New Work Chat

New Work Chat

Der Podcast für die neue Arbeitswelt

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00: Willkommen zum

00:00:01: New York State Podcast

00:00:03: von meinem Vater.

00:00:04: Heute

00:00:04: mit Sebastian Mattes, viel Spaß!

00:00:08: Wenn es uns jetzt gelingen würde noch größere Plattformen zu bauen auf den industrielle Datenzusammenlaufen gemeinsam genutzt werden können wenn wir hier noch stärker dazu führen das Unternehmen zusammenarbeiten dann ist das eine riesige Möglichkeit das dann wiederum zu verknüpfen mit einer Robotikindustrie.

00:00:27: Das heißt wenn KI physische Welt trifft, dann entstehen völlig neue Anwendungen und Geschäftsmodelle.

00:00:36: Und eine riesige Chance für eine Industrie die diese erste Welle der foundational models verpasst hat.

00:00:44: also das ist eine enorme Chance.

00:00:46: aber gleichzeitig müssen wir auch verstehen und das muss man auch ganz klar sagen wo die Grenzen derzeit liegen.

00:00:52: und man muss es wirklich klar benennen Deutschland steht den jungen technologiefirmen moment massiv im weg.

00:01:00: In Zeiten solcher Disruption wird auch immer neu definiert, welche Regionen in welchen Technologiefeldern besonders stark sind.

00:01:09: Und die Regionen, die dann führend sind, setzen die Standards für alle anderen.

00:01:14: und deswegen ist es so wichtig dass wir das nicht abschreiben sondern vorne mit dabei bleiben weil ich nicht möchte, dass meine Kinder in einem Land groß werden das nicht mehr selbst über seine technologische

00:01:25: Zukunft entscheiden kann.

00:01:27: Und damit moin und willkommen zu meinem Podcast New Work Chat.

00:01:31: Ich freue mich, dass Sebastian wieder da ist.

00:01:33: Schöne Grüße aus dem hohen Norden aus Rostock City kurz vor Dänemark.

00:01:36: Moin moin aus Düsseldorf!

00:01:38: Sebastian schön, dass du wieder da bist.

00:01:40: es ist noch gar nicht so lange her das wir gesprochen

00:01:43: haben.

00:01:46: Das muss früher Sommer gewesen sein.

00:01:48: Na gut jetzt sind wir schon kurz vorm Winter gefühlt.

00:01:51: Es

00:01:52: hat sich einiges getan.

00:01:52: So schnell vergeht

00:01:53: die Zeit.

00:01:53: ja das kann man wohl sagen.

00:01:55: Du hast Buch geschrieben

00:01:58: Da war ich ja damals schon dran, da hatte ich es eigentlich so gut wie fertig.

00:02:01: Aber jetzt ist es raus in der Tat.

00:02:02: und Spiegel-Bestzeller was mich wirklich gefreut hat und auch total ungehaunert das hätte ich nicht gedacht.

00:02:10: Das ist ja heutzutage hat man den Eindruck beeinigen auch das Ziel.

00:02:14: Ich schreibe ein buch damit ich Spiekel Bestzeller werde.

00:02:20: Ja genau, aber weißt du der Punkt ist man schreibt ja.

00:02:22: also ich habe ein Buch geschrieben um eine Diskussion auszulösen weil ich glaube das es ein Thema ist über dass wir sprechen müssen.

00:02:30: Dass viel zu wenig verstanden wurde in Deutschland und deswegen freut es mich so weil natürlich die Liste irgendwie dann nochmal für mehr Aufmerksamkeit sorgt und alles was hier Aufmerksamkeit auf das Thema zieht ist mir recht.

00:02:43: Es geht um Optimismus, es geht um in Zeit zwanzig neunundzwanzig also ein Buch das Davon handelt, wie wir wieder ganz nach vorne kommen.

00:02:54: Wir waren ja eigentlich lange ganz weit vorne.

00:02:57: Wir werden jetzt mal erörtern wo wir eigentlich stehen und wie wir dann wieder so richtig nach vorn kommen.

00:03:03: Ich habe auch ein paar Parallelen zum deutschen Fußballerklang.

00:03:06: Mal sehen, wie du das siehst.

00:03:07: Ich bin der Fußballexpertin deswegen lasse ich die Beurteilung lieber mit dir da sonst musst du meinen elfjährigen Sohn fragen.

00:03:13: Der ist extrem gut informiert also was Fußball angeht ist eher die beste Adresse.

00:03:18: Lass uns aber wirklich auch nochmal schauen, wer ist Sebastian Mattes?

00:03:21: für die, die unseren ersten Podcast nicht gehört haben.

00:03:24: Den verlinken wir natürlich noch mal in den Schonerns.

00:03:26: Aber denen wollen wir auch noch einmal die Möglichkeit geben dich kennenzulernen.

00:03:29: Magst du dich heute mal selbst vorstellen?

00:03:31: Beim letzten Mal hast du dich ja bei der Tochter vorgestellt was ja hier so die Intro Frage ist, aber die hast Du ja nun schon beantwortet.

00:03:39: Ja wo fange ich an?

00:03:41: Ich bin Sebastian Mattis in Berlin geboren und Hamburg aufgewachsen Und dann hat es den großen Irrtum meines Lebens gegeben, denn eigentlich wollte ich Musiker werden und dann bin ich Journalist geworden.

00:03:54: Ich habe damals mein Hobby zum Beruf gemacht weil ich irgendwie alles investiert hab um Musik zu studieren, um Geiger zu werden und am Ende ja festgestellter.

00:04:11: vielleicht ist das doch nicht der richtige Weg, weil ich zwar okay war denke ich, aber nie so gut geworden bin wie es mir vorgenommen hatte.

00:04:20: und dann habe ich wirklich was machst du jetzt?

00:04:22: Und dann fiel mir auf dass ich meinen Leben lang eigentlich Texte geschrieben hab.

00:04:29: Regionalzeitungen über Kultur, über Wirtschaft, über das Internet, was damals ganz neu war... ist mir klar geworden, wenn ich damit schon so viel Zeit verbracht hab.

00:04:42: Vielleicht ist das ja das Richtige für den Rest meines Lebens.

00:04:46: und so begann dann der Einstieg in den Journalismus.

00:04:50: und es war damals eine Zeit, in der ganz viele neue Medien gaben, neue Magazine aber auch was ganz Verrücktes, so Websites auf denen Menschen Journalismus veröffentlicht haben.

00:05:01: und das hat mich von Anfang an total begeistert.

00:05:04: Ich habe über diese Entwicklung geschrieben Angebote geschrieben und mich hat diese Entwicklung so begeistert, dass ich dann auch die Entwicklung des Internets lange zum Kernbestandteil meiner Berichterstattung gemacht habe.

00:05:21: Und das ist vielleicht auch ein bisschen der rote Faden, der zu dem Buch führt.

00:05:28: Ich hab in der ganzen Zeit mir immer auch die Frage gestellt wie entsteht eigentlich Neues?

00:05:35: unter welchen Bedingungen entstehen Neues und unter welchem Bedingung wagen Menschen auch aus gewohnten eingetretenen Faden auszubrechen.

00:05:49: Und das ist glaube ich ja ein Problem, dass wir in Deutschland gerade haben.

00:05:55: Mich hat in den letzten Jahren wirklich sehr intensiv die Frage beschäftigt wie wir als Nation eigentlich in die aktuelle Situation kommen konnten.

00:06:05: Und Fakt ist ja, dass Deutschland über Jahrzehnte ein Land war.

00:06:09: Dass die Welt mit Hightech-Gütern versorgt hat.

00:06:13: Wir haben allen Industrienationen gezeigt wie man eine innovative... Leistungsstarke Industrie aufbauen kann, die besten Maschinen und Anlagen.

00:06:26: Das beste Industrienohau kam aus Deutschland.

00:06:31: Dann haben VW, BMW, Mercedes der Welt gezeigt wie man die besten Autos baut.

00:06:37: also man kann letztlich sagen Deutschland hat über Jahrzehnte die Welt mit Hightech Gütern versorgt eben das was damals Hightec war.

00:06:46: und da waren wir so erfolgreich in dieser Zeit, also in der analogen Ära dass wir irgendwann die Abzweigung in die digitale Zeit.

00:06:57: In die Zeit der Hightech-Industrien verpasst haben.

00:07:02: weil wenn man auf die aktuelle Wirtschaft schaut dann muss man sagen Deutschland steckt in so einer Mitteltechnologiefalle fest.

00:07:10: das heißt Wenn man die Forschungs- und Entwicklungsausgaben von Unternehmen anschaut, dann fließen sie in Deutschland zu fast sechzig Prozent im Automobilbau, Chemieindustrie, Maschinenbau.

00:07:22: Und nur sechsunddreißig Prozent in Hightech-Industrien – also Software & Biotech, Raumfahrt, Technologie.

00:07:31: Und wenn man in den USA schaut, dann fliessen dort eighty-fünf Prozent in diese Industrie.

00:07:38: Da sieht man schon den strukturellen Unterschied.

00:07:41: Mich hat wirklich die Frage bewegt, woran liegt es eigentlich?

00:07:45: Dass diese neuen Industrien heute mehr und mehr anderswo entstehen und nicht mehr in Deutschland.

00:07:51: Made In Germany das war ja auch die Marke lange Zeit.

00:07:55: Man konnte sich darauf verlassen dass die Deutschen liefern Das ist Hand und Fuß hat, dass es vielleicht sogar innovativ ist.

00:08:03: Und wir waren so erfolgreich Waren wir irgendwann erfolgsverwöhnt.

00:08:08: Ich glaube Deutschland so eine Art Innovators-Dilemma gefallen.

00:08:14: Und das ist ja, nennen Betriebswirte so wenn ein Unternehmen in einer speziellen Technologie unglaublich erfolgreich war und einen Markt aufgerollt hat mit einem bestimmten Geschäftsmodell und dann irgendwann übersieht dass was Neues entsteht und möglicherweise ein Wettbewerber mit einer neuen Technologie, Mit einer neuen Idee, mit einem neuen Geschäfts Modell, mit dem neuen Ansatz schneller besser, effizienter, innovativer ist.

00:08:43: Und Deutschland steckt in einem Innovatorsdilemma der Mitteltechnologien.

00:08:51: und die große Frage ist erstens wie kommen wir da raus?

00:08:56: Was für eine Art von Wirtschaftspolitik müssen die neuen Hightech-Industrien der Zukunft eben in Zukunft nicht mehr vor allem anderswo entstehen, sondern auch wieder mehr in Deutschland.

00:09:08: Weil das muss ich auch ganz klar sagen!

00:09:09: Ich bin mir ganz sicher dass wir bei uns alles haben.

00:09:13: Wir haben großartige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

00:09:16: Wir haben Konzerne, die dabei helfen können neue Ideen industriell zu skalieren viel Geld.

00:09:26: Und jetzt müssen wir nur all das zusammenbringen um diesen neuen Industrien zu helfen, auch in Deutschland zu wachsen.

00:09:33: Und wir haben den deutschen Mittelstand The German Backbone.

00:09:36: Auch das gibt es nicht in allen Ländern weltweit.

00:09:39: also ich denke auch da kommt eigentlich viel zusammen.

00:09:42: die Frage ist eben nur wie starten wir beziehungsweise wo sind wir vielleicht auch schon gestartet?

00:09:49: du hast ja im Zuge deines Buches dich auch mal hingesetzt und das alles beleuchtet.

00:09:54: Und du tust es ja auch täglich eigentlich für deinen Job beim Handelsblatt, und ihr habt ja auch Sonderausgaben schon dazu veröffentlicht.

00:09:59: was müssen wir eigentlich tun?

00:10:02: Um den Deutschlandplan oder wie hieß es in der Sondereausgabe mal hin zu bekommen also wirklich Schritte konkret anzugehen um nach vorne wiederzukommen?

00:10:11: Was waren so Dinge die Du in Deiner Recherche gesehen hast über die Du mehr nachgedacht hast als zuvor, die Dir eingeleuchtet sind, die dir klar geworden sind?

00:10:24: Vielleicht fange ich mal mit der Geschichte dieses Buches an, die nämlich schon einige Jahre alt ist und die sehr viel aussagt darüber warum ich diesen speziellen Weg für das Buch gewählt habe.

00:10:35: Denn das Buch ist nicht ein Policy Paper mit ganz vielen Vorschlägen sondern das Buch is im Kern natürlich eine Analyse wie Deutschland in die aktuelle Situation gekommen ist.

00:10:48: Es ist aber auch eine Reise zu einigen der interessantesten Hightech Regionen der Welt.

00:10:55: Weil ich davon überzeugt bin, dass Deutschland von allen dieser Regionen lernen kann und der Beginn dieses Buches war eigentlich ein Abendessen mit einem Politiker den jeder hier in einer Runde kennen würde.

00:11:16: Ich saß mit ihm zusammen, ich weiß gar nicht mehr wann das genau war.

00:11:19: Das war vor ja drei vier Jahren.

00:11:24: Ich kam gerade zurück von einer längeren Reise durch die USA, war in Boston, war im Silicon Valley und habe dort gesehen was für eine Aufbruchsstimmung dort herrschte.

00:11:38: Und mich intensiver mit den Technologienetzwerken beschäftigt, die es dort gibt zwischen Universitäten, Grunderzentren, Startups und größeren Unternehmen.

00:11:52: war gerade ein paar Tage wieder da.

00:11:53: Der Jetlag war überstanden und war noch ganz beseelt von der Dynamik, die ich da gesehen habe und durchaus nochmal neu verstanden wie diese Ökosysteme dort funktionieren.

00:12:07: Und ich saß an diesem Abend bei einem Italiener in der Nähe vom Brandenburger Tor mit diesen Politiker zusammen im Pizza gegessen und ich hab ihm davon erzählt von meinen Beobachtungen, von meinen Gesprächen und von der Struktur die da gebaut wurde.

00:12:27: Und mir ist damals so klar geworden dass keins dieser Technologieökosysteme das wir aus Deutschland heraus bewundern zufällig entstanden ist egal ob wir nach Boston schauen in Silicon Valley, nach Singapur.

00:12:48: All diese Technologieökosysteme sind das Ergebnis natürlich von unternehmerischem Mut, aber auch einer sehr klaren wirtschaftspolitischen Strategie.

00:12:59: Die nämlich eine Entwicklung in bestimmten Hightech-Feldern ins Zentrum legt und sich die Frage stellt was brauchen diese jungen Industrien um zu wachsen?

00:13:13: Ich saß also mit diesem Politiker zusammen und habe ihm versucht es zu erklären.

00:13:18: Und er saß mir gegenüber.

00:13:20: und ich erinnere mich noch, dass ich versucht habe auf einer Servierte zu beschreiben wie das Innovations-Ökosystem in Boston entstanden ist durch diese ganz engen Netzwerke aus Spitzenuniversitäten.

00:13:35: Startup

00:13:36: Factories,

00:13:37: Investoren genau exakt!

00:13:40: Und eine Regulierung die wirklich der Industrie zwar im Rahmen gesetzt hat aber ihr auch gleichzeitig gezeigt hat, in welchem Rahmen sie auch verhältnismäßig frei forschen und sich entwickeln kann.

00:13:53: Und der Politiker saß mir gegenüber und fand das total interessant und sagte dann am Ende ich höre was Sie sagen aber mein ordnungspolitisches Herz blutet.

00:14:06: Ich höre, dass die Sagen aber mein Ordnungspolitisches Herz blutet und was er damit meinte war, Wirtschaftspolitischen Verständnis komplett widerspricht, dass der Staat sich Gedanken darüber macht in welchem Technologiefeld eine Region stark sein soll und dann versucht eine Infrastruktur dafür zu bauen das diese Industrie wachsen kann.

00:14:32: Und ich erinnere mich noch als ich nach Hause gegangen bin vom Brandenburger Tor, das war ein recht lauer Herbstabend.

00:14:41: Ich bin länger noch unter den Linden durchgegangen und habe über dieses Gespräch nachgedacht.

00:14:48: Und war wirklich ein Stück weit verzweifelt, weil ich in dem Moment verstanden hab was ein Stückweit das Problem auch der deutschen Wirtschaftspolitik ist.

00:14:59: Natürlich ist es richtig ordnungspolitisch der Wirtschaft an Rahmen zu geben und ansonsten nicht ins Unternehmerische reinzu Micro-Managen.

00:15:09: Da besteht kein Zweifel!

00:15:11: Aber wenn es um neue Technologiefelder geht, dann sehen wir eben überall auf der Welt eine strategische Wirtschaftspolitik von Ländern.

00:15:20: Die wirklich systematisch versuchen die Bedingungen und die Voraussetzungen zu schaffen das sich bestimmte Hightech-Industrien ansiedeln und entwickeln.

00:15:29: Und Achtung!

00:15:31: Damit meine ich jetzt nicht den Ansatz von Robert Habeck dass ich neun Milliarden auf ein Unternehmen werfen nur damit die einen sowieso technologisch fragwürdiges Werk in Deutschland bauen.

00:15:45: Das ist nicht der Ansatz, den man in den Technologieregionen sieht sondern ich meine wenn wir die neun Milliarden schon ausgeben wollen warum steckt man die nicht in das Chip-Cluster rund um Dresden?

00:16:03: baut vielleicht ein Supercomputer, zu dem Start-ups Zugang haben um ihre Forschung schneller vorantreiben zu können.

00:16:11: Investiert in weitere Lehrstühle, in bessere Gebäude, in denen Start ups forschen können, in Labore und all das eine Infrastruktur auf der Zukunft entstehen kann.

00:16:21: Und das ist aus meiner Sicht eine Wirtschaftspolitik die dazu führt dass die großen wichtigen Hightechindustrie in der Zukunft auch in Deutschland entstehen.

00:16:34: Und deswegen habe ich das Buch geschrieben, weil ich ein Verständnis dafür schaffen möchte wie diese Industrien entstanden sind und ich möchte Hinweise darauf geben was Deutschland davon lernen kann.

00:16:46: Weil man keine dieser Regionen kopieren kann.

00:16:50: Überall sind die Voraussetzungen anders aber die Mechanismen wie diese industrie wachsen sind schon überall ähnlich und davon sollten wir lernen.

00:17:01: Diese Debatte findet in der deutschen Wirtschaftspolitik nicht statt.

00:17:05: Und das hat mich wirklich beschäftigt die letzten Jahre und es hat mich gequält, dass auf diese Debatte immer das Totschlagargument kommt Ja du willst ja nur Industriepolitik aber der Staat kann gar nicht wissen welche Entscheidung richtig ist in der Wirtschaft.

00:17:21: Das stimmt alles!

00:17:23: Der Staat kann keine unternehmerischen Entscheidungen treffen.

00:17:26: Aber natürlich kann der Staat eine Infrastruktur bauen auf der Neue ist entsteht.

00:17:31: Genauso wie der Staat Straßen bauen kann, Bahnlinien bauen kann – auf der dann neue Mobilitätsanbieter unterwegs sind und auf der innovative Ziele- und Autos fahren.

00:17:46: Der Staat muss die Infrastruktur bauen!

00:17:49: Und wir haben nicht verstanden was für eine Infrastruktur die neuen Hightech-Industrien brauchen und deswegen habe ich mich hingesetzt und eine Reise gemacht um eben auch zu belegen, dass das nicht einfach irgendwelche Konzepte sind die sich Ökonomen ausgedacht haben.

00:18:05: Sondern um zu zeigen wie die Mechanismen weltweit funktionieren.

00:18:10: Das war der Auslöser für mein Buch.

00:18:12: Du sattest schon Silicon Valley funktioniert anders als Shenzhen und dann gibt es noch weitere Kraftorte und Epizentren.

00:18:22: aber es gibt auch verbindende Elemente.

00:18:24: was hast du in deiner Recherche gesehen?

00:18:26: Was sind denn diese Ähnlichkeiten dieser Zukunftszentren, wenn wir sie mal so nennen wollen.

00:18:33: Was sind dort für besondere Rahmenbedingungen geschaffen worden?

00:18:36: Damit dort an neuen Ideen gearbeitet werden konnte, damit die auch sich entwickeln konnten.

00:18:42: Es gab ja einen regelrechten Tourismus Sebastian in Silicon Valley.

00:18:46: schon seit vielen, vielen Jahren sind nicht nur Unternehmer und Unternehmerinnen hingefahren sondern eigentlich auch Politiker und Politikerin und haben sich dort inspirieren lassen.

00:18:56: Manchmal hatte man aber den Eindruck, es blieb bei der Inspiration.

00:18:59: Was hast du mitgenommen?

00:19:02: Das Wichtigste – das bringe ich noch mal auf den Punkt ist es eine klare Strategie zu entwickeln und genau zu verstehen was die Fähigkeiten einer Region sind und aus diesen Fähigkeiten abzuleiten wie die Entwicklung in die Zukunft wahrscheinlich aussieht, also welche Industrien in zehn, fünfzehn Jahren groß sein werden und dann entsprechend die Fähigkeiten, die man hat weiterentwickeln.

00:19:31: Also was meine ich damit konkret?

00:19:33: Aus meiner Sicht ist eine der interessantesten Geschichten, die der Stadt Boston.

00:19:40: Und Boston ist ja heute das weltweit bewunderte Technologiezentrum, Biotech-Zentrum.

00:19:48: Die wichtigsten Pharmakonzerne sind dort.

00:19:51: alles vielversprechenden Startups weltweit die irgendwie in dem Feld unterwegs sind haben irgendeine Verbindung nach Boston.

00:19:59: Die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchen möglichst eine Station in Boston am MIT oder Harvard zu absolvieren einfach weil sie wissen dass dort die Weltklasse Forschung stattfindet.

00:20:17: Wenn wir aber Ende der Siebzigerjahre zurückblicken auf die Zeit Ende der siebzigen Jahre, dann sehen wir eine ganz andere Stadt, nämlich eine, die stark vom Strukturwandel getroffen war.

00:20:30: Die Region um das Stadtzentrum herum war von der Deindustrialisierung massiv betroffen.

00:20:38: in der Stadt standen große Backsteingebäude leer weil die Schuh- und Lederindustrie gerade abgewandert war.

00:20:47: Und zu der Zeit machte sich die Stadtregierung intensiv Gedanken über die Zukunft, bei diesen Diskussionen fiel dem Bürgermeister und den anderen Verantwortlichen auf dass die Universitäten gerade verhältnismäßig erfolgreich waren die damals aufkommende Gentechnikforschung voranzutreiben.

00:21:13: Die hatten dann beantragt, größere Labore beziehen zu können und so weiter.

00:21:19: Und das hat die Regierung damals als eine Chance erkannt.

00:21:23: Er hat erstens eine Regulierung entwickelt, die einen klaren Rahmen gesetzt hat, klare Regeln festgelegt habe was die Universitäten und die Unternehmen dürfen und was nicht.

00:21:37: aber da haben sie sich nicht aufgehört sondern sie haben systematisch diese Infrastruktur gebaut, von der ich gesprochen habe.

00:21:44: In alte Backsteingebäude in denen halt Lederwaren, Jackenschuhe und so weiter produziert wurden umfunktioniert – in Labore, in Orte an den Start-ups gründen konnten, in orte die zu Netzwerkplätzen wurden zwischen Finanzindustrie, Start ups und all diesen Dingen.

00:22:10: Und das war der Nucleus für die Erfolgsgeschichte.

00:22:13: Im zweiten Schritt haben sie dann Venture vorgegründet, damit junge Firmen schneller an Geld kommen.

00:22:19: Sie hatten den Universitäten erlaubt, die Forschung zu lizenzieren oder sich ans Start-ups zu beteiligen.

00:22:26: Die Universitäten wiederum haben unterstützt, dass ihre Professoren und anderen Forscher eigene Unternehmen bauen.

00:22:33: Das ist total interessant.

00:22:34: wenn ich in Harvard eine Medical School bin bekomme ich ein bis zwei Tage Zeit, um in meinem eigenen Start-up zu arbeiten.

00:22:46: So wird den Professoren erleichtert, ein eigenes Unternehmen aufzubauen und deswegen haben viele auch eins, zwei, drei Firmen die sie dann mit Studentenparallel aufgebaut haben.

00:22:57: und für die Universitäten ist es total interessant weil die oft auch beteiligt sind oder Lizenzeinnahmen verdienen was Dutzende von Millionen Dollar Einnahmen pro Jahr bedeuten kann.

00:23:09: Und das war die Grundlage für, dass entstehen dieser Industrie und heute hat Boston extrem wächst.

00:23:24: mit den höchsten Anteil an Wissensarbeitern in den ganzen USA.

00:23:29: Es ist wirklich eine faszinierende Entwicklung, von der wir viel lernen können in Deutschland, weil wir an zu wenigen Orten bisher systematisch so eine solche Infrastruktur aufgebaut

00:23:42: haben.".

00:23:43: Das heißt, wir müssen uns auch mit unseren eigenen Stärken beschäftigen?

00:23:48: Genau, wir müssen uns mit den Stärken beschäftigen.

00:23:50: Wir müssen verstehen was wir heute können und was wir vielleicht besser können als andere und wie wir das einfügen in die Entstehung der neuen Industrien.

00:24:01: Und ich meine, wir haben ja so viel im Biotech-Bereich riesige Chancen einfach weil wir eine starke Forschung haben aber auch in dem ganzen Bereich industrielle KI, was jetzt die nächste große Welle in der KI Revolution sein wird Wenn es uns jetzt gelingen würde, noch größere Plattformen zu bauen auf den industrielle Datenzusammenlauf und gemeinsam genutzt werden können.

00:24:26: Wenn wir hier noch stärker dazu führen das Unternehmen zusammenarbeiten dann ist das eine riesige Möglichkeit das dann wiederum zu verknüpfen mit einer Robotikindustrie.

00:24:36: Das heißt wenn KI auf die physische Welt trifft entstehen völlig neue Anwendungen und Geschäftsmodelle.

00:24:45: Und eine riesige Chance für eine Industrie, die diese erste Welle der foundational models verpasst hat.

00:24:52: also das ist ne enorme Chance.

00:24:55: aber gleichzeitig müssen wir auch verstehen und das muss man auch ganz klar sagen wo Die Grenzen derzeit liegen und man muss es wirklich klar benennen Deutschland steht den jungen Technologiefirmen im Moment massiv im Weg.

00:25:14: Ich habe in der Recherche für das Buch einen Unternehmen kennengelernt, Cellbricks heißt es aus Berlin die faszinierende Technologie entwickeln nämlich wollen die organe menschliche Organe im drei D-Drucker herstellen und sie sind so die ersten Entwicklungsschritte gegangen und wollten dann irgendwann Tierversuche starten.

00:25:37: Und die muss man beantragen.

00:25:39: Und nach sechs Monaten warten, kam dann ein Brief vom Amt mit der Frage ob es statt mit thirty-six Mäusen auch mit drei und dreißig Meusen gehen würde.

00:25:48: Dann gab's eine ewige Diskussion hin und her und die ganze Zeit liefen die Kosten für Labore und die Gehälter weiter bis das Unternehmen irgendwann gesagt hat dass können wir uns nicht mehr leisten.

00:26:00: Wir brechen jetzt den Versuch in Deutschland ab und gründende Tochtergesellschaft in Boston Und das ist nur ein kleines Beispiel von so vielen und die müssen wir verstehen.

00:26:12: Wir müssen begreifen, dass wir die Hightech-Industrie nicht nur systematisch behindern sondern mit immer neuen Regeln und immer absurderen Anforderungen auch systematische kaputt machen und deswegen natürlich müssen auf der einen Seite in unsere Stärken investieren.

00:26:30: Natürlich müssen wir Wissenschaft unterstützen diese Netzwerke bauen, Gründerzentren für Geld für junge Firmen bereitstellen.

00:26:42: Aber wir müssen auch verstehen dass wir eine völlig aus dem Ruder gelaufene Bürokratie gebaut haben mit dem Wunsch alles irgendwie sicher zu machen wie es nur geht damit wirklich keine Eventualität da ist, dass irgendetwas

00:27:01: versehen

00:27:02: kann.

00:27:02: Es ist so kompliziert geworden dadurch, dass keiner mal irgendwas Neues versucht weil niemand mehr durchblickt wie es überhaupt noch gehen könnte und das hat sich... Wir regeln

00:27:13: ja auch sogar Eventualitäten.

00:27:15: also ich war nur nicht an einem Samstag auf einem Recyclinghof wollte, altes Zeug wegbringen und dann hatten sie den gerade neu eingeweiht.

00:27:25: Und da findest du natürlich die Straßenverkehrsorten auf diesen Recylinghof damit du zur richtigen Tonne fährst.

00:27:31: Da ist auch ein Einbahnstraßenschild aufgebaut obwohl es nur in die Richtung geht aber das ist dann nochmal geregelt dass du wirklich noch mal weißt dass es eine Einbahnstrasse ist.

00:27:40: So regeln wir uns zu Tode und beschäftigen uns viel mit den Regeln Und ersticken aber auch Möglichkeiten dadurch irgendwie im Keim, denke ich manchmal.

00:27:50: Denn irgendwie bleibt man ja auch dann innerhalb des Regelwerkes drin und achtet aufeinander, dass man sich ja gemäß dieser Regeln verhält.

00:27:59: Und Innovation braucht ja oft mal dieses Out of the Box!

00:28:02: Das ist eben so das Symptom einer Gesellschaft die wahnsinnig erfolgreich war, Wahnsinnig reich geworden ist und sich das leisten konnte.

00:28:16: Und aus diesem Teufelskreis müssen wir aussprechen, weil sonst werden wir keine Chance haben in den Feldern international in irgendeiner Form dranbleiben zu können.

00:28:25: Lass uns auch gerne mal über Narrative sprechen, über die Rolle von einem positiven Zukunftsbild... Also ich habe so den Eindruck gehabt vor ein paar Jahren war dieses Bastion ganz groß.

00:28:38: Ich hab zuletzt das Gefühl dass es weniger geworden ist.

00:28:42: Ich weiß nicht wie du siehst Aber vor ein paar Jahren wurde viel gebärscht und gleichzeitig wurde dann gesagt, das bringt nichts zu bärschen.

00:28:49: Jetzt habe ich den Eindruck schauen wir schon alle mehr hin.

00:28:51: wo sind denn die guten?

00:28:53: Die Dinge die Ansätze die stärken?

00:28:56: aber trotzdem vermisse Ich und das vermissen ja auch viele bei der politik positive zukunftsbilder.

00:29:01: Wo kann es hingehen?

00:29:02: der chef von daichmann hat das gerade in großen podcast gesagt.

00:29:05: er hat das von derpolitik überhaupt nicht gesehen oder sieht das aktuell gar nicht so.

00:29:10: dieses wo soll Es hingehen Also auch in Deutschland, auf das man sich freuen kann.

00:29:15: Wie erlebst du das?

00:29:17: Siehst du positive Beispiele vielleicht auch in der Wirtschaft oder in der Politik oder fehlt dir das auch?

00:29:25: Ich glaube dass die Bundesregierung eine historische Chance vergibt.

00:29:29: wenn Friedrich Merz über Zukunft spricht dann beschreibt er ja all das was auf uns zukommt wie so ein riesiges Verlustprojekt mehr Stunden pro Woche arbeiten, später in Rente gehen und jetzt auch noch am ersten Tag deines... wenn du krank bist ne Krankschreibung besorgen.

00:29:50: Ich will gar nicht sagen dass ich nicht einiges davon für richtig halte aber wenn das die einzige Geschichte ist, die wir über die Zukunft erzählen dann ist es ein Projekt bei dem keiner Bock hat mitzumachen.

00:30:03: deswegen wäre meine Erwartungen an die Bundesregierung, dass sie endlich diese Lehrstelle füllt und erklärt was es eigentlich heißt das das deutsche Geschäftsmodell kaputt ist.

00:30:19: Das haben wir jetzt bis ins Detail analysiert aber niemand hat sich mal die Mühe gemacht dieses Vakuum zu füllen und einen Vorschlag zu machen wie das Geschäfts-Modell vielleicht aussehen könnte in zehn, fünfzehn Jahren.

00:30:33: ich glaube dass gar nicht so wahnsinnig kompliziert wäre.

00:30:35: Deutschland müsste sich einfach nur auf seine DNA zurückbesinn nämlich ein Land zu sein, das Hightech-Produkte entwickelt und exportiert die die Welt haben möchte.

00:30:48: Im Moment sind wir dann nicht sonderlich gut aufgestellt und damit fängt es ja schon mal an das zu erkennen.

00:30:54: aber sich das dann vorzunehmen wäre ein Ziel aus dem man ja dann ganz viele Schritte ableiten kann und vielleicht ich meine der Blick auf die Bundesregierung könnte gerade diese Woche nicht pessimistischer.

00:31:08: Man fragt sich dann manchmal, wie die eigentlich miteinander weiter machen wollen.

00:31:12: Aber wer weiß?

00:31:13: Wenn es Friedrich Merz gelingen würde, die Tonlage so zu ändern und tatsächlich so ein Bild auszubuchstabieren vielleicht ändert sich auch die Haltung gegenüber der Bundesregierung.

00:31:26: Lass uns noch Kanada schauen!

00:31:27: Markani hat seinem Land auch extrem viel zugemutet.

00:31:36: im öffentlichen Dienst zusammengestrichen, Tausende von Menschen entlassen, in Teilen den Klimaschutz zurückgedreht.

00:31:44: Fossile Energieprojekte massiv gefordert Dinge die radikalen Kurswechsel auch bedeuteten in Kanada.

00:31:53: Er hat den Menschen aber nicht gesagt es geht alles dem Bach runter wenn ihr ihn nicht mitmacht sondern er erklärt seinem Land diese Reform als eine Art Nation Building.

00:32:06: Ich finde, das ist eine Geschichte der man wenigstens zuhört.

00:32:10: Man kann es dann gut finden oder nicht über die Idee streiten aber letztlich ist es mal eine und das ist die große Lehrstelle, die ich in Deutschland sehe.

00:32:21: Und es wäre ja auch schön wenn wir eine gemeinsame Geschichte hätten.

00:32:26: stattdessen erleben wir ja leider dass Deutschland auch sehr zersplittert ist, zerstritten ist.

00:32:32: Bist du optimistisch, dass wir wieder mehr zueinander finden?

00:32:38: Weil das hilft, würde natürlich auch helfen um wirtschaftlich dann voranzukommen.

00:32:44: Ich weiß gar nicht ob das am Ende stimmt dass wir so zerstritten und zersplittert sind.

00:32:49: was ich beobachte ist eher Dass es eine wachsende Zahl von Menschen gibt die sich echt sorgen machen um ihre zukunft Und da schaue ich mit besonderem fokus auf die jüngere generation.

00:33:03: Wenn man sich nämlich anschaut wie die wählt dann ist es entweder sehr radikal rechts oder sehr radikal links.

00:33:11: Und beides ist nicht gut und beides eine Folge der Politik, die unsere Generation gemacht hat.

00:33:22: Wir müssen doch festhalten dass der Generationenvertrag über Jahrzehnte dieses Land zusammengehalten hat offenbar von vielen Menschen als gekündigt betrachtet wird.

00:33:36: eighty-five Prozent der Deutschen sagen, dass sie glauben das es künftig in Generationen schlechter geht.

00:33:43: Und gleichzeitig machen wir und macht unsere Generation eine Politik die die sozialen Sicherungssysteme so wie Sie heute bestehen letztlich zerstört.

00:33:56: nichts anderes ist dieser absurde Rentenpolitik Die Rente mit der Mütterrente, ein System das sowieso schon so sehr unter Stress steht.

00:34:05: Mit solchen Maßnahmen zusätzlich zu belasten halte ich für absolut

00:34:10: unverantwortlich.".

00:34:12: Das muss man leider sagen und es ist kein Wunder dass dann Menschen sagen okay ich habe das Gefühl ihr habt hier alle das System ausgenommen und für uns ist am Ende nichts mehr übrig.

00:34:22: und jetzt wählen sie halt Parteien die ihnen versprechen dass alles wieder so wird wie früher was natürlich niemals passieren wird.

00:34:32: Deswegen sage ich ganz klar, es ist die Aufgabe der jetzt aktiven Politikerinnen und Politiker hier ein Bild zu entwickeln bei dem auch Jüngere wieder sagen okay das ist eine Zukunft an die ich glaube und dem Weg möchte ich folgen und ich glaube dann holen wir sie auch wieder aus den radikalen Ecken raus.

00:34:53: Was siehst du denn in der europäischen Union im europäischen Ausland?

00:34:57: Das ist natürlich für uns als Als Deutschland auch sehr wichtig mit unseren Partnerinnen zusammenzuarbeiten.

00:35:04: Siehst du dort positive Ansätze für Transformation und Innovation?

00:35:11: Es gibt ganz viele positive Beispiele auf lokaler Ebene, ich habe mir einzelne Städte in Skandinavien angeschaut, in Finnland wo dann über in sehr kurzer Zeit große Standorte von Nokia und Microsoft geschlossen wurden, tausende Ingenieure ihre Jobs verloren wie da Transformation organisiert wurde.

00:35:34: Von denen können wir lernen.

00:35:35: ich habe mir angeschaut wie die Arbeitsmarktreformen in Dänemark organisiert und argumentiert wurden.

00:35:44: Dänemark hat eines der flexibilsten Arbeitsrechte eine innovative Wirtschaft glückliche Menschen, hohe Gehälter und niedrige Arbeitslosigkeit.

00:35:51: Also so schlimm ist das alles nicht mit...

00:35:53: Und also Erlabsicherung die auch toll ist?

00:35:56: So ist es genau!

00:35:58: Es gibt überall in Europa spannende gute Beispiele von denen wir lernen können.

00:36:04: ich glaube für Deutschland ist es das Wichtigste dass wir jetzt mal runter kommen von dieser eigenen Anspruchshaltung dass wir immer am besten wissen wie's funktioniert.

00:36:16: der aktuelle Zustand zeigt, dass es eben definitiv nicht so ist.

00:36:19: Und das wirklich an der Zeit ist, dass wir uns im Detail anschauen welche Regionen eigentlich Teile der Herausforderungen die wir vor uns haben schon gut bewältigt haben.

00:36:32: und die Beispiele gibt es überall.

00:36:35: Wir können von Indien zum Beispiel lernen wie man ein komplettes Land digitalisiert.

00:36:40: Das ist eine total irre Geschichte.

00:36:43: Der Mitgründer von Infosys, das ist einer der größten Digitalkonzerne Asiens.

00:36:50: Nandan Nilikani, den habe ich vor einigen Jahren in München kennengelernt.

00:36:54: Er hat nach seiner aktiven Zeit bei Infosis einen Buch geschrieben mit einer Vision für ein digitales Indien und dann hat ihn die Regierung angerufen und gesagt okay du kriegst das Budget, du kriegest die Freiheit Du kriegst die Ressourcen, deinen Vorschlag umzusetzen.

00:37:16: Und daraus ist eine digitale Plattform entstanden auf der nicht nur ein Großteil der Eins Komma drei Milliarden innerinnen und Inder digital digitale Dokumente bekommen haben also sich ausweisen können es auch einen Zahlungssystem entstanden mit dem sich die in der unabhängig gemacht haben von amerikanischen Zahlung Systemen.

00:37:37: Es ist digitale Verwaltung entstanden, die dem Land Milliarden an bis dahin versickerten Subventionen und Sozialleistungen eingespart haben.

00:37:49: Also eine Plattform auf der eine digitale Wirtschaft entstanden ist, die mitverantwortlich für den digitalen Boom in den letzten Jahren gesehen hat.

00:37:59: Wir können überall lernen – wir müssen nur endlich anfangen hinzuschauen!

00:38:04: Das sind alles Beispiele, die ich versucht habe im Buch zu beschreiben.

00:38:09: Und das kennen wir auch aus der Unternehmenswelt, wenn es dann um Transformation und neue Ideen geht.

00:38:14: Dann gibt es die Bewahrer und die haben natürlich ganz viele Gründe warum etwas nicht geht zumindest hier und nicht bei uns.

00:38:23: aber Wenn wir mehr da hinkommen würden zu sagen wir probieren das mal aus Wir sind offen für Neues dann wäre natürlich schon viel gewonnen.

00:38:30: und wir haben ja auch in Deutschland tolle Regionen auch im Podcast hier haben wir schon einige beleuchten können, in denen Jung und All zusammenarbeiten.

00:38:39: Startups, Mittelstand und Old Economy.

00:38:44: Ich finde die Bielefelderecke zum Beispiel total interessant in dieser Hinsicht.

00:38:48: Ja, Bilefeld München gibt es auch in Deutschland.

00:38:51: Ich sage nicht dass das alles nicht gibt in Deutschland sondern meine Argumentation ist nur... Das was wir bisher haben sind prima Ansätze.

00:39:01: Wir brauchen nur eine viel schnellerer Skalierung all dieser Ideen.

00:39:06: Weil wir jetzt in einer, in eine Phase eintreten, in der wir Eine Innovationsgeschwindigkeit erleben werden wie seit Jahrzehnten nicht Denn angestrieben durch künstliche Intelligenz wird es neue Materialien geben neue Medikamente.

00:39:25: In allen erdenklichen wissenschaftlichen Bereichen wird es eine gigantische Beschleunigung geben.

00:39:32: In Zeiten solcher Disruption wird auch immer neu definiert, welche Regionen in welchen Technologiefeldern besonders stark sind.

00:39:40: Und die Regionen, die dann führend sind setzen die Standards für alle anderen und deswegen ist es so wichtig dass wir das nicht abschreiben sondern vorne mit dabei bleiben weil ich nicht möchte dass meine Kinder in einem Land groß werden das nicht mehr selbst über seine technologische Zukunft entscheiden kann.

00:39:58: In Zeit zwanzig neunundzwanzig ist jetzt draußen.

00:40:01: Kauft euch das Buch, läst es diskutiert rüber.

00:40:04: ich glaube wir müssen auch wieder mehr in die gesunde Diskussion kommen.

00:40:07: Danke dass du wieder da warst alles natürlich in den show notes und Ich bin gespannt wie die diskussionen weitergehen.

00:40:15: Ich hoffe dass wir beim nächsten mal Sebastian wenn wir sprechen über positive Schritte sprechen können die gemacht wurden.

00:40:21: Da freue ich mich drauf.

00:40:22: vielen Dank für die Einladung.

00:40:23: danke dir bis bald was gut

00:40:25: tchau.

Über diesen Podcast

„You don’t have to listen to anyone, because in this new world, no one knows anything.“ Casey Neistat.

In meinem Podcast „New Work Chat“ interviewe ich spannende Köpfe rund um die Themen New Work, Kultur und Transformation.

Wie finden wir eine Arbeit, die uns erfüllt und einen Unterschied macht? Wie entwickeln wir unsere Unternehmen so, dass Mitarbeiter:innen dort gern arbeiten und einen besseren Job machen?

Und: Wie vereinbaren wir unsere Familie mit unserer Arbeit? Das interessiert mich als #Dadof3Girls besonders.

Ob bei einem Startup, einer Agentur oder einer Kommune. Hauptsache, wir bewegen was, experimentieren und teilen, was wir lernen. Hauptsache wir gestalten heute eine Welt, in der unsere Kinder Arbeit nicht mehr als milde Krankheit, sondern als sinnvolle Aufgabe sehen.

Den Podcast gibt´s bei Spotify, Apple Podcasts & Co.

Neue Folgen erscheinen wöchentlich Freitags um 6:00 Uhr. Tune in!

von und mit Gabriel Rath

Abonnieren

Follow us