: dich das mal gefragt?
00:07:39: Ja sehr häufig!
00:07:41: Und ich habe da keine richtige Antwort drauf.
00:07:43: also ich glaube dass ist ein Mischmarsch aus unterschiedlichen Situation die man einfach erlebt oder auch Lebensphasen, die man durchlebt.
00:07:54: Also sei es jetzt die Trennung meiner Eltern, sei es wie Menschen in deinem näheren Umfeld behandelt werden oder nicht behandelt wird, kritische Situationen die man erlebte.
00:08:04: ich habe beispielsweise mal ganz lange Basketball gespielt und war dann damals mit einem Basketball Team in Jena Und eine Kollegin von uns war schwarz und wir sind durch die Stadt gelaufen.
00:08:15: Und dann ist ein Mann auf uns zugelaufen, der ne Glatzer hatte, Bomberjacke, Springerstiefel und ist vor der Schwarzen Kollegin stehen geblieben und hat sie einfach angeschrien und gesagt was sie in seiner Stadt machen würde soll sich verpissen.
00:08:27: Das war der Wanderer genau so.
00:08:30: Sorry wann das war?
00:08:31: Ist das schon lange her?
00:08:32: Ja ja es ist schon länger her.
00:08:34: Kann ich gar nicht genau sagen es muss so um zwanzig... Moment da war ich da, zwanzig, dreizehn, vierzehn.
00:08:41: So lange auch noch nicht?
00:08:42: Nee so lange nicht.
00:08:43: Es gibt die sogenannten
00:08:44: Baseball-Schlägejahre, die neunziger, das ist dann aber danach kassiert ja traumatisch.
00:08:51: Ja genau und das sind so Momente, die mich glaube ich irgendwie geprägt haben und dann gepaart mit einem sehr auch empfindsamen Wesen was sich auch in mir trage.
00:09:03: also ich darf ich fühle sehr viel stark.
00:09:07: Und ich kann auch, wenn ich in Räume komme und mich im sozialen Beziehung bewege relativ schnell fühlen was jemand spürt wieso die gerade sich komisch angucken der mit dem nicht redet.
00:09:20: also ich sehe das innerhalb von Sekunden und Ich glaube dass bedingt einfach dass mich diese Themen dann auch nachganglich Einfach loslassen und nicht weitermachen sondern das ratt hat an einem kopf und ich will das dann verstehen.
00:09:32: Ich glaube, all das irgendwie zusammen bedingt bei mir diesen Gerechtigkeits... dieses Gerechtigkeit zu empfinden.
00:09:38: Dann hast du erst mal losstudiert und wann wusstest du was so danach machen willst?
00:09:42: Nee dann habe ich los studiert und bin dann irgendwie in die ersten Berufsjahre war ich glaube ich in Hamburg genau, dann wie gesagt nochmal in Texas ein bisschen und hab so unterschiedliche Sachen kennengelernt von größeren Unternehmen bis mittelständischen Unternehmen bis Agenturen Filmbranche Fernseh-Branche, Agentursbranche Und so weiter.
00:10:02: Ich hab dann nach zehn Jahren Beruf in diesen Branchen und der Tätigkeit gemerkt, das bin ich überhaupt nicht.
00:10:14: Also ich pass da null hin, optisch wahrscheinlich schon irgendwie.
00:10:19: Insofern man das pauschalisieren möchte aber vom Typ her Null!
00:10:24: Da habe ich gar nicht hingepasst.
00:10:26: Ich habe mich über die ganzen Jahre immer fehlernplatz gefühlt einen Drang gehabt weiterzugehen, weil ich sehr häufig auch mein Job gewechselt habe und auch immer gekündigt habe.
00:10:36: Und auch das war für mich jahrelang gar kein Thema.
00:10:39: Ich dachte mir so ja es ist einfach so, ich bin halt so irgendwie...ich will halt nochmal was Neues kennenlernen.
00:10:43: Es geht
00:10:43: glaube ich vielen Menschen zu Isabel dass sie denken das muss wohl so sein ne?
00:10:46: Ich meine viele bleiben ja auch ewig in ihrem Job und sind irgendwie so unzufrieden und denken naja okay kann ja dann in der Freizeit das machen was ich mag aber ich denke auch wir haben eigentlich heute viel mehr Möglichkeiten denn je und es weiterzuentwickeln.
00:11:02: Absolut, absolut!
00:11:04: Und das ist der Punkt ne?
00:11:05: Also ich habe irgendwie immer in mir gespürt da ist noch mehr als was anderes und irgendwie bin ich noch nicht da angekommen und in dieser Branche werde ich das auch nicht.
00:11:13: Und da fingen auch so die ersten Gedanken zur Arbeitswelt an, die ich kritisch hinterfragt habe wie so zum Beispiel muss ich irgendwie acht Jahre auf einer Position sitzen egal wie gut ich bin nur um mich dann erst Zinja nennen zu dürfen oder dann erst Director oder dann Erst-Kleinpartner oder sein zu dürfen?
00:11:28: Das ist mir bis heute unverständlich, weil ich nicht glaube dass die bloßen Jahre wirklich irgendwas darüber aussagen welchen Impact ich in einem Unternehmen haben kann und entsprechend auch vergütet werden sollte.
00:11:40: Und entsprechend vielleicht auch irgend ein Titel tragen soll oder darf.
00:11:43: Und das hat dann bei mir eigentlich immer eine krasse Demotivation bewirkt und auch den krassen Wunsch in der Arbeitswelt was verändern zu wollen.
00:11:52: Genau und so bin ich dann immer mehr eigentlich auch auf dieses Wort Zugehörigkeit gestoßen, weil ich gemerkt habe dass das was ich in der Arbeitswelt oft nicht spüren durfte.
00:12:01: Viele viele viele marginalisierte Menschen auch nie spülen diese zugehörigkeit Und uns eigentlich genau da ganz viel eint.
00:12:08: nach dieser Schnittmenge und ja deswegen dieser große Wunsch einfach das Thema Zugehirigkeit als Wirtschaftsfaktor an der Arbeits Welt anerkennen zu lassen und dort wirklich einen Unterschied zu machen indem man Unternehmen und Teams dafür sensibilisiert, wie es geht inklusiv zu arbeiten.
00:12:24: Und was das bedeutet, alle Menschen wirklich mitzunehmen?
00:12:27: Und dass eben nicht nur oberflächlich sondern wirklich tief gründig und von Mensch zur Mensch – und das ist das genau wofür ich heute lebe!
00:12:37: Wie hast du da ein Business draus gemacht?
00:12:39: Ich meine der Wunsch ist ja total nachvollziehbar.
00:12:41: damit Geld zu verdienen ist vielleicht nicht sofort plausibel?
00:12:45: Ja Und es ist auch zufällig eher passiert und immer noch aufbauend.
00:12:53: Also ich bin ja gerade erst in meinem dritten Jahr... ...und angefangen hat das Ganze eben wie gesagt mit dem Podcast, mit dem Wunsch Stimmen zu hören, Gleichgesinnte zu begegnen.
00:13:05: Auch wirklich Leute die einen Tatendrang haben irgendwie fast Mikrofon zu holen und gemeinsam zu schauen.
00:13:11: hey wir können wir denn was verändern?
00:13:12: Was braucht es dafür?
00:13:14: Und dann habe ich aber irgendwann gemerkt, es braucht vor allem aber auch dieses ganze Wissen geballt irgendwo abrufbar für Unternehmen und deren Teams und Mitarbeitende damit man sich dort stetig weiterbilden kann.
00:13:28: Und hab auf der Basis angefangen eine Impact Leadership Masterclass aufzubauen die online abrufebar ist für alle Unternehmen jederzeit.
00:13:40: Dort habe ich mein ganzes Wissen und das Wissen einige Expertinnen vereint Und dann war es natürlich naheliegend zu sagen, okay das was ich hier jetzt online anbiete kann ich ja auch live anbieten indem ich einfach selbst in Unternehmen gehe und Trainingsanbieter.
00:13:54: Und genau so ist es auch.
00:13:55: also das mache ich auch weil's eben solche und solche Unternehmen gibt.
00:13:58: es weiß zu selber die einen möchten lieber jemanden vor Ort haben und dass irgendwie einmalig umsetzen und die anderen sagen Ja bei uns funktioniert irgendwie Online-Training besser lass uns das ruhig so machen.
00:14:09: Und
00:14:09: dann arbeitest du mit den Führungskräften in der Ringe oder
00:14:12: mit unterschiedlichen
00:14:13: Themes?
00:14:14: Genau, das sind in der Regel die Führungskräfte manchmal auch Vorstand mit denen ich zusammenarbeiten darf.
00:14:22: Kommt natürlich auf die Größe des Unternehmens an.
00:14:24: hier sind es dann mal die kompletten Dachsinnjahr-Innen und dort gehe ich dann regelmäßig in unterschiedlichen Abständen immer wieder ins Unternehmen und halte mein Training ab oder aber auch einmalige Sachen wo du uns unternehmen gehst und einfach ein bestimmtes bestimmten Fachbereichs, wenn du möchtest.
00:14:40: Von Senior-Liederinnen aus unterschiedlichen Bereichen die du dann trainierst.
00:14:45: und genau
00:14:47: was begegnet dir da so klassischerweise?
00:14:48: ich könnte mir vorstellen das sind auch oft blindende Flecken Das ist vermutlich gar nicht immer bewusst was da schiefläuft.
00:14:57: Ich glaube was mir viel begegnete ist dass Die Unternehmen gar nicht so wenig über inklusives führen wissen wie wir glauben.
00:15:07: Aber das ist extrem schwierig, diese Praktiken auch wirklich als Mensch umzusetzen und in einem Unternehmen zu etablieren wenn das Unternehmen trotzdem auch Strukturen hat die veraltet sind.
00:15:21: Und das ist glaube ich so das Problem was wir grundsätzlich auch an der Politik sehen also dass wir überall sehen.
00:15:26: Wir stellen uns dahin und sagen ja wir machen jetzt das eine, jetzt mal fern hat das Thema Inklusivität oder inklusive Führung.
00:15:34: Aber das dann wirklich auch umzusetzen geht eben nur, wenn wir es erlauben.
00:15:37: Ich mache dir mal ein Beispiel, wenn ich zum Beispiel als Unternehmensage wie erlaubend Fehler und wir haben eine Fehlerkultur und jemand macht einen Fehler und wird dann aber bestraft indem diese Person nicht auf das nächste beste gute Projekt gestarft wird oder die Person keine Beförderung bekommt oder die Personen jahrelangen Teilzeit sitzen bleibt und aus irgendwelchen Gründen eben nicht mehr in Vollzeit arbeiten darf usw.
00:15:59: dann ermöglichen wir keine psychologische Sicherheit und nicht diesen Safe Space, das Leute in Zukunft doch mal sich trauen Fehler zu machen.
00:16:07: Und genau das sind so diese Strukturen die ich versuche ein bisschen zu analysieren und auch aufzubrechen.
00:16:16: wie gelingt uns das denn jetzt eigentlich?
00:16:18: Nicht nur zu sagen dass wir Fehler erlauben als ein Beispiel sondern die auch wirklich erlaubt ohne Angst vor Konsequenzen.
00:16:27: Ich glaube das ist die Crux weil vieles Von dem, das ist undurchsichtig.
00:16:35: Weil also gerade auch ein großen Unternehmen glaube ich, über Jahrzehnte aufgebaut vertieft und dann hat es ganz viel mit Zeit und auch Geld am Ende zu tun all das wieder irgendwie zu wenden, zu drehen nochmal neu zu denken usw.
00:16:53: Und dass in einer Zeit wie aktuell die ja wirtschaftlich immer noch herausfordernd ist für viele Unternehmen sehr komplex
00:17:02: Ja, und ich meine wo geht es los?
00:17:03: Wo endet ist.
00:17:06: Es gab kürzlich den deutschen Film Die Extrawurst.
00:17:08: Den habe ich gesehen als ich bei Freunden zu Gast war Und da ist ja so ein bisschen komediante dargestellt wie sogar die Diskussion gesellschaftlich laufen.
00:17:19: also wen wollen wir berücksichtigen?
00:17:22: Wo ist eigentlich Schluss?
00:17:25: Wie viele Toiletten brauchen wir am Ende?
00:17:27: Also solche Sachen die dort kommediante stark gestellt wurden.
00:17:30: aber Wenn man sich wirklich damit beschäftigt, wie inklusiv wollen wir sein?
00:17:35: natürlich erst mal und wo sind wir eigentlich gerade dann muss man schon einiges anfassen und auch einiges verändern meistens.
00:17:43: Genau!
00:17:44: Und auch ehrlich kritisch sein aber eben nicht kritisch abwertend also im Sinne von das ist nicht gut und jetzt lasst es mal sondern Einfach ehrlich sagen, okay, worin sind wir tatsächlich noch nicht so gut?
00:17:57: Fehlerkultur ja.
00:17:58: Sagen wir immer aber lauten wir die wirklich?
00:18:00: Nein eigentlich nicht!
00:18:01: Okay dann lass uns da mal genauer hinschauen.
00:18:03: also das ist der spannende und es ist hoch kritisch und hoch komplex und ich glaube deswegen auch immer gar nicht so einfach.
00:18:11: aber dass es trotzdem was mir auffällt so was mich echt stark auffält wo ich mich dann selber manchmal frage ja aber Wie sehr verändern all die Trainerinnen und Coaches?
00:18:23: Und auch Unternehmen dieser Welt eigentlich wirklich etwas, wenn wir immer an der Oberfläche bleiben.
00:18:27: Und uns nicht erlauben wirklich mal kritisch in die Ecken zu blenden.
00:18:32: Gab's dann auch schon Momente wo du gesagt hast also Leute langsam müsste es ja echt mal vorwärts gehen.
00:18:37: das hatte bestimmt
00:18:38: mit
00:18:38: Gedulds zu tun.
00:18:39: Die ist immer easy
00:18:43: gar nicht.
00:18:46: Ich weiß ja selber... Ist doch bestimmt
00:18:48: auch schwer, ist doch manchmal manchmal auch mit Rückschlägen und Widerständen verbunden.
00:18:52: Oder gerade wenn es um Veränderungen geht?
00:18:54: Ja, Widerstand vielleicht aber damit kann ich total gut umgehen weil also ich selber wurde ja allein durch meine Geschichte ein Stück weit immer in die Veränderung gezwungen und mag das aber tatsächlich auch ganz gerne.
00:19:08: Ich bin noch ultra-visiko auf ihn und so, also das kratzt mich gar nicht so.
00:19:13: Deswegen kann ich das natürlich persönlich weniger nachvollziehen.
00:19:15: Nichtsdestotrotz habe ich die Empathie zu verstehen, dass es für viele schwierig ist und respektiere das auch.
00:19:21: Und ich finde gerade wenn wir in diese tiefe menschliche Arbeit gehen dann ist das unumgänglich.
00:19:28: als das ja mindestens die Hälfte der Menschen immer auch eine gewisse Art an Widerstand mit sich bringt und davon gehen wir aus will ich damit sagen also deswegen ist jetzt nichts nicht besonderes oder nicht überhaupt.
00:19:41: Ich finde eher, was ich wirklich schön finde ist die Offenheit.
00:19:45: Die all diese Menschen, die bis jetzt in unseren Trainingssassen mitbringen für das Thema – obwohl sie teilweise auch kritisch sind!
00:19:51: Also trotzdem interessante Fragen stellen, kritische Fragen stellen… Auch mal so nehmt, sehe ich jetzt nicht wieso... Und man dann in den Austausch geht und das muss ich sagen, finde ich wirklich richtig, richtig toll.
00:20:02: Ich glaube auch dass dadurch Veränderung passiert.
00:20:04: also ich glaube genau so fängt Veränderungen an indem wir uns erlauben in solche Gespräche zu gehen und trotz unserer kratzischen Haltung Fragen stellen.
00:20:16: Das wird uns bewegen.
00:20:17: und um vielleicht noch eine Sache, ich weiß ja selber wie sehr wir Menschen alle gerade auch zum Beispiel unbewusst Vorurteile haben.
00:20:25: Und das bedingt natürlich auch eine gewisse Kritik, in der gewisse Abwehr ja auf einer gewissen Angst vor Veränderung und Wandel.
00:20:34: Das ist aber menschlich, das habe ich ja auch noch heute.
00:20:36: Ich merke das auch hin und wieder in Situationen, dass ich denke, oh hast du jetzt gerade nicht gedacht?
00:20:40: Doch hab' ich gedacht ah okay war ein unbewusstes Vorteil.
00:20:43: ne und dann geht man in die Reflexion!
00:20:45: Diese Prozesse sind wichtig, nicht dass wir es gar nicht mehr denken sondern dass wir dann realisieren.
00:20:50: könnte man jetzt auch anders denken.
00:20:52: wieso denkst du das eigentlich so?
00:20:54: Würdest du denn stattdessen denken wollen und dann in diese Prozesse sich selber reinschummeln?
00:20:59: Das ist spannend.
00:21:00: Von daher, ne, bin ich einfach nur glücklich über jedes Unternehmen und jedem Menschen der bereit ist und diese Offenheit mitbringt überhaupt einfach meinen dieses Thema einzusteigen.
00:21:09: Aber im aktuellen Krisenmodus, indem sich die meisten Unternehmen befinden rücken diese Themen schnell den Hintergrund oder?
00:21:17: Nee finde ich auch nicht.
00:21:18: also zumindest nicht so pauschal dass... Ich habe diese Frage in letzter Zeit so häufig diskutiert.
00:21:24: Ich würde eher sagen, dass sich die Spreu von der Weitsten schneller trennt.
00:21:27: Also es gibt die, die eine Offenheit haben – das hatten sie aber auch vorher und die werden auch in solche Trainings gehen.
00:21:33: und dann gibt's die, radikal sagen so ein Quatsch brauchen wir nicht!
00:21:36: Und die hätten es vorhin nicht gemacht und machen es jetzt auch nicht.
00:21:39: Ich würd' aber nichts sagen, daß mehr und mehr Unternehmen sich ja von diesem Thema distanzieren.
00:21:46: wenn überhaupt benennen Sies anders.
00:21:48: Aber im Grundsatz die meisten Unternehmen sind alle dran geblieben Also gerade auch die großen Unternehmen, das ist nicht so dass es komplett vom Tisch gewischt wurde.
00:21:59: Das stimmt nicht.
00:21:59: also das nehme ich so nicht wahr.
00:22:01: aber klar eine Schwierigkeit bringt dieses Thema trotzdem mit weil's einfach mit sehr viel Komplexität und Wandel wie du schön gesagt hast und Veränderung verbunden ist und Die Köpfe der Unternehmen damit manchmal gar nicht so gerne umgehen wollen.
00:22:19: und überlegt man sich das zweimal
00:22:23: Worauf kann man sich einstellen, wenn man die Isabel Gebien ins Unternehmen rollt?
00:22:30: Auf ganz viel Praxis.
00:22:32: Ganz viele tolle Methoden, Theorien, praktische Übungen Rollenspiele also all das was uns unbequem ist was wir Menschen eher nicht so gerne mögen insbesondere aus Leistungsgesellschaften wo wir ja doch immer so perfekt sind und so gut funktionieren.
00:22:47: Ganz viel aus der Komfortzone rausgehen kritische Fragen, auch kritische Hinterfragungen.
00:22:57: Aber auch ganz viel Wärme und Herz glaube ich und auch Offenheit von meiner Seite.
00:23:02: Und vor allem auch Neugierde!
00:23:03: Ich bin einfach sehr interessiert an Menschen.
00:23:05: Ich finde es immer spannend, Menschen kennenzulernen und auch so zu sehen... Auch irgendwie selber von meinen unbewussten Vorurteilen vielleicht so erwischen zu lassen.
00:23:16: Was ist deine größte Herausforderung bei deinem Job?
00:23:21: meine Energie im Zaum zu halten.
00:23:24: Also ich glaube, dass ich sehr viel Energie mitbringe was für einige Menschen überfordernend sein kann und... Ich finde in dem Kontext einer Trainerin oder auch einem Coach ist es auch meiner Aufgabe erstmal eher nicht passiv zu sein aber zurückhaltender zu sein auf eine gewisse Art und Weise.
00:23:47: Und ich bin eigentlich immer der sehr Forscher-Typ, der auch gerne mal unterbricht, da gerne man's Wort fällt.
00:23:52: Aufgrund meiner Neurodivergenz ist das einfach so, in mir drinnen immer wieder Lust zu preschen und weiterzumachen.
00:23:58: Und dass im Zaun zu halten was mir gut gelingt habe ich mir sagen lassen, ist aber trotzdem eine Herausforderung.
00:24:07: Ich muss mal sehr viel Atmen zwischendurch.
00:24:10: Also ruhig dich kurz wieder
00:24:13: runterfahren.
00:24:14: Ja,
00:24:15: Neuro Divergenz ist auch nochmal ein spannendes und wichtiges Thema.
00:24:20: Wir haben auch familiär mit dem Thema adhs zu tun und auch depressionen Und Also in der schule vor allen dingen auch aber es geht dann ja auch in die arbeitswelt.
00:24:31: also was ich schön finde ist das unternehmen mehr darüber sprechen.
00:24:34: Ich weiß aber gar nicht wie weit wir da schon sind.
00:24:36: hast du da eine Eindruck?
00:24:38: kommen wir da vorwärts?
00:24:40: Ja, auch eher an der oberfläche glaube ich.
00:24:42: Also ich glaube wir kommen sofern Vorwärz und dass ist ja auch ein wichtiger Schritt als das Unternehmen sich dieses thema auf die Agenda gesetzt haben und hin- und wieder mal ein Kinotspeaker einladen oder meine Veranstaltung dazu machen.
00:24:55: Oder vielleicht auch mal einen Newsletterartikel darüber schreiben, aber ich glaube darüber hinaus sind wir noch nicht so weit.
00:25:02: Also wirklich dann auch in die Umsetzung zu gehen und zur Schauen was kann ich denn jetzt als Unternehmen mit dem Status Code nicht mitbringen um den Voraussetzungen, die ich aktuell habe, auch wirklich verändern um es neuere divergenten Menschen einfacher zu machen?
00:25:19: sehe ich eher weniger, was sich aber auch nicht schlimm finde.
00:25:21: Weil jede Veränderung braucht seine Zeit und wir sind für mein Gefühl gerade erst an dem Punkt überhaupt dass wir dieses Thema so öffentlich diskutieren und auch eben Unternehmen dafür Raum geben.
00:25:37: Das ist schon gut weil das gibt ja schon ganz viel Aufmerksamkeit, auch Aufklärung, Visibilität und es ist der erste Schritt.
00:25:44: Manchmal kriege ich's auch noch somit CEOs oder so, sich auch noch so.
00:25:49: Also ich will nicht sagen drüber lustig machen aber so Shadeshaft sagen ah ich habe immer so viel zu tun und ich will schon wieder das nächste.
00:25:54: Ich hab wahrscheinlich adhs.
00:25:55: Das ist immer so als ob es ein Joke wäre.
00:25:58: dabei ist ja auch naja ich würde nicht sagen eine Herausforderung aber es ist jetzt zumindest auch etwas worauf man sich einstellen muss.
00:26:05: also wenn man alias hat dann sind die dinge vielleicht nicht immer so easy
00:26:13: Ja und vor allem erst mal spannend.
00:26:15: bei dem Beispiel finde ich, dass diese Person das ja tatsächlich vielleicht auch wirklich hat.
00:26:19: Und aber noch nie wirklich diagnostiziert bekommen hat.
00:26:21: Das hat ja auch was mit der Leidensgeschichte zu tun also... Also auf der anderen Seite, das möchte ich aber auch ganz deutlich sagen, neben der Leidsgeschichte ist es wenn man's diagnostiziert bekommt ein richtiger Aha-Moment und auch ein richtig fast wie so einen Sonnenaufgang weil
00:26:39: du Rückblicken
00:26:40: so viel verstehst Und so viel mehr weiß, wo deine Stärken liegen und wo deine Schwächen liegen.
00:26:47: Wie du deine Stärke überwiegen lassen kannst... ...und deine Schwächen dadurch ausmerzen kannst!
00:26:52: Und sind wir mal ehrlich, das muss auch mal gesagt werden.
00:26:54: Bei jedem neurotypischen Menschen gibt es auch Stärken und Schwächen.
00:26:57: Wir tun immer so als wenn Neuro diverse Menschen oder Neurodivergenz irgendwie ein Fehler wäre.
00:27:04: Ich finde ist aber gar kein Fehler weil Stärkmal schwächen hat jeder Mensch und darauf sollten wir uns fokussieren.
00:27:08: Einige reden auch darüber also ob's eine Krankheit wäre ne?
00:27:10: Das erledigt leider auch manchmal.
00:27:12: So wir sind normal und die, die das haben, einen Anführungszeichen.
00:27:16: Aber ich glaube da fehlt noch viel Aufklärungsarbeit.
00:27:18: Ja ganz viel!
00:27:20: Und die machst du ja auch über den Podcast, da sprichst Du ja auch drüber.
00:27:24: Wie hat der Podcast dich verändert?
00:27:26: Was sind denn jetzt auch schon eine Weile?
00:27:28: Ja, ich glaube irgendwie demütig... Man wird demütiger mit Menschen zu sprechen, auch einfach kontinuierlicher Austausch macht er natürlich auch weiser finde ich.
00:27:42: also es ist so man hat total die Möglichkeit irgendwie immer wieder ein Themen reinzuschnuppern, die dann ja auch teilweise an einem Hängen bleiben und dann taucht man nochmal tiefer ein.
00:27:53: Und das ist unglaublich bildend finde ich!
00:27:56: Auch bereichernd gleichermaßen Menschen zu begegnen, die die Offenheit haben deren Geschichten zu erzählen oder deren Herausforderungen zu schildern, das find' ich wahnsinnig mutig.
00:28:08: Ich glaube dass es im Kern so was mich dadurch stärker oder größer gemacht hat... Also, sodass ich einfach das Gefühl habe dadurch total erfüllt sein zu dürfen diesen Austausch haben zu können.
00:28:21: Ja so geht es mir auch.
00:28:22: also wenn ich schon... Wenn ich einen coolen Podcast aufgenommen habe und ein gutes Gespräch geführt habe dann gehe ich auch manchmal durch die Stadt und denke mir Ich weiß mehr als ihr was den Punkt angeht.
00:28:35: Das ist wie eine ganz wertvolle Erfahrung oft die man da macht Wenn man die Menschen, die man ja auch gern was fragen will.
00:28:42: Auch noch das Fragen darf etwas interessiert.
00:28:45: Das ist schon eine tolle Sache insofern Leute da draußen wenn ihr im Podcast starten wollt wir unterstützen dass auch wenn es mit Arbeit verbunden ist.
00:28:54: Wir sind
00:28:54: ja nur noch Eltern.
00:28:55: Isabelle was glaubst du sollten unseren Kindern mitgeben?
00:28:58: Was sie auf der Arbeitswelt vorbereitet oder was ihnen dabei helfen könnte.
00:29:04: Also ich finde so Die wichtigsten Future Skills, wie ich das immer so gerne nenne sind kritisches Denken und kritisches Fragen.
00:29:12: Und auch Hinterfragen und eine grundsätzliche Neugierde und Offenheit Themen und Menschen gegenüber.
00:29:20: Ich glaube, dass sind die zwei Schlüssel.
00:29:21: wenn wir das haben dann sind wir sehr gut aufgestellt weil wir erstmal mit einem offenen Herzen überall reingehen und auf der anderen Seite aber auch klug genug sind nicht alles für bare Münze zu nehmen sondern selber noch mal ein paar Recherche, Maßnahmen anzugehen oder auch Gespräche anzugeben bevor wir Sachen einfach glauben und hinnehmen.
00:29:41: Ich glaube beides ist gleichermaßen wichtig gerade mit KI und Automatisierung Technologie.
00:29:47: ich finde es so wichtig dass Kinder lernen Themen kritisch zu hinterfragen weil ich muss ganz ehrlich sagen das sehe ich in unserer erwachsenen Welt viel zu wenig und das stört mich massiv gerade auf Social Media wieviel Alleine immer wieder gekaut wird, wenn irgendwo eine Nachricht aufploppt.
00:30:07: Wird die nicht recherchiert?
00:30:08: Nicht hinterfragt direkt weitergegeben und dann springt der da drauf!
00:30:11: Und ich finde es Wahnsinn.
00:30:13: oder auch so Thema junge Mädchen wie die teilweise mit dreizehn schon aussehen wie zwanzig weil sie irgendwie zehn Filter über ihre Gesichter und Körper knallen und wie krass so selbst-und fremd Wahrnehmung ja verzerrt wird.
00:30:27: dadurch Finde ich wahnsinnig kritisch und bin auch manchmal echt ein bisschen glücklich, dass ich einen Sohn habe.
00:30:33: Und gleichzeitig ist mir natürlich bewusst, dass sich mit einem Sohn die wahnsinnigt große Aufgabe habe ihn sehr feministisch zu erziehen und als den Mann zu erzielen der Frauen respektiert schätzt vielleicht irgendwann mal befördert oder vorrang lässt oder mitzieht.
00:30:50: also all das ist auch genauso herausfordernd und schwierig, glaube ich.
00:30:53: Aber genau diese Balance... Also darum geht es, glaub' ich, dass wir unseren Kindern das irgendwie mitgeben.
00:30:58: Und ich glaube, dass es durch Neugierde-und kritisches Denken funktioniert.
00:31:02: Was denkst du?
00:31:03: Ich finde auch also neugierder Mut, das hängt irgendwie sehr zusammen.
00:31:09: Wenn man neugirig isst dann guckt man sich das auch an oder probiert was aus.
00:31:13: Kritisches Denken gehört mit Sicherheit auch dazu.
00:31:15: Optimismus find ich immer noch ganz wichtig!
00:31:17: Oh ja eine positive Grundhaltung zu haben, weil ich glaube alles anderes alternativlos.
00:31:23: Also den Kopf in den Sand stecken wird jedenfalls gar nichts prägen!
00:31:28: Wir kommen nur vorwärts wenn wir irgendwie da im Raum das es auch gut werden kann und dass das irgendwie auch am Ende gut ausgeht.
00:31:33: Ja
00:31:34: ist ein schöner Satz, das ist ein schönes Satz.
00:31:36: Wir kommen noch vorwärtig, wenn wir glauben, dass es gut ausgehe.
00:31:39: Stimmt, gehe ich mit.
00:31:42: Magst du noch abschließend einen Buch mit uns teilen, das sehr gut gefallen hat?
00:31:48: Jetzt habe ich tatsächlich die letzten Bücher, die ich gelesen habe.
00:31:52: Sie sind alles Romane gewesen, die wirklich komplett mit Themen fremd sind.
00:31:55: Bewusst?
00:31:55: Nee!
00:31:56: Ich würde ein anderes empfehlen weil mir das am Herzen liegt.
00:31:58: Weil es tatsächlich zu meiner Mission so ein Stück weit passt und zu dem wofür ich einfach stehe.
00:32:03: Und zwar das buch feministische KI von Eva Gengler.
00:32:06: Das würde ich jetzt einfach mal empfehle.
00:32:08: Das hab' ich auch angefangen zu lesen und da geht's eben genau um... All diese Themen, die die Automatisierung und Technologie KI jetzt gerade so mitbringt.
00:32:19: Und die Lücken, die KI aufweist durch eben nicht gleichgestellte Gesellschaft und die Art und Weise wie KI trainiert wird – mit unbewussten Vorurteilen unter anderem und was das reproduziert.
00:32:36: Das ist ganz allumfänglich!
00:32:38: Und das würde ich tatsächlich einfach mal so dropen, weil ich Eva Feier ist.
00:32:42: Ein Wahnsinnsfrau, super smarte, kluge Frau und dieses Buch ein Gamechanger ist und nicht dabei einfach wichtig für unsere Zeit also für Menschen die sich jetzt für KI interessieren oder eben auch nicht.
00:32:51: da werden ganz viele tolle Beispiele und Inhalte einfach verschrieben.
00:32:56: ja deswegen würde ich das jetzt verteilen.
00:32:58: Ja cool
00:32:59: wurde hier noch nicht empfohlen.
00:33:00: von daher sehr schön.
00:33:01: vielen Dank.
00:33:02: alles weiter in den Shownotes.
00:33:04: wie man so schön sagt Vernetzt euch mit Isabel auf LinkedIn, hört in den Podcast rein oder bucht sie am besten.
00:33:11: Ich danke dir dass du da warst wird mich freuen wenn wir das Gespräch irgendwann noch mal fortsetzen.
00:33:15: Schöne Grüße!
00:33:16: Ja gerne Dankeschön.
00:33:17: Was
00:33:17: gut tchau
00:33:18: Tschüss.