Der Podcast für die neue Arbeitswelt
00:00:00: Willkommen zum New Work-Chat Podcast
00:00:03: von meinem Vater.
00:00:04: Viel Spaß!
00:00:05: Und damit moin und willkommen zu meinem Podcast New Work Chat.
00:00:08: Freue mich sehr, dass Johanna und René da sind.
00:00:11: Schöne Grüße aus Rostock City.
00:00:13: Ja
00:00:13: Hallo Gabriel Schön das wir da sein können.
00:00:15: Genau schöne Grüße Aus Minden.
00:00:17: Ihr seid beide in Minden Aber räumlich etwas getrennt zumindest?
00:00:22: Ja Schön, ich freue mich dass wir heute sprechen können.
00:00:25: Es geht um euer Buch es geht aber auch um eure Arbeit es geht um euch als Personen und da gibt's ja hier auch eine schöne Einstiegsfrage.
00:00:32: seit vielen Jahren spricht meine mittlere Tochter hier das Intro ein Und im Gegenzug frage ich ja meine Gäste gerne was sie so machen Aber die dürfen das dann immer so erklären dass meine Tochter das versteht und die ist mittlerweile zwölf Jahre alt und Ich würde auch euch mal bitten der Matilda zu erklären was ihr so macht.
00:00:49: Johanna vielleicht magst du mal starten.
00:00:52: Ja, sehr gerne für eine zwölfjährige.
00:00:55: Ich beschäftige mich tagtäglich damit wie sich die Erwartungen von unseren Kunden und die Bedürfnisse weiterentwickeln.
00:01:03: also ganz einfach gesagt beispielsweise wie Leute in Zukunft gerne Kaffee trinken wollen welche Produkte sie gerne benutzen wollen Und wir schauen uns natürlich ganz viel Trends an und leiten die dann auf unsere Produkte- und Geschäftsfelder ab Und ich arbeite ganz, ganz viel mit Menschen zusammen.
00:01:24: Wir geben viele Workshops und arbeiten mit ganz vielen bunten Posts.
00:01:30: Wenn Sie jetzt noch fragen würde was ist das Besondere und Schöne an Deiner Arbeit?
00:01:34: Das besonders Schöner an meiner Arbeit ist dass eigentlich kein Tag wie der andere ist.
00:01:39: Dass immer etwas Neues dazu kommt und es gar nicht so einen richtigen... Alltag auf der Arbeit gibt.
00:01:45: Das macht mir immer besonders viel Spaß und die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen, mit den Menschen wenn man da immer noch mal neue Eindrücke und Perspektiven bekommt das ist was worauf ich nicht verzichten möchte.
00:01:57: Und Dorinne?
00:01:58: Zur ersten Frage womit ich mich beschäftige was so mein Job ist.
00:02:01: also neben dem was Johanna macht also neue Produkte sich ausdenken Besteht mein Tag auch darin, über neue Technologien nachzudenken.
00:02:11: Was gibt es Neues?
00:02:12: Dinge auszuprobieren und zu verstehen okay was können wir daraus machen so etwas wie KI jetzt zum Beispiel?
00:02:20: Ja das ist mit Kern meines Jobs.
00:02:23: also neue Ideen entwickeln.
00:02:24: was können Leute brauchen was gefällt denen Und was gibt's eigentlich neues in der Welt und was bedeutet das eigentlich für uns?
00:02:31: damit beschäftige ich mich im Grunde genommen.
00:02:33: und warum
00:02:33: liebst du dein Job?
00:02:36: Ja, ich bin von Natur aus ziemlich neugierig.
00:02:38: Ich liebe es neue Dinge zu entdecken und das kann ich in meinem Job jeden Tag tun und das ist eigentlich das was mir total viel Spaß macht.
00:02:47: Natürlich arbeite ich auch gerne mit Leuten zusammen da entdeckt man ja auch immer etwas Neues.
00:02:51: von daher das ist dann der zweite wichtige Aspekt.
00:02:55: aber dieser neugierte Aspekt der ist für mich eigentlich der größte Treiber
00:02:59: Es übrigens Das Thema, das hier alle im Podcast verbindet ohne dass ich das geplant hat.
00:03:05: Aber es sind eigentlich alle sehr neugierig und das ist auch sehr inspirierend immer mit neugirigen Menschen sprechen oder arbeiten kann, oder Johanna?
00:03:13: Absolut total!
00:03:15: Ich glaube die Neugier verbindet uns auf unserer Arbeit in unserem Daily Business auch und vor allem.
00:03:22: diesen Antrieb Sachen zu hinterfragen und nicht so zu lassen wie es aktuell ist und das einfach als gegeben hinzunehmen, das ist für mich total wichtig.
00:03:30: Bleiben wir doch mal bei dir und vielleicht magst du uns mal erzählen, wie so dein Background ist.
00:03:37: Wie sah deine Story aus zu Militär hin?
00:03:40: Bevor wir dann auch ins Unternehmen direkt einsteigen.
00:03:44: aber vielleicht gibst Du uns mal einen Einblick in Deine Geschichte!
00:03:47: Das mache ich sehr gerne.
00:03:49: Ich bin gebürtige Minderin, deswegen war Melita für mich schon immer Thema und ich fand die Story dahinter total cool weil wir wirklich aus einer Innovation heraus entstanden sind den Kaffeefilter erfunden haben, ein Produkt was von einer Frau erfunden wurde.
00:04:04: also da waren von Anfang an ganz viele Sachen die mich auch vorher schon begeistert haben natürlich auch leidenschaftliche Kaffeetrinkerinnen Und das hat mich alles dazu gebracht, dass ich nach meinem Abitur du alle Studium angefangen habe.
00:04:18: Weil für mich von vornherein klar war und da kommt auch so ein bisschen die Neugier-und-die-Praxisorientierung wieder rein, dass sich gerne irgendwas Handfesteres direkt machen möchte also kein reines Vollzeitstudium sondern das direkt anwenden möchte im Unternehmen und hab dann beim Militer angefangen, war eingesetzt in unterschiedlichen unserer Tochtergesellschaften in unterschiedlich Bereichen Und zu dem Zeitpunkt wurde auch das Corporate Innovation Team, in dem ich jetzt bin aufgebaut.
00:04:46: Ich habe es da schon mitbekommen und dachte, das klingt ja irgendwie ganz spannend was die machen!
00:04:51: Die beschäftigen sich nämlich damit alles mal so ein bisschen auf den Kopf zu stellen eine neue Perspektive reinzubringen.
00:04:57: Und dann hat sich das eine zum anderen ergeben und ich hatte die Möglichkeit, nach dem Studium da anzufangen.
00:05:02: Ich bin seitdem mit an Bord in unterschiedlichen Rollen innerhalb des Teams und hatte so die Möglichkeit den Bereich von vornherein mehr oder weniger mitgestalten zu können, ausbauen zu können und unseren Innovationsansatz immer weiterentwickeln zu können.
00:05:17: Ja Rene, kommst du auch aus Minden?
00:05:19: Oder wie war es bei dir?
00:05:21: Nein, ich komme nicht aus Mitten!
00:05:22: Ich komme aus Darmstadt also ein bisschen woanders.
00:05:27: Und ja, habe da eine Ausbildung gemacht, Industriekaufmann nach der Schule.
00:05:31: Hab dann studiert in Frankfurt und war dann erst mal sechs Jahre bei Nestle.
00:05:36: Verschiedene Standorte also hab ziemlich viel da schon kennengelernt, war auch in Europa viel unterwegs geschäftlich... ...und bin dann zwei Tausendvier in die Belittergruppe gekommen.
00:05:46: Also jetzt auch von zwanzig Jahren hier.
00:05:48: ursprünglich wollte ich nur zwei drei Jahre bleiben aber hat mir so gut gefallen und es gab mir wieder irgendwie neuer coole Interessante Jobs habe auch sehr unterschiedliche Dinge gemacht.
00:05:59: Ich bin ursprünglich mal im Controlling-Bereich gewesen, hab dann aber viel mit Strategie gemacht.
00:06:05: Business Development, unterschiedliche Dinge bis ich die Chance hatte hier einmal im Bereich Innovation ein bisschen was zu bewegen.
00:06:16: Ja
00:06:17: und das vermutet man vielleicht nicht unbedingt von außen, deswegen ist es ja auch so interessant was da alles geht.
00:06:22: René kannst du uns mal weil du ja schon sehr lange in der Firma bist die Militastory kurz nochmal erzählen?
00:06:30: also wie kam's eigentlich zum Militer?
00:06:32: Johanna sagt schon dass ist hier auch eine besondere Story.
00:06:36: Ja auf jeden Fall!
00:06:37: Also Milita wurde von Frau Militta Benz im Dresden damals gegründet.
00:06:45: Und vielleicht zum Hintergrund, damals wurde Kaffee noch ganz anders getrunken.
00:06:49: Da hat man den mit einer Handmühle gemahlen, da hat man ihn in die Tasse gekippt, Wasser drauf gewartet bis sich das Pulver absetzt und dann hat man sie getrunkt.
00:06:59: Was hatte man dann in der Tasse?
00:07:01: erstens?
00:07:01: Dadurch dass das Kaffeemälder unten drin stand wird das Zeug ganz schön bitter!
00:07:05: Und zweitens hat man danach immer diesen Kaffee Ground.
00:07:09: Ich kenne
00:07:09: Leute, die den heute noch so trinken.
00:07:11: Ja,
00:07:12: drüber zwischen den Zähnen und Frau Benz hat damals Gefühl das damals nicht.
00:07:18: Und zu Anfang ihrer dreißiger Jahre hat sie dann gesagt, man kann mal noch anders machen.
00:07:24: Hat sich einen alten Messing-Topf genommen, Löcher reingehauen... Dann das ja hier Löschpapier aus dem Schulheft ihres Sohnes genommen den ersten kaffeifilter entwickelt so und hat dann gedacht mensch das problem habe ja nicht nur ich allein.
00:07:40: Das haben ja auch mehrere und hatten patent angemeldet.
00:07:42: und damit ihr man zusammen, dass unternehmen eben gegründet was ich immer noch total cool finde einfach vor dem hintergrund das zu der zeit jahren handel acht da durften frau nicht mal wählen So und dann hat sie einfach so kommen ich mach jetzt und hatten Unternehmen gegründet.
00:07:58: Und heute werden ja immer noch sechzig Prozent aller getrunkenen Tassen Kaffee, genau nach der Methode gefiltert durch ein Papierfilter weltweit ist schon cool irgendwie.
00:08:09: Ja und dann kam natürlich viele andere Sachen dazu.
00:08:11: also ich könnte die Geschichte jetzt erzählen aber dann ist die halbe Stunde rum.
00:08:15: Aber das ist so die Gründung der Gründungs Teil zumindest.
00:08:20: Also aus dem eigenen Problem heraus sozusagen
00:08:23: Ja, das was ich da total cool finde dran ist.
00:08:27: Ich meine die hat ja jetzt nicht gedacht hey ich will jetzt die Kaffeewelt revolutionieren ne?
00:08:31: Die hat gesehen hey da ist ein Problem und hat eine Lösung gehabt oder hat die Lösung umgesetzt und das finde ich irgendwie... Das ist irgendwie sehr bezeichnend und das find' ich irgendwie super!
00:08:42: Und das prägt uns bis heute
00:08:44: Also kulturell auch meinst du?
00:08:46: Ja, finde ich schon ja.
00:08:47: Und mittlerweile ist es eine riesen Company mit Töchtern.
00:08:51: also wo stehen wir denn heute?
00:08:54: Heute haben wir einen Umsatz von ungefähr zwei Komma fünf Milliarden.
00:08:58: Wir haben drei Hauptgeschäftsäulen, das ist eines Kaffee Dann Kaffeezubereitung für den Haushalt, aber auch die Gastronomie.
00:09:06: Und dann haben wir Haushaltsprodukte so was wie unter der Marke Toppets das heißt Gefrierbeutel Alufolie Frischhaltefolie Die Marke Sviert ist noch ziemlich bekannt Staubsaugerbeuteln Müllbeutelt und sowas.
00:09:19: Wir sind grundsätzlich weltweit tätig Das heißt nicht nur in Deutschland ansächtig sondern haben eine sehr große erfolgreiche Einheit im Brasilien Sind in Nordamerika sehr erfolgreich Haben eine Einheit in China sind in unheimlich vielen Ländern aktiv.
00:09:34: Ob das jetzt Japan, Australien ist überall kann man mit Literprodukte auch kriegen nicht immer überall alles natürlich.
00:09:42: aber ja.
00:09:43: und Johanna Corporate Innovation Wie wichtig ist denn dieser Bereich für diese Firma?
00:09:52: Welche Impulse könnt ihr entwickeln?
00:09:54: gibt uns doch mal so einen Blick in eure Arbeit.
00:09:57: Ja Corporate innovation bedeutet bei uns dass wir Im Grunde kann man sagen, die Rahmenbedingungen dafür schaffen Innovationen noch weiter ins Unternehmen zu tragen und zu ermöglichen.
00:10:09: Das heißt natürlich nicht das bevor wir als Team gegründet wurden Innovation kein Thema war.
00:10:13: es haben wir ja gerade schon gehört.
00:10:14: Wir kommen aus einer Innovation und ist natürlich ein entscheidender Teil unserer DNA Und auch unsere Unternehmensbereiche arbeiten kontinuierlich daran ihre Produkte weiterzuentwickeln neue Produkte ins Portfolio zu bringen usw.
00:10:27: Aber was wir eben schon gesehen haben ist das es total schwierig ist in so effizienten strukturen them zu bearbeiten die fernab vom kerngeschäft sind weil da ist des tages geschäft da liegen andere prioritäten da ist einfach nicht der raum für.
00:10:43: und dass war eben einer der grunde warum wir damals gesagt haben hier das das ziehen wir raus.
00:10:47: und gerade wenn's um neue geschäfte geht die wirklich fern ab von kaffee kaffe zubereitung und haushaltsprodukt.
00:10:53: sind.
00:10:54: Da haben wir eben die Möglichkeit reinzugehen, uns mit Marktentwicklung und Trends wie schon sagte zu beschäftigen und einfach Themen auszuprobieren.
00:11:03: Da funktioniert nicht alles
00:11:04: von.
00:11:05: Das ist glaube ich klar wenn man sich im Innovationskontext befindet.
00:11:09: aber wir haben die Möglichkeit dort zu bauen was eben funktioniert und erste ja Flänzchen sag' ich mal großzuziehen.
00:11:16: das auf der einen Seite Und auf der anderen Seite ist es uns auch total wichtig, ins Unternehmen reinzuwirken.
00:11:21: Also wir arbeiten sehr stark daran die Unternehmenskultur zu verändern.
00:11:27: Innovationsfähiger zu machen.
00:11:29: das heißt wir betreiben viel Kompetenzaufbau Wir geben mit hohen Trainings.
00:11:34: Wir bringen Trends in's Unternehmen rein versuchen so auch immer den Blick nach außen zu öffnen und den Kolleginnen und Kollegen aber eben auch an die Hand zu nehmen und gemeinsam mit ihnen Produktentwicklungen voranzutreiben und die Veränderung dann auch wirklich anzuwenden, weil das ja auch immer schnell gesagt ist.
00:11:52: Wir müssen uns verändern wir müssen auf die Kunden Erwartungen reagieren.
00:11:55: aber die Frage ist ja auch ganz oft wie mache ich das denn eigentlich?
00:11:57: Und da versuchen wir eben reinzugehen durch Methodenaufbau und Kompetenzaufbau.
00:12:03: Und
00:12:07: bevor wir nochmal in das Thema Innovation ansteigen, René.
00:12:10: Wie hat sich dann eigentlich das Thema Kaffee entwickelt?
00:12:13: Vielleicht bei grundsätzlich ist ja so ein Kernprodukt für euch auch beziehungsweise das Kaffeedrinken was dann so das Ergebnis ist.
00:12:20: also trinken wir mehr dringbar weniger.
00:12:23: es ist ja So ein Fox getränk eigentlich bei uns auch
00:12:26: Ja.
00:12:26: also wenn man weltweit betrachtet steigt der pro Kopf Verbrauch eigentlich jedes Jahr.
00:12:32: Es kommen immer wieder neue Märkte hinzu, wo sich Kaffee auch sehr stark entwickelt.
00:12:38: Wenn wir nach Deutschland gucken ist es relativ stabil vom Prokopverbrauch.
00:12:43: Ja, wenn man es auf den Wert bezieht.
00:12:46: Dann wächst das auch weil sich eben noch andere Kaffeeangebote etabliert haben und weil die Leute auch viel außerhalb des Haushalts ja trinken wo der Kaffe meistens ein bisschen teurer ist.
00:12:58: Aber wenn wir das dazu nimmt dann sieht man da auch ein sehr starkes wertmäßiges Wachstum während pro Kopf.
00:13:05: Also es ist auch schon eine Tendenz nach oben grundsätzlich wenn man über Jahre guckt aber dafür ändert sich gar nicht so viel.
00:13:12: Aber das liegt vielleicht auch mit daran, dass man in Deutschland eigentlich sehr viel Kaffee trinkt schon und da wahrscheinlich auch gar nicht mehr so viel Luft nach oben ist.
00:13:21: Das
00:13:21: glaube ich auch fast!
00:13:23: Also es geht ja morgens... also bei mir ja auch selbst müsst ihr mal sagen wie es für euch ist, aber es geht erst einmal morgens in Ruhr los mit einem ruhigen Kaffe dann gibt's später den ersten Office-Kaffee Und am Nachmittag gibt's dann meistens auch noch mal eine mindestens dritte Tasse.
00:13:38: Das hat ja auch was Soziales, ne?
00:13:39: Also das hat ganz viel mit Kultur zu tun eigentlich dieses Thema.
00:13:45: Ja definitiv!
00:13:47: Auf dem Kaffee zusammenkommen ist nun mal etwas, was in der Gesellschaft ja ganz üblich ist.
00:13:52: Auch hier im Büro... Man geht dann im nächsten Büro vorbei und sagt, kommst du bitte zur Kaffeemaschine?
00:13:58: Dann geht man gemeinsam zur Kaffemaschine.
00:14:00: Trinken Kaffees, hört einen kleinen Schnack und arbeitet danach wieder weiter.
00:14:06: Was hast du über Innovationen gelernt, René?
00:14:08: Du bist ja auch schon lange in dem Thema verwurzelt... ...und hast bestimmt schon viele Dinge gesehen die manchmal klappt haben oder manchmal auch nicht.
00:14:16: Manchmal lernt man ja auch aus den Dingen, die nicht geklappt haben mehr.
00:14:21: Eigentlich immer!
00:14:21: Ja
00:14:22: was kannst du teilen?
00:14:23: also was ist es für dich im Kern?
00:14:28: Es ist immer sehr leicht Ideen zu entwickeln.
00:14:32: gute Ideen zu entwickeln ist irgendwie easy.
00:14:35: Und was dann immer schwer ist, ist die wirklich auch umzusetzen in der Umsetzung.
00:14:40: da liegt jetzt letztendlich eigentlich Kern der Arbeit.
00:14:44: das muss funktionieren und es ist gar nicht so einfach.
00:14:47: Das kann an so vielen Dingen scheitern das kann man gar nicht vor wegplanen alles.
00:14:52: Da hat man eigentlich eine gute Idee ein gutes Konzept eine gute go-to-market Strategie denkt man Ja, und ist dann sogar in den Markt reingekommen vielleicht am Anfang.
00:15:03: Und dann kommt sowas wie Corona direkt nach dem Markteintritt und bam alles tot funktioniert nichts mehr.
00:15:10: gut äußere Umstände kann immer mal sein aber man hat auch andere Sachen wo man selber feststellt ja Dann hat man wieder Dinge vergessen zu planen oder nicht bedacht.
00:15:21: Das kann halt auch immer mal passieren.
00:15:23: Aber Innovation scheitern in der Regel gar nicht an der Idee sondern eigentlich immer der Umsetzung.
00:15:28: Das zum Beispiel ein ganz wichtiges Learning.
00:15:31: Und da muss man von vornherein sehr genau hingucken, aber auch nicht zu lange weil letztendlich stellt man sowieso erst im Tun fest und deswegen das ist für mich auch in Learning schnell anfangen ausprobieren und dann im Prozess anpassen.
00:15:48: Ist auch ganz wichtig also nicht erst zwei Jahre überlegen ja weil man kommt eh nicht auf alles
00:15:54: Ja und die Welt dreht sich dann schon weiter Sieht schon wieder anders aus.
00:16:00: Aber kannst du uns auch mal einen Beispiel geben, René?
00:16:02: Wo ihr etwas kreiert habt eine Idee und dann auch in die Umsetzung gekommen seid und es positiv ausgegangen ist?
00:16:10: Ja wir haben zum Beispiel jetzt uns in den Bereich Supplements reinbegeben und da auch ja also Supplements hat ja gar nichts mit Kaffee zu tun.
00:16:21: Ist ja völlig was Neues für uns.
00:16:23: Rein online wollten wir das machen.
00:16:26: damit haben Vorletztes Jahr mit allen Produkten, also testweise angefangen haben festgestellt ja das funktioniert.
00:16:32: Haben im letzten Jahr dann begonnen Sortiment auszubauen und sind jetzt dabei das eben zu skalieren.
00:16:38: Das ist auf einem guten Weg sag ich mal.
00:16:40: Das sind immer so ein bisschen Supplements zur gewissen Twist drin sehr auf spezielle Zielgruppe jetzt, speziell weibliche Zielgruppen in dem Fall Gemünzt und das zum Beispiel ist etwas, was sich ganz gut anlässt.
00:16:58: Aber Johanna die Kunden fragen kann man dann auch nicht immer denn die wissen ja noch oft gar nichts von ihrem Glück ne?
00:17:05: Das ist absolut so klar.
00:17:06: wir beschreiben auch viel Marktforschung Wir testen unsere Ideen ab aber häufig wie du schon sagst es den erstmal des Problems noch gar nicht so klar, das muss man ihnen erst mal erklären.
00:17:16: Und auch ihre Bedürfnisse gerade die versteckten Bedürftnisse sind natürlich nicht da.
00:17:21: und dann kommt finde ich genau das was René schon angesprochen hat Themen Produkte rauszubringen und am Markt wirklich zu vertesten schnell anzupassen schnell Entscheidungen zutreffen und sich Stück für Stück immer weiter den Kunden Erwartung zu nähern.
00:17:37: Da spielt dann die Kommunikation eine große Rolle.
00:17:39: Man kennt ja auch noch die Militer-Werbung, sie war hier auch legendär.
00:17:43: Ihr habt ja auch einen speziellen Charakter...
00:17:45: Der Militarmann!
00:17:46: Ja?
00:17:46: Was ist aus dem eigentlich geworden?
00:17:48: Gibt's ihr noch?
00:17:48: Hier gibt es immer noch der, der lebt doch noch.
00:17:51: Der macht irgendwas anderes.
00:17:52: jetzt, wüsste ich jetzt gar nicht was aber ...
00:17:56: Aber hat so eine, hat die Marke mit geprägt.
00:17:58: ne also hat die Bekanntheit auch mit gefördert, aber mittlerweile seid ihr auf vielen anderen Gebieten.
00:18:05: Was ist denn so euer Spiel oder Tanzbereich?
00:18:08: Also wenn ihr jetzt so neue Dinge ins Rennen schickt, das kann dann auch thematisch was ganz anderes sein.
00:18:14: Ja
00:18:16: genau das zeigt ja hier unser Supplement Thema.
00:18:19: wir sind eher für die Dinge die ein bisschen weiter weg sind vom Standardgeschäft.
00:18:23: Wir beschäftigen uns mit Themen die eine gewisse Nähe haben.
00:18:28: also dass wäre so ein Beispiel Alles was Kalt, Kaffee getränke.
00:18:33: Jetzt nicht diese Milchgetränke wo nur so ein bisschen kaffe ist sondern wir haben durchaus Ideen entwickelt in Richtung Kaffelemonaden und Espresso-Shot und solche Dinge.
00:18:45: das ist ja noch irgendwie nah dran.
00:18:46: aber trotzdem weil es ein Getränk ist Das schon fertig ist vom Geschäftsmodell her so unterschiedlich zu unserem Standard Kaffee-Geschäft, dass man das da gar nicht andocken kann.
00:18:57: Also damit haben wir uns zum Beispiel beschäftigt.
00:18:59: aber wir sind auch weiter weg mit den Supplements.
00:19:01: Wir haben auch digitale Geschäfts Modelle an denen wir arbeiten und das sind natürlich dann Themen die ganz anders sind.
00:19:09: Aber das ist auch ganz bewusst so gewählt, weil wir haben diese drei Säulen, Kaffee, Kaffeezubereite und Haushaltsprodukte.
00:19:15: Und überlegen natürlich immer was kann denn eine potenzielle zukunftsträchtige vierte Säule sein?
00:19:20: Und da ein paar Versuche mal zu machen, etwas auszuprobieren, zu gucken, kann man da Fuß fassen... Ist das wirklich so interessant wie man vielleicht theoretisch abgeleitet hat?
00:19:31: Das ist eben unsere Aufgabe mit unter anderem!
00:19:39: Erfolgsrezept gefunden haben und das immer weiter spielen bis es nicht mehr geht.
00:19:45: Und dann sich irgendwann in einer Krise wiederfinden und merken, ich stecke hier in der Sackgasse fest ja?
00:19:52: Da kommt's natürlich darauf an sich weiter zu entwickeln oder anpassungsfähig zu werden.
00:19:57: um also langsam auch zu eurem Buch überzuleiten was hat euch dazu bewogen da auch mal ein paar Dinge aufzuschreiben?
00:20:05: Ich meine ihr werdet das bestimmt ja auch erlebt haben sowohl im Markt, in der deutschen Wirtschaft als vielleicht auch im eigenen Unternehmen oder in einem Projekt.
00:20:12: Ja das gilt ja für alles dass man immer feglich bleiben muss.
00:20:15: Vielleicht nehmt ihr uns mal so ein bisschen mit rein in diesen Buch-Entstehungsprozess.
00:20:19: Joanna?
00:20:20: Genau wir haben natürlich bei uns im Unternehmen in vielen Projekten Gesprächen Veranstaltungen immer wieder Herausforderung gehört.
00:20:29: Wir haben selber dem ausprobiert haben da Erfahrungen gesammelt und haben festgestellt, dass wir da von anderen Unternehmen häufig auch gar nicht so weit entfernt sind.
00:20:38: Und wir finden es beide immer super wertvoll in den Austausch zu gehen, eigene Erfahrungen zu teilen, eigene Fehler auch zuteilen und zuteilend was man daraus gelernt hat.
00:20:49: So hat sich Stück für Stück dann auch die Idee vom Buch entwickelt.
00:20:53: Wir geben total viele Workshops im Unternehmen für andere Unternehmen halt Vorträge sodass sich da ja einfach schon ganz viel Input, sag ich mal auch angesammelt hat.
00:21:05: Klar das haben wir nochmal in eine ganz andere Form rein gebracht gemeinsam mit dem Verlag.
00:21:10: Das war ne wilde Reise um eben am Ende diesen Trainingsplan zur Anpassungsfähigkeit zu haben also einen Plan Wie ich eben auf diese Veränderungen in den Kunden Erwartung Stück für Stück reagieren kann.
00:21:24: Ich selber, aber auch das Unternehmen und mein Team vor allem mitnehmen kann weil genau das zieht sich bei uns halt total durch dass Innovation nicht alleine funktioniert sondern vom Unternehmen getragen werden muss.
00:21:35: Und weil uns Praxisorientierung bei einem was wir tun extrem wichtig ist es auch im Buch so entstanden dass wir auf der einen Seite natürlich ganz viele Beispiele damit drin haben Erfahrung mit drin haben was wir gelernt haben Aber eben auch ganz viele Übungen, Fragestellung eher so eine Art Workbook Trainingsbruch Trainingsplan.
00:21:56: Dass man das dann direkt für sich selber anwenden kann.
00:21:59: Ja denn leider gibt es ja keinen Knopf auf dem man drückt und dann ist man... Anpassungsfähig!
00:22:05: Also
00:22:06: ich glaube das fällt vielen wirklich schwer oder René?
00:22:13: Wie soll ich das formulieren?
00:22:14: inwieweit Glaubst du, dass das Unternehmen da so langsam hinkommen in diese Richtung die ihr beschreibt.
00:22:21: Ich glaube wirklich, dass viele Unternehmen auch in der deutschen Wirtschaft sehr lange ihr Pferd geritten sind.
00:22:26: und dann kamen digitale Transformationer demografische Wandel Corona KI also sehr viel krasse Veränderungen in sehr kurzer Zeit und es wird eigentlich immer schwerer da jetzt In Bewegung zu kommen und gleichzeitig ist es natürlich super notwendig.
00:22:43: ja ich glaube die meisten Aus den Gesprächen heraus haben wir den Eindruck zumindest, dass die gar nicht wissen was das bedeutet und was da passiert.
00:22:53: Denn was muss man anpassen?
00:22:56: Man muss das anpassen, was der Kunde einmal am Ende bezahlt, sein Produkt.
00:23:02: Warum?
00:23:02: Weil digitale Transformation zum Beispiel führt dazu, dass sich die Erwartungen an ein Produkt auch sehr schnell verändern, viel schneller als früher der Fall ist.
00:23:12: Na, da geht es ja gar nicht unbedingt darum hier.
00:23:14: Ich mache meine Prozesse digitaler um effizienter zu sehen.
00:23:17: Am Ende geht's ja darum was hatten der Kunde davon?
00:23:21: oder was bedeutet digital?
00:23:23: Digitale Transformation von meinem Kunden.
00:23:25: Ja, der kunde ist plötzlich woanders.
00:23:26: Ja okay muss ich anders erreichen.
00:23:29: na aber das bezieht sich auch auf dass was ich vielleicht anbiete und das ist ganz oft wird das gar nicht erkannt.
00:23:36: Wenn man mit Leuten spricht, dann sagen die KI ist jetzt super wichtig.
00:23:39: Wir reden hinter KI hier.
00:23:40: ja was mache ich denn mit KI und überlegen was wir mit KI machen?
00:23:43: Das ist ja die völlig falsche Frage.
00:23:46: Was mache ich mit KI?
00:23:46: Na ne!
00:23:47: Die Frage muss doch sein... Wie kann ich für meinen Kunden mit KI Wert erzeugen?
00:23:53: Ich habe jetzt ein neues Tool.
00:23:54: wie kann das Wert erzeigen in irgendeiner Form?
00:23:57: Ja Kuh ich kann meine Prozesse streamen da raus du wirst bisschen günstiger.
00:24:01: aber noch wichtiger ist doch was?
00:24:03: was kann ich von den Kunden wirklich zusätzlich erzeugen.
00:24:07: Das muss doch eigentlich immer im Vordergrund stehen, weil irgendwer wird das tun?
00:24:11: Wir haben das gesehen mit den digitalen Geschäftsmodellen die dann kamen.
00:24:16: Plötzlich haben die Leute online bestellt sind Beratungsleistungen weggefallen und die vorher als gesetzt galten, weil die Leute einfach sich im Internet informieren konnten.
00:24:27: Das ist ein Teil des Wertangebots und es gibt viele die das nicht kapiert haben.
00:24:32: Da fällt mir eine Geschichte ein in der In der Pandemie Zeit als dann immer mehr Unternehmen auch aus der Gastronomie und aus dem Einzelhandel um Hilfe gerufen haben.
00:24:44: Und dann hat man hier auch bei uns in Mecklenburg-Vorpommern den eine Plattform, eine E-Commerce-Plattform zur Verfügung gestellt dass sie die da nutzen können Und einige haben das ja auch getan und sind ja auch dort geblieben.
00:24:58: Andere haben sich sehr schwergetan, dann gab es eine Kampagne vom Unternehmerverband, eine Plakatkampagne.
00:25:04: Bestellt nicht online geht in die Läden weil online ist ja auch das böse Amazon und wehrnicht alles.
00:25:11: wo ich denn auch gedacht habe Leute wir können uns natürlich was wünschen das können wir gerne machen aber am ende entscheidet der kunde dass er einfach Dadurch, was für ihn konvinient ist.
00:25:20: Was für ihn leicht und einfach ist.
00:25:23: oder die Bankenwelt.
00:25:24: ich habe in der Banken Welt gearbeitet im Marketing.
00:25:27: da haben dann viele banken immer noch versucht die filialen möglichst schön raus zu putzen Oder dort Veranstaltung durchzuführen damit der kunde sein verhältn doch nochmal endet was er aber nicht macht.
00:25:38: Also Es ist eigentlich so so offensichtlich Der Kunde verändert sich.
00:25:42: wir müssten eigentlich viel mehr auf den Kunden achten und ihn fragen Aber wenn der im Mittelpunkt steht, dann steht er ja am Weg.
00:25:48: oder wie war das?
00:25:54: Das ist aber ganz oft so.
00:25:56: alle sagen wir sind so kundenzentriert.
00:25:57: So kundencentriert.
00:26:00: Ja in der Wirklichkeit ist das gar nicht immer so.
00:26:04: Das heißt wie verändert ihr euch und wie entwickelt ihr Ideen und seid nah am Kunden?
00:26:12: Wie arbeitet ihr denn mit dem Kunden zusammen könnte man eigentlich fragen.
00:26:16: Das machen wir tatsächlich in ganz unterschiedlichen Formaten, also auch wir arbeiten natürlich viel mit Design Thinking wo es ja genau darum geht den Kunden kennenzulernen zu beobachten Gespräche.
00:26:28: Mit ihm zu führen Probleme eben rauszuarbeiten und dann sehr spitz für diese einzelnen Problemelöser zu entwickeln.
00:26:35: das ist das eine.
00:26:36: Wir versuchen aber auch in unseren Innovationsprozess wirklich Kunden Feedback entweder in qualitativer Form, indem wir Fokusgruppen von vornherein mit reinbeziehen.
00:26:46: Aber natürlich auch quantitative Umfragen machen immer schon zu einem sehr frühen Stadium und überhaupt erst mal zu verstehen.
00:26:53: das Problem was wir uns da überlegt haben.
00:26:55: ist es dann überhaupt vorhanden?
00:26:58: Wir haben es im einzelnen Projekt nachschauen gemacht dass wir die Kunden direkt mit in die Workshops geholt haben.
00:27:04: also werden zum Beispiel Ein Thema, wo es um Kaffeeprodukte für eine junge Zielgruppe ging.
00:27:10: Da können wir uns natürlich alle zusammensetzen mit unseren erfahrenen Produktmanagern im eher höheren Alter in Teilen oder wir können die junge Ziel-Gruppe einfach mit dazu nehmen.
00:27:21: also was haben wir gemacht?
00:27:22: Wir sind an die Unibielefeld gegangen und haben einfach mal rumgefragt wer sich denn vorstellen könnte an so einem Workshop teilzunehmen haben dann Ideen mit den gemeinsam entwickelt, aber auch alleine haben die vorgestellt.
00:27:34: Auch da wieder direkt Feedback eingesammelt um einfach genau den Kunden von vornherein mitzudenken und mit dabei zu haben.
00:27:40: Das funktioniert natürlich nicht immer!
00:27:42: Aber auch wenn wir uns im Maschinenumfeld befinden lassen sich super User Tests auch schon an ja frühen Stadien des Projekts miteinbeziehen.
00:27:50: das muss ja nicht immer das fertige Produkt sein was man zeigt sondern überhaupt erst mal die Offenheit dafür zu entwickeln auch mit nichtfertigen Themen rauszugehen, sich Feedback einzuholen und einfach mal ein Stückchen mutiger zu sein.
00:28:05: Das hat uns in den letzten Jahren schon immer sehr gut weitergeholfen.
00:28:08: Ja das ist der eine Teil.
00:28:09: da beschäftigen wir uns mit dem was die Kunden heute wollen.
00:28:13: Das ist ja sehr wichtig.
00:28:14: Einerseits, aber andererseits gucken wir natürlich auch wie wird sich denn das eigentlich verändern?
00:28:20: Wie verändert sich die Erwartung?
00:28:21: Das machen wir indem wir gucken okay welche Trends gibt es denn schon und was bedeuten diese Trends vielleicht mittel oder langfristig für unsere Produkte?
00:28:31: Das nahe liegt jetzt Nachhaltigkeit.
00:28:33: Je mehr Leute nachhaltig nachhaltige Produkte erwarten, desto wichtiger ist es dass unsere Produkte dann auch genau diese Elemente die die Kunden da erwarten werden auch irgendwie erfüllen.
00:28:47: Sie dürfen aber nicht zu teuer sein oder?
00:28:49: Ist das nicht immer so?
00:28:50: Ja
00:28:50: das darf natürlich nicht zu deuer sein.
00:28:53: Also Nachhaltigkeit im Rahmen!
00:28:55: Ja genau, immer ja klar.
00:28:58: Der eigene Geldbeutel ist natürlich näher als Als der Urwald, der dann abgeholzt wird.
00:29:04: Aber es geht uns halt darum auch ein bisschen in die Zukunft zu gucken wie verändert sich das denn?
00:29:08: und frühzeitig eben?
00:29:10: Zu gucken wie müssen wir unsere Produkte vielleicht verändern dass sie diese Erwartung in Zukunft auch erfüllen weil sonst geht's uns so.
00:29:16: wie du vorhin gesagt hast ja läuft immer läuft immer und plötzlich läuft nicht mehr.
00:29:21: Das sieht man ja ganz häufig.
00:29:22: warum ist das so?
00:29:25: Ja läuft immer.
00:29:26: das heißt eigentlich läuft schon gar nicht mehr.
00:29:28: aber wir haben die Preise erhöht.
00:29:29: Wir haben irgendwas gemacht zu kleinen Maßnahmen.
00:29:32: Dann sieht es aus, als würde es immer noch laufen und dann läuft es vielleicht langsam runter aber ist ja noch nicht so schlimm wir verdienen ja noch was.
00:29:38: Aber in Wirklichkeit springen immer mehr Kunden ab weil sich die Erwartungen verändert haben und irgendwas sind nicht mehr genug Kunden da ums wirklich vernünftig Lohnen zu produzieren.
00:29:47: Und dann sieht es plötzlich so aus als würds abklicken obwohl man's schon jahrelang gesehen hat.
00:29:52: Mögt ihr beide vielleicht nochmal jeweils einen Punkt aus eurem Buch highlighten wo ihr sagt da müsste man vielmehr darüber reden?
00:29:59: Ja also Ich bin ja immer ein großer Freund von davon, das Geschäftsmodell sich anzugucken und dann zu gucken.
00:30:08: Mensch wie müsste man das Geschäft zum Modell oder welchen Einflussfaktoren ist ausgesetzt?
00:30:14: Und was bedeutet das dafür?
00:30:16: also wirklich diese aktive Blick nach außen aber auch das konkrete Verständnis Was habe ich eigentlich?
00:30:22: Was verkaufe ich eigentlich?
00:30:24: was ist eigentlich mein Produkt?
00:30:25: welches Problem löst dass?
00:30:27: Und gleichzeitig okay und wie?
00:30:29: welche Faktoren wirken eigentlich auf meine Lösung rein.
00:30:32: Das ist schon was.
00:30:33: das wird viel zu selten systematisch gemacht, dass wäre ein Teil.
00:30:39: Genau!
00:30:40: Ein zweiter Teil um einen Stück weiter vorne vielleicht noch anzusetzen finde ich nochmal spannend sich zu fragen Auf welchen Annahmen und vermeintlichen Marktregeln basiert mein Geschäft?
00:30:52: Eigentlich weil da haben wir immer schon ganz viele Annahme im Kopf Und wenn wir ehrlich sind, ist das wenigste davon eigentlich wirklich gesetzt.
00:31:00: Klar müssen wir uns an politische regulatorische Faktoren halten.
00:31:03: Das würde ich davon mal ausklammern.
00:31:05: Aber viele Gegebenheiten sind einfach im Markt entstanden.
00:31:09: die nehmen wir vom Wettbewerb an aber die müssten wir ja eigentlich gar nicht so machen.
00:31:12: und dass wirklich einmal sich bewusst zu machen und kritisch zur Hinterfragen auch das passiert unserer Erfahrung nach viel zu selten Welches Wissen und welche Erfahrung, was ja eigentlich prinzipiell erstmal positiv ist blockieren mich aber vielleicht auch genau solche Veränderungen anzustoßen und umzusetzen.
00:31:34: Und noch ein dritten Punkt den ich auch noch nicht unerwähnt lassen will es das Thema Leute mitnehmen.
00:31:41: Das ist für uns das eigentlich ein ganz ganz zentrales Thema im Unternehmen die Leute mitzunehmen weil Innovationen ist ein Thema für alle.
00:31:51: Das ist jetzt nicht eine Innovationsabteilung und wenn man die hat, dann funktioniert es schon.
00:31:54: Ne, das muss in allen Köpfen mit drin sein, dass es wichtig ist sich anzupassen und was man eigentlich tun muss und wie man hingucken muss.
00:32:04: Und die Leute mitnehmen – das ist für mich auch ein ganz essentieller Teil.
00:32:07: Also deswegen haben wir im Buch ja auch so einen Kultur-Teil sage ich mal, wo's genau darum geht, was kann man denn tun um Verständnis zu schaffen?
00:32:17: für das was notwendig ist und vor allem die Leute auch einzubinden, weil sie haben ja viele geile Ideen meistens.
00:32:24: Das ist ja das andere was dann passiert wenn man Menschen einbindet.
00:32:28: Sie stehen einem nicht im Weg, das kann man so definieren.
00:32:33: Verhindern sowas nicht?
00:32:34: Ne aber es geht ja nicht darum diese Verhinderungsthematik aufzubrechen nur es geht hier auch darum das Potenzial was in den Reuten steckt mit rauszuholen.
00:32:46: steckt da viel an guten Ideen drin und an, viel will ja auch neue Dinge zu tun.
00:32:53: Und ich glaube es braucht auch Führungskräfte die diese Innovationskultur im Unternehmen fördern, die selber vielleicht was ausprobieren darüber berichten damit offen umgehen.
00:33:05: Vielleicht können wir darüber auch noch mal sprechen.
00:33:07: also Führungen als Ennepler bestenfalls für so einen kulturellen Wandel.
00:33:15: Was habt ihr dazu für Gedanken?
00:33:18: Absolut entscheidender Punkt.
00:33:20: Ich denke auch, dass die Führungskräfte damit ziehen müssen und vor allem diese Offenheit mit an den Tag legen müssen.
00:33:28: Wenn ich was Neues mache dann kann ja zum Beispiel gar nicht immer alles funktionieren.
00:33:32: wer innoviert erscheitert das ist ganz klar.
00:33:35: Aber auch da zu zeigen und offen darüber zu sprechen, wo man selber vielleicht auch mal vor die Wand gelaufen ist.
00:33:41: Was im Projekt mal schiefgelaufen ist das zuteilen und zu teilen was man daraus gelernt hat um auch eine Sicherheit erstmal ins Unternehmen zu tragen dass wir das wollen, dass wir dieses ausprobieren wollen Dass wir wirklich mutig sein wollen Und dass das Scheitern an der Stelle natürlich nicht schön ist aber das völlig in Ordnung ist und dass wir da auch etwas Positives mit rausziehen können.
00:34:02: Nach vorne scheitern meinte mal irgendjemand hier im podcast.
00:34:05: Also dafür ist es ja da, ne?
00:34:07: Es geht ja nicht darum dass man sein Gesicht verliert oder das man irgendwie zu kreuzig kriegt sondern wir haben was gelernt.
00:34:13: wir sind ein Schritt weiter.
00:34:16: Genau ihr habt zum Beispiel vor ein paar Jahren fack ab Ja jetzt bei uns auch eingeführt, wo sich Kolleginnen und Kollegen auf die Bühne stellen.
00:34:22: Wo sich aber auch Führungskräfte das Management mit auf die bühne stellt.
00:34:26: Und da haben wir alleine durch so ein kleines Format schon gemerkt was das eigentlich für einen Schwung noch mal reingebracht hat und wie gut das angenommen wird von beiden Seiten.
00:34:34: Ja cool!
00:34:37: Was sind aktuell so Trends, die euch sehr beschäftigen René?
00:34:40: Ja, da gibt es natürlich die üblichen Dinge KI.
00:34:45: Das heißt ist ja eine neue Technologie aber was bedeutet die?
00:34:49: Heute sind wir eher dabei zu sagen okay KI ist ein Werkzeug um eine Prozesse schlanker zu machen.
00:34:55: Wir beschäftigen uns auch damit zu überlegen Okay Was kann eigentlich KI für den Kunden bringen?
00:35:02: Was gibt's vielleicht für KI basierte Geschäftsmodelle wo man das im Kern des Nutzens hat für den Kunden letztendlich?
00:35:10: Das ist zum Beispiel ein Thema, was uns beschäftigt.
00:35:14: Dann beschäftigt uns unser Kaffee-in-Kalt-Thema natürlich auch immer noch.
00:35:20: Das beschäftigt schon seit etlichen Jahren in Amerika.
00:35:23: Ist das stark am Wachsen?
00:35:24: Das ganze Thema in Europa noch nicht so aber das wird auch noch kommen.
00:35:29: und da einen guten Weg zu finden eine Kaffe auch an heißen Tagen wirklich mit Genuss trinken zu können ... als Kaltgetränk.
00:35:37: Das ist zum Beispiel auch ein schönes Thema, was sehr militarspezifisch ist natürlich... Ja aber das sind zwei Trends vielleicht.
00:35:46: Rana, hast du noch mal irgendwas?
00:35:49: Irgendwas!
00:35:51: Genau, Gesundheitsthemen sowohl physische Gesundheit als auch mentale Gesundheit, dass es etwas, was wir in den letzten Jahren natürlich auch sehr stark gemerkt haben, dass immer mehr ins Bewusstsein kommt.
00:36:02: Ich finde, das ist auch ein klassisches Beispiel dafür was der Kunde am Anfang gar nicht als Problem gesehen hat.
00:36:08: Aber mittlerweile eben sich das schon stark verändert hat wo wir ja mit den Supplements einen ersten Ansatz haben wo sich aber viele andere Themen noch auftun Das ist natürlich die Arbeitswelt wie sie sich verändert.
00:36:22: Themen wie gesunder Schlafbewegung Ernährung im Allgemeinen.
00:36:26: Das ist etwas wo wir klar kommt von den Geschäften die wir haben aber immer einen sehr starken Blick drauf haben.
00:36:33: Was mich noch zum Abschluss interessieren würde ist, wie ihr in eurem Team zusammenarbeitet.
00:36:41: Was hilft euch kreativ zu sein?
00:36:43: Was hilft Euch produktiv zu seien?
00:36:45: Vielleicht könnt Ihr darauf nochmal eingehen!
00:36:47: Ja also ich kann nicht fürs ganze Unternehmen sprechen weil wir da keine... Einheitliche herangehensweise, sag ich mal haben.
00:36:54: Aber wir machen es bei uns im Team so, dass wir um das Thema Effizienz und Zielorientierung zu forcieren... Wir haben eine Jahresplanung!
00:37:01: Wir leiten unsere großen Projekte ab und wir tracken die ja auch sehr genau nicht als Kontrollsystem sondern um sicherzugehen, dass sie mit unserem Themen auch unterjährig auf die großen Ziele einzahlen.
00:37:11: Das heißt, wir setzen uns alle drei Monate zusammen, machen ein Review einen Planning nach vorne.
00:37:16: was hat funktioniert?
00:37:17: Wo waren Herausforderungen?
00:37:18: wie funktioniert die Zusammenarbeit?
00:37:20: Und was sind aber auch ganz konkrete Meilensteine und Maßnahmen, die wir uns fürs nächste Quartal vornehmen?
00:37:27: Um das Thema Team-Gefühl zu fördern.
00:37:30: Wir arbeiten auch im Homeoffice offensichtlich.
00:37:33: Wir sind dabei in der Regel zwei Tage vor Ort im Büro, um persönlich zusammenzukommen und den Austausch da weiterzufördern.
00:37:42: Wenn wir das nicht haben, haben wir Dailies Ja, Workshops wo wir uns bewusst rausziehen auch rausgehen aus den Konferenzräumen und uns mit Trends beschäftigen.
00:37:55: Mit neuen Themenfeldern, Cheftieren die da rauskommen weil wir natürlich auch Gefahr laufen.
00:38:00: ansonsten das Tagesgeschäft und die Mails immer schön noch in einem Auge zu haben.
00:38:05: Du noch was für Ergänzungen René?
00:38:06: Was hilft dir und euch auf Ideen zu kommen?
00:38:10: Ach Ideen... Das ist kein Problem.
00:38:13: Auf Ideen, Ideen sind... Kript man immer!
00:38:16: Das ist nicht das Problem.
00:38:19: Wir leiten im Prinzip eher Chancenfelder ab.
00:38:22: Die leiden wir strategisch ab, das ist kein kreatives Thema sondern das ist ein analytisches Thema.
00:38:28: Gucken wir an welche Trends gibt es?
00:38:30: Wo sehen wir Wachstum und wo sich Interessen entwickeln und Ideen dann zu finden... Das ist irgendwie einfach.
00:38:40: Also da haben wir ja mit Designs Hinking usw eigentlich die ganz normalen Ja, traditionell will ich fast sagen Möglichkeiten und Formate um auf viele Ideen zu kommen.
00:38:52: Das das geht eigentlich immer.
00:38:54: Aber interessanter ist ja eher dieses Ableiten.
00:38:56: Ideen
00:38:56: rauszufällt?
00:38:57: Genau!
00:38:57: Dann was ist da...
00:38:59: Ideenzutelter
00:39:00: Und wie setzen wir es so um, dass es auch funktioniert?
00:39:03: Da ist viel wichtiger.
00:39:05: Was ist eine große Herausforderung für euch bei eurer Arbeit?
00:39:09: Ja, was ist eine großer Herausforderung?
00:39:12: Es gibt immer viele Herausforderungen jeden Tag neue Herausforderungen.
00:39:17: Wir sind hier bei einem Liter relativ dezentral aufgestellt.
00:39:21: Das war lange Zeit eine große Herausforderung, die haben wir langsam geknackt.
00:39:25: Wir arbeiten sehr schön mit allen zusammen und alle kommen auch gerne zu uns und arbeiten gerne mit uns zusammen.
00:39:31: das war lange zeit eine große herausforderung.
00:39:32: wenn man sehr dezentrall ist entstehen natürlich über die herzehnte silos diese mittlerweile sehr stark abgebaut.
00:39:40: das geht wirklich sehr gut.
00:39:42: Wir haben natürlich immer marktseitige Herausforderungen als Unternehmen, sodass man dann gucken muss die Prioritäten schiften sich da natürlich ein bisschen.
00:39:53: Wenn es ansonsten nicht gut läuft zum Beispiel oder schwieriger ist, dann wird natürlich Innovation ein bisschen runtergefahren will ich nicht sagen aber hat natürlich nicht mehr so eine hohe Priorität sondern dann sind die Leute im Kopf eher bei anderen
00:40:09: Themen.
00:40:11: Wenn es einem zu gut geht, ist es schwer.
00:40:13: Wenn es einen sehr schlecht geht, das ist auch schwierig.
00:40:16: Eigentlich müsste man's immer machen und dann so ein bisschen aufdrehen oder ein bisschen drunter drehen wie bei Sammelspult.
00:40:21: Genau,
00:40:22: genau so machen wir es zum Glück auch.
00:40:24: Das ist ja das was wirklich beim Militer sehr schön ist dass wir hier ja das Unternehmen immer noch in Familienhand isst und die sehr langfristig denken Entsprechend das genauso machen, dass man es in bestimmten Phasen.
00:40:40: Jetzt ist sehr starke Konsum Zurückhaltung gerade wegen Krieg und sonst was.
00:40:45: Das merken wir in den Standardgeschäften.
00:40:47: dann wird es ein bisschen runter gedreht mit der Innovation und Dann wird's aber auch wieder hochgedreht.
00:40:51: wichtig ist, dass wir es nie sein lassen Und das muss man hier schon sagen das ist super bei militär Familie die dahinter steht Die hat auch einen Blick nach vorne und möchte auch weiter Weiter neue Dinge auch entwickelt.
00:41:09: Könnt ihr noch ein Buch empfehlen, das euch selbst gut gefallen hat?
00:41:14: Es kann Sachbuch sein es kann auch ein anderes sein Johanna fällt dir ins ein
00:41:18: Ja ich lese ja relativ viel.
00:41:21: also Ich finde playing to win Das ist ein schönes buch.
00:41:27: Das is von zwei Leuten die bei der eine war bei Proctor & Gamble und der andere war irgendwie so'n Management Professor.
00:41:36: playing to win, da geht es darum was man eigentlich tun muss.
00:41:39: Ein Strategiebuch eigentlich ja was man tun muss wo man eigentlich seinen Markt findet wie man das definiert und was man dann in der Umsetzung tun muss um da auch erfolgreich zu sein.
00:41:55: Das finde ich sehr gut!
00:41:56: Das ist gerade für neue Themen ein schönes Framework.
00:42:01: Das mag ich ganz gern, relativ einfach wenn man so will.
00:42:05: Aber ja, die Umsetzung ist auch da natürlich schwer.
00:42:08: Aber ich finde es einfach schön klar, dass das mag ich daran sehr gerne.
00:42:12: Stimmt!
00:42:13: Ich kann noch Atomic Habits – ich glaube, die ein Prozentmethode ist auf Deutsch empfehlen.
00:42:18: Genau weil da eben auch sehr schön rausgearbeitet wird Klassiker.
00:42:22: Ich muss nicht immer alles komplett auf links drehen genau, sondern mit kleinen Themen anfangen, die etablieren und dann weiter zum nächsten.
00:42:33: Und vielleicht gibt es ja von euch irgendwann auch noch mal ein Buch.
00:42:36: Wir werden sehen, ist nicht ausgeschlossen, dann nehme ich eurer Mimik und Kästige.
00:42:41: Das steht zumindest noch nichts in den Startlöchern
00:42:44: aber ausschließlich
00:42:45: würde ich das erst mal nicht.
00:42:48: Sehr schön!
00:42:49: Schön dass ihr da wart, dann euch weiterhin viel Erfolg und Spaß und Freude bei der Arbeit.
00:42:54: Wir verlinken das in den Show-Notes.
00:42:55: Ihr seid auch auf LinkedIn unterwegs, da kann man euch auch folgen und connecten und wer dann nochmal eine Frage hat, der stellt die dann gerne.
00:43:02: Vielen Dank!
00:43:02: Abschließend noch ein Wort von Euch an unsere Hörer?
00:43:05: Ja loslegen also mit Innovation Anpassung loslegen ganz wichtig.
00:43:09: einfach machen loslegen nicht warten und Leute mitnehmen.
00:43:13: Der richtige Moment kommt sowieso nie.
00:43:15: vielen dank für die Einladung.
00:43:16: Danke Euch macht's gut
00:43:18: bis bald.