Der Podcast für die neue Arbeitswelt
00:00:00: Willkommen zum New York Z-Podcast
00:00:03: von
00:00:03: meinem Vater.
00:00:04: Heute mit Wolf Lodherr, viel Spaß!
00:00:11: Es ist natürlich viel bequemer Tantan zu machen und lautstark durch die Gegend zu springen und so zu tun, als ob man etwas kann, es tatsächlich etwas zu können.
00:00:21: Jeder wenn man über Meister redet, Meisterinnen redet dann weiß man das auch.
00:00:27: Das sind Leute, die wenn sie arbeiten ihre Ruhe brauchen und sich fokussieren auf das was sie tun und versunken sind in dem was man flowende end ja also tatsächlich etwas schaffen wo man dann auch anderen sehr nützlich sein kann.
00:00:43: dadurch schadet er nicht wenn man nachdenkt.
00:00:47: Und damit moin und willkommen zu meinem Podcast New Work Chat.
00:00:51: Mein Name ist Gabriel Radt, ihr seid wieder Gold richtig hier beim Podcast für die neue Arbeitswelt!
00:00:57: Seit im Jahr zwei Tausend Achtzehn darf ich mit Menschen sprechen, die nicht nur gerne arbeiten sondern auch etwas bewegen.
00:01:07: Heute wieder zum Dritten Mal Wolf Lotta, er ist einer der wichtigsten Publizisten in Deutschland rund um das Thema Wirtschaft.
00:01:18: Er ist eine derjenigen mit der vielleicht schärfsten Zunge wenn es auch darum geht wach zu rütteln und abherrlieren.
00:01:26: Er hat schon viele Bücher geschrieben die hoffentlich in euren Regalen stehen.
00:01:32: Wir haben auch hier im Podcast schon darüber gesprochen.
00:01:34: Man denke nur an Innovation, strengt euch an Zusammenhänge.
00:01:39: und jetzt ist er also zurück mit seinem neuen Buch und es heißt Ruhe!
00:01:43: Mit einem Ausrufezeichen.
00:01:45: Und wir sprechen heute darüber warum es jetzt Ruhe braucht und zwar nicht Ruhe um sich auszuruhren sondern um dann eigentlich auch wieder richtig produktiv zu werden.
00:01:56: Das Ende der Unaufmerksamkeit, das ist der Subtitel des Buches und das hatte natürlich meine Neugier geweckt.
00:02:05: Ich wünsche euch viel Spaß und gute Unterhaltung bei diesem Gespräch.
00:02:09: Hut euch unbedingt Wolves neues Buch!
00:02:12: Ihr kennt ihn hoffentlich, er ist ja auch Mitgründer der legendären Brandeins und esseist mit vielen Medien und Magazinen und von daher geht es mal eine große Ehre wenn er auch hier im Podcast zu Gast.
00:02:26: Mich würde es sehr freuen, wenn ihr den Podcast abonniert.
00:02:29: Bevor wir reinspringen dazu geht ihr einmal in eure Podcast-App und klickt auf Abonnieren und dann verpasst ihr hier auch keine Folgen mehr!
00:02:38: Vielen Dank dafür.
00:02:38: und jetzt geht's los mit Wolf Lotta.
00:02:56: Lieber Gabriel, ich freue mich, dass sich das ändern darf.
00:02:58: Hallo!
00:02:59: Ja du schreibst ja fleißig Bücher dann lade ich dich auch immer wieder ein
00:03:02: Wolf.
00:03:03: Richtig.
00:03:04: einmal im Jahr ist es soweit mindestens einmal im jahr Und diesmal Anfang Oktober kommt mein neues buch und es heißt ruhe mit ausrufe zeichen.
00:03:14: Das endet da unaufmerksamkeit
00:03:16: Genau und da hat er es zu letztes mal schon angeteasert als wir hier podcast sprachen.
00:03:22: Da war ich schon sehr gespannt auf das thema und freue mich, dass wir heute mal einsteigen können.
00:03:28: Wir geben aber erstmal noch den Leuten die dich nicht kennen, die Chance dich kennenzulernen.
00:03:32: Mach's mal kurz erzählen was du gemacht hast bevor du das schöne Buch... Rohr geschrieben hast.
00:03:38: Ja, ich bin schon sehr lange seit den späten Achtzigerjahren Wirtschaftsjournalist mit dem Schwerpunkt Transformation von der Industrie- und Wissensgesellschaft also das ganze digitale Personalisierte Arbeiten.
00:03:48: ist dass es mich eigentlich ausmacht.
00:03:50: Ich bin einer der Gründungsmitglieder vom Brandeins wo ich lange die Leite sees geschrieben habe und heute mit meiner alten Freundin Gabriele Fischer eine Kolumne namens Sprechstunde schreibe.
00:04:02: Und ja also im Grunde genommen bin ich sozusagen jemand, der auf die Verbindung von Wirtschaftsgesellschaft und Kultur wertlegt.
00:04:09: Weil letztlich ist Wirtschaft ja keine Schublade, die völlig abgeschottet von allem anderen stattfindet.
00:04:15: Genau!
00:04:16: Denn wir sprechen heute am einundzwanzigsten September.
00:04:19: Gestern wurde bei uns in Mecklenburg-Vorpommern gewählt.
00:04:22: es hat ganz viel mit Wirtschaft zu tun, mit Gesellschaft, mit Politik Und auch mit der Frage, ob wir vielleicht nicht anders arbeiten und besser arbeiten sollten.
00:04:32: Die du immer wieder stellst und die dir auch in deinem neuen Buch stellst.
00:04:37: Vielleicht mag ich sonst mal so ein bisschen erklären wie es überhaupt zu dem Buch kam?
00:04:40: Ruhe!
00:04:41: Das Ende der Unaufmerksamkeit... Ich finde das irritiert ja sehr schön positiv im besten Fall als manier könnte man sagen.
00:04:48: Erklär mal, wie kam's so auf das Thema?
00:04:50: Erstens weil ich ständig selbst gestört werde bei meiner Arbeit, die ich mit dem Kopf mache und wenn du Kopfarbeit stößt ist das noch schlimmer als alles andere.
00:04:58: Also das große Problem ist ja immer dass man dann sozusagen überhaupt nicht mehr fokussiert und klar denken kann rauskommt.
00:05:06: Man braucht mindestens zwanzig Minuten hat die Forschung festgestellt um wieder da zu sein wo man war bevor jemand nur ganz kurz was wissen wollte wenn er die Tür aufmacht oder anruft.
00:05:18: also all diese Dinge haben wir der Wissensarbeit, die wir leisten sollten um Innovativ und leistungsfähig zu sein im eigentlichen Sinne als Land das ja im Grunde genommen keine Ressourcen hat.
00:05:27: Und dass auch die Routine Arbeit immer mehr auslagert an Roboter, Automaten etc.
00:05:32: Das hat damit überhaupt nichts mehr zu tun!
00:05:35: Die große Unruhe schadet?
00:05:37: Das nächste ist Lärm natürlich, der damit verbunden ist es einer der größten Gesundheitskiller die wir überhaupt haben, Nummer zwei mittlerweile mit steigender Tendenz weltweit.
00:05:49: Die WHO warnt ungehört seit vielen Jahren vor der Zunahme des Lärms.
00:05:53: und drittens natürlich der Lärm auf allen Kanälen den wir haben unter Verlust der Privatsphäre.
00:05:58: also es kommt eine ganze Menge zusammen bei dem Thema und deshalb habe ich mal in guter alter Manier Ruhe gerufen sowie der Lehrer in die Klasse wenn's zu unruhig wird weil ich glaube das viel unserer Probleme damit zu tun haben dass wir nicht mehr in Ruhe nachdenken können.
00:06:13: Man möchte es heute eigentlich in die sozialen Netzwerke herein rufen.
00:06:17: Genau, fällig richtig!
00:06:19: Da wird's ja... Wir selber sind sozusagen Teil eines richtigen Systems und ich glaube wir haben auch irgendwo die Verpflichtung dazu zu sagen dass dieses Fluten der Kanäle mit SHIT, also das ist ja eine politische Botschaft zum Steve Bannon, Flute Sound with Shit Die Rechten haben sie in Amerika ganz gezielt gemacht mittlerweile von allen so betrieben wird dass wir uns überhaupt nicht mehr fassen können.
00:06:45: Und das ist natürlich für eine Politik, die nur aus oberflächlichen Marketing besteht und sprüchen ideal, weil sie im Grunde genommen die Leute beschäftigt hält.
00:06:55: Das muss sich ändern.
00:06:57: Du beschäftigst dich ja nun auch schon lange mit Transformationen.
00:06:59: Digitale Transformation hast du dazu auch viel geschrieben und sprichst darüber auf Bühnen und je mehr das digitale in unser Leben einzog umso mehr kam ja auch die Frage wiederum wie Wir lassen wir uns nicht mitreißen, sondern wie kommen wir immer wieder auch zu pausen?
00:07:18: Die war quasi ein buch von ken newport schon ganz schön viele Jahre her und immer wieder kommt das eigentlich hoch.
00:07:25: Das gesagt wird leute es ist gefährlich dass für uns damit reißen lassen.
00:07:30: ja jetzt sind wir natürlich mitten seit november zwanzig in dieser k?
00:07:34: i zeit.
00:07:36: Wie hast du denn die letzten jahre seid die generative kei auch so in unser leben und wirtschaftsleben gekommen ist festgestellt?
00:07:43: Denn das macht ja nochmal was ganz Besonderes mit uns und auch diesem Thema Ruhr und den Bedürfnis danach.
00:07:49: Naja, es beschleunigt und ja überflutet sozusagen unsere Aufmerksamkeit noch mehr wenn man natürlich mehr machen kann weil da plötzlich auch Leute die das vorher nicht machen konnten oder zumindest nicht in dem Ausmaß teilnehmen daran.
00:08:03: also wenn man sich zum Beispiel der Anzahl der LinkedIn Bücher ansieht die erscheinen unter Kislaubs, dann ist es schon eine interessante Geschichte.
00:08:11: Da ist man mittlerweile, glaube ich so bei der Schlagzeit einmal in der Woche geht schon was wenn Gemini das schreibt und das ist natürlich lächerlich weil es überhaupt keine Aufmerksamkeit mehr gibt.
00:08:21: die Aufmerksamkeitsökonomie hat ja ein Eisenes gesetzt.
00:08:25: dass die Leute die daran teilnehmen offensichtlich nicht verstanden haben je mehr du dazu beiträgst desto weniger ist das was du beitragst wert ist eigentlich ganz klar.
00:08:33: also wenn alle schreien wird niemand mehr gehört Und wir haben eigentlich keine Strategien dafür.
00:08:39: Also man muss ganz ernsthaft sagen, so wie wir nicht anders arbeiten können als in der Industriegesellschaft oder aus der Industriergesellschaft kommend fleißig laut geschäftigt.
00:08:49: Business ist ja ein Wort das auf Fleißigkeit hinweist und auf Lautstärke hinweißt.
00:08:55: So wenig können wir damit umgehen dass wir diese Quantitäten irgendwann mal auch dämmen durch Qualität!
00:09:01: Das sind die Dinge die zu tun sind – in der Politik, in der Gesellschaft ,in der Wirtschaft.
00:09:06: Alle Diskussionen, die wir führen, sind immer wie können wir die Outputs aufrechterhalten?
00:09:11: Aber es geht um Outcome.
00:09:13: Was kommt dabei rum und was kommt dabei raus?
00:09:16: Diese Diskussion führen wir viel zu selten und in den letzten Jahren haben wir eine Output-Revolution erlebt durch die KI.
00:09:23: Und die wird uns natürlich genauso auf den Kopf fallen als alles andere, was wir bisher gemacht haben weil wir nicht mehr bemerkt werden darin und das ist dann natürlich die Tragik in diesem ganzen Getümmel.
00:09:34: Wir nutzen KI-Tools, um wiederum KI gesteuerte Algorithmen zu beeindrucken.
00:09:40: Das ist ja in sich schon pervers eigentlich.
00:09:44: Genau!
00:09:45: Die Maschinen unterhalten sich ja auch nicht mehr selber.
00:09:47: Also so wie zum Beispiel die Wirksamkeit von Werbekampagnen durch Algorithme überprüft wird... ...die diese Werbekampernien auf deiner Stelle auch wieder vorgesachen.
00:09:55: Das heißt im Grunde genommen gibt es niemandem mehr darauf guckt was da eigentlich passiert Weil alle nur mehr mit Lehrzahlen argumentieren.
00:10:02: Übrigens nichts Neues, man darf da der KI natürlich keinen Vorwurf machen.
00:10:06: Denn vorher erledigten das die Normen und Standards der einzelnen Disziplinen.
00:10:11: also hat man gesagt wir messen halt so und nicht anders Und dann rechnen wieder so unnicht anders aus.
00:10:17: und dann waren sich alle einig und haben abgestimmt und haben an der Wirklichkeit vorbei gearbeitet.
00:10:22: Jetzt erledigt dass die KI für sie uns als mal irgendwas bemerkt und das hat natürlich eine echte ironische Erwähntelung.
00:10:30: also Stanislav Lehmhitt ist eine Freude gehabt, wenn er heute noch unter uns weilen würde.
00:10:35: Und gleichzeitig
00:10:36: beschweren sich dann alle das die Texte mit KI geschrieben werden?
00:10:39: Also es ist ein sehr interessantes Theaterstück und dass wir da eigentlich alle gerade spielen.
00:10:44: Und deswegen ist es natürlich super, dass das mal hinterfragt wird mal wieder von dir.
00:10:49: Mit, möchte ich vielen Ausrufe zeichnen und Denk anstößen.
00:10:53: Ich möchte mal zu Beginn einen Satz anführen den du auch zu Beginn des Buchers geschrieben hast, für die tätige Ruhe muss man lernen richtig zuzuhören und genau hinzusehen.
00:11:04: Aber uns ist das hören-und sehen vergangen.
00:11:07: War es unausweichlich dass diese Technologie dazu führte oder haben wir einfach nicht gelernt mit der Technologie umzugehen?
00:11:15: Ich glaube wir haben nicht gelernt in der Technologie umzugehnen denn wir könnten mit all den Technologien der Digitalisierung der KI Auch mit der Massenproduktion, wenn wir sie bewusst und verstandesmäßig vernünftig nach Überlegen einsetzen würden.
00:11:30: Nach dem alten Muster erst bis hin zu den Beginn, sehr viel mehr anfängern können als wir das tun.
00:11:36: Ich bin ja ein großer Freund der Vollautomatisierung.
00:11:38: Ich sage immer dazu, wenn jemand sagt auch Hilfe bitte, Fabriken müssen wegziehen?
00:11:43: Nee, Fabrikken müssen nicht weg!
00:11:44: Sie müssen nur eine untergeordnete Rolle in unserer Kultur spielen.
00:11:48: Also die Produktion ist Maschinensache.
00:11:50: Das was wir produzieren, was wir denken die Kontrolle dieser Produktion.
00:11:54: Dass es wir uns wünschen zur Verbesserung von Gesellschaft Mensch Gesundheit und all dem das müssen wir.
00:12:00: darauf müssen wir uns fokussieren aber müssen nicht darauf fokusieren dass möglichst viele von ausgespuckt werden.
00:12:05: das macht die Maschine ganz gut.
00:12:07: ich glaube ist ein Grundmissverständnis.
00:12:09: Wir haben so viele Jahrzehntausende in einer Mangelgesellschaft gelebt dass wir bis heute nicht gelernt haben, nach so wenigen Jahrzehnten das Überfluss mit diesem Überfluss umzugehen.
00:12:19: Das ist eigentlich mein Lebensthema geworden!
00:12:22: Wir können mit großen Überflüssen einfach nicht umgehen und wir schaffen dann ohne Not im Grunde genommen Defizite und Mangelgeschichten die nicht nötig wären.
00:12:35: Und es zeigt uns schon noch nicht in der Lage sind, kulturell und auch persönlich, intellektuell auf Komplexität richtig zu reagieren.
00:12:43: Das ist aber spielentscheidend in dieser Welt geworden weil wenn wir wissen das ist was Industrieprodukte, Güter, Services, Dienstleistungen Kultur, Politik und alles andere maßgeblich steuert dann muss man mit dieser Ressource halt mal umgehen.
00:12:57: lernen uns hier nicht einfach immer nur ignorieren.
00:13:00: mich interessiert auch mal wie
00:13:02: du
00:13:03: denkst Arbeit ist mit deinem Kopf, wenn du zum Beispiel so ein Buch schreibst.
00:13:09: Also klar, KI-Tools helfen bestimmt auch an irgendeiner Stelle, wenn man einen Buch schreibt.
00:13:13: aber wie sieht deinen Prozess aus?
00:13:15: Wenn du nachdenkst und dich selber challenged und auch versuchst ja diese neuen Impulse aus der heraus aufs Platz zu bringen.
00:13:26: Also zunächst einmal glaube ich dass die Oxentur die Voraussetzung dafür ist das man intellektuell was leisten kann Egal, ob das jetzt ein Schreiber ist oder als Künstler oder sonst was.
00:13:36: Man muss sich darauf einlassen, sich anzusträngen und manchmal auch festzustellen in diesem Prozess dass man es nicht schaffen wird.
00:13:42: Was man sozusagen als Ideal vorhin so sicher hat aber sich dem nähern kann durch die Anstrengung, durch die Mühe.
00:13:48: Es gibt keine mühelose Leistung Die gibt es nicht im intellektuellen Sinn.
00:13:53: Ja alles ist mühsam Alles muss auch erlitten werden Das ist so'n altes Künstlarwald.
00:13:58: Aber da ist natürlich was dran.
00:14:00: Und wenn ich schon von vornherein sage, ich mache es mir bequem und die KI erledigt den Job für mich.
00:14:05: Ja dann werde ich wahrscheinlich auch nicht verstehen was da eigentlich passiert.
00:14:10: Ich nutze selbst KI natürlich dann, wenn ich weiß was ich fragen soll.
00:14:14: also ich benutze sie so wie man früher eine Datenbank benutzt hat und das ist ja auch die eigentliche Idee der KI.
00:14:22: So sollte das immer sein und so war das immer gedacht von den Schöpfern der künstlichen Intelligenz, dass wir in der Lage sind auf Wissen zuzugreifen.
00:14:32: Dass da ist reproduzierbares Wissen und aus diesem reproduzierbaren Wissen dieser Informationen, dieser besseren Information einfach neu sehr praktikables und anwendbares wissen für die Welt hier und jetzt schaffen können.
00:14:47: das ist die Idee, dass wird das was da ist auch nutzen können.
00:14:51: alles andere war damit nicht gemeint und schon gar nicht das schaffen von Kreativität, wo keine ist.
00:14:57: Und wie gelingt es dir dann?
00:14:59: Also brauchst du dich nur ran zu setzen und ... Du denkst dann sozusagen durch den Stoff, wie man so schön sagt oder... Wie sieht dein Arbeitsprozess aus würde mich interessieren.
00:15:12: Ich glaube jeder denkt sozusagen durch die Tätigkeit, die er macht.
00:15:17: ich denke tatsächlich beim Schreiben.
00:15:18: für mich ist schreiben eine Denkarbeit.
00:15:20: Ich merke dann am Papier, dass funktioniert oder funktioniert nicht.
00:15:23: Woran melkst du das?
00:15:25: Ich merke es daran, dass ich mir selber Klarheit verschaffe darüber was ich gefragt habe.
00:15:30: Das heißt ich gehe schreibend in einen Prozess hinein wo ich einfach mal sage ich hab ein Bild also anfang wie beim roten faden und dann versuche ich sozusagen diesen ruten faden zu halten.
00:15:41: merke aber momentan es gibt hier links noch was und rechts noch was auf der straße und vielleicht musste dann einmal den roten fahren auslassen und das wagen dort drüber zu gehen da noch nachzugucken also sich darauf ein lassen was man sozusagen in diesem denken mit dem schreibprozess machen kann.
00:15:59: Alles gesagt, weiterschreiben.
00:16:00: Also das Schlimmste was ich kenne ist diese Geschichte von der sogenannten Schreibhebung die viele haben.
00:16:05: Ich hatte das nie... ich habe natürlich auch meinen Respekt vor dem schreiben aber ich glaube dass es eine Ausrede ist und man muss einfach mal anfangen!
00:16:14: Man muss mit allem mal anfingen.
00:16:16: wenn du sozusagen Bild malen willst oder wenn du Musik machen willst dann musst du irgendwann mal ein Instrument in der Hand haben oder einen Takt spielen können oder Du musst eine Idee haben was ein Rhythmus ist.
00:16:27: Wenn du es nicht hast und damit nicht anfängst, dann wird das Ding nicht fertig.
00:16:32: Und so verzahnt sich das sozusagen.
00:16:34: Wir sind ja als Menschen... Unser Gehirn arbeitet ja seriell.
00:16:38: Es arbeitet nicht parallel, es arbeitet hintereinander.
00:16:41: Das braucht so viel Ruhe.
00:16:43: Es kann nicht zwanzig Dinge gleichzeitig erledigen.
00:16:46: Es ist kein Multitasking-Gehirn.
00:16:50: Deshalb ist es so wichtig, dass man sich selbst die Möglichkeit gibt einen roten Partner auszulegen durchslappen hinzuführen.
00:17:02: Am achtundzwanzigsten Zehnten, zwei tausend sechsen zwanzig wünsche ich mir eure Anwesenheit und zwar auf der Orgatec der Leitmesse für zukünftige Arbeitswelten in Köln.
00:17:15: Ich werde dort sein und bin auf einem Panel von Drees und Sommer zu Gast und werde dort diskutieren.
00:17:22: zur Frage wie schaffen wir eigentlich Arbeitswelten, in denen Menschen sich wohlfühlen zu denen sie gerne kommen?
00:17:30: und welche Story erzählen eigentlich diese neuen Workplaces.
00:17:35: Ich würde mich freuen wenn ihr dazukommt, achtundzwanzigster, zehnter, vierzehn Uhr dreißig auf der OrgaTag.
00:17:41: ich tue euch alles in die Show Notes.
00:17:43: Die Orga Tag ist ja auch Sponsor dieses Podcasts.
00:17:46: es lohnt sich vorbeizukommen.
00:17:47: vom siebenund zwanzigsten bis treißigsten Oktober Auf der Kölner Messe dreht sich also alles um die Frage,
00:17:54: wie und
00:17:55: wo werden wir zusammenarbeiten?
00:17:57: Begleitet auch von dem Work-Culture Festival.
00:18:00: Und dieses Panel ist dann auch eingebettet in dieses großartige Festival!
00:18:04: Ich hoffe, wir sehen uns da!
00:18:06: Wir nehmen das auf.
00:18:07: als Podcast könnt ihr hier bald noch hören... ...und danach ist auch noch Zeit für einen Kaffee!
00:18:13: Also komm vorbei, wir sehn' uns im Köln!
00:18:17: Das erinnert mich ein bisschen an dein Buch, strengt euch an.
00:18:19: Dass wir hier auch schon mal im Podcast besprochen haben das fand ich ja sehr besonders appellierend und fast wachrüttelnd Leute Und es verbindet sich ja auch wieder mit dem was du gerade gesagt hast was das neue buch betrifft.
00:18:32: also es hilft nichts Wir müssten ran klotzen und wir müssen uns Mühe geben uns anstrengen.
00:18:40: aber Hast du dann, wenn du das schreibst schon auch eine Intention, dass du sagst ich möchte hier mal wirklich ein Denkzettel im positiven Sinne geben.
00:18:49: oder ergibt sich diese Art und Weise auch dann einfach beim Schreiben?
00:18:52: Es ergibt es sich beim Schreiben durch das Ergebnis sozusagen.
00:18:56: Also schreiben, recherchieren bedeutet, dass man dann immer wieder nachguckt.
00:18:59: ist es so legst du richtig gibt's historische Beispiele gibts zeitgemäße Beispiele gibt es einen Indikat dafür das was du behauptest kannst du das im Zweifel vor Gericht verteidigen.
00:19:10: Das ist sozusagen so ein Ansatz, den ich habe und das hat damit zu tun dass ich lange Jahre als investigativer Journalist gearbeitet hab.
00:19:18: auch und das heißt beim Schreiben muss es da einfach immer darüber nachdenken ob das auch gerichtsfest ist.
00:19:22: und nachdem mich also in der Arbeit unverklagt blieb habe ich das vielleicht ganz ordentlich gemacht und das haben wir alle so gelernt so zu denken und so zu arbeiten um das man jetzt halt aufstehen kann und wir eben sagen, ja aber ich sehe das ganz anders.
00:19:36: Sondern ja kannst du ja?
00:19:37: Aber ich kann dir beweisen warum ich das aufgeschrieben habe und ich kann es so gerichtsfest sagen sozusagen dass Ich mich nach vorne wagen kann damit und dann kann ich auch laut werden damit Auch für die Ruhe die wir brauchen.
00:19:50: Du sprichst in dem neuen Brust von der Unaufmerksamkeitsgesellschaft.
00:19:54: ein sehr schönes Wort, dass du da kreiert hast.
00:19:58: Und ich denke jetzt auch noch mal ganz konkret an die Wahlen, die wir bei uns im Eklavier-Vorpommern hatten mit immerhin der hohen Wahlbeteiligung.
00:20:07: Früher hat es ja geholfen zu sagen das bitte geht wählen und dann hat man gedacht löst sich das Problem, das ist heute nicht mehr so der Fall.
00:20:14: aber alle haben irgendeine Meinung und haben irgendwas aufgeschnappt und glauben gut informiert zu sein, Aufmerksam die Dinge verfolgt zu haben.
00:20:24: aber tatsächlich sind es ganz viele kleine Fetzen, die nur aufgesogen wurden.
00:20:29: Weil niemand sich so richtig tief reinarbeitet das sehen wir ja auch, wenn markant kennst du diesen YouTuber der zur rechten Treffen geht von der rechten Szene und so weiter und die interviewt mit denen spricht und nach drei vier Fragen brichtes Kartenhaus meist zusammen weil die oft nicht mal des AfD Partei-Programm gelesen haben.
00:20:46: Natürlich nicht!
00:20:47: Da hat man dann wirklich den Eindruck Leute ihr habt... euch irgendwie informiert, aber ihr seid dann nie tief reingegangen.
00:20:54: Und so ist es ehrlicherweise ja nicht nur in dem Feld der AfD sondern auch bei anderen dass wir irgendwie alle so irgendwas gehört haben und uns das zusammenreimen.
00:21:03: Aber so richtig aufmerksam sind wir in einem Thema nie gewesen So hat man den Eindruck.
00:21:09: Ne, das war auch nicht erforderlich weil man ja gesagt hat Wir kümmern uns drum und Es ist glaube ich einer der größten ertümmerte Demokratie.
00:21:15: In der demokratie geht es nicht darum dass politiker sich um Politik kümern Sondern höger.
00:21:21: Bürgerinnen müssen sich darum kümmern, Zivilgesellschaft muss sich drum kümern und Politik exekutiert.
00:21:27: Und zwar das was die Leute sagen!
00:21:28: Das ist wirklich das große Problem.
00:21:30: wenn man ein politisches System führt wie einen Supermarkt und es lange Jahre so passiert dann muss man damit rechnen dass die Leute wenn irgendjemand andere eine Kampagne fährt und sagt bei mir kriegst du also um die Hälfte ob's stimmt oder nicht, ob die Qualität gleich ist oder nicht... Dass sie da hinlaufen.
00:21:47: Das heißt was tatsächlich passiert ist, dass es keine Problemlösung gab aber große Versprechungen.
00:21:52: Und jetzt haben wir nicht mal mehr die großen Versprechung ein.
00:21:54: also mich wundert das überhaupt nicht was da ist passiert und sind wieder haben wieder mit Leuten zu tun die natürlich auch gar nicht aufgefordert wurden sich darum zu kümmern.
00:22:04: Es ist im kommunalen Bereich manchmal ein bisschen anders.
00:22:07: manchmal bin sehr vorsichtig geworden Weil man einfach lebensnäher sieht, was ist da auf der Straße los?
00:22:14: Was ist in meinem Kindergarten los und was ist in der Schule los.
00:22:17: Machen die was machen die nix aber im Feld der Landes- und der Bundespolitik und erst recht im Kontext EU und Internationales ist das völlig entfleucht und das ist eines der Probleme die wir haben.
00:22:30: Und dann sagen die Leute irgendwann mal brauchen einfach eine starke Hand die das managt.
00:22:35: Aber es geht nicht um Management Es geht um Selbstführung Führung, die beauftragt ist und verantwortlich ist.
00:22:42: Das ist etwas völlig anderes.
00:22:44: Und auch das braucht wieder sozusagen die Ruhe und die Kontemplation im wahrsten Sinne des Wortes, dass man sich hinsetzt und mal versteht welches System wir eigentlich haben.
00:22:53: Ich glaube es hat niemand verstanden.
00:22:55: Man macht so schnell den Walo Mat und spricht dann über ich habe den gemacht du auch okay.
00:22:59: dann gehe ich ja jetzt zur Wahl.
00:23:01: Genau, also so wie man das Menü auswählt bei Liferando im Grunde genommen.
00:23:05: Man sagt okay könnt ihr ein bisschen koreanisch?
00:23:07: Dann könnten wir auch ein bisschen genäßig dazu, ein
00:23:09: bisschen italienisch.
00:23:10: Die Pferdkranchen sollen runtergehen, Energie was finde ich mir da und dann würde man sich das Programm gerne zusammen konfigurieren.
00:23:18: Genau!
00:23:18: Also all das funktioniert nicht und die Warnungen immer in den Wind geschlagen über alle Jahre.
00:23:25: Und dann eine Politik, die natürlich genauso operiert wie Aktiengesellschaften.
00:23:30: Alle vier Jahre sind wir sowieso weg und es ist sowieso was anderes.
00:23:34: Das heißt ich fixiere mich jetzt mal ein bisschen auf Anschlussverwendung – das sehen wir ja die ganze Zeit!
00:23:38: – und so werden Koalitionen gemacht, so werden Wahlen verloren oder persönlich gewonnen, dass man sagt okay, dann koalier ich halt mit denen oder mit denen und dann kriege ich wieder etwas dafür.
00:23:51: Also all das hat mittlerweile spielt alles den Extremen in die Hände, die Oberrasse haben und ja auch gar nichts machen müssen.
00:23:59: Das finde ich ja so faszinierend denn nicht im meinem Sinne sitzen sie in aller Ruhe zu gucken.
00:24:06: Die haben keine Lösungen, die haben nix.
00:24:08: aber so läuft es.
00:24:11: Und ich glaube, dem muss man wieder sozusagen Handwerk entgegensetzen und auch ja Respekt vor der eigenen Arbeit.
00:24:20: Das meine ich mit tätiger Ruhe auch, dass man sozusagen zunächst einmal sagt die Ruhe ist nicht dazu da, dass keiner mehr den Mund aufmacht im Gegenteil sondern die Ruher ist dazu da das wir unsere Freiräume verteidigen, dass wir das Recht haben nicht nur in Ruhe arbeiten zu können übrigens der meist geäußerte Wunsch in deutschen Organisationen wenn man nicht in Ruhr arbeiten kann dass wir auch in Ruhe gelassen werden, was unsere Privatsphäre angeht.
00:24:45: Aber das wird aus dem allem gelernt haben, dass wir dafür tätig sein müssen in der Gesellschaft und im Unternehmen und in der Arbeit und auch in unseren Communities damit alles gewährleistet ist.
00:24:57: Das ergibt sich nicht von selbst!
00:25:00: Dann lass uns noch mal in dein Essayband einsteigen, du hast den ja schön strukturiert in drei Teile und wir sind eigentlich schon mitten im ersten Teil.
00:25:08: Da geht es also um die Kultur der Geschäftlichkeit bis sie sein altes Stattusymbol.
00:25:12: Ich erinnere mich auch als Social Media aufkamen und dann Arbeitskollegen.
00:25:16: ich arbeitete an Hamburg bei Werbeagenturen Die posteten gerne Still In Office.
00:25:21: das war so'n Hashtag So damit man nochmal nach außen zeigte ich bin übrigens noch da mein Lämpchen ist noch an Wir bestellen jetzt eine Pizza.
00:25:28: Ja, ja.
00:25:29: Super!
00:25:30: Genau.
00:25:31: Und das haben wir heute halt im großen Stil?
00:25:32: Genau, Arbeitssimulation, Tätigkeits-Simulation in Wahrheit aber keine Erledigungen mehr und auch nichts womit man fertig wird.
00:25:40: Probleme bleiben werden größer werfen Zinsen zinses Zins ab aufs Problem nicht auf die Lösung.
00:25:47: Aber alle sind total busy und es gibt viele Meetings und wir sind immer noch da und hey ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll usw.
00:25:53: Dieser ganze Quatsch den wie die ganze Zeit sehen und hören der eine Unkultur ist und er dazwürre natürlich auch sorgt, dass wir nicht mehr in der Lage sind tatsächlich so innovativ zu sein wie früher.
00:26:05: Was war denn die Regel?
00:26:06: Die alte westliche Regel und deshalb beziehe ich mich auch explizit auf das Wort Abendland, weil das natürlich angefüllt ist kulturell Westen- und Arbeitlern mit der antiken Theorie des Stoahs.
00:26:19: Und die Stoahr war etwas, wo man gesagt hat, die Welt ist sehr einfach.
00:26:23: jetzt natürlich aber darum geht es.
00:26:24: letztlich ist es super komplex, das kriegst du sowieso nicht alles gebacken.
00:26:28: Also wenn du versuchst alle Probleme gleichzeitig zu lösen, löst du keines.
00:26:31: Also konzentrier dich auf das was du kannst, mach das in Ruhe und macht das gut!
00:26:36: So Punkt Das ist ein ungeheurees Erfolgsmotel.
00:26:40: also dieses schön in der antike bekannte erst bis hinst dann beginnts oder nicht fangen mit irgendwas anderes aber keine Ahnung davon.
00:26:48: Das ist einfach etwas was wir verloren haben.
00:26:54: Das Westens im Christentum war das natürlich ganz klar die besten Köpfe, kam man in die Klöster und waren natürlich Mitarbeiter der Kirche.
00:27:03: Und dort hat man darauf geachtet dass sie in Ruhe arbeiten können aus ökonomischen Gründen und vor allen Dingen des Outcams wegen.
00:27:11: Weil man gewusst hat wer mit dem Kopf arbeitet braucht Ruhe.
00:27:14: und was machen wir?
00:27:15: Wir betreiben die Wissensgesellschaft wie die Fabriksgesellschaft Ja, also wir führen uns in den Büros so auf wie am Laufband und unter den ganzen Zahnrädern.
00:27:28: Ich denke da immer an Charlie Chaplin's moderne Zeiten wenn ich da reingucke.
00:27:32: alle sind geschäftig glaube es kommt nichts aber rum.
00:27:35: Und das bedeutet dass man die Leute einfach mal das machen lassen soll was sie können!
00:27:43: Nicht auf die gucke die also immer hektisch über den Flur laufen weil die machen meistens nix.
00:27:49: Und dann kommen so Ansagen von ganz oben, wir müssen mehr arbeiten.
00:27:53: Das erweckt ja schnell den Anschein, dass wir das Zahnrad noch schneller drehen müssen.
00:27:59: aber das löst ja denn auch kein Problem sondern früher hat man gesagt Work Smarter Not Harder vor keine Ahnung wie viele Jahren.
00:28:05: Ja
00:28:05: genau!
00:28:06: Das ist ja eigentlich immer noch die Devise.
00:28:07: ne?
00:28:09: Wir sind ja rund um die Uhr beschäftigt und dokumentieren das also geht es doch eher mal darum sich zu fragen wo wir hin wollen und was wir dafür tun müssen um da hinzukommen.
00:28:18: Exakt, ich kann mich noch mal meine Zeit in der Handelsschule erinnern.
00:28:22: Im ersten Jahr hatten wir einen Professor und der gesagt hat, jetzt sagt uns mal es kommt so ein kleiner Laden, so ein Lebensmittelladen an der Ecke, kommt die Schwierigkeiten was macht ihr?
00:28:32: Oder was würde ihr vorschlagen, was man machen sollte damit aus den Schwierigkeiten rauskommt?
00:28:36: Und wir haben alle Werbekampagnen gedacht, Marketing mehr oder mehr also alles möglich hier und er sagt ne all das wird nicht passieren Er wird mehr von dem machen was ihn in die Schwichtigkeiten gebracht hat.
00:28:48: Das heißt, die Ansage seit fleißiger und arbeitet mehr ist kontraproduktiv weil sie nicht dazu sagt was wir sozusagen verstärken sollen.
00:28:57: Wir sollen die Denkarbeit, die Wissensarbeit das Nachfragen, dass Hinterfragen das kritische hinterfragen in der Produktion fördern zum Beispiel KZN in der Automobilindustrie Und nicht dieses für uns so typisch der Ingenieur weiß alles und der Arbeiter weiß nix.
00:29:13: Ja das ist doch eine Eine Kulturfrage.
00:29:15: und dann wundert man sich, dass man ins Hintertreffen gerät.
00:29:18: Der Kunde spielt überhaupt keine Rolle oder der Kunde hat doch keine Ahnung, da wartet doch nur drauf das wir das ideale Auto bauen.
00:29:24: Und so kommst du natürlich in den Schlamassel und nicht mehr raus.
00:29:27: Dieses Sido-Denken dieses nach Innengewandte Denken auch diese Selbsterlichkeit wo es eigentlich nur mehr Leute fördert die ständig so tun also ob sie am Kasernenhof ständig exerzieren oder Pizza bestellen um halb zwölf Uhr nachts oder um zwei morgens Aber eigentlich ist da nichts passiert.
00:29:45: Aber man kann es so tun als ob.
00:29:47: Und hast du den Eindruck, dass die aktuelle Wirtschaftskrise zum Umdenken führt?
00:29:54: Nein sie wird dann zum Umdecken führen wenn man sozusagen die Dinge neu aufbohren muss und das sind wir ja schon wieder beim Denken.
00:30:01: also wenn alles kaputt geht oder wenn Teilebranchen wirklich kaputt gehen, dann musst du dir aus diesem Branchen heraus werden sich einige Leute überlegen wie Sie's besser machen können Wenn Sie überhaupt noch was machen können, das bin ich ja auch in radikaler Freund der Beschleunigung dieser Krisen.
00:30:14: Was die meisten Leute nach sofort schockt werden lässt.
00:30:18: aber wir schleppen viel zu viele überholte Krisen immer noch durch und verhindern damit mit dem Geld, dass wir ihn ja geben aus Steuergeldern raus, aus den öffentlichen Mitteln raus, denn Aufbau intelligenterer Strukturen, Transformation hin zu einer Wissensökonomie Die für Deutschland ja die eigentliche Ökonomie ist.
00:30:36: Wir waren ja mal die Nation der Erfinder und Denker im neunzehnten Jahrhundert, als all diese Industrien groß geworden sind in der Chemie, im Maschinenbau.
00:30:45: In der damaligen Automobilindustrie.
00:30:47: Das ist hier alles nicht mehr der Fall.
00:30:48: Sie sind ja als Bestandsindustrie geworden, deren Innovationsgrad marginal ist.
00:30:53: Und da wird eigentlich glaube ich – das ist jetzt mein Resümee nach vierzig Jahren zugucken wie die Politik tatsächlich läuft in diesen Häusern – alles andere außer Stilllegung nix nutzen?
00:31:05: Dann kommt was neues!
00:31:06: Aber das ist ja auch okay.
00:31:07: Das ist ja in Ordnung und vielleicht sollte man diesen Prozess nicht ständig künstlich verlängern, sondern tatsächlich ein bisschen unterstützen dabei, dass es zu Ende geht?
00:31:18: Ich kann das auch noch aus älteren Zeiten, wenn dann mal jemand gekündigt hat.
00:31:25: Da gab's immer viele die gesagt haben Owe-Owe der kündigt jetzt und ich habe eigentlich immer gedacht na gut, dann wird er jetzt endlich mal hingeguckt warum der denn kündigte Und was dann das Problem dahinter ist, wenn der jetzt bleiben würde und zufrieden, dann würde sich wahrscheinlich höchstwahrscheinlich nichts ändern.
00:31:41: Wenn jemand kündigt, dann ist es natürlich auch nicht gesagt, dass da etwas passiert.
00:31:45: aber nur dann ist mal so ein bisschen das Momentum dar, dass ich was ändern kann.
00:31:50: Anders wird es nicht sein.
00:31:52: Genau also etwas geht, etwas kommt.
00:31:55: So ist es immer.
00:31:56: Manchmal, natürlich hat das was kommt sozusagen immer auch Teile des alten Insichtes.
00:32:02: Das ist ja nicht so.
00:32:03: Ende sowie Geschichte nicht zu Ende, es dauert ja an und die Erfahrung natürlich nicht zu ende sondern natürlich etwas nützt in solchen Prozessen sogar sehr wertvoll ist und noch wertvoller wird als je zuvor ihr mehr Automatenarbeit gemacht wird.
00:32:18: aber im Kern wird's darum gehen dass man auch einmal aufhört mit Prozesse Deshalb so beliebt worden, dass sie so bequem sind.
00:32:25: Das muss man sich auch mal eingestehen.
00:32:28: Es ist natürlich viel bequemer Tantan zu machen und lautstark durch die Gegend zu springen und so zu tun, als ob man etwas kann, als tatsächlich etwas zu können.
00:32:37: Jeder wenn man über Meister redet oder Meisterinnen redet dann weiß man das auch.
00:32:44: Das sind Leute, die wenn sie arbeiten ihre Ruhe brauchen und sich fokussieren auf das was sie tun und versunken sind in dem, was man flowen nennt.
00:32:52: Also tatsächlich etwas schaffen wo man dann auch andere ins Jahr nützlich sein kann.
00:32:59: dadurch es schadet ja nicht wenn man nachdenkt
00:33:02: gibt's da so eine berühmte doko über diesen japanischen sushi meister Die zeigt, wie er sich vertieft und wie er diese Craft-Mastered würde man im Englischen sagen.
00:33:14: Und wie man daraus eigentlich viel für sich selber lernen kann.
00:33:16: Aber das passiert eben nur durch Hingabe, durch Konzentrationen und auch durch Abschottung.
00:33:22: Genau!
00:33:22: Also er konzentriert sich auf das was zu tun ist.
00:33:24: Er macht nicht zwanzig Dinge auf einmal und das Wasser tut möchte er noch besser machen als es bisher schon getan hat.
00:33:31: Das sind sehr einfache Regeln Und das ist die gelten praktisch überall.
00:33:35: Wenn ich natürlich gelernt habe, ich hab' ein Auto gebaut, das war sehr gut aber es war auch sehr teuer und meine Marge war geringer und ich möchte jetzt eine höhere Marge haben mit eigentlich noch dünneren Blech und so machen wir das jetzt ab jeder Saison jeden Modell.
00:33:52: dann ist irgendwann mal das Blech durch und das ist genau das was passiert.
00:33:56: Das passiert schon seit vielen Jahren und da kann man ja auch zugucken.
00:34:00: Und dann kommen welche, die das Blech nicht ganz so dünn bohren und übernehmen die Märkte oder die Fabriken.
00:34:06: So einfach ist es irgendwann mal.
00:34:12: Seit zwei tausend achtzehn darf ich hier die interessantesten Stories von Menschen hören und kuratiere sie gewissermaßen, denn ich lade Sie ja in diesem Podcast ein.
00:34:23: Die uns alle zum Nachdenken bringen und inspirieren.
00:34:27: Umso wichtiger ist es auch, dass diese Geschichten gut erzählt sind.
00:34:31: Wenn auch ihr eure Story jetzt gut entwickeln wollt vielleicht noch mal hinterfragen wollt wofür steht ihr?
00:34:38: Wie wollt ihr ankommen wen wollt ihr erreichen?
00:34:40: was sind eure Key Messages?
00:34:42: dann helfe ich euch gern dabei denn Ich habe all meine Erfahrungen aus den letzten Jahren Aus diesem Podcast aber auch aus meiner Arbeit in der Kommunikation genommen und hab daraus einen storytelling Sparringsprogramm gebaut.
00:34:56: seit Gut, einem Jahr bin ich damit jetzt unterwegs und durfte schon Gründer Unternehmer- und Führungskräfte begleiten.
00:35:03: Es gibt also ein Programm bestehend aus sieben Sessions.
00:35:07: Und wenn euch das interessiert mit mir zu arbeiten ganz persönlich an eurem Storytelling dann lasst uns gerne mal einen Kaffee trinken und vielleicht kann ich euch dann bei aura Narrativen Strategie helfen.
00:35:20: Das Ganze findet ihr auf meiner Webseite www.gabrierad.com, in den Shownotes gibt's dann auch mehr zum Storytelling-Sparingsprogramm.
00:35:29: Werbung Ende!
00:35:31: Das was dem japanischen Sushi Meister Sen Sushi ist das sind dir deine Bücher.
00:35:36: hast du auch den Anspruch dass das nächste Buch das Beste werden soll oder das stärkste?
00:35:42: Oder wie bewertest du das für dich was überhaupt ein starkes Buch ist.
00:35:47: Die Ranken, die überhaupt irgendwie für dich?
00:35:50: Das kommt wirklich drauf an!
00:35:51: Ich glaube das... Also je nach Dich ist jedes Buch, dass man gerade macht und schreibt, das Wichtigste und darauf und sich konzentriert ganz in diesem Sinn.
00:36:00: alles andere sollte man gar nicht anfassen.
00:36:02: also wenn man jetzt sagt ich mache es einfach mal so dann ist es einfach Quatsch.
00:36:06: Also ich bemühe mich glaube ich zunehmend sogar mit dem Alter mehr aus dem zu machen, was ich bisher gemacht habe.
00:36:15: Und das kann sehr anstrengend sein und ist es auch... Ich glaube dass die Beurteilung dessen, was sich tue mir einfach nicht so stellt.
00:36:27: Das ist eine relativ altmodische Position.
00:36:29: aber ich kann nicht das Haus, das ich gebaut hab, ansehen und sagen, was für ein schönes Haus!
00:36:33: Das finde ich ja heute ganz füchterlich
00:36:37: LinkedIn.
00:36:38: Also diese Selbstbewinnerung Füchterlich, nicht?
00:36:42: Habe ich das nicht toll gemacht.
00:36:43: Nein hast du nicht!
00:36:44: Wenn du fragen musst ob du das toll gemacht hast, hast du es nicht tollgemacht.
00:36:49: Das kann man machen bis man fünfzehn ist.
00:36:50: Sechzehn isst das völlig okay.
00:36:53: aber da muss man auch mal einen Cut machen und sagen dass hast du nichts zu beurteilen.
00:36:57: Ich habe jetzt gesehen und damit ende ich das Thema LinkedIn auch gleich
00:37:00: wieder.
00:37:01: Da hat jemand eine Party veranstaltet, eine LinkedIn Business Influencerin weil die Vierhunderttausend Follower erreicht hat.
00:37:09: Früher hatte man Buchparties und heute feiert man dass man Vier-Hunderttauend FOLLOWER erreicht hat ist doch unglaublich.
00:37:14: Ja das Interessante ist wozu?
00:37:17: Das finde ich ja immer so klasse, also fragt sich was macht ihr eigentlich?
00:37:20: Kann man natürlich sagen mit Georg Frank aufmerksamkeitsökonomie.
00:37:23: Aufmerksamkeit ist die wichtigste Währung steht überall am anderen da ist auch etwas dran.
00:37:28: Darum habe ich gesagt es braucht eine Unaufmerksamheitsgesellschaft und es braucht eigentlich die Antithese dazu.
00:37:35: aber wenn Leute tatsächlich zahlen dafür mit Zeit mit Engagement mit ihren Daten whatever Abos.
00:37:42: Dass Leute so leben können, dann sind sie natürlich selber schuld.
00:37:45: und das ist natürlich ein absoluter Missbrauch vor den sozialen Medien.
00:37:49: Es ist ein missbrauch von Zeit und es ist ein Missbrauchsverstand.
00:37:53: Und es zeigt uns auch dass sozusagen diese Welt die da geschnitzt wurde aus Konsum- und Begehrlichkeiten Aus Kleinen Eigentlich tatsächlich auch politisch nicht mehr die Kurve kriegt.
00:38:04: Also das sind ja alle Leute die wollen nur mehr bespielt werden.
00:38:07: Womit ist eigentlich wurscht?
00:38:10: Und genauso wie sie heute jemanden zujubeln, der für hunderttausend Follower hat auf LinkedIn und bei der Party virtuell teilnehmen dürfen.
00:38:18: Oh, wie toll!
00:38:19: Sind Sie morgen auch wieder weg?
00:38:21: Also es ist alles an keine Qualität keinen Stand-in.
00:38:24: In Zeiten wie diesen glaube ich muss man der Welt und der Gesellschaft mit dem begegnen was uns die alten Stoiker auch gelehrt haben Gleichmut.
00:38:33: Gleichmut heißt nicht Es ist mir egal.
00:38:36: Gleichmut heißt ich sehe es und ich weiß, dass sich das jetzt nicht erinnern kann.
00:38:40: Aber ich werde alles dazu tun, dass es sich ändert.
00:38:43: in dem zweiten Bereich des Buches geht es um Lärm als gesundheitliche Belastung.
00:38:49: Interessanterweise war ja das Versprechen auch von KI, dass uns die Arbeit, die uns nicht so lieb ist abgenommen wird damit wir mehr Ruhe haben.
00:38:58: aber irgendwie sind wir alle total überfordert und die Studien zeigen eigentlich, dass die gerade die mentale Belastungen immer mehr zunimmt.
00:39:05: Wir sind wahrscheinlich in diesem Überforderungsmodus und können uns gar nicht mehr beruhigen.
00:39:10: Fällt uns schwer?
00:39:11: Das fällt uns zumindest schwer, es gibt so ein schönes Beispiel, das ich zitiert habe von einem Kollegen aus der CD wo man versucht Elektro-Autos die eigentlich leise sind noch einen Sounddesign aufzuprobben und zwar nicht damit man die hört mit weniger Unfälle sind wenn sie so leiser an dir vorbei huschen um sich überhört oder übersieht wenn man über die Straße geht sondern um den richtigen als Politen klingen zu lassen, Lautsprecher unten rein und inlicher Quatsch.
00:39:40: Das heißt es gibt ein Signal dafür dass Leute die lärmen wichtig sind und deshalb kaufen Leute ja diese lauten Politen.
00:39:48: Deshalb machen hier achtzehn neunzigjährige Leute Jungs ihre Auspuff so laut und knallt sich dagegen.
00:39:56: Guck mal wer ich bin!
00:39:58: Und wer Lärm hat, hat nämlich auch Macht.
00:40:00: Das ist so eine traditionelle Geschichte das machen wir uns gar nicht klar.
00:40:04: Lärmen dürfen immer die, die Macht haben.
00:40:07: Wer lärmt darf so machen?
00:40:08: Wenn du ein armes Opfer kleines in der Lahrungskette als unten ist musst du dich drucken.
00:40:15: Löwendürfen brüllen, mäuse nicht.
00:40:18: Sonst sind sie fällig.
00:40:19: und so funktioniert das System und eine Kultur, die das eigentlich ändern sollte weil Menschen denken können, weil sie vernunft begabt sind, weil Sie einen Bewusstsein haben macht es einfach immer noch weiter Und das finde ich faszinierend.
00:40:33: Das ist eine ganz erstaunliche Geschichte und schafft damit auch eine Umgebung, die denkfeindlich ist und gesundheitsschädlich ist.
00:40:42: Also die verlieren eins Komma drei Millionen Jahre Lebensjahre pro in der EU, Eins Komma Drei Millionen Lebensjahr Pro in der Eu durch Lärm weil sie hinter den Herzkreis auf Erkrankungen, die sie oft auch noch fördern bereits, die schwerwiegendsten Erkankungen auslösen.
00:41:02: Wir verlieren für über fünfhundertfünfzig Millionen Euro pro Jahr durch Unaufmerksamkeit und Konzentrationslosigkeit in den Organisationen.
00:41:10: an.
00:41:10: eine Studie aus dem Jahr zwanzig dreiundzwanzig mit Torrententalen.
00:41:15: trotzdem machen die Leute weiter, weil das einfach kein Bewusstsein dafür da ist.
00:41:20: Lärm ist in jeder Hinsicht das Inbegriff des Geschäftigen, des Wohlständigen der Dynamik.
00:41:27: Ja also wenn da richtig was los ist und Marktplatz und die Ferlekutschen übers Pflaster knallen dann ist eine Stadt reich und wenn es nicht so ist, ist Friedhofsruhe und alles kaputt.
00:41:39: Und wenn man diesen Spagat nicht hinkriegt dass sozusagen das Denken als wichtigste Ressource von Arbeit und von Wohlstand gilt dass eben nicht gelernt werden darf, wenn man arbeitet.
00:41:50: Dann wird man durch den Lärm schneller auf dem Friedhof kommen und es ist so ins Leben
00:41:55: ist.".
00:41:56: Ja und das was die KI-Firm jetzt ja erzählen ist wir müssen eigentlich nur gut delegieren können in der Zukunft der Arbeit denn wir haben ja Herrscharen von Agenten dann so ja die Story und die müssen wir eigentlich nur einsetzen, wir werden alle Führungskräfte sein ist ja das Narrativ und zwar von Agenten.
00:42:18: Und von Denken spricht da erstaunlicherweise niemand sondern wir müssen eigentlich nur darauf achten dass digitaler Paul mit digitaler Martina gut unterwegs ist.
00:42:27: Das passt natürlich auch nicht in deren Geschäftsmodell zu sagen Leute du musst schon auch selber dich
00:42:32: anstrengen.
00:42:33: Ja erstens das, also sie wenden sich hier ans faule Mittelmaß die breite Masse sozusagen war und ist geblieben ist die Interesse haben, irgendetwas weniger zu machen.
00:42:44: Viel Ferien viel Urlaub aber wenig Anstrengung.
00:42:47: ja das ist ganz ganz wichtig.
00:42:48: natürlich mit Fleiß null zu tun sagt es immer dazu.
00:42:51: fleiß kann jeder Hamster haben Aber anstrengungen ist was anderes.
00:42:55: so.
00:42:55: Das ist natürlich dass die holen sie ab im wahrsten Sinn des Wortes um diese diese frage zu benutzen.
00:43:01: Die
00:43:01: zweiterte Gallop Leute genau
00:43:03: genau dass.
00:43:04: Sie finden das Ganz toll.
00:43:05: boah ich brauche nichts mehr tun sich stellen aber dumm genug um sich nicht die Frage zu Stellen ob sie dafür jemand bezahlt Denn das wird nicht der Fall sein.
00:43:13: Und sie werden nicht die Führungskräfte sein, es wird nicht den Fall sein!
00:43:16: Man täuscht sie natürlich wieder mal so wie man sie auch schon in der Vergangenheit getäuscht hat diesmal aber noch härter.
00:43:23: alle Leute die Routine Arbeit machen und nichts anderes tun wird man nicht mehr brauchen.
00:43:28: Punkt aus Ende so wenig wie man sozusagen diese Herrschaden an Leute gebraucht heute noch braucht die früher auf Uthshöfen gearbeitet haben, schwere Arbeit gemacht haben.
00:43:38: Braucht sie nicht mehr?
00:43:39: Landwirtschaft ist industrialisiert und automatisiert.
00:43:42: So einfach ist das!
00:43:43: Und auch diese Leute wird man nicht mehr brauchen.
00:43:46: Aber wenn man erzählt ihnen lustigerweise den Schwank die Landwirtschaft will ich hier kleben und es wird immer Knechte und Meckte geben aber die sind dann alle gut zu haben.
00:43:55: Das ist natürlich völliger Blödsinn.
00:43:57: und da frage ich mich immer ob es einen Zusammenhang gibt zwischen Umbildung auch Geschichtslosigkeit und dem was sozusagen die Gesellschaften dann in die Pretuie bringt.
00:44:06: Und natürlich ist der Antwort darauf, ja den gibt's!
00:44:09: Wenn man glaubt dass man ohne Nutzen zu stiften in einer Gemeinschaft und zwar auch nur partiell eine Zeit lang, zwanzig dreißig vierzig Jahre dafür zur Führungsschicht gehört, dann ist man nicht nur dumm, sondern sogar gefährlich.
00:44:27: Muss man auch erst mal sagen lassen?
00:44:30: Lassen
00:44:34: Sie uns auch noch über den dritten Teil sprechen, da geht es dann darum in Ruhe gelassen zu werden im privaten Bereich.
00:44:42: Was wir uns ja irgendwie wünschen aber das wird ja immer schwerer.
00:44:47: Man muss wirklich ganz bewusst offline gehen damit man nochmal seine Ruhe hat und ich versuche das immer Sonntags und wenn die Schaffe tut ist mir sehr gut.
00:44:59: Ich habe kürzlich auch mit jemanden hier im Podcast gesprochen, der KI Weiterbildung macht.
00:45:03: Er sagt auch jeden Tag zwei Stunden offline tut ihm total gut.
00:45:06: Aber die Disziplinen muss man auch erst mal kultivieren.
00:45:09: bei sich
00:45:10: Natürlich weil wir haben gelernt Man muss ständig gucken dass man sozusagen noch dabei ist in diesem ratten rennen eben und es muss man nicht.
00:45:18: Man kann ruhig sagen man ist nicht dabei Und es wird übrigens interessanterweise durch diese inflation dass der Aufmerksamkeit gar nichts anderes passieren.
00:45:28: Also im Gegenteil, man ist nur in Spannte dabei und sieht mehr Überblick aber um auf das Recht in Ruhe gelassen zu werden.
00:45:37: Das klingt dann gleich so.
00:45:38: also es gibt überhaupt keine Ansprüche der Gesellschaft mir gegenüber doch die gibt's und zwar die, dass ich genau abgrenze wo das öffentliche anfängt und wo das private anfängt.
00:45:48: Und das haben wir verlernt.
00:45:50: was war in der Aufklärung eine ganz wichtige Geschichte?
00:45:54: war einer der wesentlichen Träger?
00:45:56: ohne Privatsphäre keine Rechte und heute lassen wir die alle sozusagen in unser Haus, nicht nur die Plattformbetreiber sondern auch alle anderen.
00:46:04: Wir erzählen ständig Geschichten auf Social Media über uns.
00:46:07: Wir breiten Geheimnisse aus, welche bleiben sollten.
00:46:10: Wir tun so als ob Transparenz eine Tugend wäre in allen Fällen aber das ist sie eben nicht.
00:46:16: es ist oft einfach sehr wichtig dass man einfach das Recht hat die Tür zu machen und es geht euch nichts an Das gibt es fast nicht mehr.
00:46:24: Und das ist ein Riesenproblem, dass halt die für oder Nein sagen, nicht so im Sinne von vom Bündnis Badleby von Melville der einfach sagt ich möchte lieber Nicht.
00:46:37: wenn heute jemand sagt Ich Möchte Liefer Nicht Ist Es Sofort sozusagen Ein System Verräter.
00:46:42: also Wenn Jemand Zum Beispiel Ich möchte Liever Nicht Kai Ja.
00:46:45: Also Entweder Du Muss Dagegen Sein und Argumente Suchen damit Dass du dagegen bist Oder du bist dafür, aber es gibt nicht mehr das Recht die Wahl zu haben.
00:46:54: Das ist das was ich meine und diese Entscheidung ist eine zutiefst menschliche, zutieft aufklärerische Entscheidung.
00:47:03: Die Grundlage allen Menschenrechtes sich nicht verteidigen zu müssen und auch nicht sozusagen als Ankläger für oder gegen eine Sache auftreten zu müssen sondern einfach zu sagen Ich werde mich an dieser Sache nicht beteiligen.
00:47:16: Es interessiert mich nicht!
00:47:17: Das ist ein großes Recht Und finde ich auch interessant, dass es in der Philosophie einige wenige Akteure gibt.
00:47:24: Die sich da durchsetzen und die das sehr deutlich sagen.
00:47:29: Der Titel deines Buches suggeriert ja, dass das positiv sich entwickelt für uns.
00:47:36: Das Ende der Unaufmerksamkeit.
00:47:38: Bist du da optimistisch?
00:47:40: Ich bin optimistischer bei den Leuten, die mittlerweile den Schuss gehört haben im wahrsten Sinne des Wortes und danach sagen wir zu laut.
00:47:49: Ich glaube auch, dass viele davon uns zuhören gerade.
00:47:52: Natürlich ist es immer ein bisschen predigen an die bereits überzeugten aber das ist auch wichtig und ich glaube sie sogar mehr wichtig wichtiger als das Missionieren.
00:48:02: Du wirst die Leute, die gelernt haben, dass sich umspringen müssen und lernen machen müssen damit sie Macht haben nicht überzeugen können bevor sie nicht auf die Schnauze fallen.
00:48:10: Das ist mittlerweile eine feste Überzeugung.
00:48:13: also es gibt ohne Leidensdruck gibt es keine positive Wände.
00:48:18: Aber für die Leute, die ohnehin wissen das es anders besser geht, brauchen in Zeiten wie diesen Support und müssen sich gegenseitig auch unterstützen.
00:48:28: Sie sind in allen Lagern interessant.
00:48:30: Es ist nicht einfach so dass man eine Rechnung aufmachen kann.
00:48:34: Das ist bei den Konservativen oder bei den Linken oder so.
00:48:37: Es gibt überall vernünftige Leute und wenn die sich zusammenfinden, dann haben wir das was wir immer beklagen nämlich vernünftig vielleicht sogar eine Mitte ich weiß es nicht der Vernunft die einfach sagt es gibt menschliche Grundbedürfnisse und diese Grund Bedürfnissen stehen nicht dazu zur Disposition in keiner Weise.
00:48:58: und das fängt an wo man es nein sagt zu bestimmten Social Medias Nein sagt zu einer bestimmten Politik und ja sagt dazu, dass man das Recht hat in Ruhe gelassen zu werden mit seinen Entscheidungen.
00:49:11: Virginia Wolf ist meine Heldin also das ist immer noch ein Zimmer für sich allein.
00:49:15: halt die für einen der glücksten Darstellungen bis heute rein sollten alle gelesen haben weil es nicht nur um Frauen Emanzipation geht.
00:49:25: Es geht um die Emanzipation des Menschen.
00:49:28: wenn du wirst mich so fasziniert habe Jetzt im kurzen Monolog noch sehr, dass sie sich ja sehr engagiert hat für die politisch Gleichberechtigung und für das Wahlrecht von Frauen in England.
00:49:42: Und als es dann durch war, hat sie fast zeitgleich eine kleine Rente bekommen von Van der Verwandten.
00:49:49: Das fand ich so unglaublich faszinierend diese Geschichte, die sie dann erzählt wo sie sagt Für mich war die Rente wichtiger!
00:50:00: materiell unabhängig zu sein, weil ich plötzlich arbeiten konnte wie ich wollte.
00:50:04: Ich konnte die Tür hinter mir zumachen und meine Arbeit
00:50:07: machen.".
00:50:09: Das Wahlrecht war wichtig aber das war wichtiger!
00:50:11: Und wenn du das heute sagen willst mit dieser moralischen Überhöhung, die wir im öffentlichen Raum haben, dann sagst du ja, wie materialistisch?
00:50:18: Nein natürlich ist es wichtiger, unabhängig zu seien auch materiell umdringt zu sein.
00:50:23: Das sind wir schon beim nächsten Punkt.
00:50:24: da müssten wir uns halt auch neu formen.
00:50:28: sagen wir mal das böse Wort Grundeinkommens überlegen oder Grundsicherung überlegen in Zeiten wie diesen, damit es auch realisiert werden kann.
00:50:36: Da sind wir jetzt politisch ganz weit weg von dem was im Berlin gerade gedacht wird.
00:50:41: und trotzdem glaube ich sehr nah weil letzten Endes wird daran kein Weg vorbeiführen dass wenn die Leute nicht wenigstens ein kleines Zimmer haben dass sie für sich allein haben wo sie nachdenken können was sie beitragen können in dieser neuen Zeit dann wird alles sehr sehr massiv schief gehen Und das trifft dann alle viel mehr.
00:51:00: Rohr, das endet der Unaufmerksamkeit!
00:51:03: Wolf, schön dass du wieder da warst.
00:51:04: Viel Erfolg mit diesem Buch und danke für die Impulse, die sehr wertvoll sind in dieser schnelllebigen hektischen Zeit, die geprägt ist von vielen Diskussionen, vielen Oberflächlichkeiten – ich glaube es ist wichtig da immer wieder Auch mal die Pausetasse zu drücken, hineinzusagen, zu Ruhe zu kommen und sich auch neue Fragen zu stellen.
00:51:23: Im Sinne von New York so wie es mir gedacht
00:51:25: war.
00:51:25: So ist gedacht war genau!
00:51:26: Lieber Gabel ich danke dir.
00:51:28: Danke dass ich da sein durfte.
00:51:30: Bis
00:51:30: bald!
00:51:31: Tschüss!
00:51:34: Und damit sind wir schon am Ende der heutigen Podcast-Folge mit Wolf Lotta und seinem wunderbaren neuen Buch
00:51:41: Ruhe.
00:51:42: Holt euch das im gut sortierten Buchhandel, connectet euch gerne mit Wolf – er ist natürlich auch unterwegs auf LinkedIn zum Beispiel – alles das findet ihr in den Shownotes!
00:51:54: Wenn ihr mögt folgt auch gerne mir Auf LinkedIn.
00:51:58: connectet euch, schreibt mir eure Meinung zu dem Podcast.
00:52:01: Besucht auch gerne meine Website www.gabrierad.com.
00:52:05: Da gibt es noch einen Blog den ich schreibe.
00:52:08: Es gibt auch noch eine Newsletter die ihr abonnieren könnt.
00:52:11: alle vierzehn Tage schneit der in eurer inbox.
00:52:13: da gibt so behind the scenes Content Zum New Work Chat Podcast.
00:52:18: und außerdem geht es um das Thema Storytelling Denn ich kuratiere ja hier gewissermaßen Work Stories Und habt natürlich in über vierhundertfünfzig Folgen, die wir aufgenommen haben.
00:52:30: Extrem viel darüber gelernt wie man da gute Story auch so erzählt das Menschen zuhören und dass Menschen Vertrauen aufbauen.
00:52:37: Und
00:52:38: wenn ihr das lernen wollt dann helfe ich euch gern dabei denn es gibt auch ein Storytelling Sparrenprogramm was ich konzipiert habe für Gründer Unternehmer und Führungskräfte und neuerdings auch für Teams.
00:52:50: Gibt's also auch Workshop-Formate?
00:52:52: Wir schauen gemeinsam wie kommuniziert ihr bisher?
00:52:56: Wie können wir das mit den Methoden des Storytellings neu aufbauen und neu designen, sodass da wirklich auch eine Strategie hintersteht?
00:53:06: Also dass auch klar wird, wofür ihr steht.
00:53:09: Wofür Ihr das tut.
00:53:10: Wo Ihr damit hin wollt.
00:53:11: Damit die Leute nachvollziehen was ihr vorhabt.
00:53:14: Was euer Plan, eure Idee ist.
00:53:16: Dass sie connecten können und dass sie dann eben auch gerne mit euch zusammenarbeiten wollen.
00:53:21: Das ist das Ziel.
00:53:23: also wenn euch das interessiert Storytelling Dann nehmt gerne Kontakt auf mit mir, da würde ich mich freuen.
00:53:28: Wir können das gerne auch dann im Kaffee verbinden.
00:53:31: Bucht euch dazu gerne einen Coffee-Call bei mir.
00:53:34: Findet ihr alles in den Shownotes?
00:53:36: Last but not least bin ich auch als Keynote Speaker unterwegs mit den interessantesten Stories zum Thema Future of Work.
00:53:43: hier aus dem Podcast und natürlich auch aus meiner eigenen Arbeit könnt ihr mich buchen.
00:53:49: Da würde ich mich auch sehr freuen von euch zu hören, alles dazu auf meiner Webseite www.gabrierad.com.
00:53:57: Das war's für heute!
00:53:58: Wir sehen uns dann hoffentlich nächste Woche in Köln alle auf der Orga Tech und ansonsten geht es hier natürlich auch munter weiter im Podcast.
00:54:06: wenn ihr mal an Bord kommen wollt als Gast oder als Werbepartner Beides ist ja möglich.
00:54:13: Dann schreibt mir gerne Entweder über LinkedIn oder auch über meine Webseite, wie gesagt.
00:54:19: Auch dazu gibt es den Kontakt in den Shownotes!
00:54:22: Ich freue mich auf jeden Fall von euch zu hören, freue mich immer über Feedback, über eure Perspektiven dazu.
00:54:29: Vielleicht habt ihr ja eine Idee mit wem ich mal unbedingt hier sprechen sollte im Podcast?
00:54:34: Oder wenn ihr sagt lasst uns doch mal einen Live-Podcast machen auf unserer Veranstaltung – auch das ist möglich.
00:54:40: Da können wir auf jeden fall gemeinsam was aushäcken, das wäre wirklich cool.
00:54:46: Schöne Grüße aus Rostock City von der Ostseeküste aus dem wunderschönen Mecklenburg-Vorpommern!
00:54:52: Wir hören uns bald wieder.
00:54:54: bis dahin bleibt gesund und bleibt connected.