New Work Chat

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Der Podcast für die neue Arbeitswelt

Transkript

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00:00:00: Willkommen zum New

00:00:01: York Chat Podcast

00:00:03: von meinem Vater.

00:00:04: Heute mit Sandra Gauer,

00:00:06: viel Spaß!

00:00:10: Ganz wichtig ist finde ich das du bevor du anfängst etwas zu bauen oder zu kreieren dass du einen Menschenverständnis aufbaust denn das ist ein Faktor der völlig unterschätzt wird.

00:00:28: meisten sie es so Der Raum wird gebaut oder das Gebäude.

00:00:34: Und dann schaut man, wie man da die Menschen hineinbringt?

00:00:37: Aber eigentlich fängt es schon viel früher

00:00:49: an!

00:00:52: Hallo lieber Gabriel, ich freue mich auch sehr dass ich mit dabei bin heute und ich grüße dich ganz herzlich von Bern der Schweiz rauf in den hohen Norden.

00:01:00: Ja Sandra schön dass du da bist hier ist der Herbst in seiner vollen Pracht die Sonne scheint der Himmel is blau Die Kinder haben Ferien also Ich kann in Ruhe arbeiten.

00:01:11: das hat auch was Und wir können in Ruhr uns über gute Räume unterhalten Menschen freundlicher Arbeitswelt.

00:01:19: da bist du ja auch dran.

00:01:20: an dem Thema hast ja schon viel geschrieben.

00:01:21: wir wollen auch heute über der neues Buch sprechen.

00:01:24: Wir werden auch über die Orgatech sprechen, da sind wir beide.

00:01:27: vor Ort haben wir uns ja auch schon verabredet und wir wollen nicht erstmal kennenlernen.

00:01:32: dazu gibt es eine schöne Einstiegsfrage hier im Podcast.

00:01:35: wer hier zuhört weiß dass ich drei Töchter habe.

00:01:38: meine mittlere Tochter die Matilda spricht das Intro ein beim Podcast.

00:01:43: deswegen dürfen meine Gäste der Matilda erklären, was sie so machen und ich würde auch dich mal bitten.

00:01:49: Der Matilda zu erklären, Was du eigentlich so machst, Sandra?

00:01:51: Was würdest Du ihr sagen?

00:01:53: Sehr gern Gabriel!

00:01:54: Ja es ist spannend, du hast drei Töchter Ich hab zwei Söhne Und mit denen habe ich das sogar jetzt durchgespielt, was ich da heute sagen werde und ich habe dann wirklich gemerkt dass es meisten sogar die Erwachsenen sind, die mich nicht verstehen und die Kinder eigentlich viel mehr und viel schneller.

00:02:13: Und deswegen habe ich für die Matilda den Bingoin mitgebracht, denn das war für mich jetzt... Ich hab versucht eine Metapher zu finden, die eigentlich das beschreibt was sich tut und da ist mir dann der Bingo in eingefallen.

00:02:27: Denn wenn du einen Bingoinn in der Wüste findest, der schlapp gemacht hat, dann werde ich nicht anfangen zu fragen, was mit seinem Einsatz los ist und warum man nicht weiter kann?

00:02:42: sondern ich werde ihn zuerst einmal fragen, wer hat dich eigentlich hierher geschleppt?

00:02:48: Und das ist ein bisschen das was auch mache.

00:02:50: Ich suche die Wüsten in den Unternehmen.

00:02:56: Ich versuche bevor wir von mehr Leistung anfangen zu sprechen und mehr Commitment, versuch' ich mal zu schauen ob die Umgebung wo diese Menschen hinein transferiert wurden, überhaupt die Möglichkeit bietet dass sie das leisten was man von ihnen verlangt.

00:03:15: Also du schaust noch einen Schritt eher hin denn genau über Leistung wird ja viel diskutiert.

00:03:22: da sind wir dann auch bei künstlicher Intelligenz und wie sind wir schneller und wir sind effektiver.

00:03:28: aber du sagst eigentlich müssen wir ein bisschen eher starten.

00:03:31: es ist mein ganz großes Problem ist dass viele Unternehmen glauben Können mit, sagen wir mal, Nullachtfünfzehn Standardlösungen ihre Probleme beheben und haben sehr oft finde ich nicht in Mut mal neue Denkmuster auszuprobieren.

00:03:55: Also sie versuchen zwar den Mut zu verkaufen – Wir machen jetzt eine neue Arbeitswelt, ja?

00:04:00: Wir gehen jetzt in ein neues Setting!

00:04:01: Wir arbeiten jetzt agiler und moderner und offener.

00:04:07: Aber auf der anderen Seite organisieren Sie aber die Angst gleich mit, weil man sich gar nicht traut wirklich in neue Denkmuster hineinzugehen denn das würde ja bedeuten mal wirklich über den Tellerrand hinweg zu schauen.

00:04:21: Und das wollen wir uns heute auch noch einmal in Ruhe anschauen und ein bisschen einsteigen in das Thema.

00:04:27: doch zuvor wollen wir natürlich auch dich erstmal kennenlernen und deine Story uns anschauen.

00:04:33: erzähle doch mal wo kommst du eigentlich her?

00:04:36: Wo bist du groß geworden?

00:04:38: Ursprünglich komme ich aus Österreich, aus Salzburg eigentlich.

00:04:45: Ich bin in Salzburg geboren und bin dann aber nach Wien und habe auch in London und Wien Wirtschaftspsychologie studiert Und habe, bin sehr früh schon in dieses Thema der Psychologie hineingetreten.

00:05:01: Weil ich komme ja nicht aus der Innenarchitektur oder aus der Architektu heraus und aus der Psychologie heraus.

00:05:08: Denn mich hat immer schon fasziniert was Räume mit uns machen.

00:05:13: Ich hab das als kleines Kind eigentlich schon erfahren und herausgefunden wie mich Räumene beeinflusst haben.

00:05:22: Das ist interessanterweise etwas, was sich mein ganzes Leben durchzieht.

00:05:26: Ich bin aufgewachsen am Land und wir haben zu der Zeit eine alleinerziehende Mutter über Forderung – es war nicht einfach!

00:05:39: Und ich habe damals schon mir Räume gesucht, wo ich mich zurückziehen kann um mir selber so ein bisschen Stabilität zu geben.

00:05:49: Das ist mir früher gar nicht aufgefallen, es ist mir erst jetzt aufgefallen wie ich dann über dieses Thema mehr nachgedacht habe.

00:05:54: Wie lange beschäftige ich mich eigentlich schon mit dem Thema?

00:05:58: Und ich hab sehr früh schon erkannt was Räume bewirken und vor allem was auch für mich bewirkt und wie stark Raumräume auch gewisser Schutzraum darstellen können den ich damals gebraucht habe bevor ich dann so stabil war, um sozusagen den Mut zu haben.

00:06:21: Jetzt immer wieder bei dem Thema was ich vorangesprochen habe wirklich zu sagen Ich überwinde diese Angst.

00:06:26: Ich gehe hinaus und ja verändere auch meine Lebenswelt und bin dann nachdem ich mein Abitur gemacht hab, bin ich dann nach London Und das war für meine Mutter damals natürlich ein ziemlicher Schock weil Ich habe ja nichts gesagt, eben um auch ihr diesen Schutz zu geben.

00:06:50: Weil ich wusste wenn ihr das früh genug sagt dann ist sie viel zu besorgt und sie hatte so schon, sag jetzt mal Schwierigkeiten und ich wollte ihr diese Möglichkeit geben dass sie, ja ob es jetzt gescheit wird oder nicht weiß ihr nicht, dass sie kurzfristig damit konfrontiert wird und nicht zu lang Angst hat und mich vielleicht aufhalten könnte.

00:07:13: Das sind wir wieder bei dem Thema Angst, also es geht immer wieder zurück auf Mut und Angst, sich die neuen Schritte auch vorzunehmen um sie da unten zu setzen.

00:07:20: Und ich bin ja wirklich mit achtzehn bin ich dann nach London und gegen alle Menschen die mir gekannt haben gesagt Sandra macht das auf gar keinen Fall!

00:07:33: Das kannst du nicht tun vom kleinen Salzburg ins große London Und das war dann gar nicht so einfach, in so jungen Jahren sich dahin wegzusetzen.

00:07:42: Aber ich habe halt auch da gewusst... Was

00:07:44: hat dich gereizt?

00:07:46: Ich wusste innerlich, ich muss etwas Neues machen!

00:07:50: Ich wuste, ich musste gehen, denn wenn ich geblieben wäre, dann glaube ich, wär' ich mit ein Stück weit mit dem Boot untergegangen weil ich gemerkt hab konnte mich nicht entfalten.

00:08:09: Überhaupt nicht, ja?

00:08:10: Und das hat ziemlich viel Mut auch gebraucht damals und ich bin dann ausgestiegen oder ich weiß noch genau wie ich mich in dieses Flugzeug gesetzt habe.

00:08:23: es ist eine Szene die ist irgendwie geblieben Dieses Gefühl du setzt dich in das Flugzeug hinein Das Flugzeug ist gestartet Das ist der Flug in die Freiheit.

00:08:39: Und das klingt jetzt wirklich so fast dramatisch, aber ich muss zugeben diese Kindheit war nicht einfach und deswegen war es für mich wichtig diesen Mut zu haben um zu gehen um letztendlich gestärkt wiederzukommen was dann auch passiert ist.

00:08:54: Aber dieses Gefühl wenn man sich da einmal drüber traut Diese Ängste zu überwinden das ist überwältigend

00:09:01: Und du hast das selbst entschieden, ne?

00:09:04: Das ist ja immer noch was anderes als wenn jemand sagt mach das bitte.

00:09:07: Nein!

00:09:07: Du wolltest das und du hast es durchgezogen und das war ein Game Changer.

00:09:11: So ist es... ...und es war ja nicht nur so dass ich das selber wollte oder mir auch jemand anderer mir das gesagt hätte, sondern ich hatte noch das andere Thema, dass die Leute alle gesagt haben geh nicht.

00:09:23: Das ist zu gefährlich, das ist zu weit weg.

00:09:25: Du bist dein Englischis nicht so gut.

00:09:28: Also das war ja wirklich genau das Gegenteil um sich dann trotzdem drüber hinwegzusetzen und zu sagen, nein ich spüre es.

00:09:37: Das ist das Richtige.

00:09:39: Bewusst auch – und vielleicht ist das ein bisschen Thema unserer Zeit – bewusst in diese Naivität reinzugehen ja?

00:09:48: Weil ich habe manchmal das Gefühl dass wir ... dass naivität gewisser Mut isst weil du nämlich Möglichkeiten die du hast Nicht kaputtdrehtest schon, bevor du es überhaupt begonnen hast.

00:10:04: Ja und du bist gewissermaßen angstfrei ne?

00:10:07: Wenn du mit einer Naivität in ein neues Abenteuer startest... Du machst dich nicht verrückt!

00:10:12: Du machst das einfach mal und bist offen für Neues, ne?

00:10:17: Genau so ist es und ich glaube das ist etwas was heutzutage immer mehr verloren geht weil wir Ich habe das Gefühl, die Gesellschaft und somit natürlich auch die Unternehmen sind ein Stück weit haben verlernt diesen Freiraum auszunutzen.

00:10:39: Wir reden zwar von Freiraumen, von Flexibilität, ne?

00:10:42: Von neuen Möglichkeiten.

00:10:45: Und ich glaube wir hatten auch noch nie so viele wie vorher oder wie es ist jetzt der Fall ist aber... ...ich hab das Gefühl dass aufgrund von dem der Mensch nicht diese Möglichkeiten nicht mehr ausschöpfen kann.

00:11:01: Es ist irgendwann, wenn du diese Möglichkeiten bittest, da müssen wir auch herausfinden oder wissen was diese Möglichkeiten mit der Menschen machen.

00:11:12: und genau da hört finde ich dann oft das Gefühl oder die Denkweise auf wirklich den Gedanken zu Ende zu denken und das ist für mich ein Riesenthema was es heißt, diese Grenzen zu überwinden und wirklich die Mut zu haben aus unseren Möglichkeiten zu wachsen.

00:11:36: Auch wenn andere vielleicht abraten sich selbst zu fragen wo möchte ich hin?

00:11:41: Und das dann auch mutig zu tun.

00:11:44: dass ja das wünschen sich glaube ich viele.

00:11:47: nicht jeder traut sich das dann aber der hat das geholfen um weiterzukommen

00:11:51: Ja, auf alle Fälle.

00:11:52: Und deswegen versuche ich das auch wirklich meinen Kunden aber auch meiner Familie und meinen Freunden immer wieder anhand von den Beispielen die ich habe – und das sind ja mittlerweile viele aus dem privaten oder auch aus dem geschäftlichen – wieder aufzuzeigen wie wichtig gerade heutzutage der Mut ist!

00:12:13: Das Spannende ist, dass man sich den Podcast angehört hat den letzten, den du gemacht hast.

00:12:18: Und ich fand das sehr spannend.

00:12:19: Da habt ihr davon gesprochen, dass die Gesellschaft immer mehr eine Subtraktionsgesellschaft wird.

00:12:27: Also wir subtrahieren sozusagen anstatt zu multiplizieren...

00:12:31: Mit dem Max Tinius der ja übrigens auch nach London gegangen war ne?

00:12:34: Genau!

00:12:34: Der Fotologe und ich fand es ganz spannend weil ... Ich würde sogar noch ein Schritt weitergehen.

00:12:40: Wir subtrahiren und da schreibe ich zu hundert Prozent aber Ich glaube, was noch dazukommt aus meiner Erfahrung heraus ist.

00:12:49: Wir machen aber den Menschen eigentlich vor, dass wir multiplizieren.

00:12:55: Aber eigentlich nehmen wir weg!

00:12:57: Aber wir tun so als ob er etwas dazugeben und ich glaube das ist das, was in unserer Gesellschaft auch zur Verwirrung beiträgt weil wir eigentlich glauben, wir multiplzieren, aber in Wahrheit nehmen wir uns

00:13:12: Stück

00:13:12: für Stück immer mehr weg Und das geht sogar bis ins Persönliche hinein.

00:13:16: Auch ich selber nehme mir einiges weg.

00:13:19: Lass uns noch mal verstehen, wie du dann von der Psychologie immer mehr zum Thema Raum kamst?

00:13:26: Wie ich vorher schon gesagt habe, es hat bei mir schon ziemlich früh angefangen mit dem Gefühl des Raums.

00:13:32: Wie ich vorhin schon gesagt hab Schutzraum.

00:13:36: Ich hab z.B auch Phasen durchgelebt haben die nicht so einfach waren bin ich sehr viel in die Kirche gegangen und mich ganz bewusst auch außerhalb von Messen in diese Kirchen gesetzt und einfach auf mich wirken lassen.

00:13:53: Das mache ich auch gerne, wenn ich einen anderen Städten zu Gast bin.

00:13:57: In Köln bin ich jetzt ja auch nächste Woche wieder zur Orgateck also den Dom kann man da gemeinsam

00:14:02: mit dem Dom gehen.

00:14:04: Ja sitzen wir erst mal im Dom aber auch an anderen Städen in Dänemark oder so gibt es dann manchmal so kleinere Kirchen.

00:14:11: Das merkt man sofort, wenn man dann reingeht.

00:14:15: Ja und wenn man sich darauf einlässt – das sind wir beim Wiederbeide in Möglichkeiten ja – ist es unglaublich was ein Raum dir sagen kann?

00:14:27: Ein Raum kommuniziert mit dir aber wir haben aufgehört zuzuhören denn ich beobachte auch immer Menschen und bei dem Beispiel der Kirche zu bleiben.

00:14:40: Ich beobachte immer Menschen, wie verhalten sich die, wenn sie kommen?

00:14:44: Die meisten kommen rein, fotografieren, schauen kurz herum und gehen wieder raus.

00:14:50: Aber wenn du das tust, wirst du nie diese Energie spülen!

00:14:54: Da spürst du ja großmächtig ein Barock oder gotisch oder was auch immer.

00:15:00: aber du spürt nicht diese Energie.

00:15:02: Du spürtest nur, wenn du dich ganz bewusst darauf einlässt Das ist mir eben schon sehr früh aufgefallen, dass zwei Sachen sind auch gefallen.

00:15:11: Dass ich mich auf etwas oder jemanden einlassen darf und muss um eine Wirkung zu erzielen.

00:15:20: Und diese Wirkung ist ganz anders weil sie viel tiefer geht als wenn ich mich nur flüchtig sozusagen im vorbei bewegen in diesen Raum mich bewege oder auf Menschen zugehen.

00:15:33: Das sind ja beide Themen, die wie in einer Wechselwirkung auch zueinander stehen.

00:15:39: Und wie bist du dann so richtig in die Arbeitswelt durchgestartet?

00:15:44: Sehr früh schon, denn ich war sehr früh darauf angewiesen.

00:15:49: Also ich habe Stipendien bekommen und musste da natürlich schauen dass ich gut studiere mit guten Noten und schnell.

00:15:58: Wirtschaftspsychologie hat das doch studiert, ne?

00:16:00: Wirtschaftsphysiologie

00:16:01: genau in Wien und vor allem London an Wien.

00:16:04: Und habe dann natürlich sehr früh schon zu arbeiten begonnen logischerweise um hier das auch zu finanzieren und bin natürlich sehr Früh schon in die Arbeitswelt eingestiegen und ich hab teilweise nicht mehr gewusst, ob ich jetzt arbeite nebenbei oder studiere ich nebenbei weil das so miteinander verschwommen ist... Da komme ich dann wieder zu dem Thema Work-Live Balance.

00:16:27: Das finde ich nämlich auch immer so spannend.

00:16:28: Entschuldigung, dass ich da kurz ein Klammer mache!

00:16:30: Ich fand jeder der mich das erzählt hat gesagt was andere ist.

00:16:34: ja Wahnsinn du hast dir nichts anders gemacht als du arbeiten und zu lernen und auf die Uni zu gehen oder noch guckebar das ist auch noch ein paar.

00:16:42: aber ihr habt sagt Ja das war aber das war und ist Teil von meiner Selbstverständlichkeit gewesen.

00:16:52: habe ich jetzt live, wo ist die Balance?

00:16:55: Sondern ich hab es einfach gemacht.

00:16:58: Und das war das eine was mich sehr geprägt hat und das andere ist... sonst bin ich wieder beim Raum bei der Frage auch, die du mir gestellt hast und auch wieder bei der Psychologie.

00:17:11: Wir reden immer davon Die Räume müssen so sind durchgesteilt, durchdesignt.

00:17:17: Wunderschöne Sofaß-, wunderschönereckung, wundeschöne Fokus-Sitzungszimmer und so weiter Räumen.

00:17:25: Aber wenn ich jetzt wieder zurückdenke in meine Zeit nach dem Studium wo ich dann bei Accenture angefangen habe zu arbeiten eine große Unternehmensberatung da waren wir natürlich beim Kunden immer in den kleinsten Karboischen irgendwo im Keller meistens, weil du hast ja die Räume bekommen, die frei waren und das war halt sehr selten.

00:17:51: Die schönen, sondern die, die halt keiner wollte!

00:17:55: Und da sind wir teilweise damals noch zu viert, zu sechst auf so wirklich kleinsten Raum gesessen.

00:18:03: und der spannende ist Gabriel Es war, wir haben trotzdem absolute Leistung erbracht.

00:18:09: Wir hatten Spaß und waren ein Team.

00:18:13: Und wir haben uns gar nicht so Gedanken gemacht, wo wir jetzt sitzen.

00:18:18: Das heißt nicht Achtung, dass wir es alle in eine Büro-Gefung geben sollen die absolut Nichtschönes oder Kleines oder ungut ist.

00:18:31: aber was ich damit sagen will die Kombination darf es sein oder muss es sein aus.

00:18:38: Arbeitsbedingungen, Tätigkeiten und Gebung, Team, Kultur, Menschen, Menschlichkeit.

00:18:47: ja das ist das was es ausmacht dieser Mix diese Wirksamkeit zwischen Raum, Kultur Mensch und Technologie.

00:19:00: Es ist immer diese Verbindung, sie hat eine Wechselwirkung miteinander.

00:19:05: Und ich hab das Gefühl dass wir uns sehr oft nur auf eins oder zwei von diesen Dimensionen fokussieren und die Gesamtheit außer Acht lassen.

00:19:21: Seit zwei Tausend

00:19:25: Achtzehn darf ich hier die interessantesten Stories von Menschen hören und kuratiere sie gewissermaßen, denn ich lade Sie ja in diesem Podcast ein.

00:19:35: Die uns alle zum Nachdenken bringen und inspirieren.

00:19:38: und umso wichtiger ist es auch dass diese Geschichten gut erzählt sind wenn auch ihr eure Story jetzt Gut entwickeln wollt, vielleicht auch noch mal hinterfragen wollt.

00:19:48: Wofür steht ihr?

00:19:49: Wie wollt ihr ankommen?

00:19:50: Wen wollt ihr erreichen?

00:19:52: Was sind eure

00:19:52: Key-Messages?".

00:19:54: Dann helfe ich euch gern dabei!

00:19:55: Denn ich hab all meine Erfahrungen aus den letzten Jahren – aus diesem Podcast aber auch aus meiner Arbeit in der Kommunikation genommen und habe daraus einen Storytelling-Sparingsprogramm gebaut.

00:20:07: Seit gut einem Jahr bin ich damit jetzt unterwegs und durfte schon Gründer, Unternehmer und Führungskräfte begleiten.

00:20:14: Es gibt also ein Programm bestehend aus sieben Sessions.

00:20:18: Und wenn euch das interessiert, mit mir zu arbeiten ganz persönlich an eurem Storytelling und eurer narrativen Strategie dann lasst uns gerne mal einen Kaffee trinken und vielleicht kann ich euch bei eurer Narrativen-Strategie helfen!

00:20:33: Das Ganze findet ihr auf meiner Webseite www.gabrierad.com.

00:20:37: In den Shownotes gibts auch mehr zum Storyteling Sparringsprogramm.

00:20:44: Was hast du denn während deiner Zeit bei Accenture über neue Arbeitswelten gelernt?

00:20:50: Wir waren ja damals, das war im Jahr zweitausend herum.

00:20:55: Die ersten, die dieses modernen Office von Amerika nach Europa gebracht haben – das fand ich sehr spannend!

00:21:03: Also wir haben dann mit dem Campus Kronberg oder wir haben es in der alten Börse auch noch gemacht.

00:21:08: Das wäre mein Homeoffice.

00:21:10: Haben wir diese neuen Arbeitswelte vom Feinsten rübergebracht.

00:21:14: Also ich kannte jetzt in Campus Grunberg wirklich von seiner allerbesten Seite, ich habe eigentlich Arbeitswelten in der Perfektion fast nicht mehr gesehen weil damals ging es natürlich darum dass man State of the Art gemacht hat das wirklich gezeigt was ist möglich?

00:21:30: Vom Raum her vom Service her von die technischen Möglichkeiten her also wirklich gewaltig!

00:21:37: Aber was hab' ich dann daraus gelernt?

00:21:39: Natürlich zum einen was alles möglich is'.

00:21:41: Ich habe es auch genutzt.

00:21:43: Ja, ich fand das ganz toll was wir alles machen konnten schon zu der Zeit also desgleichen war damals schon selbstverständlich ja Was heutzutage teilweise noch schwierig ist einzuführen.

00:21:55: Aber auf der anderen Seite habe ich aber auch gelernt okay?

00:21:59: Ich sitze nicht immer in einer fancy umgebung den wir berater waren wenn wir Glück hatten, mal am Freitag im Office.

00:22:07: Die meiste andere Zeit waren wir beim Kunden und da war man dann natürlich in diesem Karbäuschen.

00:22:11: Das heißt ich habe auch hier diese Wechselwirkung gesehen.

00:22:15: was macht das mit mir?

00:22:18: Und der Spannende war, wenn ich dann nach Wien zurückgekommen bin und am FreITag damals war das Homeoffice nicht zu Hause sondern das HomeOffice in deiner Heimatstadt genutzt hab Und ich bin jetzt berogekommen und es gab ab und zu Momente, wo niemand oder fast niemand von den Leuten da war, die ich gekannt habe.

00:22:42: Oder überhaupt wenig da waren!

00:22:44: Und der Spannende war... Obwohl da die Umgebung viel schöner war wie beim Kunden, hab' ich mich trotzdem viel einsamer gefühlt weil... Ich dachte auch das ist ja zwar toll hier aber wenn ich alleine dort sitze unter all diesen tollen Möbeln dann ist es ja trotzdem nicht so toll oder so schön und so produktiv wie wenn ich Leute auch um mich habe, mit denen ich mich austauschen kann.

00:23:07: Also hier hab' ich schon sehr früh diese verschiedensten Wechselwirkungen erlebt – persönlich auch

00:23:13: erlebt.".

00:23:14: Das kann ich auch sehr gut nachvollziehen!

00:23:16: Eine Zeit lang ist das ja immer schön, auch allein zu arbeiten und da freut man sich natürlich auch über schöne Räume aber am Ende lebt das Büro oder der Raum von den Menschen die man darin trifft.

00:23:31: Das Spannende ist ja auch, dass wir Menschen – obwohl wir ja so connected sind wie man es ja so schön sagt – immer weniger verbunden miteinander.

00:23:45: Und das merkt man ja immer mehr leider auch in den psychologischen Krisen die wir haben, die Burnout-Raten und Erschöpfungstepressionen Einsamkeit mittlerweile sind ja gängige klinische Krankheiten.

00:24:06: Es ist schlimm genug und vieles hat natürlich auch damit zu tun, dass wir uns nicht mehr verbunden fühlen.

00:24:15: Weil wenn ich jetzt ganz kurz aus der Psychologie herauskomme, kennen wir das Thema des Bindungshormons, das Oxytocin Und das ist ganz spannend, weil das wurde sehr lange Zeit nur erforscht mit Babys und Kindern quasi wie Eltern bauen nach der Geburt diese Beziehung auf.

00:24:37: Das hat mit Oxidozin zu tun.

00:24:39: Darum lieben wir unsere Kinder mehr als die anderen, obwohl wir die anderen ja auch sehr mögen.

00:24:44: Aber man hat dann weiter geforscht und hat jetzt herausgefunden dass dieses Bindungshormon baut sich natürlich auch auf mit anderen Menschen, mit denen wir zu tun haben.

00:24:58: Natürlich nicht in dieser Intensität das ist klar.

00:25:01: aber und jetzt kommt das ganz spannende Das baut sich nur auf wenn wir uns treffen Wenn wir uns physisch sehen.

00:25:11: Wenn du nur virtuell miteinander zu tun hast kann das Gehirn das nicht umleiten weil dann bist du Gabriel für mich nur ein Bild Und nicht eine Person wo dieses Hormon wirksam wird.

00:25:24: Das finde ich sehr spannend, weil das natürlich sehr viel erklärt warum trotz vieler virtueller Meetings die psychologischen Defizite immer stärker werden.

00:25:42: Da sind wir eigentlich schon mitten bei deinem neuen Buch.

00:25:44: da geht es nämlich um Architektur Psychologie was übrigens ja nicht ein erstes Buch war.

00:25:49: ne?

00:25:50: Du bist schon immer oder schon länger eine fleißige Autore?

00:25:55: Ja, ich habe das ganz große Glück und auch die Ehre dass sich für den Springerverlag schreiben darf.

00:26:02: Und mein erstes Buch war hat sich mit dem Thema Führung in neuen Arbeitswelten auseinandergesetzt weil das ist ja auch ein ganz großes Thema.

00:26:12: Führungen gibt uns ja auch Haltstabilität und einen Rahmen, aber den muss man natürlich nicht nur geben sondern auch erst selber erfahren.

00:26:23: Also ist auch wieder eine Wechselwirkung Und das hat mich dann zu meinem zweiten Buch eben geführt Das Thema Architekturpsychologie als Erfolgsfaktor.

00:26:33: Denn hier habe ich versucht zu beschreiben dass es viel komplexere Situationen ist.

00:26:41: also einfach nur der Raum ist schön oder nicht schön Was macht der Raum mit mir?

00:26:48: und vor allem, was braucht es noch dazu damit überhaupt?

00:26:52: Der Raum oder vor allem noch besser das ich wirken kann im Raum.

00:26:56: Und du hast als Beginn deines Buches auch Winston Churchill nochmal zitiert, der ja davon sprach dass wir erst die Räume prägen und dann prägt die Röme uns und da gab's eine ganz interessante Story mit dem Parlament.

00:27:12: vielleicht kannst Du uns die auch nochmal erzählen

00:27:14: Sehr gern.

00:27:15: Ich bin ein absoluter Winston Churchill Fan, immer schon gewesen ich wollte sogar unseren Hund der jetzt Cody heißt Winston Churchill nennen genannt Winston.

00:27:24: aber meine Männer haben dann doch gemeint das ist ein bisschen zu staatsdragend für so einen kleinen Hund.

00:27:29: und weil der Winston Churchill hat sehr früh schon erkannt was Räume mit uns machen.

00:27:37: und eben wie du sagst dieser damals in den Da ging es darum, dass man das Parlament den Plenarsaal umbauen wollte.

00:27:50: Jeder der das englische System kennt weiß, die sitzen sich ja gegenüber und das ist alles sehr eng.

00:27:56: Man sitzt sich gegenüber, es ist laut, es hektisch.

00:27:59: Und da war damals das Thema, dass er gemeint hat, es wäre besser, das rumzumachen und ein bisschen weiter voneinander getrennt.

00:28:08: Und Winston Churchill hat sich damals dann wirklich dafür eingesetzt, dass das genauso bestehen bleibt.

00:28:15: Weil er hat gesagt... das Wichtige ist in einem Raum, dass du diesen Sichtkontakt herstellen kannst.

00:28:22: Das heißt, du kannst dann departieren und musst die anderen Personen in die Augen schauen.

00:28:26: Du siehst die Gästig, die Mimik und du kannst dem nicht entfliehen weil du auch viel zu nah beieinander bist!

00:28:33: Und er hat sich da wirklich durchgesetzt.

00:28:35: und das ist für mich eines der Beispiele, die so früh schon begonnen haben und wir einfach nie wirklich zugehört haben was uns die Leute damals schon gesagt haben über die Wirkung von Raum im Positiven wie im Negativen.

00:28:49: Und wenn man nochmal neu beginnt, also wenn man hier zum Beispiel ein neues Gebäude plant dann muss es natürlich auch zum Unternehmen und zur Unternehmenskultur passen.

00:29:02: Nichtsdestotrotz gibt es Faktoren die berücksichtigt werden wollen.

00:29:06: wir werden jetzt nicht schaffen alle in der Tiefe zu besprechen aber vielleicht kannst du uns trotzdem noch mal so einen Überblick geben.

00:29:12: welche Faktor sind wichtig damit?

00:29:14: Räume wirklich wirksam sein können.

00:29:17: Also ganz wichtig ist finde ich, dass du bevor du anfängst etwas zu bauen oder zu kreieren das du ein Menschenverständnis aufbaust denn das ist ein Faktor der völlig unterschätzt wird.

00:29:37: meisten sie so der Raum wird gebaut oder das Gebäude Und dann schaut man, wie man da die Menschen hineinbringt.

00:29:47: Aber eigentlich fängt es schon viel früher an, nämlich dass du ein Menschenverständnis aufbaust – also das sind wir sogar auch schon beim Bauen – den menschlichen Raum verstehst um überhaupt eine Chance zu haben einen gebauten Raum zu gestalten und diese Wirksamkeit und diese Wechselwirkungen zuerst verstehst.

00:30:10: Und da kommt natürlich ganz stark dazu, dass man zuerst auch die Kultur hat.

00:30:18: Man hat aber auch die Prozesse, die Tätigkeiten der verschiedenen Menschentypen.

00:30:25: Das heißt nicht für jede Person einen eigenen Raum kreieren sollte – das ist unmöglich, aber für Menschenbilder!

00:30:34: Ja, das ist viel übergeordnet.

00:30:36: Aber wir Menschen ticken ja nach einem gewissen Muster und wenn ich jetzt wieder Freund Winston nehme, hat sich seit Winston Churchill nicht groß verändert auch wenn wir das Gefühl haben Wir sind soviel weiter!

00:30:49: Wir sehen in unseren Möglichkeiten weiter aber nicht in unserem Verständnis.

00:30:54: Also wir haben uns eigentlich psychologisch ein bisschen... bis sie verloren auf dem Weg.

00:31:01: Das heißt, wir fangen eigentlich wieder mit diesem Menschenverständnis an und dann aufgrund von den Tätigkeiten kann man dann anfangen Gestaltungsmechanismen hineinzubringen und Raummechanismus.

00:31:16: Und ich sage immer wichtig ist je... je mehr Verständnis ich vor Menschen habe, desto mehr verständnis habe ich dann auch wie ich diesen Raum kreieren darf um das meiste und das beste aus den menschen ja nicht herauszuholen oder rauszukitzeln dass das möglich ist.

00:31:38: Und es ist ja auch erst mal die frage betrachte ich nur die Mitarbeitenden oder wirklich den ganzen menschen?

00:31:46: Also um wen geht es mir dabei?

00:31:48: und wenn ich mich um den Menschen bemühe, dann beschäftige ich mich mit dem Bedürfnissen des Menschen.

00:31:54: Und da kommen zum Beispiel auch Pflanzen ins Spiel.

00:31:57: wir sehen ja immer mehr Büros die auf grüne Arbeitswelten Wert legen also Biofilinen nennt wer das?

00:32:05: Da gibt es auch in deinem Buch das Beispiel der Amazon Offices.

00:32:08: in Ziertel ist viel was du schon mal dort hast aus der Ferne studiert

00:32:16: Leider nicht, ich hab's aus der Ferne studiert.

00:32:18: Weil das sind für mich immer sehr gute Beispiele, dass es ja auch schon umgesetzt wird.

00:32:23: Aber eben das ist ... Biolopholie ist ein ganz wichtiges Thema.

00:32:27: Das ist jetzt ein Aspekt natürlich von der Gestaltung.

00:32:30: wie ich es vorhin gesagt habe im Thema Gestaltung kommt Luft, es kommt Duft also es kommt Materialien und so weiter.

00:32:38: aber nochmal kurz bei den Pflanzen zu bleiben.

00:32:41: Das hat natürlich auch sehr viel damit zu tun, wie sich Menschen wohlfühlen.

00:32:47: Natürlich ersetzt das nicht ein Walkaround draußen, sage ich jetzt einmal in die Natur hinauszugehen.

00:32:57: Das ist auch immer ganz spannend wenn man das dann vorschlägt und dann höre ich ganz oft das Argument der Entschuldigung wir sind zum Arbeiten da und nicht zum Spazieren gehen.

00:33:07: Und da merke ich okay.

00:33:08: also klar wir sind noch bei Weiten nicht da wo wir hin wo wir hin sollten, dass man das wirklich verwendet.

00:33:14: Weil sehr viele haben ja ein Park in der Nähe, es war gerade eine Kunde beim Familien in Berlin, die hat den Tiergarten vor sich und ich habe gesagt, okay geht's doch in den Tiergartenmarkt nicht Meetings im Sitzen sondern im Gehen?

00:33:26: Und ich wurde bei Nahe, sagen Sie mal ausgelacht jetzt übertreben aber man wurde geschmunzelt weil das ist etwas, was man sich sehr oft noch gar nicht vorstellen kann.

00:33:38: Und wenn man sich jetzt die Natur reinholt dann ist es ganz wichtig auch dass man hier nicht einfach nur irgendwo grüne Oasen hingibt ja sondern wirklich das auch dementsprechend verteilt sinnvoll verteilt.

00:33:53: denn das Pflanzen helfen natürlich nicht nur beim Raumklima Sondern es hilft auch bei der Psycho Hygiene.

00:34:01: Das heißt Wenn ich Pflanzen an See reduziert sich schon der Cortisol-Gehalt.

00:34:08: Das heißt, das Stresshormon wird schon leicht reduziert.

00:34:13: Das ist ganz spannend und sogar wenn ... es funktioniert sogar mit Kunstpflanzen ja?

00:34:21: Wenn man das ein bisschen bei manche Stellen kann man einfach nicht mit normalen Pflanzen ausstatten.

00:34:25: Es würde diese Mischung machte... das Gehirn merkt das mich!

00:34:29: Und das Interessante ist, wenn sogar das nicht gewünscht ist Dann sag ich zu meinen Kunden oft, dann hängt wenigstens Bilder hin von Pflanzen oder Natur.

00:34:42: Oder Fototapeten, da lauchen sie mir immer aus.

00:34:44: aber das macht ganz viel weil wir sozusagen unser Gehirn das sofort auch als Natur wahrnehmen.

00:34:51: Das alles ersetzt nicht dass man rausgeht.

00:34:56: also wenn irgendwie die Verbindung möglich ist dann hat man eigentlich einen wunderbaren Mix aus Pflanzen, aber nicht nur das.

00:35:04: und aus Gehen stehen umsitzen.

00:35:07: Und man hilft sich da durch... Da würde ich jetzt weiterkommen in das ganze Thema Verhaltenspsychologie, kognitive Psychologie.

00:35:15: Was das mit unserem Gehirn macht, wenn ich auch diese verschiedenen Mechanismen nutze also nicht nur die Pflanzen per se sondern sozusagen mich aktiv zu diesen verschiedenen Elementen hin bewege.

00:35:33: Am achtundzwanzigsten Zehnten, zwei tausend sechsen zwanzig wünsche ich mir eure Anwesenheit und zwar auf der Orga Tech.

00:35:41: Der Leitmesse für zukünftige Arbeitswelten in Köln.

00:35:46: Ich werde dort sein Und bin auf einem Panel von Dries und Sommer zu Gast und werde dort diskutieren Zu der Frage wie schaffen wir eigentlich Arbeitswelten, in denen Menschen sich wohlfühlen zu denen sie gerne kommen und welche Story erzählen eigentlich diese neuen Workplaces.

00:36:06: Ich würde mich freuen wenn ihr dazukommt, achtundzwanzigster, zehnter, vierzehn Uhr dreißig auf der OrgaTag.

00:36:11: ich tue euch alles in die Show Notes.

00:36:14: Die Orga Tag ist ja auch Sponsor dieses Podcasts.

00:36:17: es lohnt sich vorbei zu kommen.

00:36:18: vom siebenund zwanzigsten bis treißigsten Oktober Kölner Messer dreht sich also alles um die Frage, wie und wo werden wir zusammenarbeiten?

00:36:28: Begleitet auch von dem Work-Culture Festival.

00:36:31: Und dieses Panel ist dann auch eingebettet in dieses großartige Festival!

00:36:35: Ich hoffe, wir sehen uns da.

00:36:36: Wir nehmen das auf.

00:36:38: als Podcast könnt ihr hier bald noch hören.

00:36:41: Danach ist auch noch Zeit für einen Kaffee.

00:36:43: Also kommt vorbei, wir sehn' uns im Köln.

00:36:51: Deinem Konsulting selbstständig unterwegs.

00:36:55: und da geht es natürlich auch um die Frage wie Unternehmen diesen Wandel hinbekommen von alten Arbeitswelten zu neuen Arbeitswelte.

00:37:05: Das ist ja ein Change, der gemanagt werden möchte.

00:37:09: also geht es um Workplace Change Management.

00:37:12: könnte man vielleicht sagen was sind so die größten Hürden die Unternehmen nehmen müssen?

00:37:19: Die größten Hürden ist, dass sie eigentlich sehr oft glauben, dass mit einem neuen Büro ein neuer Anfang ermöglicht wird.

00:37:33: Einfach nur weil es schön ist und das ist eigentlich die gantig allergrößte Hürde, weil die hat sich sehr stark eingeprägt, weil viele sangern zu mir.

00:37:42: aber Frau Gauer oder Sandra Das ist doch nur Umzug und das ist so ein cooles neues Büro.

00:37:48: Da ist der Change einfach von selber, ja?

00:37:51: Und genau das ist der ganz große Druckschluss nämlich dass wir von Anfang an dieses Menschenbild richtig einordnen denn es ist Workplace Change.

00:38:05: Projekte sind mit Abstand die emotionalsten Projekten oder Initiativen die wir haben im Change Bereich.

00:38:15: Es wird natürlich auch unterschätzt.

00:38:17: Darum sind es dann noch emotionaler, weil man dann drauf kommt ob sie da doch ein Problem.

00:38:22: und das Thema ist dass viele wir verbringen ja Work Balance hin oder her.

00:38:30: Wir verbringen sehr viel Zeit immer noch Gott sei Dank auf der Arbeit und mit der Arbeit.

00:38:36: Das heißt Sie ist ein Teil unserer Selbstverständnisse und unsere Selbstwirksamkeit.

00:38:42: Und da haben wir schon das erste Problem Weil wir haben natürlich dann das Gefühl, wenn diese neuen Arbeitswelten quasi entstehen und kommuniziert werden, entsteht sehr oft dieses Gefühl der ich habe keine Selbstwirksamkeit mehr oder ich kann mich nicht einbringen.

00:39:02: Oder was macht das mit mir?

00:39:06: Wenn ich auch noch das Schlagwort höre Desk Sharing Open Space, ja all das war sehr eh.

00:39:11: Das sind wir wieder bei dem Thema Angst.

00:39:12: also nächste Emotion, dass wir uns oft fragen oder die Mitte beitragen, was passiert dann?

00:39:18: Muss ich mein Arbeitsplatz teilen?

00:39:19: Habe ich keine Privatsphäre mehr finde ich überhaupt einen Arbeitsplatz am nächsten Tag.

00:39:24: wie geht es mir überhaupt?

00:39:25: sehe ich denn überhaupt doch jemanden?

00:39:26: soll ich lieber ins Homeoffice gehen?

00:39:27: Also du siehst es sind Unsicherheiten sich hier zu drehen Es werden Unsicherheiten aufgebaut und diese Change Curve Die ist immer noch wirksam.

00:39:38: Wir kommen natürlich am Anfang, geht es mal in einer steilen Fahrt bergab.

00:39:43: Man kann die Fahrt vielleicht noch cool finden wenn man speedy ist und gerne Geschwindigkeiten mag.

00:39:48: aber spätestens wenn man unten ankommt merkt man dann dass hier doch noch ein ziemlicher Weg zurückzulegen ist.

00:39:56: Und das ist eben genau das finde ich was Unternehmen sehr stark unterschätzen weil sie glauben, dass ein neues Büro, ein neuer Anfang ist automatisch.

00:40:06: Dass wir vorher ein bisschen kommunikativ begleiten, ein paar Meinungen abholen meistens zu oberflächlichen Themen wie welche Teppichfarbe oder welche

00:40:20: Materialien

00:40:21: im besten Falle genau und viel zu wenig dann eigentlich merken, dass der Anfang oder der Change beginnt erst nach dem Einzug.

00:40:34: Vorher sage ich jetzt mal ist es eine Aufwärmphase.

00:40:38: Also wie beim Skifahren macht sich man warm und schaust das, dass das fit ist für die nächste Abfahrt am besten.

00:40:45: natürlich fängst du dann nicht gleich mit der schwarzen Piste an.

00:40:48: Das machen aber ganz viele ja sondern fängts noch mit der blauen Piste ein.

00:40:52: wenn's denn so gut bist im Skifahrt und man glaubt dann okay wir sind jetzt umgezogen Wir sind jetzt oben am Berg, das ist der Umzug sozusagen.

00:41:00: Und jetzt fahren wir runter!

00:41:02: Wenn du aber nicht schieffahren kannst, ist es ein bisschen blöd wenn du in die Schwarze Biste herunterfährst und so finde ich, dann kommen sie auf eine Geschwindigkeit wo sie sich selber überholen und merken dass was wir kreiert haben wird nicht in der Form genutzt wie wir die Möglichkeiten geschaffen haben.

00:41:24: Weil wir merken, die Möglichkeiten, die wir geschaffen haben ist vielleicht nicht der gleiche Rahmen wie das was unsere Mitarbeiter brauchen und dann bleibt natürlich die Nutzung weit unterm Wert.

00:41:38: Das Wohlfühlen unter dem Wert, die Leistungen unterm Wert und letztendlich auch die Auseinandersetzung und die Identifikation mit diesem Wandel.

00:41:52: Ich kann mir vorstellen, dass das da viele Fragen entstehen wenn man jetzt hier auch zuhört weil jeder hat natürlich direkt ein Bild vor Augen.

00:42:00: Jeder hat einen Büro in dem er oder indem sie sitzt und das ganze wird ja jetzt auf der Orga-Tech in Köln dann nochmal weiter diskutiert.

00:42:11: Da bist du ja auch da und gibt es auch die Möglichkeit dir da noch mal eine Frage zu stellen.

00:42:17: also Du bist ja auf LinkedIn unterwegs da können wir noch mal an die Show Notes tun aber Vielleicht ist das ja nochmal eine Gelegenheit, auch mit dir direkt in Kontakt zu kommen.

00:42:26: Unbedingt!

00:42:26: Ja also ich würde mich sogar sehr freuen wenn Menschen mit mir das Gespräch suchen und ich habe auch einige Slots an Vorträgen die ich machen darf weil auch hier mittlerweile auch Gott sei Dank Anbieter von Raum in Raum Lösungen auch schon gemerkt haben wie wichtig es ist dass man eben Psychologie wirklich mit hinein denkt und das Verhalten, die Verhaltenspsychologie.

00:42:55: Das heißt es gibt mich zum einen ein paar Mal natürlich bei Vorträgen und ich bin natürlich erreichbar und würde mich sehr freuen wenn man ja ganz bewusst diese Möglichkeiten nutzt, die wir dort mit einer Orgadeck haben, die wird zwar auch nutzen um miteinander auch physisch zu sprechen nicht nur virtuell.

00:43:13: also nehmt da gerne mal Kontakt auf mit Sandra und schaut bei LinkedIn vorbei.

00:43:18: Da gibt's dann auch nochmal Infos zu den Vorträgen, nehm ich an.

00:43:22: Da wirst du dann ja auch bestimmt noch drüber schreiben und... Und ich hab' nochmal richtig Appetit bekommen da noch weiter einzusteigen.

00:43:29: Ich kann auch deinen Buch sehr empfehlen Du hast es mir ja schon geschickt aber auch an alle die jetzt an dem Thema dran sind.

00:43:36: Auch das tun wir in die Shownot.

00:43:37: Also bestellt euch mal dieses Buch und steigt da ein.

00:43:39: Es sind viele interessante Beispiele auch drin über die du schreibst.

00:43:43: Das ist wirklich sehr inspirierend.

00:43:45: Ja Sandra, zuletzt würde mich noch interessieren Was ist dir persönlich denn wichtig bei deinem Büro?

00:43:52: Was braucht es da unbedingt.

00:43:54: Zum

00:43:57: einen ist mir sehr wichtig, dass Menschen wenn sie reinkommen eine gewisse Energie spüren.

00:44:05: Interessanterweise tun Sie das!

00:44:07: Ich werde immer wieder darauf angesprochen und das hat natürlich damit zu tun, dass ich mich auf diese... Aber es geht natürlich einem kleinen Unternehmen schneller, das ist man schon klar aber auf diese Selbstwirksamkeit eingelassen habe.

00:44:20: Ich hab ganz bewusst auch geschaut, welche Farben bewirken was?

00:44:25: Welche Düfte – also ich habe auch Raumdüfte, esoterische natürlich nicht künstliche, was bewirkt Raumdünfte je nachdem welches Setting gebraucht wird ist ein anderer Duft?

00:44:37: ja das macht

00:44:38: in Hotels ja

00:44:39: auch

00:44:40: ganz gerne.

00:44:41: Ja,

00:44:42: ich spiele

00:44:42: super damit.

00:44:43: Super!

00:44:44: Und es ist zum Beispiel so wenn ich ganz kurz nochmal deinen Ausflug machen darf zum Thema Duft positiv-negativ.

00:44:53: das positive ist zb Minze.

00:44:58: Minze hat einen sehr starken Effekt nicht auf Konzentration in einer natürlich homopathischen Dosis sondern wenn man Minze erhöht oder sieht hat es einen ähnlichen Effekt wie Baracetamol.

00:45:12: Das heißt, wenn jemand zum Beispiel Kopfschmerzen hat hilft Minze sehr diese Kopfschmärzen auf natürliche Art und Weise zu reduzieren.

00:45:23: dann heißt das natürlich oft bei Kunden ja aber Sandra du kannst nicht einfach überall da mit sich hin sprühen.

00:45:30: also nein natürlich nicht sondern man kann ja die kleineren Räumlichkeiten.

00:45:35: so wie ich jetzt hier stehe kann man ja ganz bewusst Und das ist auch etwas, was ich immer wieder sage.

00:45:40: Bitte probiert es fast aus!

00:45:42: Habt ihr die Mut?

00:45:42: Das sind wir wieder bei der Mut.

00:45:44: In kleineren Räumlichkeiten kann man mit diesen ätherischen Ölen arbeiten und ganz bewusst runterkühlen, ein paar Pflanzen rein minze und dann wirklich auch ganz bewusst auszuprobieren, was das für Effekte hat.

00:46:01: Man wird überrascht sein, was da passiert.

00:46:03: Also das heißt auch große Unternehmen können, so wie ich das jetzt hier mache, experimentieren.

00:46:10: Ein bisschen ausprobieren was funktioniert nicht.

00:46:15: und das negative zum Beispiel beim Duft ist der Geruch in dem Sinn auch da etwas.

00:46:21: ein Tabuthema dass sich ja nie jemand ansprechen kann ist Schweißgeruch als Beispiel.

00:46:28: Das ist ja etwas sehr archaisches Und da ist es so dass wir rein von unserer evolutions psychologischen Sag jetzt mal Reaktion.

00:46:39: Wenn wir das riechen und auch wenn es noch so wenig ist, schüttet das Hormone aus dass uns sagt oh ich muss fliehen oder ich muss angreifen den Angst denn dieser Schweiß hat früher natürlich ganz stark auf ein Gefahr hingewiesen bis hin zu eben Es ist viel zu heiß, ihr müsst uns in den Schatten bewegen.

00:47:00: Das ist völlig wurscht Und das ist ja ganz spannend, das löst das immer noch aus.

00:47:05: Nur haben wir, reden wir nicht mehr drüber.

00:47:07: Also auch da um hier so ein paar, wie gesagt ich könnte noch hundert solche Beispiele drehen ja auf all diese vielen Facetten einzugehen und das ist auch das was sich bei mir im Büro wirklich versuche Licht Materialien Farbe Duft Pflanzen wirklich alles gemeinsam auszuprobieren.

00:47:33: Und ich habe im Laufe der Jahre dann einfach gemerkt, was die Leute anspricht?

00:47:37: Was den Menschen anspringen?

00:47:39: Sprich, was viele Menschen da gleichzeitig ansprechen und dann kann man dementsprechend wie ein Baukastensystem anfangen diese Elemente zu nehmen, je nachdem, was man bewirken möchte.

00:47:51: Konfigurier den Raum!

00:47:53: Ein Freund von mir hat hier in Rostaud bei mir in einer Firma Für Klimatechnik, die bauen also Klimaanlagen ein.

00:48:02: Also in unterschiedlichsten Unternehmen.

00:48:05: In der Gastronomie natürlich, in den Küchen aber auch im Büros und er hat mir auch vor einer Weile schon erzählt wie viel man eigentlich für eine gute Luftqualität tun kann?

00:48:16: Und dass in vielen Büros ne sehr schlechte Luftqualitäts ist das ja auch messbar und da gibt es dann mittlerweile auch Geräte die du dir in den Raum stellen kannst Erfrüchen die Luft, es ist dann etwa so ähnlich als ob du durch den Wald gehen würdest oder ans Meer gehst.

00:48:34: Zumindest das was die Hersteller versprechen.

00:48:37: aber sie arbeiten schon daran dass die Luftqualität wesentlich besser wird und das führt ja auch dazu dass du dich besser konzentrieren kannst usw.

00:48:44: Das kennen wir ja auch.

00:48:45: wenn der Raum... Wenn die Luft Qualität schlecht ist im Raum, wenn wir lange in einem Meeting sind mit vielen Leuten dann schlafen wir ein.

00:48:52: Süßes!

00:48:52: Und das wird immer noch leider sehr unterschätzt.

00:48:57: Das finde ich mir ganz spannend, wo ich denke, mein Gott es gibt schon so viel Studien, es gibt so viele Wissen schon Erfahrungswerte und trotzdem tappen viele immer noch in die gleichen Fettnäpfchen.

00:49:10: Und ich sage es ist beides.

00:49:11: Es ist zum einen der Raum, es ist ja die Technik, die du jetzt auch z.B.

00:49:16: grad geschrieben hast und das dritte sind aber auch die Regeln, die wir ... die Verhaltensregeln Ich sag's jetzt ganz bewusst so wie wir miteinander umgehen.

00:49:25: Auch da wieder auch den Mut wieder zu haben, mehr in Wir zu denken und weniger im Ich zu bleiben.

00:49:34: Denn in Wirzudenken heißt auch Dinge mal ansprechen so dürfen und zwar demut zu haben es anzusprechen als Sender und als Empfänger die Mut zu haben anzunehmen Das ist ja auch etwas, was dann auch noch mal dazukommt.

00:49:55: Also auch hier wieder diese Dimensionen und diese Wechselwirkungen, weil ich der festen Überzeugung bin und der Meinung bin, dass in unseren Arbeitswelten es noch so viel mehr möglich als das, was wir jetzt rausholen.

00:50:11: Und ich glaube, jetzt wäre das Momentum, dass wir sagen Wir haben den Mut Denkmuster zu durchbrechen noch einmal uns diese Arbeitswelten anzuschauen und zu schauen, was haben wir noch nicht oder zu wenig berücksichtigt.

00:50:31: Sehr schönes Schlusswort Sandra!

00:50:34: Vielen vielen Dank, schön dass du da warst.

00:50:37: Lass uns den Dialog dazu gerne fortsetzen ein anderes Mal.

00:50:41: dann freuen wir uns jetzt erst mal auf die Orgateck und auf unser Treffen dort Ein, sei nochmal dein Buch empfohlen oder auch deine Bücher bestenfalls und dir weiterhin viel Erfolg.

00:50:54: bleibt gesund bis bald.

00:50:55: Vielen lieben Dank Gabriel und ich freue mich auf nächste Woche!

00:50:58: Bis dahin ne?

00:50:59: Ciao!

00:51:00: Bis Dahin Tschüss.

Über diesen Podcast

„You don’t have to listen to anyone, because in this new world, no one knows anything.“ Casey Neistat.

In meinem Podcast „New Work Chat“ interviewe ich spannende Köpfe rund um die Themen New Work, Kultur und Transformation.

Wie finden wir eine Arbeit, die uns erfüllt und einen Unterschied macht? Wie entwickeln wir unsere Unternehmen so, dass Mitarbeiter:innen dort gern arbeiten und einen besseren Job machen?

Und: Wie vereinbaren wir unsere Familie mit unserer Arbeit? Das interessiert mich als #Dadof3Girls besonders.

Ob bei einem Startup, einer Agentur oder einer Kommune. Hauptsache, wir bewegen was, experimentieren und teilen, was wir lernen. Hauptsache wir gestalten heute eine Welt, in der unsere Kinder Arbeit nicht mehr als milde Krankheit, sondern als sinnvolle Aufgabe sehen.

Den Podcast gibt´s bei Spotify, Apple Podcasts & Co.

Neue Folgen erscheinen wöchentlich Freitags um 6:00 Uhr. Tune in!

von und mit Gabriel Rath

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