Der Podcast für die neue Arbeitswelt
00:00:00: Willkommen zum New York State Podcast von meinem Vater.
00:00:04: Heute, Folge fourhundertneunundvierzig mit Daniel vom legendären Beginn.
00:00:09: Viel Spaß!
00:00:14: Und das war genau ein Problem was ich in den letzten Jahren hatte weil ich neben meiner Familie auch sehr viele andere Projekte hatte die ich gleichzeitig gemacht habe und wir wollten ja schon eine Beginnerplatte machen die wir jetzt noch ein bisschen verschoben haben weil ich einfach nicht am Start war weil ich es nicht auf die Kette bekommen habe, in einem gewissen Zeitfenster von einem Jahr oder sonst war's halt genug eine Stadt zu bekommen.
00:00:35: Weil ich einfach mir diese Räume nicht gegeben habe.
00:00:38: und das Wichtigste für einen kreativen Space ist, dass du dir diesen Raum schaffst.
00:00:43: was ich für mich dann über die Jahre aber auch herausgefunden habe ist, daß du dir diese Röme nicht nur äußerlich schaffen kannst indem du sagst okay Leute Ich bin jetzt drei Monate raus geh voll rein, sondern dass du dir auch innerlich Räume schaffen kannst.
00:00:57: Indem du innerlich bei dir ein bisschen aufräumst, innerlich mehr connected bist mit dir selbst, klarer in den Tag reingehst dich nicht so stressen lässt von all den ganzen verschiedenen Challenges die man halt in seinem Alltagsleben hat und dem Ganzen Druck finanzielle Sachen Verantwortung Zeitmanagement.
00:01:17: wenn ich irgendwie hier zeitrein investiere dann habe ich zu wenig Zeit da und dieses ganze Dilemma- und Hamsterrad leben was wir alle haben, ob Musiker oder Unternehmer oder was auch immer.
00:01:27: Wir haben es alle!
00:01:28: Wenn man da Räume schaffen möchte um überhaupt für sich selber wieder klarer zu erkennen, was will ich eigentlich?
00:01:34: Was kann nicht eigentlich?
00:01:35: Worauf, wofür entscheide ich mich?
00:01:37: Was sind meine nächsten Ziele?
00:01:39: Woran habe ich Bock?
00:01:40: Wovor hab' ich Angst?
00:01:42: Am Ende des Tages sind wir die Regisseure in unserem Leben und das muss man sich mal wieder bewusst
00:01:47: machen.
00:01:50: Und damit moin und willkommen zu meinem Podcast New Work Chat.
00:01:54: Freue mich sehr, dass Dennis aka Daniel heute da ist.
00:01:57: Schöne Grüße aus Rostock City!
00:02:00: Vielen Dank, schöne Grüße zurück aus Berlin.
00:02:04: Ja ich freue mich auf jeden Fall total.
00:02:06: Schön, dass du da bist.
00:02:07: Ich hoffe dir geht's gut.
00:02:08: wir haben Freitag, wir nehmen am Freitagnachmittag auf.
00:02:12: Herbstlicher Sonnenschein.
00:02:14: bisschen wehmütig ist man ja das der Sommer jetzt irgendwie doch vorbei ist.
00:02:18: aber Der Herbst kann auch ganz schön sein.
00:02:20: oder wie geht es dir da mit?
00:02:22: Ja, das ist auf jeden Fall das richtige Mindset.
00:02:25: Das ist richtig!
00:02:26: Ich bin ein bisschen wehleidig.
00:02:28: der Sommer ging war fantastisch.
00:02:30: ich war ganz viel unterwegs als Musiker bei Jan Delay hatte eine geile Sommertour und da war ich dabei und das war einfach wunderschön.
00:02:41: Es war wirklich ganz toll menschlich zwischenmenschlich auf der Bühne hinter der Büne einfach fantastisch hat eine ganz tolle Zeit und bin jetzt dementsprechend ein bisschen traurig, dass das auch schon wieder vorbei ist.
00:02:51: Und just in dem Moment als die letzte Show war fing dann halt irgendwie das Wetter an, depressiver zu werden und dementschrechen muss ich mich erst mal umgewöhnen.
00:03:02: aber vom Mindset her ist es genau richtig.
00:03:04: der Oktober ist auch ne tolle zeit selbst der Winter es hat was.
00:03:08: da kommt man näher zusammen und machte sich gemütlich.
00:03:13: sprich man kann die Dinge ja finde ich sich auf eine ehrliche Art und Weise schön denken.
00:03:22: Ja, schön dass du da bist!
00:03:24: Ich kenne dich ja schon sehr sehr lange dadurch das Du ja Musiker bist und ich zumindest früher auch sehr viel Musik gemacht habe und Du ja den deutschen Rap und den deutschen Hip-Hop mit geprägt hast schon in den frühen und mittleren Neunzigern aus Hamburg heraus mit den absoluten Beginnern dann Beginner.
00:03:42: Ich glaube, viele die hier zuhören werden dich werden euch kennen und wir wollen natürlich ein bisschen diese Geschichte schauen wollen aber auch noch mal gucken was du.
00:03:50: Noch getan hast denn du hast einiges auf den weh gebracht auch business-seitig jetzt auch mit einer neuen app und da wollen wir heute mal so ein bisschen reinschauen.
00:03:57: Wir starten ganz klassisch gibt es eine Einstiegsfrage.
00:04:01: wir sind ja beide Veta Dennis und meine mittlere Tochter.
00:04:04: die hilft ihr so ein bißchen mit die introduced immer die Gäste Und hat das jetzt schon getan quasi und ich würde auch dich mal bitten, ihr zu erklären was du eigentlich so machst.
00:04:15: Was ich so mache.
00:04:16: Oh ja, das ist eine schwierige und Frage auf jeden Fall was mache ich eigentlich?
00:04:20: Also es gibt verschiedene Dinge die ich mache als in aller... Das sind dann verschiedene Rollen die man halt so einnimmt Und die mich auch glücklich machen und die mir alle sehr wichtig sind.
00:04:31: und die erste Rolle das erste was ich mache Ist tatsächlich Papa sein Vater sein.
00:04:37: Das ist mir am allerwichtigsten mit meiner Familie zusammen zu sein für sie da zu sein und für sich auch sorgen zu können.
00:04:44: Das ist Punkt eins, also ich bin Papa.
00:04:47: die Rolle zwei, die mir sehr wichtig ist, dass ich beruflich in erster Linie Musiker bin.
00:04:56: Ich mach das schon ganz lange seit über dreißig Jahren.
00:04:59: aber schon ganz früh angefangen mit dreizehn oder vierzehn hatte ich das Glück für mich selber irgendwie zu wissen was ich möchte und dass das auch etwas ist Wo meine Lehrer und Lehrerin, selbst meine Eltern, meine Mama mir gesagt haben, bist du dir so sicher?
00:05:20: Bist du dir sicher, dass du wirklich Musiker werden möchtest.
00:05:23: Kann man damit Geld verdienen.
00:05:24: aber ich habe an mich geglaubt und eine Band gegründet und kann jetzt über dreißig Jahre später sagen das hat geklappt!
00:05:32: Und das war ganz toll und es hat mich sehr glücklich gemacht.
00:05:36: Ich bin nur deswegen hier, weil ich diese Entscheidung damals nicht getraut habe zu treffen.
00:05:42: Das kann ich nur allen empfehlen.
00:05:43: Egal was die Lehrer oder der Lehrerin sagen – selbst was die Eltern sagen, die ein Eh eigentlich immer unterstützen sollten -, einfach das zu machen, was sich für einen Gut anfühlt und diesen Weg zu gehen no matter what!
00:05:56: Und als drittes bin ich dann noch ganz vieles anderes, Dinge die mich auch noch interessieren.
00:06:02: Ich bin ein neugieriger Mensch und ich versuche gerne Dinge und probiere Sachen aus und bringen sie mir auch gerne selber bei.
00:06:10: Deswegen habe ich vor ein paar Jahren einen sogenannten Startup gegründet eine Firma und da machen wir auch verrückte Sachen wo auch Ade erst gesagt haben sag mal bist du noch ganz beisammen Und mir macht es aber Spaß und ich mache das gerne.
00:06:24: Das eine ist, ich bin ja Musiker und als Musiker macht man verschiedene Sachen.
00:06:30: Man rappt zum Beispiel oder man singt oder man macht Musik spielt Gitarre oder man is halt DJ!
00:06:38: Ich hab in einem Spiel entwickelt wo man DJ sein kann auch wenn man sich damit gar nicht auskennt wo man das lernen kann echt wirkt mit einer VR Brille.
00:06:53: Das ist also eine VR DJ Anwendung und das mache ich seit ein paar Jahren, das funktioniert auch ganz toll haben wir schon rausgebracht kann man spielen und mit der Zeit je älter man wird desto mehr merkt man aber halt auch nicht nur dass es diese schönen Dinge gibt, die man machen kann.
00:07:15: Sondern das man auch ganz viel Verantwortung hat, Verpflichtung... Dass man wenig Zeit hat, dass man vieles auf einmal machen möchte und gar nicht weiß wie kriege ich das eigentlich alles zusammen?
00:07:25: Ich habe ja von diesen Rollen gesprochen, Papa sein, Musiker sein und dann noch eine Firma haben aber der Tag halt nur vierundzwanzig Stunden!
00:07:36: Und dann ist man manchmal auch gestresst und dann merkt man auf einmal hey Mir geht es gerade nicht so gut.
00:07:43: Und das ist doof, weil dann habe ich eine schlechte Stimmung und dann ist auch eine schlechste Stimmung in der Familie oder eine schlechten Stimmung auf den Songs oder eine schlechteste Stimmung innerhalb der Firma.
00:07:53: Damit das nicht passiert, habe ich ganz viel innere Arbeit geleistet.
00:07:59: Das heißt, ich hab viel meditiert, über mich selber nachgedacht, Tagebuch geschrieben, geguckt.
00:08:05: wie kann ich für mich selbst positiv und schön und konstruktiv leben?
00:08:10: Und weil mir das so gut gefallen hat und das für mich selbst sehr gut funktioniert, hat.
00:08:14: in den letzten zehn bis zwanzig Jahren habe ich hier eine App entwickelt.
00:08:20: Also ein kleines Programm auf dem Smartphone was einem hilft zu meditieren seine Gedanken und Gefühle zu sortieren und einfach wieder sich selbst zu finden und dann frisch und fokussiert all diese ganzen Dinge machen zu können die Ich halt so mache.
00:08:36: Wunderbar!
00:08:37: Der Podcast ist schon fast beendet.
00:08:40: Es klingt so schön flüssig.
00:08:42: Hat es sich wirklich auch immer so problemlos ergeben?
00:08:46: So klingt's gerade.
00:08:47: oder hattest du auch...
00:08:50: Das ist jetzt die Kinderfreundliche Version und die bringt das schon auf den Punkt, aber da sind natürlich ganz viel Noise und Lärm, der hier runtergekennselt wurde.
00:09:07: Du bist ja siebenundsiebziger Jahrgang, ne?
00:09:10: Ich bin ja achtziger.
00:09:11: sind wir nicht ganz so weit voneinander entfernt.
00:09:13: Ja ich weiß nicht wie du so drauf schaust.
00:09:15: Wir haben ja beide Kids.
00:09:18: die wachsen heute in der komplett anderen Welt auf als wir damals aufgewachsen sind.
00:09:23: Da brauchen wir gar nicht anfangen wo diese ganzen Unterschiede sind.
00:09:28: Was glaubst du waren die Vorteile für uns den Achtzigern aufzuwachsen?
00:09:34: vielleicht weniger gab.
00:09:36: Heute kannst du alles gucken, alles hören überall hingehen aber das hatte ja auch seine Vorteile glaube ich.
00:09:43: Ja absolut da kann man jetzt auch an.
00:09:45: also da habe ich verschiedene Perspektiven die man eingehen kann zum.
00:09:50: Ich vergleiche dass natürlich auch ganz oft wir Eltern machen das halt wie geht's unseren Kindern und wie ging es uns damals?
00:09:55: Und bei mir und ich denke mal bei fast allen Eltern ist das ja auch so.
00:10:00: man möchte dann ja auch alles was man zum Beispiel selber nicht hatte oder wo man irgendwie denkt, das war in meiner Kindheit jetzt nicht so geil.
00:10:10: Dann möchte man natürlich alles kompensieren und besser machen für seine eigenen Kinder.
00:10:14: In meinem Fall hat es dazu geführt dass meine Kids etwas verwöhnt sind.
00:10:22: So etwas teilweise zu viel zu viel Aufmerksamkeit fast schon bekommen haben.
00:10:31: Also und das führt dann teilweise dazu dieses, ist jetzt nicht helikoptermäßig aber so dass du eigentlich letzten Endes ich war auf der Suche nach ganz viel Beziehungsreichtum, ganz viel
00:10:41: Zeit
00:10:42: und dann fängst du aber halt auch an deinen Kindern teilweise zuviel abzunehmen Und diesen Safe Space halt einfach überall mit hinzuneben führt dann teilweise halt natürlich auch dazu, dass du den Kids auch was nimmst.
00:10:58: Nämlich in eine gewisse Form von Frustrationen die man halt auch mal erleben muss und in einer gewissen Form von wie langweilig das man nicht immer sofort so ja haben wir es lange weil ich ja okay ich bin da super der ich mache jetzt hier irgendwas ente ich bin der entertainer genau Ja, und auch so eine Art von... Also einfach mal keine Viersorge.
00:11:27: Einfach mal einen Raum aufmachen wo man sagt okay ich vertraue den Kind jetzt oder ich vertrau dem Schicksal.
00:11:33: Es klappt jetzt einfach mal!
00:11:35: Und das sind Sachen mit denen wir nicht aufgewachsen.
00:11:38: also meine Mutter war so ja go for it!
00:11:41: So dann kommst du abends irgendwann zurück hast wie hier in der Bäule und da ne Schrame und dann heißt es nur hattest du nen schönen Tag und dann hast du gesagt ja aber geil!
00:11:49: Und heutzutage, wenn mein Sohn mit einer kleinen Schramme nach Hause kommt, bin ich so... Oh Gott!
00:11:56: Nächstes Mal sind wir mit dabei.
00:12:00: Das führt natürlich zu mehr Unabhängigkeit, das führt zum Meer auch fast teilweise vielleicht sogar zu mehr Selbstbewusstsein.
00:12:09: Weil wenn du irgendwie ... Wenn ich früher als kleines Data-Kid irgendwie zehn Stunden am Tag irgendwo in der Appendorfer Landstraße mit meinen anderen Schmuddelkindern, da halt irgendwie Eppendorf unsicher gemacht habe.
00:12:26: Ich musste mir alles selber beibringen und daraus glaube ich auch nur dadurch dass meine Mutter mir unfreiwillig diesen Raum gegeben hat konnte ich dann aber auch wachsen!
00:12:41: Mit allen Schwierigkeiten und mit allen Challenges.
00:12:46: Und das ist etwas, was vielleicht heutzutage ... Was die Resilienz steigert.
00:12:52: So was irgendwie dich tougher macht.
00:12:55: Ja und was dann meinen Kids vielleicht ein bisschen fehlt?
00:12:59: Auf der anderen Seite wiederum aber es ist nun mal halt auch so dass dieser Beziehungsreichtum den meine Kinder im Gegensatz dazu erfahren nicht, dass meine Mutter nicht auch ganz toll das gemacht hätte.
00:13:11: Aber es ist trotzdem was anderes Heutzutag.
00:13:15: Dieser Beziehungsreichtum macht so eine andere Konfidenz.
00:13:21: Meine Kids, vielleicht ist mein Kid nicht in der Lage mit elf Zwölft das zu leisten was ich damals geleistet habe in bestimmten Bereichen aber es hat so ein unerschütterliches Selbstwertgefühl und dieses Ich werde geliebt no matter what und damit rauszugehen mit I'm here Und ich bin liebenswürdig, ohne dass sich was dafür tun muss.
00:13:44: Ich bin selbstbewusst in mir und stelle eigentlich basically nichts infrage.
00:13:49: Das ist natürlich auch etwas, wo ich mit forty-neinzig Jahren immer noch manchmal am Struggling bin.
00:13:58: Weil ich im Gegensatz zu meinen Kids gewisse kleine Mikrotraumata habe und Sachen, wo nicht emotional abgeholt wurde... wo ich Sachen so sehr mit mir selber machen, irgendwie auseinandersetzen und selber Dinge für mich klären und erklären musste.
00:14:19: Dass das natürlich auch negative Effekte hatte.
00:14:25: Und dementsprechend ist das alles immer ein schmaler Grad und einen Balancing von nicht zu viel oder nicht zu wenig dieser Sweet-Spot – und das ist live!
00:14:35: Das ist ja das was wir eigentlich jeden Tag üben.
00:14:39: Wie finde ich dieses Gleichgewicht aus diesen ganzen verschiedenen Perspektiven und Kräften, die auf einer Einwirkung.
00:14:48: Ja aber ich kenne das auch gut dass man irgendwie ... Also irgendwie möchte man sie vielleicht beschützen und gleichzeitig weiß man, dass das gar nicht immer so gut ist.
00:14:59: Weil Sie ja eigentlich schon auch mal auf die Schnauze fallen müssen damit Sie Ihre Erfahrung machen und dann bist du aber immer über irgendwelche Messenger verbunden oder guckst noch wo der Standort vielleicht ist?
00:15:09: Ist ja ganz schlimm!
00:15:10: Mach bitte deinen Standort an... Und dann ist der Akku aus und dann denkst Du was ist
00:15:15: los?!
00:15:16: Das ist ja eigentlich nicht cool und gleichzeitig Möchtet nicht mehr drauf verzichten weil wir auch natürlich über probleme uns schnell austauschen können.
00:15:25: Das gibt es natürlich auch.
00:15:27: also die vorzuge sind da, aber wenn man noch mal zurück schauen ich war ja auch viel draußen auch das wünschen wir ja unseren kids oft er raus wobei wenn wir die tool heute damals gehabt hätten werde wahrscheinlich auch so ähnlich gewesen.
00:15:42: Du erinnerst dich bestimmt auch an Sega und Nintendo, als das dann so reinkam.
00:15:46: War man ja auch eine Zeit lang irgendwie nur vom Fernseher?
00:15:49: Und dann war man doch wieder irgendwie draußen.
00:15:51: aber dieses Draußen sein Leute treffen unterschiedliche Leute ja auch treffen damit auch umgehen zu lernen.
00:15:58: wie ist das mit denen und den unterschiedlichen nationalitäten dass natürlich in hamburg noch mal als groß- und weltstadt.
00:16:04: nochmal ein ganz anderes schnack.
00:16:07: Wie hatte ich das dieses Leben draußen geprägt, so früh mit sehr unterschiedlichen Menschen zu tun haben.
00:16:14: Dann kam irgendwann Musik, Rap Hip Hop ja auch eine Kultur die ja Menschen aus allen Richtungen irgendwie verbindet.
00:16:22: Wie hat dich das in deiner Kindheit und Jugend geprägt?
00:16:28: Es hat mich nichts mehr geprägnet als das.
00:16:31: Also seitdem ich zwölf, dreizehn bin habe ich mein basically mein Leben mehr oder weniger auch viel draußen verbracht hat.
00:16:41: Man hatte natürlich immer noch, also auch die Schule hatte einen großen Einfluss.
00:16:46: der Ort an dem ich am schwierigsten fand aber eigentlich basically am meisten Zeit in der Kindheit verbracht habe wie wir alle und da Hast du natürlich auch viele Freunde gehabt und irgendwie keine Ahnung, Jan war zum Beispiel ich war dann irgendwann auf dem Helene Lange Gymnasium.
00:17:07: Und Jan war denn auf der Gesamtschule gegenüber und dann kam er aber auch zu uns auf die Schule und so kannte man sich halt auch ein bisschen.
00:17:13: Damals war ja auch alles anders.
00:17:14: damals hast Du über... Ich meine wenn Du Tonschuhe, wenn Du einen Tonschul getragen hast, Nike Sneaker Getragen hast Dann wusstest Du oder was bei jemand anderem gesehen hast, dann war das ein Code.
00:17:28: Dann wusste du okay alles klar!
00:17:29: Der irgendwie hört auch wahrscheinlich irgendwie Hip Hop so und davon gab es ja auch nur eine Hand voll Leute.
00:17:35: Man hat eh nicht hier Interessen man konnte sich viel schneller halt irgendwie finden und wir waren halt einen Kids die halt schon auf einer Art und Weise ein bisschen anders waren als der Rest.
00:17:53: Für mich persönlich, ich als irgendwie Deutscher mit Mikrationshintergrund so.
00:18:01: Ich habe Vorbilder auch noch woanders gesucht und dann... Kam Basketball, dann kam Skateboarding.
00:18:08: Dann kam Rap und Hip-Hop aus Amiland.
00:18:11: Und das hat man aufgesaugt.
00:18:13: Das hat man geniebt.
00:18:18: Ich hab kein Wort verstanden aber es war einfach diese Energie in der Stimme.
00:18:23: Du wusstest da hier wird was Dringendes gesagt.
00:18:26: Das waren tolle Vorbilder.
00:18:29: Es gab eine Handvoll von Jungs und Mädels die das gefeiert haben.
00:18:33: Die hat man dann halt auch überall getroffen und mit denen hat man abgehangen.
00:18:36: Und irgendwann ging es halt so los bei mir, ich glaube das war Public Enemy.
00:18:42: Ja erzähl
00:18:42: mal die erste Scheibe.
00:18:45: Das war meine erste Scheibe, die ich mich selber gekauft habe.
00:18:48: Welches Album von den war
00:18:50: das?
00:18:52: Das hatte ein Kumpel von mir als Kasette.
00:18:55: Channel Zero war da drauf oder hieß das Song aber... Ja, das weiß ich gar nicht.
00:18:59: You watch Channel Zero?
00:19:00: Wie
00:19:00: hab' ich das?
00:19:02: Du
00:19:02: watch Channel zero!
00:19:03: Ja, stimmt,
00:19:04: stimmt.
00:19:04: Das ist wahrscheinlich auf Taken Nation.
00:19:06: Genau.
00:19:07: Danach kam ja noch Four of a Black Planet.
00:19:08: Das war für mich auch ein ganz krasses Album.
00:19:11: Ich habe mir Joe Bumrushed The Show, das habe ich mir dann erst später gekauft und das war glaube ich das erste Album, das bin ich ganz sicher.
00:19:18: Nee, Riesenpublic Enemy-Fan... Und durch die habe ich halt angefangen, denn dann wollte ich das selber machen.
00:19:22: Ich wollte auch so rappen.
00:19:23: Und auch NWA in the Posse Damals und solche Sachen, das fand ich ja alles geil.
00:19:29: Ich wollte dann auch Gangster sein und so... Das ist auch
00:19:32: die Filme noch dazu, die es hier rübergebracht haben, wenn es die Society Boys and the Hurt und so weiter.
00:19:40: Dann warst du fantasiert, dass du als kleiner Elfjähriger zwölfst?
00:19:44: Ja, jetzt nicht!
00:19:45: Aber dreizehn, vierzehn Stellt ihr irgendwie vor, du bist da auch irgendwie so.
00:19:49: Und dann habe ich angefangen selber zu schreiben die miesesten Texte und alles natürlich nur kopiert und sowas.
00:19:56: Ich konnte ja selber gar kein Englisch.
00:19:57: das war nämlich das geile bei Public Enemy.
00:19:59: Das waren die hatten nämlich die Texte die Lyrics im Booklet hat
00:20:03: drin
00:20:05: und deswegen konnte ich das überhaupt auswendig lernen um mich ein bisschen mit der englischen Sprache beschäftigen und so ist es halt.
00:20:11: in der Schule hab ich basically eigentlich nicht so viel gelernt, wie von meinen echten Lehrern und Lehrerinnen.
00:20:20: Und zwar von den Rappern und von den MCs!
00:20:25: Ich hab Englisch gelernt ich habe superviel über andere Kulturen gelernt und basically hat mir Hip-Hop.
00:20:35: irgendwann kam dann ja auch nachdem wir dann... Wir haben halt erst auf Englische gerappt.
00:20:41: Dann haben wir irgendwann gemerkt hey komm das macht keinen Sinn Das macht einfach keinen Sinn.
00:20:45: Lass uns das mal in unserer eigenen Sprache machen!
00:20:48: Ich hatte damals dann auch, das war so... ... onehundneunzig mit Platin Martin eine Bernd gegründet.
00:20:57: wir haben es erst conceptless attitude genannt und dann kam später erst Jan hinzu, wie gesagt durch diese Freundschaften und Nachbarschaftsverhältnisse.
00:21:07: Und der war an der Schule und der und man kannte sich so ein bisschen.
00:21:11: Und Jan als musikalisches Mastermind auch schon damals hat dann erstmal hart aufgeräumt und so gesagt er wollte erstmal nur DJ sein das ist auch witzig und die Musik machen.
00:21:22: und dann haben wir aber so schlecht So schlecht rappen auf Englisch.
00:21:26: Das hat mich dann gedacht, okay ich muss das auch irgendwie kompensieren.
00:21:30: Ich weiß nicht, auf jeden Fall kam man irgendwann an und meinte ey guck mal hier dieses Tape!
00:21:35: Und es war ein Tape von Torch und von Advanced Chemistry, das war ein Freestyle-Tape aus Heidelberg.
00:21:43: Da habe ich Torch zum ersten Mal rappen gehören auf Deutsch und da kam dann halt so... Geil gefloat, dann die Pudelmütze ist meine Krone.
00:21:52: Geile Metaphern und so.
00:21:53: Und das war mein Bluemanns.
00:21:54: Das erste Mal dass du Rap auf Deutsch gehörte und dachte Alter okay, das ist richtig derbe!
00:22:02: Und das waren halt auch für uns die Initialzündung und das Schiff zu sagen hey ne, es geht so nicht wir machen das Ganze mal besser in unserer eigenen Sprache.
00:22:11: So ging es dann halt los...
00:22:14: Und glaubst du wenn du so heute Wenn du dir deine Kids anschaust, wenn du dir überhaupt so die Jugend heute anschaust.
00:22:21: Ich meine sie suchen ja nach wie vor auch nach Vorbildern und inspirierenden Role Models oder das ist doch glaube ich immer so.
00:22:28: Glaubst du dass die nach wie vorne noch da sind?
00:22:31: Oder... Dass die schwerer zu finden sind vielleicht weil es einfach ein Überangebot gibt und man auch nie genau weiß wie fake das is.
00:22:39: Weil in Zeiten von Social Media who knows irgendwie war das ja früher gar nicht die Frage ob ob das irgendwie echt ist.
00:22:47: Das fühlte man irgendwie, ne?
00:22:48: Es war halt ... es war ja auch weit vor Kommerzialisierung!
00:22:52: Ja, das war absolut genau.
00:22:54: Ich glaube, dass ist ein großer Punkt.
00:22:55: Das war independent alles noch.
00:22:57: Das waren vor der Kommerzialisierung und dementsprechend waren die Leute, wie die Macherinnen und die Interpreten und die Bands und die MCs und die Producern alle, die DJ's, die Breaker, was war ja eine ganze Kultur.
00:23:11: Das ist ja auch nochmal etwas anderes.
00:23:14: Hip-Hop war eine Culture und da ging es um sehr viel mehr als nur das Business.
00:23:23: Das kam ja erst später, es ging eigentlich um alles andere.
00:23:25: Es ging um Selbstausdruck, es gingen um Kreativität, es Ging um Politik.
00:23:29: Es gingen selbst Befreiung und raus... Was heißt raus aus dem System?
00:23:37: Gar nicht raus aus diesem System sondern innerhalb dieses Systems was viele Menschen benachteiligt hat Wege finden, wie man innerhalb dieses Systems eigene Räumenschaft, eigene Merktschaft, eigene Kunstschaft und eigenes Business macht.
00:23:54: Und das waren die Anfänge.
00:23:56: Und dementsprechend waren die Leute, die das gemacht haben, die waren passionate.
00:24:00: Die hatten eine Vision!
00:24:01: Heute ist es halt natürlich anders.
00:24:03: Du hast ein riesen Business... du hast alles durchdekliniert, ich mein Hip Hop oder Rap.
00:24:09: Es ist der größte Musikmarkt auf der ganzen Welt hier in Deutschland, auch Europa.
00:24:16: Auch Deutschrap hier ist auch riesig und ich will nicht den ganzen Leuten unterstellen dass sie es nur noch wegen der Kohle machen – auf keinen Fall!
00:24:27: Aber es ist natürlich was anderes... Geil, also fast... Also ich würde nicht sagen.
00:24:36: Es hat schon eine Evolution stattgefunden, muss ich ganz ehrlich sagen.
00:24:39: Ich bin zwar auch jemand der gerne noch alte Scheiben hört und besonders auch alte Scheibe auflegt.
00:24:43: aber ganz ehrlich Kendrick Lamar Drake Und du kannst diesen Leuten jetzt nicht unterstellen dass sie technisch und musikalisch irgendwie irgendwie nicht ganz In jeglicher Hinsicht besser.
00:25:06: Das ist ein bisschen wie mit der NBA, finde ich.
00:25:09: Da gab es natürlich früher Larry Bird, Magic Johnson und Michael Jordan.
00:25:12: Super krass!
00:25:13: Aber wenn du dir die NBE heute anschaust... Wie schnell?
00:25:16: Wie atletisch?
00:25:17: Wie kräftig dann...?
00:25:19: Das waren die trotzdem früher sehr cool, man schaut sich das gerne an da wie vor.
00:25:25: Aber
00:25:25: wenn die gegen die heutigen spielen würden weiß ich auch nicht wer gewinnen wird.
00:25:29: von daher.
00:25:31: So ist es halt so ein bisschen und das darf man dann finde ich auch respektieren.
00:25:36: aber nichtsdestotrotz ein Chakti bleibt ein Chakdi.
00:25:38: So Chakdie hat uns alles erklärt zumindest aus politischer Sicht und ein Torch bleibt ein Torche.
00:25:46: Weißt du, da ... whatever.
00:25:48: Das sind halt die Pioniere und ja ich weiß nicht wie das für Kids heute ist.
00:25:52: also meine Kids sind Also meine Tochter hat einen geilen Musikgeschmack muss ich ehrlich sagen.
00:25:58: Die hört dann Tyler the Creator Und da hab' ich wirklich nichts gegen.
00:26:03: Wo ich dann wirklich sag', this is real This is fucking real und das kann man echt machen Geht so in die Richtung,
00:26:09: d.h.,
00:26:09: sie findet auch ihren eigenen Taste.
00:26:11: Mein Sohn ist eher Fußball-Fernart Aber da finde ich das auch geil, weil der ist ein Fußball Nerd.
00:26:18: Und er kennt alle von den... Ich weiß gar nicht wann das mit Fußball losgingen vielleicht, eighteenhundert?
00:26:25: Sonst wurde irgendeinem Dorf in I don't know und er kennt auf jeden Fall auch das also die Welt bis jetzt zu Christiano Ronaldo und whatever.
00:26:36: Und da find ich zum Beispiel auch schön zu sehen, dass da ist
00:26:40: z.B.,
00:26:41: weil ihr wirklich alle Legenden kennt Und Pele, und Beckenbauer.
00:26:47: Und Lothar Matthäus aber dann gleich... Was heißt ich weh?
00:26:50: Ich weiß es ja gar nicht!
00:26:51: Ich bin kein Fußballexperte, aber er kennt alle.
00:26:53: Aber das ist so geil wenn man sich so rein nördet in Themen, ne?
00:26:56: Wenn man so mit dicken haben wir früher mal gesagt.
00:26:59: Das finde ich so geil.
00:26:59: In die Platten rein
00:27:00: dicken, in Musik rein dücken Oder das war ja früher auch in den Credits auf den CDs oder auf dem Plattenstatten.
00:27:07: dann die Producer und da hat man guckt, was haben die denn noch produziert?
00:27:10: Und dann bist du so reingetaucht.
00:27:13: Das ist
00:27:13: nach wie vor cool!
00:27:14: Auch einen anderen Zusammenhängen finde ich auch.
00:27:17: Ja und worauf ich nur ganz kurz hinaus wollte, dass da noch so ein Respekt ist.
00:27:20: Und das finde ich schön... Da ist ein Respect gegenüber den Legends und den Pionieren.
00:27:25: Also mein Sohn feiert zwar Christiano Ronaldo so, aber er feiert noch mehr wirklich irgendwelche Leute die damals das und das gemacht haben.
00:27:34: Und das finde ich so geil!
00:27:35: Das fehlt mir manchmal heutzutage im Rap-Kontext oder im Musikkontext.
00:27:39: Fehlt mir das manchmal.
00:27:40: Da ist es manchmal, da finde ich ja die alten Säcke, weil wir haben noch nichts mehr zu sagen und das bringt doch alles nix.
00:27:46: Aber da
00:27:47: fehlt der Respekt vor den älteren...
00:27:49: Der Flash weiß gar nicht, ob es der Respekt ist.
00:27:52: Bei mir geht's nicht persönlich so stark um den Respekt aber die Faszination und die... weißt du?
00:27:56: Also
00:27:57: das Interesse, dass
00:27:58: man wirklich sagt alter okay Eric B.
00:28:01: & Rock Kim cool Mo D. I. S. T., usw.
00:28:05: Und so Torch, Advanced Canvas die haben den ganzen Shit hier und das interessiert die Kids ja von heute.
00:28:10: also unterstelle ich mal einfach null.
00:28:12: So was ich interessant finde.
00:28:14: es gab ja also wegen Kultur hip hop kultur das kann man ja auch noch mal klären.
00:28:18: Also nicht alle die hier zuhören sind ja jetzt damit irgendwie verbunden oder haben damit zu tun gehabt oder so ist ja.
00:28:25: Das gesellschaftliche element ist ja auch ganz interessant bei hiphop dass eben Es ging ja nicht nur um die Musik Richtung sondern es ging auch darum dass Menschen zusammenkommen können, dass sie sich ausprobieren.
00:28:37: Sei's jetzt im Tanzen sei ist jetzt in Raffiti, in Kunst ne?
00:28:41: Sei´s halt in Musik DJing oder Wrapping... ...oder allem was so dazugehörte Basketball und Co.
00:28:48: Und das ginge ja um Kreativität, das ging um Community und es gab auch Leute die diese Werte wirklich dann hoch gehalten haben, so geteached haben.
00:28:55: Chuck D Carries One Ähm, sowas gibt es ja heute irgendwie auch gar nicht mehr.
00:29:00: Leute die sich irgendwie auch so sehen selbst als Teacher, die das dir auf was mitgeben wollen wirklich ne?
00:29:09: Das kommt mir zumindest so vor.
00:29:11: also ob es das nicht mehr so gibt vielleicht gibt es das auch noch und es fällt nicht mehr auf ich weiß es nicht ist sehr unübersichtig geworden.
00:29:17: Ja, das ist immer auch so eine Sache.
00:29:18: wenn Sachen also wirklich Mainstream werden.
00:29:21: Dann verändert sich ja auch noch mal ein bisschen was weil halt einfach.
00:29:25: und dann kommt ne neue Komponente hinzu.
00:29:27: am Anfang als Hip-Hop groß wurde und Web groß wurde da war es halt noch einen Nischen Phänomen Und Es kam aus dieser wirklich aus dieser Passion und aus dieser Haltung und aus all dem was du gesagt hattest und aus den kreativen Schaffen heraus Und dann wurde es immer größer, immer krasser.
00:29:46: Und dann brauchte es auch Varianten und auch Interpreten und Bands die mehrheitsgesellschaftlich funktionieren so.
00:30:02: Dann hast du natürlich auch einen ganz anderen Vibe auf einmal.
00:30:07: Dann geht's auch um andere Themen Und das ist halt passiert.
00:30:11: Und dementsprechend heutzutage gibt es, glaube ich auch immer noch diesen Pioniergeist und dieses Hip-Hop Kälscher.
00:30:17: aber das ist nur ein kleiner Teil und Hip Hop ist ein Monster geworden.
00:30:22: Das ist riesig!
00:30:24: Das kannst du gar nicht mehr greifen.
00:30:26: Aber ich finde schon dass auch neue Artists hier aus Deutschland Vorbildfunktionen haben Dafür sind sie da.
00:30:37: Und dass das nur nicht mehr ganz so greifbar ist, wie echt war das früher bei einem Afrika-Bambata irgendwie einfacher?
00:30:45: So irgendwie.
00:30:46: oder bei Torch der dann gesagt hat irgendwie hey kein Alkohol geht Breaken und Sprühen!
00:30:52: So keine Drogen.
00:30:54: ne.
00:30:55: und Hip Hop ist message Deine
00:30:56: Drohle.
00:30:57: Ja es kann ein Message sein.
00:30:58: Es kann eine Message sein und ich erklär dir hier was heutzutage ist das wäre ich nicht mehr garntso schwarz weiß So, es ist nicht mehr so klar die Message.
00:31:07: Weil die Welt auch viel komplexer geworden ist und wir haben auch vielmehr... Die Kids von heute haben ja auch viel mehr... Also sie müssen ja auch viele verarbeiten.
00:31:15: Du hast ja selber schon von Social Media gesprochen und glaube ich zumindest aber sagen mir also all diese Dinge, die die Kids ja heutzutage... Und wie ihr die ganze Gesellschaft mitbekommen?
00:31:23: Wir müssen ja viel mehr verarbeiten und sehen vielmeher!
00:31:28: Ich habe das gerade gelesen dass wir irgendwie an einem Tag mehr verarbeiten müssen als im Bauer, im sechzehnten Jahrhundert in seinem ganzen Leben.
00:31:36: Und das
00:31:37: ist halt wirklich genau so.
00:31:39: Das ist auch das was wir so stressed out sind und teilweise im Dauer Panic Mode sind.
00:31:43: Da kommen wir ja noch zu nachher.
00:31:44: Ja, da
00:31:45: kommen wir halt noch zu aber man muss halt einfach.
00:31:48: die Welt ist komplexer geworden und deswegen sind auch die Rapperinnen komplex geworden und es ist nicht mehr ganz so einfach und Vorbild bedeutet heutzutage auch etwas anderes.
00:31:58: Ich sieht einen Kern Core Value, den Rapper und MCs Rapperinnen hier haben müssen.
00:32:05: Meiner Meinung nach um erfolgreich zu sein.
00:32:07: Und das ist Authentizität so.
00:32:12: Der Rest... ...ist basically Geschmackssache.
00:32:17: Da kannst du politisch oder inhaltlich moralisch einer Meinung sein oder eben keiner Meinung zu sagen Aber das kommt erst danach.
00:32:31: Das Wichtigste ist Authentizität, das is the core of everything, den Mut zu haben und zu sagen ich mach' es auf meine Art und Weise Ich passe mich nicht an, ich habe keine Angst oder ich hab Ängste aber überwinde sie Und ich mache mein fucking Ding!
00:32:49: Und ich komm von unten, ich komm vom der Seite, ich komme von wherever und ich zieh das durch diese Eigenschaft.
00:32:57: Das ist das, was die Menschen an diesen Interpreten lieben zu Recht und das ist das was Hip-Hop nach wie vor, finde ich einzigartig machten worauf ich auch wirklich stolz bin.
00:33:09: Kannst du dich noch an euern ersten Song als absolute Beginner erinnern?
00:33:14: An unseren ersten Song den wir gemacht haben?
00:33:18: Okay dabei
00:33:19: aber Jan ja noch nicht ganz dabei zu beginnen oder wie war die Story?
00:33:23: Ja gut also dann muss man also wenn man es genau nimmt So hart würde ich nicht sagen, das war immer so.
00:33:30: Also die Urband He's Conceptless Attitude.
00:33:33: Die habe ich mit Platin Martin auch ein Gründungsmitglied von den Beginnern der dann später aufgehört hat.
00:33:39: Wir waren früher... wir waren zwischendurch auch mal zu siebt oder
00:33:43: zwölf?
00:33:44: Nee aber zu sieb waren wir auf jeden Fall.
00:33:46: Dann die Kernformationen waren dann aber vier Leute.
00:33:51: Das war DJ Matt Jan, also damals weiß ich gar nicht, ob er sich Eisfeld genannt hatte.
00:33:58: Sie eis noch nicht und Jan Dilei gab es natürlich auch noch nicht.
00:34:02: Dann Platin Martin und ich Daniel.
00:34:05: Und Platin Martín ist irgendwann ausgestiegen aus der Band aber mit dem habe ich die Band eigentlich letztendlich die Urband gegründet, Conceptless Attitude.
00:34:13: Da haben wir natürlich auch Songs gemacht, aber wie gesagt auf Englisch das zählt nicht als Song!
00:34:19: Seit
00:34:23: zwei tausend achtzehn darf ich hier die interessantesten Stories von Menschen hören und kuratiere sie gewissermaßen, denn ich lade Sie ja in diesen Podcast ein.
00:34:35: Die uns alle zum Nachdenken bringen und inspirieren.
00:34:40: umso wichtiger ist es auch dass diese Geschichten gut erzählt sind.
00:34:43: wenn noch ihr eure Story jetzt
00:34:45: Gut
00:34:46: entwickeln wollt, vielleicht auch noch mal hinterfragen wollt.
00:34:49: Wofür steht ihr?
00:34:50: Wie wollt ihr ankommen?
00:34:51: Wen wollt ihr erreichen?
00:34:52: Was sind eure Key-Messages?
00:34:55: Dann helfe ich euch gerne dabei denn Ich hab all meine Erfahrungen aus den letzten Jahren Aus diesem Podcast aber auch aus meiner Arbeit in der Kommunikation genommen und habe daraus einen Storytelling Sparingsprogramm gebaut.
00:35:08: Seit gut einem Jahr bin ich damit jetzt unterwegs und durfte schon Gründer, Unternehmer- und Führungskräfte begleiten.
00:35:15: Es gibt also ein Programm bestehend aus sieben Sessions Und wenn euch das interessiert mit mir zu arbeiten ganz persönlich an eurem Storytelling an eurer narrativen Strategie, dann lass uns gerne mal einen Kaffee trinken und vielleicht kann ich euch dann helfen.
00:35:32: Das Ganze findet ihr auf meiner Webseite www.gabrierad.com.
00:35:36: In den Show Notes gibt es auch mehr zum Storyteling-Sparingsprogramm.
00:35:40: Werbung Ende Und in der Konstellation wie ihr zusammenkommt.
00:35:45: mit dieser Konstellations wurde ihr ja sehr erfolgreich In Hamburg und in ganz Deutschland, aber vielleicht nimmst du uns noch mal mit so in diese Zeit als das entstand.
00:35:57: Hier als Band.
00:35:58: der Weg also von.
00:35:59: wir bauen jetzt hier irgendwie was Neues Wir schreiben jetzt die Songs, wir finden irgendwie unseren Style Und dann kommt mit einmal auch dieser Erfolg da.
00:36:10: Okay ja es hat ein bisschen gedauert.
00:36:12: Also der erste kleine Erfolg den wir hatten ist glaube ich wir hatten damals dann quasi eine Art Homestudio bei Jan Ähm, die Eltern sind ja auch Künstler und der hatte da halt so einen geilen Space mit Platten.
00:36:26: Mit Platten geilem MKII-Plattenspieler und Sampler und bla... Und dann halt auch die Skills.
00:36:31: Ähm ...und da haben wir dann halt irgendwie die ersten Sachen aufgenommen ähm.. Auf so einer Vierspurbandmaschine ähm ..und haben eigentlich also ausprobiert!
00:36:45: entstand dann irgendwann nach einiger Zeit des Ausprobierens und des Scheiterns immer noch schlimmer Song, aber der inhaltlich irgendwie einfach irgendwie gut war und irgendwie on point war.
00:37:00: Und das war der Song Keine Wir wollen keine ist eigentlich letztem Song gegen die Polizei.
00:37:07: Und wir waren halt damals auch so ein bisschen antifarmäßig unterwegs und waren auf den Demos waren so ein bisschen, hatten dieses... In Hamburg gab es das Schanzenviertel.
00:37:20: Das war das politische Viertel und hatten da diese Connection.
00:37:23: Und das war unsere Art von Mindset haben halt diesen Song gemacht und der hat dann die Runde gemacht in gewissen Communities in Hamburg.
00:37:31: Auf wegen der Attitude einfach?
00:37:33: Wegen
00:37:33: der Attitud!
00:37:35: Die Story war glaube ich, da sind paar vierzehnjährige und die haben Anti-Bullen-Song gemacht Und der aus einer gewissen Punk-Sichtweise klang da vielleicht auch noch ganz gut.
00:37:49: Ich kann das heutzutage echt nicht mehr hören, aber es war halt irgendwie... Es hatte was!
00:37:55: Es hatte eine Dringlichkeit sage ich mal und das hat Leute interessiert.
00:37:59: Und dann kamen halt so bestimmte Leute auf uns zu, Arle Dummstief von der hatte damals ein kleines Label ist halt auch glaube ich Schlagzeuger bei den Goldenen Zitronen früher gewesen und hatten Labeln namens Gubak und er ist auf uns aufmerksam geworden, fand das geil!
00:38:14: Dann haben wir darüber diesen Song rausgebracht.
00:38:18: Das war unsere erste Tonträger für Öffentlichung Auf einem Sampler namens etwas Besseres als die Nation.
00:38:25: Da war der mit drauf und dann ging es halt so los, dann haben wir unsere erste IP selber gemacht.
00:38:31: Zusammen mit Bubak zusammen und haben die noch selber hohe Luftbrücke an einer U-Bahn Station in Hamburg an unsere Homies verkauft auf irgendwelche Jams mitgenommen und einen kleinen Stand aufgebaut und dann hast du da irgendwie zehn Platten verkauft und so.
00:38:47: Und so ging das dann halt nach und nach, dann hast Du immer mehr Leute kennengelernt.
00:38:52: Es haben ja auch gleichzeitig andere Leute angefangen auf Deutsch zu rappen, dann hat man sich organisiert.
00:38:57: Gab's vor
00:38:58: euch in Hamburg viel oder war es schon so Vorreiter?
00:39:08: Gute Frage!
00:39:10: Wir skaten auf jeden Fall ein paar Bands aber die meisten haben auf Englisch gerappt tatsächlich.
00:39:15: In Frankfurt auch, dass da lange Englische gerappt wurde.
00:39:19: Genau richtig gut easy business Ah,
00:39:22: ist ja etiklorious.
00:39:24: Ja, richtig fettet und no remorse jetzt nicht aus Hamburg aber ne.
00:39:27: also wir hatten echt richtig richtig derbe Sachen auf Englisch
00:39:31: Aber Deutsch war dann so die Zeit.
00:39:33: dann kam René irgendwann auch Ne?
00:39:35: Ja genau das kam so ungefähr zu mir.
00:39:37: Also ich glaube so jeder hat super sich angefangen So und da hat man sich aber schnell getroffen Und ich kann dir jetzt nichts sagen.
00:39:43: Aber ich denke René hatte ein bisschen später als wir angefangen.
00:39:48: Also wurde dann aber sehr schnell, sehr gut.
00:39:51: Er hat da einfach unglaubliches Tal ... Weiß was ich meine?
00:39:57: Eine Gabe als Freestyle MC und damals war er der Krasseste von unterneuern Generationen bei der Benej Der Krassiste.
00:40:07: But anyways es gab so ein paar in Deutschland eine Handvoll Und dann hat man sich hier und da getroffen.
00:40:13: Dann gab's FABs aus Bremen
00:40:15: mit Konzept
00:40:17: Mein Konzept in München, weißte so Spacks.
00:40:20: Was
00:40:20: war mit dem Osten eigentlich?
00:40:22: Ich hatte den Eindruck das kam sehr spät so eine Connection Osten West.
00:40:25: es gab da irgendwann Chemnitz ne mit Tiefler und Jaleel ich glaube
00:40:29: Ja genau
00:40:29: Es gab ja auch die Ander der Crew aus Rostock ich weiß nicht ob... Aber wirklich im Untergrund.
00:40:35: Und die hatten dann wieder mit Tiflern-Jaleel So eine Connections.
00:40:38: und natürlich zu Berlin Berlin gab's ein SMC Hippo Mobil.
00:40:41: Das war auch nochmal so eine connection im Osten.
00:40:43: aber ich hatte so den Eindruck Ostenwesten war lange nicht connectet.
00:40:48: Stimmt auf eine Art und Weise ja, hast du recht?
00:40:52: Ich meine wir waren damals noch in so einer Tour gemacht aus Hamburg heraus.
00:40:59: Damals als die ganzen Asylberberheimen gebrannt haben sind wir durch den Osten gefahren mit einer Hand voll von Musikern.
00:41:07: es gab einen Bandbus und ein Bus mit Security und dann sind wir losgefahren Und haben halt vier Gigs, glaube ich gespielt.
00:41:18: Da waren wir auch in Leipzig im Cogni Island würde ich mal denken und wir waren noch in drei anderen Städten nicht.
00:41:24: Ich füge das gar nicht mehr alles so zusammen.
00:41:26: Und da haben wir es geil hinbekommen dass wir uns mit den Szenen aus diesen Städtern irgendwie kooperiert haben, auch mit den Antifas und dann zusammen was auf die Beine gestellt haben um zusammen Statements zu setzen gegen rechte Gewalt.
00:41:48: Aber danach war erst mal eine Zeit lang Funkstille irgendwie, also das war gar nicht so... Ich hatte auch nicht so einen krassen Bezug zu Berlin am Anfang.
00:42:00: Also Berlin waren eher die Jams der Störer.
00:42:02: Das war eher so, du bist dann irgendwo auf so, komm wir fahren jetzt nach Braunschweig auf diese Jam und dann retten wir ein bisschen und haben Spaß!
00:42:12: und sind ganz friedlich, machen das alles genauso wie Torschems das erklärt haben.
00:42:17: Ohne Drogen ohne Gewalt!
00:42:19: Und dann kommen da auf einmal so eine Horde Jungs aus Berlin und sehen das ganz anders.
00:42:28: Man musste zu sagen vorher war ja Hamburg Hip-Hop Hauptstadt sozusagen mit euch, mit Sammy der dann kam und den... Ach
00:42:38: so, das ist noch eine andere Zeit.
00:42:39: Das ist noch ne andere Zeit!
00:42:40: Ich spreche noch vor der Zeit.
00:42:42: Du bist
00:42:43: in der Jam-Zeit also ich bin noch so... Okay.
00:42:45: ...'Biohneinzig,
00:42:46: Vierhneunzig, Sechneuneinzig sorry'.
00:42:48: Nee nee, also zu der Zeit?
00:42:49: Nee später war es anders.
00:42:51: Ne Achtundneinzig ey da das war ne andere zeit.
00:42:53: Da waren die Jam-Ziten fast schon vorbei weil früher hat man sich zusammengetroffen um überhaupt ein Laden vollzu bekommen.
00:43:01: Und von den Zeiten, von denen du sprichst wo Sammy kam und wo Hamburg diese so eine Art von Vorherrschaft übernommen hat für zwei-drei Jährchen.
00:43:12: Das war ne Zeit wo Stamps eigentlich kaum mehr gab weil alle Artists irgendwie selber schon alleine auftreten konnten.
00:43:20: genug Leute kamen das ganze wurde da schon ein bisschen professioneller und bisschen larger.
00:43:25: aber dieses Ich baue mir was auf, ich verkaufe meine Kassetten oder CDs aus dem Auto.
00:43:32: Ich organisiere mir mal eine Release-Party... Das ist ja ne gute Schule gewesen, ne?
00:43:37: Also wir haben das ja in sehr kleinen hier auch gehabt dass wir irgendwie den Demoteep recordet haben und das dann irgendwie verkauft haben auf dem Schulhof.
00:43:46: Und diese Erfahrung einfach die macht ja was mit einem, ne Du bekommst sofort Resonanz, du bekommest sofort Feedback.
00:43:52: Leute finden da Scheiße andere kaufen das und feiern das Und entstehen Überraschungen, Serendipity würde man heute so sagen.
00:44:00: Unvorher gesehene Dinge entstehen und das hat ja auch irgendwie was Unternehmerisches eigentlich ne?
00:44:06: Absolut!
00:44:07: Das Schöne ist halt auch dass du all das... das sind alles kleine Minimum Viable Products die du gebaut hast.
00:44:17: Wo du einfach mal ausprobiert hast und dann war das hier noch ein bisschen... gegen noch nicht, das war kaputt.
00:44:22: Das hat noch nicht funktioniert aber das Potenzial war da und so konnte man dann ausprobieren, ausprobierend und Dinge feinschleifen und das Schöne war halt auch zwar alles noch so klein.
00:44:32: du konntest dir diese Fehler auch wirklich erlauben weil es alles noch auf kleiner Bühne war, ne?
00:44:37: Das heißt du konnst es wirklich lernen und machen und das war bei uns ganz glücklich wie das gelaufen ist.
00:44:42: wir haben dann sixundneunzig unsere ersten unser erstes Album rausgebracht.
00:44:47: flash nissen hieß dass auch komplett independent haben damit dann relativ viel verkauft, so für Independent-Marschstäbe.
00:44:55: Und so sind die Majors auf uns aufmerksam geworden und so waren wir quasi auch wirklich reif für diesen Sprung zur absoluten Professionalität oder zu dem nächsten Level weil wir halt einfach diese Vorarbeit für uns selber gemacht haben und diese Erfahrungen gesammelt haben.
00:45:15: Und dementsprechend dann von der Industrie auch nicht aufgefressen.
00:45:18: Das haben aber viele ja nicht geschafft, aus dieser Hip-Hop Jam Zeit heraus diesen Sprung auf die nächstgrößere Bühne so wie ihr das gepackt habt.
00:45:28: Da gab es eigentlich sonst keine großen Fälle oder?
00:45:32: Ihr wart schon die ersten, die so richtig Major, Major geworden seid...
00:45:37: Ich glaube, Fertes Brot war'n vor uns.
00:45:40: Da kann man natürlich in die Diskussion einsteigen... Also gefühlt aus der Hip-Hop-Szene heraus etwas anderer Weg, obwohl es auch immer rappbar ist?
00:45:50: Ja ich finde Ferts Brot und das Unfair Liede.
00:45:53: Das ist schon auch klar.
00:45:56: Bei den Fantas bei aller Liebe und bei einem Respekt, da würde ich... Kann nicht verstehen wenn man da irgendwo sagt, hey da ist so eine Grenze!
00:46:07: I get it.
00:46:09: Auch da kann man diskutieren und ich bin überhaupt gar nicht... Mich interessiert es gar nicht, ehrlich gesagt.
00:46:14: Es ist jetzt Rap oder ... Das
00:46:16: ist heute ja auch keine Frage die sich noch irgendeiner stellt.
00:46:21: Nobody cares.
00:46:22: Aber bei den Broten hat man noch geguckt.
00:46:26: Da haben wir schon geguckt.
00:46:27: so was machen die?
00:46:28: Wie machen sie das?
00:46:29: Man hat mitbekommen dass die... Ich weiß noch eine Sache, ich weiß nicht ob stimmt aber so ist es damals bei mir angekommen als die Ich weiß noch gar nicht, bei welchem Song das war.
00:46:40: Aber lass Sie auch mal ein Song, der dann irgendwie hit geworden ist sofort den Song quasi aus dem Markt rausgenommen haben weil sie Angst hatten davor dass das Ganze zu groß wird und die dann zu sehr laut wird Und die dann an einer Single quasi keine Ahnung gemessen werden oder so zu einer Eintagspflege werden.
00:47:05: Das heißt, die haben sich schon bestimmte Gedanken gemacht und man hat schon geguckt was machen die und wie machen sie das?
00:47:13: Und die haben es auch recht smart und cool gemacht.
00:47:17: Dementsprechend ja, die waren vor uns da aber wir sind... Ja!
00:47:20: Man kann sagen als eine Real Rap.
00:47:24: Crew, so mit Hip-Hop.
00:47:26: So wie man sich das im Kopf und auch diesen Dirt und diesen Wunsch einfach Musik zu machen die wirklich einfach Rap ist und diesen Ansprüch noch gerecht wird waren wir vielleicht die erste weiß ich nicht aber auf jeden Fall war das damals alles neu alle Video-Dreh
00:47:47: alles große Kurren und dann Bamboole natürlich Die die Bombe, die geplatzt ist.
00:47:54: Also da... Was konntet ihr wahrscheinlich auch nicht mehr rausgehen?
00:47:58: Einfach so spätestens da ne?
00:48:00: Ja das war dann tatsächlich so dass wir Wir haben beim Bule gemacht und derzeit hatten wir auch interne Probleme.
00:48:07: Platin Martin unser viertes Bandmitglied ist ausgestiegen.
00:48:13: Wir haben uns entschieden trotzdem weiter zu machen.
00:48:16: Wir haben uns an Bambule gesetzt, wir hatten immer dieses Ziel ein Album zu machen.
00:48:22: Weil wir hatten vorher auch viel mit Musikern und Musikerin zusammengearbeitet große Bands und haben da so Beastie Boys-artige Sachen halt gebastelt.
00:48:34: Und das war halt dann sehr musikalisch.
00:48:36: aber irgendwann hat man sich die Frage gestellt ist das Rap oder es das Asset Jazz?
00:48:41: Und wir wollten einen Real Rap Album machen also wirklich zwei Turntables, zwei Mikes.
00:48:49: Nur mit einem Sampler arbeiten und irgendwie das ganze Ding auf so einen Level bekommen, dass man international auch unseren Helden in die Augen schauen kann und sagen kann hey!
00:49:00: Das hat hier was, das hat Substanz.
00:49:02: Und das wollten wir unbedingt erreichen.
00:49:04: also uns ging es weniger um ein kommerzielles Ziel als dieses Dass man so ein Album hat was einfach diesen Sound hat und diese diese Message und diesen Style.
00:49:15: Was hatt ich damals so inspiriert?
00:49:16: Was hast du musikalisch damals so gehört?
00:49:19: East Coast Kramm oder
00:49:21: West Coast.
00:49:22: Beides, also ich war ein Riesen... Also NWA war ja schon fast durch.
00:49:27: es war dann eigentlich eher Dr.
00:49:28: Drey Snoop War auch schon am Start Eminem... Achtundneinzig war da am Start?
00:49:34: Weiß ich nicht.
00:49:34: Ja
00:49:35: Dann sah ich noch als Underground Dempsey ne?
00:49:37: Ja genau Es war auf jeden Fall auch Tribe Called Quest waren halt auch damals noch noch der Buster Rhymes.
00:49:48: Also die ganzen Leute halt so, das war schon diese... Es war vielleicht auch noch so Eric B. und Rock'n und sowas aber es war schon Delassol und so.
00:49:58: Aber es war noch ein Schiff da drüber was so ist.
00:50:03: Es ging gerade so los dass die Beats richtig übertrieben fett wurden Und die von den Rappern mal ganz zu schweigen, man wollte einfach an dieses Level rankommen und das war unser Hauptziel.
00:50:18: Das haben wir dann relativ gut hinbekommen Und gleichzeitig, dadurch dass wir so viel Vorarbeit geleistet hatten und Independent schon alles erreicht hatten der Major dazu kam.
00:50:31: Wir aber halt auch ein stabiles Mindset hatten mit Jan halt auch wirklich ein krasses Mastermind, der auch wusste genau was er will oder was er nicht will.
00:50:38: Dann kommt ja mit einmal in die Businessseite dazu dann bist du nicht nur Musiker, dann bist Du mit einem auch jemanden der irgendwie dieses ganze Unternehmen entwickeln muss.
00:50:47: Das
00:50:49: ist
00:50:49: genau.
00:50:51: Absolut, dann kommen neue Gewerke dazu.
00:50:53: Du brauchst Leute brauchen Management, du brauchst irgendwie ein Booker eine Bookerin, du braust einen Tourmanager, du braucht Designer die dir helfen mit bestimmten Sachen.
00:51:08: Du brauchst so viele Menschen.
00:51:09: und dadurch dass wir halt immer gesagt haben wie machen das selbst?
00:51:13: Klar wir haben jetzt hier einen Major im Rücken der kann das hoch skalieren.
00:51:16: Das Wort kannten wir damals noch nicht, aber so basically.
00:51:21: Aber das Produkt machen wir selber, die Kunst machen wir selbst und dementsprechend hast du genau da dann angefangen auch ein bisschen wie in einem Unternehmen zu funktionieren tatsächlich und den Du halt einfach.
00:51:35: ja dein Team für größer Tast
00:51:37: kam ja auch Geld in die Kasse ne?
00:51:39: Und es gab dann Geld in der Kasse?
00:51:41: Dass man wahrscheinlich schnell gerne ausgegeben hat.
00:51:45: Wie seid ihr damit umgegangen?
00:51:46: Mit einem Mal kam ja richtig Kohl rein durch andere Touren, durch Major natürlich auch.
00:51:54: Ja, das stimmt auf jeden Fall!
00:51:58: Wenn du da herkommst, dass du pro Show vielleicht irgendwie Fünfzig Mark bekommen hast...
00:52:04: Ich kann mich in unserem Rostocker Underground erinnern wenn es dann so um Gage ging.
00:52:09: Habt ihr Bock aufzutreten?
00:52:11: Okay, ihr könnt Vorkope sein.
00:52:13: Es gibt nichts, aber ihr könnt halt Vorkoppe sein von Joe The Damager oder
00:52:16: so?
00:52:16: Ja genau!
00:52:17: Ihr hattest dann nicht noch was drin irgendwie?
00:52:19: Fünfhundert ne?
00:52:20: Hundert und dann immer diese Diskussion da mal... Ach so fürchte ich mich.
00:52:25: Schöne dich auf jeden Fall.
00:52:26: Nee und klar.
00:52:28: und dann auf einmal gibts wirklich Geld und Lizenzen und Touren usw.
00:52:35: Und dann hast du auf einmal deine ersten Hundert Kaufenkonto und bist halt irgendwie.
00:52:43: Und dann geht das halt so weiter.
00:52:45: Und
00:52:45: damals mussten wir noch CDs verkauft, muss
00:52:47: man sagen?
00:52:48: Genau, genau.
00:52:49: Damit
00:52:49: hat man mehr verdiente als mit Spotify Plays oder?
00:52:53: Ja damit hast du deutlich mehr verdient.
00:52:55: also die CD Zeit war glaube ich so die geile Erntezeit.
00:53:03: Echt wirklich weil das war im Gegensatz.
00:53:05: die Produktionskosten waren im Gegenteil zu vinyl deutlich geringer Und leichtzeitig konnte ich sie deutlich teurer verkaufen, weil die halt einfach bessere Qualität hatte und das war einfach.
00:53:16: Das waren Gamechanger eine Zeit lang.
00:53:19: Und alle haben auch alles nochmal neu gekauft so.
00:53:22: Packet habe ich auf die Nähe gekauft trotzdem noch mal auf CD.
00:53:24: also es war einfach nur eine Zeit der absoluten Fülle.
00:53:28: Genau in dieser Zeit da sind wir ja auch noch mit reingerutscht.
00:53:31: dementsprechend Ja dass lief alles ziemlich gut und dann kommt aber natürlich auch, wie das halt immer so ist.
00:53:38: Also mit Geld, no money, no problems.
00:53:40: also ich sage jetzt nicht dass wir dadurch Riesenprobleme hatten, aber klar wenn mein Musiklehrer, meine Geschichtslehrerin, meine Deutsch-Lehrerin keiner, niemand, mal Mathe-Lehrer so.
00:53:56: Niemand hat mir erklärt was es bedeutet als Freiberufler Steuern zu zahlen
00:54:02: Und dann kommt das Finanzamt mit einmal um die Ecke.
00:54:04: Und du
00:54:04: weißt, da hast du dann Abi hier noch einen Weg hinbekommen und dann fragst du dich ja wofür?
00:54:09: Ich weiß nichts übers Leben man!
00:54:10: Ich weiß auch noch nicht mal wie man Steuern zahlt, hat den bescheuert... Wie lange habe ich jetzt von der ersten bis zum whatever, drehzehnten Klasse damals noch, dreizehn Jahre Schule.
00:54:22: und mein Steuerberater muss mir dann erklären dass ich leider so viel Geld ausgegeben hab, so sinngemäß.
00:54:31: Das geht nach, das sind natürlich auch die Learnings, die man halt so macht.
00:54:34: Das gehört ja auch mit der Zuhause, als Unternehmer auch mit dem Zuhauses, als Freischaffender.
00:54:38: Das macht man halt... Man lernt aus diesen Sachen und dann macht man es halt das nächste Mal besser.
00:54:42: Genau!
00:54:43: Und dementsprechend.
00:54:44: also es war eine Zeit wo man sich dabei gefreut hat weil man viele Ziele erreicht hat besonders auch dieses Ziel der Anerkennung und des kreativen Schaffens.
00:54:55: Ja
00:54:55: ihr wart halt Stars oder ihr seid drauf?
00:54:59: Und auf der anderen Seite war es dann aber halt auch die Schwierigkeit, also von dessen.
00:55:03: Also als junger Mensch so ich finde man ist erst erwachsen mit achtundzwanzig.
00:55:08: Also ich find dieses mit achtzehn Stahler Quatsch heißt nicht dass Leute nicht mit achtzen... Ich finde auch Leute sollten mit sechzehn wählen können.
00:55:15: So, also ich sag jetzt nicht erwachsen bedeutet irgendwie das man erst ab dann alle Freiheiten hat oder sodass man erst mit acht und zwanzig alle Freiheit haben sollte.
00:55:23: Aber rein innerlich, rein von der Reife her finde ich, ist das so ein Alter.
00:55:28: Und wenn du so zwanzig bist und auf einmal sind alle deine Freunde und Kohle kommen rein und jeder kennt dich... Das macht ja auch was mit einem!
00:55:37: Hast du mit einem mal ganz viele Freunde bestimmt?
00:55:39: Ganz richtig!
00:55:40: Lässt uns von dir die Häuser ziehen!
00:55:41: Ja, komm ey!
00:55:43: Lass mal hier, lass mal hier.
00:55:45: Gleichzeitig hatte ich aber auch ganz viele Zweifel.
00:55:49: Ich bin introvertierter Mensch Musik nie gemacht um.
00:55:55: also klar wurde ich auch der coole sein und sonst was.
00:55:57: aber das waren dann auch.
00:55:58: dass hat man, dass man kompen.
00:56:00: also damit wollte man etwas kompensieren weil man als schwarzer deutscher irgendwie hier als bürger zweiter klasse behandelt wird.
00:56:07: Und damals wurde damals hast du es gesagt und alle waren so und wir talken about geil Geh mal zur psychotherapie.
00:56:14: Du hast selbstwert probleme.
00:56:16: heutzutage weiß man Es ist einfach so und es war schon immer so.
00:56:21: andere Dinge halt auch, andere Leute haben auch so.
00:56:24: also man hat ja verschiedene Dinge in seinem Leben erlebt.
00:56:28: Also ich zumindest die muss sich aufarbeiten für mich selber.
00:56:32: und dann bist du da halt so in diesen ganzen Chaos und auf einmal kommt dieser Erfolg und dann denkt man von außen wow das muss so geil sein ist es auch auf eine Art und Weise, aber es ist halt unglaublich schwierig.
00:56:48: Und die Wahrscheinlichkeit da nicht heil rauszukommen ist recht hoch besonders weil in der Musikindustrie keiner da ist, der sich mal überlegt hat wie bei Universal oder so.
00:56:59: Hey wir haben ja diese Kinder und bringen sie jetzt raus.
00:57:04: was passiert eigentlich mit denen wenn das jetzt erfolgreich wird?
00:57:07: Wollen wir uns vielleicht mal überlegen ob man dich irgendwie auffangen kann?
00:57:11: Wollen wir mal mit den Eltern sprechen, wollen wir mal gucken wie man das Ganze so hinbekommt dass die hinterher auch noch irgendwie alle Tassen im Schrank behalten dürfen und das interessiert ja niemanden.
00:57:23: Das heißt du bist dann da einfach so Hauptsache du funktionierst, Hauptsachen du bist dabei der Show, Haupt-Sache des Videos da am Start, Haupt Sache das Business läuft.
00:57:31: Und irgendwann... Das
00:57:32: ist ja Druck!
00:57:33: Also unter nächster Song muss ein Hit werden, Hammerhardt ihr habt eure Benchmarks gesetzt Und eigentlich würdest du es ja toppen oder?
00:57:44: Dann kommt was ganz persönlich halt auch noch hinzu.
00:57:47: Also dann kamen halt auch
00:57:49: zurecht,
00:57:51: ich will das gar nicht in Frage stellen aber dann kam zu Recht auch irgendwann so hat man auch gemerkt dann kommen die solo Projekte und hat man gemerkt wie Jan als Genie so machte geile Songs alleine und dann ändern sich die Dynamiken innerhalb der Band Und dann weiß man gar nicht, ob man noch zusammen machen möchte.
00:58:13: Dann ist mein Ego getriggert weil ich irgendwie weniger Anerkennung bekomme als meinen Partner und dann hast du solche Stories, dann überträgt sich das auf die Dynamiken.
00:58:23: so mit all solchen Dingen musst Du denn irgendwie umgehen?
00:58:28: Das kann man Luxusprobleme nennen aber es kann dann kaputtmachen.
00:58:33: Wie ist es dir in euch gelungen da durchzugehen und immer wieder zusammenzufinden?
00:58:38: Ich weiß nicht.
00:58:39: Also ich glaube, wir haben einfach das Glück dass wir... Dass wir Herzensmenschen sind vielleicht?
00:58:49: Dass wir dann doch immer noch gucken so wie geht es einem und dass wir einfach mit moralischem Kompass und mit Leidenschaften und Purpose arbeiten.
00:59:00: Ich glaube, das Glück ist, dass wir überhaupt das... Da hab' ich, dass Wir das überhaupt zusammen geschafft haben!
00:59:06: Das hat so viel.
00:59:09: Also die Voraussetzung dafür, dass die Beginner erfolgreich geworden sind war das wir halt auch empathisch sind.
00:59:19: Dass wir ein wirkliches Team sind, dass wir Familie sind und dass wir aufeinander aufpassen.
00:59:23: Das wir ehrlich zueinander sind und das wir im Leben halt auch etwas erreichen wollen was über Status- und Karriere hinausgeht.
00:59:34: Was einfach mit Purpose zu tun hat.
00:59:36: Und dadurch dass das so ist War das dann, ist das natürlich heutzutage immer noch so?
00:59:41: Wir sind ja immer noch dieselben Menschen und dementsprechend geht man halt anders mit Sachen um.
00:59:46: Reflektiert vielleicht selber auch nochmal überlegt selbst oder lernt aus seinen Fehlern und ist auch dankbar einfach.
00:59:53: also es gibt halt ich glaube nur eine Band wie wir kann nur existieren weil wir halt gewisse Grundwerte haben die die über über das reine berufliche oder den reinen Erfolg absolut hinausgehen.
01:00:07: Wann hast du zum ersten Mal drüber nachgedacht, auch noch mal was anderes zu machen neben der Musik?
01:00:13: Oft.
01:00:15: Schon früh?
01:00:16: Ja, also permanent.
01:00:18: Während wir beim Bruder rausgebracht haben danach eigentlich basically hat das immer ein bisschen mitgeschwungen bei mir.
01:00:26: Das ist vielleicht der Unterschied zwischen manch anderen so rein wirklich nur Musiker sind und ich hatte schon immer auch ein bisschen den Kopf vor.
01:00:37: noch voran, als wir damals irgendwie es ging los.
01:00:41: Als irgendwie keine Ahnung man sich irgendwie im einem zu Spaceman die die Jungs richtig getroffen haben und Gefließtide haben war ich auch hier und damit dabei.
01:00:48: aber ich war halt auch Skateboard fahren oder Basketball spielen und Ich war das erste mal in Berlin weil ich eine deutsche Meisterschaft im Basketball gespielt habe so Und das zweite Mal auch weil ich dann noch.
01:01:00: Das erste Mal war ich mit dem höheren Jahrgang dabei und dann das nächste mal nochmal Im Verein.
01:01:04: was du?
01:01:04: Oder Streetball
01:01:05: Im Verein, ja.
01:01:06: Das war der Hamburger Auswahl, das war deutsche Meisterschaft und das heißt ich hatte auch immer schon noch andere Sachen so... während meiner Karriere immer so.
01:01:20: Und dann habe ich mich aber natürlich auch, weil die Dinge sich so ergeben haben oder ich es auch schön fand und mir Spaß gemacht hat, mich voll auf die Musik konzentriert.
01:01:29: Gleichzeitig habe ich immer auch... Ich war glaube ich mal im früheren Leben irgendwie Psychologe- oder Philosoph.
01:01:37: Ich meine, das bildet sich wahrscheinlich jeder ein.
01:01:39: Aber so, ich hab irgendwie so eine gewisse Sache, die mich noch interessiert.
01:01:47: Ich wollte auch einfach noch andere Sachen machen und genau.
01:01:51: Und das habe ich dann irgendwann in meiner Karriere, spät in meiner karriere dann halt tatsächlich in mein Leben integriert.
01:01:58: Weil sich dein Leben ja auch weiterentwickelt hat?
01:02:00: Du bist ja dann irgendwann auch Familiengründer geworden und das macht ja auch was.
01:02:04: mit einem weiß ich ja auch.
01:02:06: Dann muss man sich auch überlegen
01:02:09: wie
01:02:09: stelle ich mich jetzt auf oder wie stellen wir uns jetzt auf?
01:02:13: Wie designen wir ein Leben dass irgendwie für uns alle passt und nicht nur, dass ich mich verwirkliche.
01:02:19: Das ist dann mit einmal nicht mehr so?
01:02:22: Absolut!
01:02:23: Genau das ist die Grundfrage und das hat auch sehr viel bei mir natürlich auch geändert.
01:02:31: Es geht ja gar nicht anders.
01:02:32: es hat viel Freiheit genommen und viele neue wunderschöne Räume und Spaces aufgemacht von denen ich vorher keine Ahnung hatte.
01:02:41: also wie das halt so ist wenn man ein Kind bekommt du bist Unfrei ist fuck.
01:02:47: So, ich meine... Flexibilität
01:02:49: gibt es dann erst mal
01:02:50: nicht mehr.
01:02:51: Vielleicht gibt's null und leichtweilig entsteht eine komplett neue Welt und Ebene die du dir vorher gar nicht vorstellen kannst.
01:03:00: Und so ist das halt permanent.
01:03:04: Ich glaube
01:03:05: viele Musiker struggle damit das irgendwie zu vereinbaren weil du wiederum als Musiker schnell hierhin dahin auftreten, dies dass Und wenn du dann aber deine Familie hast, deine Kinder hast, willst du auch bei den Kindern sein und das zusammenzubringen ist glaube ich schwer.
01:03:24: Das zusammenzubringe ist gesamtgesellschaftlich schwer.
01:03:26: Viel zu schwer!
01:03:30: Als Musiker ist das Problem, dass du komplett im freien Markt erst mal unterworfen bist.
01:03:37: Komplett.
01:03:41: Dass es halt auch etwas ist... Also es ist halt so Entweder du bist unfassbar erfolgreich oder du bist niemand.
01:03:52: Und es gibt halt dieses Mittelding nicht.
01:03:55: Du kannst dir vielleicht als Rechtsanwalt irgendwie sagen, ich bin so und so gut.
01:04:06: Ich kann das und das aber bis hier noch nicht weiter.
01:04:09: Ich habe auch noch ein paar andere Sachen und dann konntest du viel dir so'n Leben machen.
01:04:13: Und weißt du, oder als früher ja sogar zu meiner Zeit die Siebziger-Achtziger kannst du ja sogar noch als Postboot durch.
01:04:18: Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen!
01:04:20: Anyways was ich sagen möchte ist mit normalen Berufen kannst Du es leichter... Schaffen ein Leben zu finanzieren.
01:04:34: Als Musiker kannst du, wenn du wirklich Glück hast oder derbe gut bist und im besten Fall beides, kannst du zwar richtig viel Revenue machen und richtig large werden aber die Wahrscheinlichkeit ist größer dass du es halt überhaupt gar nicht auf die Kette bekommst.
01:04:49: Und selbst wenn du es auf die kette bekomme dann ist es oft Trend Phasenweise Dann hast du einen Peak bis fünf Jahre.
01:04:57: irgendwie viele heiße Scheiß Aber du weißt doch nicht, wie dein Leben in fünfzehn oder zwanzig Jahren dann funktioniert so und ob du überhaupt noch damit dir helfen kannst.
01:05:06: Also du hast sehr viel mehr Risiken und das ist glaube ich das große Problem was wir damals hatten und immer noch haben was die Sinn-Kunstbereichheit angeht Genau!
01:05:15: Und das ist glaub' ich da's in erster Linie.
01:05:17: und dann solche Sachen wie Touren das halte ich alles für ein Klischee weil ich hab das bei... also klar es kommt drauf an wo du bist aber als Deutscher hey ich so groß ist Deutschland nicht In Österreich, in Schweiz auch nicht.
01:05:27: Und so viel kannst du dann auch wieder nicht turen.
01:05:30: Also das heißt, dann bist du halt mal... Okay, also im Gegenteil, du kannst es auch echt geil machen!
01:05:36: Ich weiß jetzt zum Beispiel die Tour mit Jan diesen Sommer und auch dem letzten Sommer.
01:05:41: Das war dann immer so dass du so zwei Dreißer, also Donnerstag, Freitag, Samstag spielst du?
01:05:47: Dann kommst du Sonntag wieder nach Hause, hast eine Woche Zeit und dann fährst du wieder los.
01:05:51: Du kannst es sehr familienfreundlich organisieren.
01:05:54: solche Sachen Long story short, du hast als Musiker diesen Druck.
01:06:01: Das sind verschiedene Sachen.
01:06:02: auf der einen Seite brauchst du kreativen Space und eine gewisse Freiheit um überhaupt tolle Kunst machen zu können.
01:06:10: Was hätt ihr denn geholfen kreativ zu sein?
01:06:12: oder was hilft dir bis heute?
01:06:15: Viele fahren ja dann auch weg zum Schreiben, brauchen andere Orte, neue Inspirationen.
01:06:20: Andere gehen dahin wo sie immer sind.
01:06:22: was hilft dir auf geilen Scheiß zu kommen?
01:06:26: Genau das ist ein Dilemma.
01:06:28: also weil du brauchst eigentlich ganz viel Raum so Und musst eigentlich tatsächlich im besten Fall, du kannst ja nicht so auf Knopfdruck funktionieren.
01:06:37: Das heißt man muss dann sich auch schon mal irgendwie diese Räume schaffen.
01:06:41: und das war genau ein Problem was ich in den letzten Jahren hatte weil ich neben meiner Familie die einfach irgendwie meinen Hauptaugenmerk ist dann halt auch sehr viele andere Projekte hatte die ich gleichzeitig gemacht habe und wir wollten ja schon eine Beginnerplatte machen die wir jetzt noch ein bisschen verschoben haben weil ich einfach nicht am Start war weil ich es nicht auf die Kette bekommen habe, in einem gewissen Zeitfenster von einem Jahr oder sonst war's halt genug eine Stadt zu bekommen.
01:07:08: Weil ich einfach mir diese Räume nicht gegeben habe.
01:07:12: und das heißt ja man muss... aber davon mal ganz abgesehen ist glaube ich das Wichtigste für einen kreativen Space ist dass du oder für Kreativität, dass du dir diesen Raum schaffst.
01:07:27: Ob du ihn jetzt ... Wie du das machst ist eigentlich egal.
01:07:29: aber und was ich für mich dann über die Jahre aber halt auch herausgefunden habe, ist, dass zu dir diese Räume nicht nur äußerlich schaffen kannst indem du sagst okay Leute!
01:07:41: Ich bin jetzt drei Monate raus und geh voll rein sondern dass du die auch innerlich Räumen schaffen kannst in dem Gehalt.
01:07:49: Innerlich bei dir ein bisschen aufräumst, innerlich mehr connected bist mit dir selbst.
01:07:55: Klarer in den Tag reingehst dich nicht so stressen lässt von all den ganzen verschiedenen Challenges die man halt in seinem Alltagsleben hat und dem Ganzen Druck finanzielle Sachen Verantwortung Zeitmanagement wenn ich irgendwie hier Zeit rein investiere dann habe ich zu wenig Zeit da und dieses ganze Dilemma und Hamsterrad leben was wir alle haben ob Musiker oder Unternehmer oder was auch immer Wir haben es alle.
01:08:23: Und wenn man da Räume schaffen möchte, um überhaupt für sich selber wieder klarer zu erkennen was will ich eigentlich?
01:08:30: Was kann nicht eigentlich?
01:08:32: Wofür entscheide ich mich?
01:08:34: Was sind meine nächsten Ziele?
01:08:35: Worauf habe ich Bock?
01:08:36: Wovor hab' ich Angst und möchte diese Angst wirklich weiter folgen?
01:08:40: oder möchte ich mutiger sein?
01:08:42: Was hat das für Konsequenzen
01:08:44: usw.?
01:08:45: Also das sind ja alles so Dinge die... die wichtig sind.
01:08:49: Und ich hab dann irgendwann angefangen das wirklich für mich zu reflektieren und wieder wie früher Tagebuch zu schreiben, mir diese Fragen zu stellen, Ziele zu setzen, mich mal in Ängsten zu stellen blockaden auch zu sehen und auch zu akzeptieren auch bestimmte zum Beispiel dass wir mit meiner Band... Das hat nicht funktioniert!
01:09:10: Es hat jetzt erstmal nicht funktioniert.
01:09:12: Die Platte kommt zwei drei Jahre später als ich eigentlich wollte Sie kommt, sie kommt.
01:09:18: Und sie kommt auch genau zum richtigen Zeitpunkt.
01:09:20: so.
01:09:22: Aber das ist etwas was man nur mit confidence sagen kann wenn man sich diesem auch mal gestellt hat.
01:09:27: also ich habe mich dem halt gestellt und Das ist so innere Arbeit die ich mache Die die dazu führt dass man etwas klarer für sich selber ist auch ein bisschen Entspannter mit sich selber isst weil man auch seine Gedanken und und und Gefühle einfach mal wirklich beobachtet über einen längeren Zeitraum und dabei auch merkt, okay ich denke oft auch ziemlich dasselbe.
01:09:51: Ich habe oft dieselben Ängste.
01:09:54: Diese Story hab' ich mir jetzt schon oft genug erzählt.
01:09:56: ja ich bin nicht gut genug für das und das ist klar I got it so habe ich verstanden in den Gedanken aber ich glaube trotzdem nicht mehr.
01:10:03: All solche Dinger, das heißt man schafft so Räume für sich selbst.
01:10:09: Ist verständnisvoller zu sich selbst und auch verständnisfoller zu anderen.
01:10:12: Und dann habe ich das Ganze gepaart mit... Also ich nenne das innere Arbeit.
01:10:16: Ich hab das gepaarten mit Meditationen.
01:10:18: Ich bin ein riesengeditations-Fan seit langer Zeit, seit knapp zwanzig Jahren.
01:10:26: Und anfänglich natürlich noch ein bisschen weniger mittlerweile sehr intensiv Und ich bin ein riesen Fan davon.
01:10:34: und diese Kombination aus den Körper mal zur Ruhe bringen, den Geist ein bisschen fokussieren.
01:10:40: Seine Gedanken beobachten seinen Blick nach Innenrichten das ist... Das hört sich für manche Leute so ein bisschen crazy an oder so ein bißchen nach ja okay, nach Wellness oder sonst was.
01:10:54: aber das Gegenteil ist der Fall.
01:10:56: es ist einfach Das ist Arbeit, das innere Arbeit.
01:10:59: Aber es befreit ein und diese Kombination aus Selbstreflexion und Meditation kann vieles in einem bewirken gerade wenn man das Gefühl hat Man ist irgendwo trapped Wenn man das gefühl hat ich bin halt so.
01:11:13: dass ist mein karakter Ich kann mich nicht ändern.
01:11:17: das und das isso und so Wenn man man man schafft es tatsächlich sich selbst, sein Leben und seine Umstände und die Welt an sich komplett anders zu betrachten.
01:11:32: Und sehr viel mehr Freiheiten und Optionen zu sehen wenn man diese arbeit macht.
01:11:37: und ich bin so ein riesen Fan davon geworden dass ich dann irgendwann gesagt habe Ich kann das nicht mehr für mich behalten!
01:11:43: Ich kann nicht mehr so tun als gelbe ist das nicht Wenn es für mich so viele Räume aufgemacht hat und mein Leben deutlich verbessert hat und nicht nur meins sondern besonders das meiner Mitmenschen Ähm, die mit mir leben müssen.
01:11:56: Und so ist dann die App-Idee entstanden?
01:11:58: So ist das die App Idee entstanden und aber... Weil halt einfach diese Arbeit Räumenschaft.
01:12:07: Und das schafft dann Räume für Kreativität und es schafft Räumen für alles, in deinem Privatleben wie in dein beruflichen Leben.
01:12:16: Genau!
01:12:16: Und dieser App heißt Kern und die habe ich dann einfach mal weggecoded und raus gebracht mit einem ganz kleinen Team, das meiste alleine Und das ist ein Passion-Projekt.
01:12:27: Das ist einfach was, ein Tool und Werkzeug, was ich mir gebaut habe, was sich schon immer mal haben wollte... ...und jetzt hab' ich's!
01:12:35: Und teile das mit meiner Community.
01:12:39: Und gibt es da so Ähnlichkeiten?
01:12:42: Man released einen Song eine Platte, man release ne App.
01:12:45: Es ist ja beides ein Herzensprojekt, ne?
01:12:49: Was du beides entwickelt hast
01:12:51: Genau, das ist das und glaube ich Was meine bunte Karriere oder meinen bunten Lebensweg an beruflichen Projekten und Aktivitäten, was das alles zusammenhält ist genau das.
01:13:08: Diese Liebe und diese Passion für verrücktes oder wichtiges oder spannendes innovatives Zeug.
01:13:20: Und in der Regel sind das Sachen die es vorher noch nicht gab Und Sachen, die halt ein gewissen Benefit haben und schön sind.
01:13:28: Früher war es die Musik oder ist das immer noch?
01:13:30: Aber damals gab's das halt noch nicht so in dieser Form Rap of Deutsch.
01:13:40: Wie gesagt dann habe ich irgendwann ja später noch diese VR Anwendung gemacht.
01:13:44: Das ist etwas was sich nach wie vor auch ganz toll finde wo man aber heutzutage einfach mal schauen muss, wo in die Reise geht.
01:13:53: Ich hab damit im Jahr zwanzig angefangen und habe halt gedacht okay wenn Mark Zuckerberg irgendwie da achthundert Trilladen rein investiert?
01:14:01: Die
01:14:01: Metergeschichte?
01:14:02: Ja
01:14:04: dann wird das schon was gehen.
01:14:05: so und dem Beispielen habe ich mitinvestiert und habe jetzt auch eine tolle Firma ein tolles Produkt aber der VR Markt ist am Arsch Das ändert sich vielleicht irgendwann nochmal.
01:14:19: Also dementsprechend halten wir auch durch, wir machen weiter und so entwickeln weiter sind uns aber bewusst dass da in den nächsten zwei drei vier Jahren erstmal noch was passieren muss.
01:14:32: also weil die Leute es einfach gar nicht angenommen haben.
01:14:34: ich verstehe das auch.
01:14:36: und ja und ansonsten halt genau
01:14:40: ist Du bist jetzt durch die Meditation, durch das Reflektieren auch dabei zu schauen wie du die Zukunft gestaltest.
01:14:50: Was du als nächstes angehst und du hast ja schon erzählt dass du immer viele Ideen hast aber ich kenne es ja auch von mir wenn man sich dann rausnimmt und mal vielleicht raus aus dem digitalen auch mal kommt und irgendwie mit einem Stiftdinger aufschreibt für sich dann kommt man ja aus dem reagieren ins agieren wieder und kann erst ganz neue dinge auch denken.
01:15:13: Und sich vorstellen und Szenarien versichert werfen wo könnte es hingehen?
01:15:17: was könnt ich tun?
01:15:18: Ja, und da bist du gerade so in dieser zeit auch wo du dich fragst was neben der musik die immer eine rolle spielen wird noch passieren wird.
01:15:27: Ja mir geht das besonders einfach auch darum für mich rauszufinden was was ganz ganz grundsätzlich was möchte ich in meinem leben?
01:15:36: Ja.
01:15:37: Weil wenn wir ehrlich sind, das wissen wir ja eigentlich auch alle.
01:15:41: aber man verdrängt das manchmal so weil wenn wir irgendwann, wenn wir in der Achtzig neunzig hoffentlich hundert sind und auf dem Sterbebett liegen dann denken wir also so habe ich das zumindest die Erfahrungsberichte von anderen Leuten Dann ist die Frage nicht Was für ein Status habe ich erreicht wie krass war meine Karriere?
01:16:04: Wie viel Kohle habe ich gemacht oder sonst was, sondern es ist einfach wirklich nur wie... Es ist nur zwischenmenschliches so.
01:16:14: Wie sehr habe ich... War ich da für meine Familie?
01:16:19: Meine Kinder?
01:16:20: Wie gut hab' ich...?
01:16:23: Oder wie... Ne, das geht um Liebe!
01:16:24: Das geht um Zwischenmenschlichkeit.
01:16:26: Das geht Um Connection und Verbindung.
01:16:28: Es geht um Purpose.
01:16:30: Nur darum geht es Und das vergisst man halt einfach so schnell in dieser schnellliebigen Welt, wo wir dann ja auch irgendwie wie gesagt mit all die Verantwortungverpflichtungen den ganzen Bildern im Kopf was man nicht alles zu sein und zu erreichen hat.
01:16:48: Man muss tatsächlich viel versorgen und sich umso viel kümmern.
01:16:53: Wir sind hier stark unter Druck.
01:16:57: Nichtsdestotrotz darf Nicht vergessen, worum es eigentlich geht.
01:17:02: und mir geht's eigentlich darum.
01:17:04: was möchte ich wirklich.
01:17:07: Und das hat ganz viel mit Kreativität, mit Liebe, mit Purpose, mit Dingen machen die mir Spaß machen und anderen Spaß machen den Benefit für alle haben.
01:17:23: Das ist mein Set!
01:17:25: Das versuche ich für mich selber rauszufinden und auch diesem inneren Kompass zu folgen.
01:17:30: Und auch daran zu glauben, um mich selber zu ermutigen dass es das geht und man das schaffen kann.
01:17:39: Und das ist so wichtig.
01:17:40: Es sind so viele Leute, da habe ich das Gefühl auch etwas so trapped in diesem Ja aber es geht halt nicht anders und Ich muss diesen Kompromiss machen und ich muss das und bei all Liebe und bei allem Respekt.
01:17:52: Es gibt halt auch wirklich Sachen Das will ich gar nicht kleinreden Aber am Ende des Tages sind wir die Regisseure in unserem Leben So und Und dass muss man sich mal wieder bewusstmachen und das habe ich versucht.
01:18:04: mit mit mit das hab ich in den letzten Jahren viel mit mir dran gearbeitet.
01:18:08: Ich habe mich stark empowert, ich bin... ...ich hatte eine komplett andere Confidence als ich noch vor zwanzig Jahren hatte.
01:18:16: Ich folge meinen Guts und die Dinge klappen.
01:18:20: Und natürlich hab' ich Challenges und Dinge gehen auch mal in die Hose.
01:18:24: aber ich lebe ein Leben wo ich connectet bin mit mir selbst Wo ich meine eigenen Schwächen und Stärken und Zweifel ist.
01:18:34: ja nicht so dass man wenn man meditiert oder so oder wenn man diese innere Arbeit macht, dass man dann so tut.
01:18:41: Das gibt es nämlich manchmal auch Leute die auf einen Zwangspositivität und ein zwanghaftes positives Denken übergehen.
01:18:48: Und darum geht's gar nicht!
01:18:49: Es geht einfach nur darum eine neue Beziehung oder eine gute Beziehungs- zu sich selbst aufzubauen.
01:19:00: Dass man da anfängt weil viele Leute sind unbewusst sehr streng mit sich selbst sehr unfair sich selbst gegenüber fasst und wenn sie es nicht selbst gegenüber sind, dann projizieren Sie's auf andere.
01:19:16: Und...
01:19:19: Unschulds sind ja immer die anderen.
01:19:20: Das haben wir auch gerade in der politischen Diskussion.
01:19:25: Die Leute sind sehr unzufrieden.
01:19:28: Man könnte vielleicht denken, sie ist doch unglücklich, obwohl es könnte man auch denken, ihnen gar nicht so schlecht geht.
01:19:33: oft aber irgendwie ist das so suggeriert durch die Medien Und dann sucht man die Schuldigen und die Populisten haben natürlich Antworten darauf.
01:19:41: Ich glaube auch, wir müssen wieder hin zur Selbstwirksamkeit, zur Selbstverantwortung und zu gucken was du bewirken kannst.
01:19:49: Das finde ich auch so super wichtig!
01:19:51: Absolut.
01:19:51: aber trotzdem bei all dem und da gebe ich dir vollkommen recht und ich halte diese innerne Arbeit als das aller-allerwichtigste um überhaupt irgendwelche politischen oder egal was für Dinge hier zu lösen Weltweit passt schon, aber ich finde bei diesen wenn man so sagt so das stimmt alles so von wegen ein Man selbst hat die Verantwortung und weiter.
01:20:11: Und man soll sich selber den spiel geschauen und gucken was man verändern kann ja das stimmen.
01:20:16: Aber Ich finde man muss ein bisschen aufpassen dass weil wir sind oft auch hart streng mit uns selbst und kriegen es gar nicht mit und baschen uns selbst Wir sind oft selbst unser größtes problem.
01:20:25: So und deswegen geht es besonders auch darum sich einfach mal selber anzugucken zu spiegeln und das nenne ich dann zum Beispiel reflektieren.
01:20:35: Das ist in einer App halt auch ganz geil gemacht, dass habe ich meines Erachtens nach noch nirgendwo eine andere Meditations- oder inneren Arbeitsapp gesehen.
01:20:45: Dass es nicht nur um meditieren gibt.
01:20:48: also diese App hat tolle geführte Meditation zu verschiedensten Themenbereichen.
01:20:54: da geht es um wie das mal überhaupt lernen kann wie meditiert man Atemübungen, Body Scan bis hin aber auch zu bestimmten Themen, die wichtig sind wie Vergebung.
01:21:05: Was ist eigentlich Vergebungen?
01:21:07: Und warum vergibt man eigentlich?
01:21:09: Man vergibt nicht um andere Leute anderen Menschen, die irgendwas falsch gemacht haben Freifahrtschein zu geben sondern man vergibt um selber diese ganze Last loszulassen und diesen ganzen Grollen loszuwerden.
01:21:27: Also man vergiebt anderen Menschen um eine Story loslassen zu können, wieder für sich selber viel mehr Energie zu haben und diese in neue positive Dinge lenken zu können.
01:21:37: Deswegen vergibt man anderen und genauso wie man anderen vergibt, vergibt dann auch sich selbst.
01:21:43: Das heißt all die Dinge wo man selber fehler... Ich habe Fehler gemacht in meinem Leben Sachen, die ich mit mir mittrage Und es ist wichtig dass ich mich vergebe.
01:21:52: das heißt nicht dass ich sage ich mache den Fehler nochmal.
01:21:55: Es heißt einfach nur mache meine Identität und mich als Menschen, ähm... Als ich reduziere mich nicht auf diese Fehler die ich gemacht habe sondern ich befreie mich davon.
01:22:08: All solche Dinge es geht um Schlaf Stress Nervosität Das heißt man kann so verschiedene Dinge für sich meditativ üben was ein Gamechanger ist wenn man das regelmäßig macht.
01:22:19: dass ist wie beim Sport.
01:22:21: Wenn du das regelmässig machst ändert das was.
01:22:23: Du
01:22:23: bist ja auch sehr sehr sportlich Wahrscheinlich schon immer gewesen, du erzählst ja schon von Basketball.
01:22:29: Aber jetzt bist du... Konnte man verfolgen auch ins Fitness-Game eingestiegen?
01:22:34: Ich bin noch ins Fitness Game eingestigen aber das sind so Dinge die kommen von selbst und ich bin nicht in's Fitness Game eingestiegen und dann hat sich mein Leben verändert sondern ich bin in die innere Arbeit eingestogen und dann kam irgendwann die Fitness von selbst Und dann kam irgendwie bestimmte andere... Also es präsentieren sich Lösungen Gerade dann, wenn du dir deine Probleme mal wirklich anschaust.
01:22:58: So man statt vorhin weg zu laufen weil die meisten Leute halt irgendwie so Wenn irgendwo was innerlich oder äußerlich irgendwas unkomfortabel wird wird weggeguckt Dann wird irgendwie oder es wird irgendwie verdrängt.
01:23:15: Oder zur Zigarette oder zum Joint, oder zur Schokolade gegriffen?
01:23:20: Oder zum Essen.
01:23:21: Oder zum Whatever.
01:23:23: Wir lenken uns ab!
01:23:23: Wir
01:23:24: lenke zum Social Media Handy... ...oder auch in Arbeit.
01:23:28: Aber es ist alles Ablenkung so und weil wir Menschen irgendwie dazu tendieren diesen unangenehmen Ding aus dem Weg gehen zu wollen.
01:23:36: aber innere Arbeit bedeutet ich lass das da Und ich gucke es an und ich sage nicht, ich habe keine Lösung sofort.
01:23:44: Ich sage jetzt nicht okay, ich löse das so und so oder ich erreiche das Ziel so und man kann auch mal einfach sagen ich habe das Ziel oder ich habe diese Blockade oder ich hab whatever was toll ist oder was auch immer.
01:23:56: und ich lasse es erstmal einfach zu.
01:23:58: und durch dieses zulassen und sehen entstehen Räume weil du halt dann selber merkst ah ok Du bist nicht mehr so identifiziert mit diesem Problem Du verdrängst es nicht mehr, du siehst das und schaffst einfach einen Raum und ein Space.
01:24:10: Und dadurch kriegst du mehr Möglichkeiten.
01:24:11: Wenn du das mit Meditationen, mit innerer Arbeit kombinierst veränderst du dein scheiß Leben!
01:24:17: Das ist das was ich so wichtig finde weil so viele das nicht wissen.
01:24:21: So viele erwachsene tolle reife verantwortungsvolle Menschen die stressed out sind parken diese innere Arbeit und Meditation in eine Schublade von Wellness oder Fun oder Hobby, das mache ich dann nachdem mich die wichtigen Sachen gemacht habe.
01:24:41: Ich check erstmal meine Mails und kümmere mich um das und macht dies und jenes und wenn das alles gemacht ist, dann kann ich ja vielleicht auch mal in die Sauna gehen...
01:24:54: Was würdest du empfehlen?
01:24:56: Wenn man jetzt vielleicht zuhört und sagt Das inspiriert mich gerade!
01:25:00: Ich würde auch irgendwie starten.
01:25:02: Wie startet man?
01:25:02: Kommt man erst einmal einfach nur zur Ruhr Guckt man erstmal, was sind so die Probleme in meinem Leben?
01:25:08: Was würdest du empfehlen?
01:25:10: Ja das ist eine gute Frage auf jeden Fall.
01:25:13: Meistens und das muss gar nicht sein fängt man erst mit solchen Sachen an wenn man wirklich so gechallengt ist dass du keine anderen Auswege mal siehst.
01:25:26: Das ist bei den meisten so.
01:25:28: Aber das kann man sich sparen, da überhaupt erst hin und...
01:25:32: Hier kommt die Abkürzung!
01:25:33: Hier
01:25:33: kommt eine Abkrüzung.
01:25:35: Das Erste was du machen kannst ist einfach mal dich wirklich hinsetzen.
01:25:42: fünf Minuten, die Augen schließen ruhig bleiben und beobachten was in dir passiert.
01:25:51: Und das klingt dann halt für manche Leute vielleicht Total einfach.
01:25:56: Okay, setze ich mich jetzt fünf Minuten hin?
01:25:58: Aber wenn du es wirklich machst ... Passiert ja super.
01:26:03: Du stellst dich... Also diese Stille und diese
01:26:07: Ruhe
01:26:08: muss man erst mal aushalten können.
01:26:09: also erstmal die Geduld aufbringen nicht doch wieder irgendwie dem nächsten besten Gedanken oder den nächsten Gefühl zu folgen und irgendwas machen zu wollen und dich ablenken zu wollen.
01:26:21: dann bist du wirklich da!
01:26:22: Und auf einmal kommen deine Gedanken hoch, es kommen Emotionen hoch.
01:26:26: Das kann sich total toll anfühlen.
01:26:29: Es kann dich anfänglich aber auch unangenehm an fühlen so.
01:26:32: Long Story Short.
01:26:33: ich würde anfangen zu üben nicht zu viel und nichts zu wenig.
01:26:37: also ich würde versuchen eine Routine reinzuwenden.
01:26:39: wenn du dem ganzen Chance gehen möchtest dann mach es zumindest mal drei vier Wochen am Stück So und finde irgendwas, was du wirklich machen kannst.
01:26:49: Also am besten nicht irgendwie eine halbe Stunde jeden Morgen weil das kriegst du dann eh nicht auf die Kette sondern vielleicht fünf Minuten oder zehn Minuten abends noch mal oder irgendetwas was du schaffen kannst und mach das halt einfach.
01:27:01: Setz dich hin, vielleicht wirst du ein bisschen ganz vielleicht ganz leichte Meditationsmusik oder Klänge hören aber vielleicht auch gar nichts.
01:27:10: Und setz dich einfach hin und beobachtest einfach mal, entweder du kommst zur Ruhe.
01:27:16: Du kannst deinen Körper zum Beispiel beobachten.
01:27:19: Das ist eine geile Strategie.
01:27:20: Body Scan nennt sich das es für Anfänger sehr geil weil du dann genau weißt was du eigentlich machen musst oder kannst und nicht so lost bist.
01:27:31: Dann gehst du einfach von oben bis unten, scams du dein Körper und versuchst immer von innen wahrzunehmen.
01:27:39: Und wenn du das halt übst eine Zeit lang, merkst du auf einmal dass deine Aufmerksamkeit und eine körperliche Reaktion hat auf deine Zellen.
01:27:50: Das heißt da wo du dich hin konzentrierst fängt es an zu vibrieren, zu kribbeln... ...und du spürst deinen inneren Körper period!
01:27:59: Und je mehr du das machst merkst Du auf einmal alles klar.
01:28:04: ich kann überall gleichzeitig hingehen Ich kann mein Körper von innen spüren ich kann zählen aktivieren und das hat ja auch nebenbei gesagt halt halt.
01:28:13: auch ist es wissenschaftlich bewiesen dass das einen starken heilenden und positiven effekt auf den körper hat also die zähle für jungen.
01:28:22: Und alles revitalisiert usw.
01:28:25: Da könnte man anfangen.
01:28:27: wenn du dann schon dabei bist kannst du auch mal erwischt du dich wahrscheinlich während du das machst bei irgendeinem gedanken noch einmal denkst ich habe hunger Du hast ja ganz schön langweilig, ich führe dich vielleicht jetzt schon auf.
01:28:38: So und dann bleibst du genau da!
01:28:40: Und dann du folgst den nicht dran und beobachtest es einfach nur.
01:28:43: Ah der Gedanke alles klar cool?
01:28:45: Habe ich jetzt gedacht interessant und weiter und dann scanzt du wieder deinen Körper.
01:28:50: was du damit übst ist halt einfach herauszufinden wo sind eigentlich deine Gedanken.
01:28:56: wo sind deine Emotionen Wo sind deine körperlichen Empfindungen?
01:29:01: und wo bist du Weil du all das nicht bist.
01:29:05: So, und das ist der Gag an der Sache!
01:29:07: Du bist nicht diese hunderttausend Gedanken am Tag die du hast?
01:29:12: Du bist NICHT die Emotionen die du hasst... ...und du bist nicht die körperliche Empfindung die du havest.
01:29:18: Das ist alles etwas was du hast aber nicht das was du bist.
01:29:22: Und der Trick ist halt einfach mit der Zeit immer mehr dahinter zu kommen.
01:29:29: Ah hier bin ich Und das ist etwas, was nonverbal ist.
01:29:32: Das
01:29:35: spürst du
01:29:36: unkonzeptionell.
01:29:38: Was jeder, der das macht, dir bestätigt und mittlerweile auch wissenschaftlich wird.
01:29:44: Dass in gewissen Höhenregionen, dass sich Dinge regenerieren und verjüngen.
01:29:53: Es hat einen stark positiven Effekt.
01:29:56: und da würde ich auf jeden Fall mal anfangen.
01:29:58: Und genau dafür habe ich die Dert gebaut für Anfänger, dass man nicht so lost ist, dass du einfach sagst okay, ich probiere das jetzt mal aus fünf Minuten jeden Tag.
01:30:07: Okay!
01:30:08: Ich schreibe einfach einmal auf wie es mir damit geht und hab das dann aber auch geklustert und kann das immer wiederfinden was ich mir eigentlich gerade irgendwie für Gedanken hatte.
01:30:18: So kannst du halt anfangen innerlich zu arbeiten deswegen gemacht, weil ich davon zu zweitausend Prozent überzeugt bin.
01:30:28: Und das ist
01:30:29: dir selber auch weißensichtlich gut tot ne?
01:30:32: So
01:30:32: gut getan hat dass sich irgendwie der Meinung war ja so was sowas könnten andere Menschen auch gebraucht.
01:30:40: Was mich jetzt natürlich nochmal zur Frage bringt wie sich der Dennis der an sich arbeitet der darüber spricht wie er reflektiert wie der Dennis sich mit dem Daniel verbindet.
01:30:56: Ich nehme an, dass du auf der neuen Beginnerplatte nicht in jedem Song darüber rappen wirst wie du an dir arbeitest.
01:31:03: Also wo ist der Dennis?
01:31:04: Wo ist der Daniel?
01:31:05: was geht zusammen und wo sind aber auch Unterschiede?
01:31:10: All das was ich gerade gesagt habe hat überhaupt nichts mit irgendeinem Mit irgendwas Charakter lichen zu tun oder sonst was.
01:31:20: Also du kannst das machen, wenn Du Rapper bist, du kannst es machen Wenn Du Unternehmer bist, wenn du sonst was bist Egal ob was für... Es ist völlig irrelevant Was du für Geschmäcker hast Oder was du in deinem Leben machst.
01:31:33: Das ist fundamentale Arbeit Um ein bisschen zu dir selbst zu kommen.
01:31:38: Und was das mit Daniel macht Ist dass Daniel dadurch Einfach Tone gewisse extra Konfidens hat extra Räume hat, extra
01:31:54: Souveränität
01:31:54: und auch ein extra Selbstverständnis hat Dinge zu machen.
01:31:58: Und zum Beispiel halt auch einfach mal einen geilen Sound zu machen.
01:32:01: das ist es gibt Daniel die Möglichkeit nicht stress out zu sein Nicht in der Angst zu sein, nicht zu überlegen.
01:32:08: Wie krieg ich das jetzt hin?
01:32:09: Das ist irgendwie noch ein Song und finden die das jetzt eine geil oder scheiße?
01:32:13: oder wie wird das jetzt eigentlich... Das ist doch eigentlich das dann auch gar keine Mucke machen.
01:32:17: was Daniel braucht ist einfach, ey da I got this!
01:32:21: Das ist geil.
01:32:23: Ich liebe das was ich mache Und ich gehe hierhin und rap über whatever.
01:32:28: Das ist doch scheißig.
01:32:30: Es geht nicht um Inhalte, es geht nicht darum dass ich das Daniel dann rappen würde.
01:32:33: ja und jetzt setz dich hin und und schweig fünf Minuten und danach schreifst du dir an deinem Tag und dann gehst ihr besser!
01:32:40: Yeah!
01:32:41: Ist das nicht verarschen?
01:32:44: Ne was Daniel macht ist halt okay alter.
01:32:46: ich war gestern irgendwie saufen mit meinem alten Kollegen und wir haben mal wieder gedanstet da halt einen geilen Mucke und dabei ist uns die und die Idee gekommen über den und den Song Und ich komme jetzt nach Hause und schreibe den mir einfach von der Seele weg, weil ich halt nicht das Gefühl habe.
01:33:05: Oh nein!
01:33:06: Dann kann ich irgendwie morgen ... dann hat das Konsequenzen und dann ... dann darf ich das nicht, denn ich muss eigentlich das machen.
01:33:15: Ich muss noch die E-Mails machen und so.
01:33:17: Nein, ich hab dann halt einfach das Gatt viel, dass ich mir einmal die Freiheit nehme zu sagen, nee, ich nehm jetzt diesen Song auf, dann wird er geil.
01:33:24: Hast du so einen Moment getatched und ...
01:33:27: Gefühle, ne?
01:33:28: Gefühler gibt's glaube ich.
01:33:29: Ja auch diesen spontanen Moment mitzunehmen weil du kannst dann innerhalb um bei diesem blöden Beispiel zu sein Ich bin Saufen mit Jan.
01:33:37: Wir gehen auf eine Party wir haben das erste mal Spaß nach einer längeren Zeit Und danach gehe ich ins Hotel und schreibe diesen Text weg Weil ich gerade voll im Flash bin.
01:33:49: Eigentlich hätte ich mir wahrscheinlich nicht erlaubt, auf die Party zu gehen.
01:33:52: Geschweige denn danach im Hotel noch ein Text zu schreiben weil ich am nächsten Morgen um acht zurück muss damit ich dann wieder da und da bin und wieder funktioniere.
01:33:59: Und genau da ist zum Beispiel so einen Punkt wo man intuitiv anfängt zu sagen ne ich nehme jetzt mal diesen Raum schreibe in drei Stunden ein Song für den ich sonst drei Monate gebraucht hätte weil das der richtige Moment war.
01:34:11: Und so fängt man an, auch über Zeit anders nachzudenken.
01:34:15: Genau das sind so Kerndinge die... Also man fängt an, über Zeit nachzudenken und über... Man ist situativer, man ist intuitiver und man folgt mir sein.
01:34:27: Und inhaltlich was wird uns erwarten?
01:34:31: Ihr seid natürlich nicht mehr die... Keine Ahnung, bei Flaschnissenbad oder beim Bambule.
01:34:38: Da ist man ja noch in einer anderen Rolle.
01:34:39: Ja da räumen wir den Markt auf, da zeigt man wer man ist und repräsentiert.
01:34:45: Worum wird's jetzt gehen?
01:34:50: Das Wichtigste was ich immer... Also es wird repräsented werden.
01:34:55: so nur weil ich neunvierzig bin heißt das noch lange nicht dass ich nicht irgendwie Leuten zeigen kann wie ich werden kann.
01:35:02: Und ich habe auch voll Bock mit neunundvierzig irgendwelchen zwanzigjährigen Kittys irgendwie einfach den Kopf
01:35:08: zu waschen und zwar
01:35:11: skillmäßig, so.
01:35:13: Und dass du spielst, ey das ist passionallender!
01:35:16: Das ist what the fuck?
01:35:17: Das ist cool!
01:35:18: Das is fresh!
01:35:20: Also darum gehts freshness und Echtheit.
01:35:23: Es wird viel humorvoll, also es wird viel spannend sein so.
01:35:27: Es wird um Skills gehen und das gilt aber natürlich wie's halt bei uns auch so ist.
01:35:32: in gewissen Punchlines und Lines vor Ort ist du bestimmte Sachen so dann würdest sicherlich auch mal darum gehen irgendwie dass es um Messages die Du halt kickst ob das jetzt Sachen sind wo Du politisch irgendwie auf irgendwas hinweist oder wo Du auch mal sagst ey wo du vielleicht tatsächlich mal irgendwas wie innere Arbeit oder sonst, oder Reflexionsvermögen oder philosophisches interpretierst.
01:35:59: Es geht aber auch darum ehrlich zu sein.
01:36:01: es geht vielleicht auch darum zusammen auch gewisse Brüche oder gewisse Schwierigkeiten die man hatte sich zu trauen um auf den Tisch zu packen weil ich bin ja jetzt nicht irgendwie happy happy enlightened boy so Ich bin einfach ein Dude der eine gewisse innere Ausgeglichenheit hat Obwohl, außen alles auch mal hier und da brennt.
01:36:25: Und auch innerlich Unsicherheiten da sind und man sich getriggert fühlt Man sich streitet man Sonst was ist?
01:36:31: also man hat ja diese ganzen Sachen und ich finde das Schönen halt dass auch immer auch Das auch mit in seine musik mit einfließen zu lassen.
01:36:39: mir geht es eigentlich darum Ein erwachsenes rap album zu machen Was Spaß macht was skills hat?
01:36:49: was andere Leute empowert, wenn man es hört.
01:36:51: Was du hörst und wo du denkst... Ich fühl das!
01:36:55: Und ich gehe jetzt los und mache jetzt irgendwas.
01:36:59: Das fand ich immer am coolsten bei Rapalm, wenn du so etwas Aktivierendes hast.
01:37:02: Ja
01:37:02: genau.
01:37:04: Ich habe jetzt keinen Bock mehr zu Hause sein wie jetzt irgendwas machen.
01:37:08: Genau.
01:37:10: Aber ich finde diesen Bogen eigentlich sehr schön dem wir jetzt gleich nochmal so nehmen vom Rap hin zu Unternehmertum, Startup App und doch in der Musik kommt jetzt doch wieder irgendwie alles zusammen.
01:37:23: Alles was du gelernt hast, alles was du erlebt
01:37:26: hast.
01:37:27: Absolut
01:37:28: Digger!
01:37:29: Und alles was noch möglich ist in Zukunft?
01:37:31: Absolut
01:37:32: genau da oben.
01:37:32: deswegen bin ich auch so euphorisch was was neue Mucke mit meiner Band angeht so weil dann noch so viel ist was gesagt werden möchte was gefühlt werden möchte das ausgedrückt werden möchte.
01:37:45: Ich fühle mich so, und das sehe ich bei Jan ja auch so.
01:37:49: Dieses Leuchten in seinen Augen, wenn es um Mucke geht der ist ja so driven.
01:37:53: Das hört nicht auf!
01:37:55: Und ich lasse mich davon gerne inspirieren und bringe noch meinen Senf on top of that.
01:38:02: Da ist noch ganz viel was wir machen wollen.
01:38:07: Es ist ein bisschen schwer rauszufinden... Elegante Worte zu bringen, das in die richtige Zeit zu bringen.
01:38:17: Weil auch Sprache sicher verändert?
01:38:19: Ja genau und
01:38:21: wenn man mit den Jugendlichen spricht ist es etwas anders heute.
01:38:24: Auf jeden!
01:38:26: Aber wie gesagt wir wollen jetzt auch nicht anfangen irgendwelche Sprachkurs zu kopieren oder wir biedern uns auch nicht irgendwo an Ah, On Points sein und das kriegen wir auch hin.
01:38:38: Was bauert ein bisschen dazu muss.
01:38:39: man hat auch ein bisschen Lebenserfahrung sammeln dürfen?
01:38:42: Und auch mal ein paar Fehler machen dürfen und paar Sachen ausgehen dürfen.
01:38:46: ja und wie entsteht die Platte?
01:38:48: dann schreibt dann jeder bei sich oder trefft ihr euch auch.
01:38:53: Also also meistens ist es so dass wir schon sagen Wir haben so eine dann mittlerweile halt auch so ein kleines Sample-Archiv und Beats, unsere bestimmte Sachen.
01:39:06: Und dann haben wir so bestimmte Themen, wo wir auch schon sagen, das wäre ein geiles Thema oder Jan hat irgendwas zu irgendetwas geschrieben oder ich habe irgendwie eine Hook für irgendwas oder sonst was.
01:39:14: Man denkt sich ja, dass ist geil, das daraus mal versuchen Song zu machen.
01:39:18: Dann ist es schon so, dass Jan und ich bei mir sind diejenigen, die anfänglich, also basically daran arbeiten musikalisch erstmal.
01:39:28: dann geht jeder zu sich eigentlich und schreibt erst mal.
01:39:32: Dann guckt man, dass man was am Start hat, was einen selber Bockt, wo man selber denkt, ah das will ich wirklich aufnehmen!
01:39:41: Und dann trifft man sich im Studio und nimmt auf und guckt und probiert aus und dann fährt man wieder zurück, hört sich das irgendwann ein paar Wochen später an und arbeitet daran weiter...
01:39:51: Und ihr produziert aber alles selbst?
01:39:53: Auch die Beats?
01:39:54: Alles kommt von euch.
01:39:56: oder nimmt du auch etwas von außen?
01:39:58: Nee, es kommt eigentlich alles von uns.
01:40:01: Es ist mittlerweile schon so... Also das war auch schon bei Advanced Chemistry beim letzten Album so da hatte ich ja mit dem sogenannten Fitchie Chris, mit Chris, mittlerweile ja von bekannt als ein Teil von Kitschkrieg.
01:40:18: Den hatte ich damals, mit dem hatte ich mein Solo-Album gemacht Derbe, wie ist das?
01:40:24: Und das ist der meines Erachtens nach, was Chris für mich so top fünf Produzenten weltweit vielleicht sogar.
01:40:37: Also es auf jeden Fall ich halte... Ich finde den Fantastisches war ganz, ganz toll die Zeit, die ich mit ihm hatte.
01:40:46: Deswegen bin ich auch wahnsinnig stolz auf mein Album, der ist ein tolles Album geworden.
01:40:51: Da habe ich ihm sehr viel zu verdanken weil er einfach einen Sound master fucking meint und mittlerweile ja auch mit Kids Krieg dementsprechend erfolgreich ist.
01:41:01: und dann war der in der Zwischenzeit.
01:41:04: Nach meinem Album haben wir dann das Advanced Chemistry-Album gemacht und da hat er zum Beispiel auch bei bestimmten Sachen, wo wir nicht weiter kamen.
01:41:09: Und ja der bietet schon geil aber irgendwie knallt es nicht so richtig weil wir wissen nicht warum.
01:41:14: Dann war Chris oft der der letzte Ausweg die das ganze Ding nochmal noch mal ganz anders gedacht hat.
01:41:21: Das heißt da haben wir schon mal angefangen neben Tropf So der ja nicht nur Jan Delays Live Mischer ist sondern seit forever mit Jan alle möglichen musikalischen Projekte zusammengemacht hat und nebenbei Deine Might Deluxe, die Beats gemacht hatte.
01:41:38: It's a fucking legend!
01:41:40: Und der ist natürlich auch immer mit dabei und hat irgendwie bringt seine Skills mit ein.
01:41:48: Genau, so arbeiten wir jetzt schauen wir aber wollen uns vielleicht ein bisschen öffnen Aber im Grunde ja machen wir alles selbst schon Texte sowieso also Texte das bleibt auch so.
01:41:59: Was hättest du für Ghostwriting?
01:42:00: Das ist ja heutzutage auch ein offenes Geheimnis bei vielen, ne?
01:42:04: Ja absolut.
01:42:04: Das war ja früher total verpönt.
01:42:06: Es ging um echt sein, real sein... Aber das ist heute, ich gehe halt in den Studio mit dem und dem und dann weiß man eigentlich schon wer.
01:42:15: Ja absolut!
01:42:15: Ich hab das für einen eigenen Song noch nie gemacht so.
01:42:20: Ich habe noch nie mir einen Song in der Kooperation mit jemand anders geschrieben Außer mit Jan natürlich, wenn man wie Hux zusammenschreibt oder sonst was ist ja klar.
01:42:35: Aber ich habe da auch schon mal drüber nachgedacht und dachte auch schonmal ey warte mal.
01:42:39: ist das nicht eigentlich smart?
01:42:40: Gerade wenn man irgendwie weißt...
01:42:43: Wenn jemand deinen Text schreiben würde?
01:42:45: Ja oder na, was heißt mein Text schreiben würden, wenn du mit jemanden zusammenarbeiten würdest.
01:42:49: Das könnte ich mir schon vorstellen.
01:42:50: Entschuldigt was anderes!
01:42:52: Ja also sagen wir du hast jetzt wirklich einen dem du auch vertraust und den du kennst geiler kreativer Schreiber ist.
01:43:00: Und du kannst so dich spiegeln und zusammen das Flaschen, das kann toll sein!
01:43:05: Ich sage ich würde das niemals von vornherein verurteilen aber ich kenn so niemanden nicht dem mich so vertraue und auf dem ich Bock hätte.
01:43:13: und dementsprechend...und ich habe da auch noch und dass mag etwas sein was konservativ ist und was auch ein alter Glaubenssatz ist den ich vielleicht auch nochmal Spiegel werden mit dem ich mich noch ein bisschen beschäftigen werde.
01:43:27: aber bisher habe Ich den Eindruck dass sich von mir selber erwarte das ich selber mache.
01:43:34: Ja wir sind gespannt drauf nicht nur was musikalisch passiert Sondern was so sonst auch noch alles auf dem marktbringst.
01:43:41: Wir tun natürlich die app mit in die shownutz android coming soon
01:43:45: ja genau auf jeden coming soon cool eins sieben zwanzig da noch ein bißchen weil wir machen noch Wir sind immer noch in der Lernphase.
01:43:52: Die App ist wirklich, wirklich geil geworden.
01:43:55: aber bevor wir portieren und dann zu Android übergehen gibt es doch ein zwei drei Sachen die ich noch ergänzen möchte und dann sollt ihr das Anfang twenty siebenundzwanzig soweit sein.
01:44:04: sehr schön cool viel Erfolg dabei bleibt gesund.
01:44:07: vor allen Dingen schön dass du heute mal auch nochmal deine Story mit uns geteilt hast.
01:44:12: Ich finde das sehr interessanter, so ein bisschen auch hinter die Kulissen zu schauen und zu gucken was dich eben bewegt als Mensch.
01:44:19: Weil darum geht es ja hier auch auf Podcasts zu schauen, was bewegt die Menschen?
01:44:22: Und was bewegen sie wiederum bei anderen und mit anderen?
01:44:27: Das Schöne ist dass du da immer irgendwie positiv rangegangen bist!
01:44:30: Auch wenn natürlich Zweifel dazugehören ergibt sich immer eins aus dem Anderen, wenn man da positiv drauf schaut wie du's ganz am Anfang erklärt hast.
01:44:38: insofern vielen Dank, dass du dort warst.
01:44:40: Vielen Dank zurück.
01:44:41: Hat sehr viel Spaß gemacht!
01:44:43: Dann hoffentlich bis bald und schöne Grüße erstmal an die Hauptstadt, ne?
01:44:47: Peace out!
01:44:48: Ciao.