New Work Chat

New Work Chat

Der Podcast für die neue Arbeitswelt

Transkript

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00:00:00: Willkommen zum New York State Podcast von meinem Vater.

00:00:04: Viel Spaß!

00:00:09: Schönheit ist eigentlich eine verantwortungsvolle Antwort auf die Krisen der Gegenwart und sie wird die Welt schonend in die Zukunft führen.

00:00:19: Es geht um die Schönheit der Begegnung, es geht um das Ambiente.

00:00:23: Was ist denn ein schönes Ambiente?

00:00:26: Aber wo wird der Mensch ganzheitlich angesprochen?

00:00:31: Kunst ist unglaublich wichtig, wir haben über die Seele bereits gesprochen und die Seelle braucht Spirit.

00:00:36: Und Spirit gibt es konzentriert nur in der Religion und in der Kunst und deswegen muss Kunst meines Erachtens überall dort sein wo Menschen arbeiten.

00:00:46: Ja dann moin und willkommen zu meinem Podcast New Work Chat.

00:00:49: freue mich sehr dass Jan heute bei mir ist.

00:00:51: normalerweise sage ich schöne Grüße aus Rostock oder aus Berlin.

00:00:55: Heute sind für beide in Berlin freut mich.

00:00:56: sehr Guten Morgen.

00:00:57: Vielen Dank für die Einladung.

00:00:59: Ich lebe mit Martin Buber und einen Satz, den ich am meisten liebe – alles Wirkliche Leben ist Begegnung!

00:01:05: Und ich habe mich auf diese persönliche Begegnung mit dir sehr

00:01:08: gefreut.".

00:01:08: Ja, ich musste ja in der Pandemiezeit eigentlich alles remote aufnehmen und das hat natürlich auch so seine Vorteile.

00:01:15: man kann sehr schnell auch Gespräche ausmachen und umsetzen mit Leuten, die ganz woanders sind aber wenn man sich dann vor Ort trifft hat Gesprächen eine andere Qualität, oder?

00:01:24: Ja ich glaube das ist auch ganz wichtig zu unserem Thema.

00:01:28: Also die einzige Arbeit die für uns Menschen bleibt ist eigentlich das co-kreative Arbeiten und es braucht unbedingt Nähe und unbedingte Begegnungen.

00:01:36: Das müssen viele wieder lernen aber darüber werden wir sicherlich noch reden.

00:01:40: Genau!

00:01:41: Und da freue mich sehr dass du dir die Zeit nimmst und wir heute sprechen können... schon viel geschrieben zu dem Thema menschliche, Menschenfreundlichere Arbeitswelt.

00:01:50: Da kommen wir heute mal dazu vielleicht auch zudem, woran du gerade arbeitest?

00:01:53: Wir wollen dich aber am Anfang auch erst einmal kennenlernen.

00:01:56: für die, die nicht wissen wer du bist.

00:01:59: Habe ich eine schöne Einstiegsfrage und zwar bin ich der Vater von drei Töchtern und unsere mittlere Tochter, die Matilda zehn Jahre alt.

00:02:05: Die spricht ja hier das Intro ein Und ich würde dich mal bitten ihr zu erklären was Du so machst.

00:02:10: also Ich bin ein Mensch wie du meine Liebe und ich habe das gleiche Ziel wie du.

00:02:20: Ich möchte glücklich werden oder glücklich sein, wenigstens gelegentlich.

00:02:25: Oder ist es ganz wichtig was man mit seiner Zeit anfängt ob man seine Zeit wert gibt?

00:02:31: Und da hab' ich ein bisschen experimentiert.

00:02:33: Das macht man nie sofort richtig und das habe ich lernen müssen Aber heute mache ich etwas, was ich wirklich liebe.

00:02:41: Ich helfe Unternehmen und Unternehmen gehören zu den stärksten Kräften in der Gesellschaft dabei sich zu kultivieren.

00:02:49: Ich kümmere mich um viele Dinge, die da nicht im Bilanz entstehen.

00:02:53: Firmen haben einen Bilanz und da wird alles notiert was sie verdienen, was sie verlieren

00:02:57: usw.,

00:02:59: aber ich kümmer mich um Dinge die dann nicht drinstehen.

00:03:01: das sind die Werte, dass ist das Wissen, das ist das Wirken Das ist das Verhalten und dazu gehört auch die wirksame Kommunikation.

00:03:10: Und so versuche mit den Unternehmen Gesellschaft zu gestalten, damit für dich noch eine lebenswerte Welt bleibt.

00:03:19: Also du kümmerst dich so ein bisschen um die unsichtbare Welt in den Unternehmen?

00:03:23: Ja,

00:03:23: so ist es und das mache ich natürlich nicht alleine.

00:03:26: Das werde vermessen sondern immer mit den Teams und meinen Bauverwandten, die mir dabei unterstützen.

00:03:32: Vielleicht gibst Du uns mal einen Background.

00:03:33: wo kommst Du eigentlich so her?

00:03:35: wie sah Dein Leben aus als Du zehn warst?

00:03:37: Als ich zehn war, war ich Teil einer relativ großen Familie.

00:03:42: Ich bin in den Niederlanden geboren.

00:03:45: In einem kleinen Ort nördlich von Amsterdam, wo auch der Vater des hinterbeinlosen Stuhls Freiswinger zur Welt gekommen ist, Marc Stamm.

00:03:54: Der hat ja dieses wunderbare Möbel erfunden.

00:03:58: Sonst kennt man das nur was dort einen sehr großen Fima gibt und die Familie, in der ich geboren wurde war eine gut katholische Familie und die hatten damals noch sehr viele Kinder.

00:04:11: Also aufwachsen mit sieben Geschwister, das ist zum Teilweise schön.

00:04:18: Zum teilweise auch sehr fordernd.

00:04:20: also wenn man Geburtstag hat was ist für deine zehnjährige vielleicht lustig zu hören?

00:04:25: dann ist abends als Geschenk weg oder kaputt und Man wächst in der Masse auf.

00:04:31: und deswegen habe ich sehr früh schon das Bedürfnis gehabt nach ein Gegengewicht zu dieser Masse.

00:04:38: Und habe mich immer gerne zurückgezogen, umgebe mich gerne mit ganz schönen Dingen und habe mich befreit aus diesen Massenaufzug sozusagen.

00:04:50: Kannst du dich noch an deinen ersten Job erinnern?

00:04:53: Ja mein ersten Job war Erhelfen in eine Meinhandlung.

00:04:58: Ich habe eine große Weinaffinität.

00:05:01: Das war das Allerste, was ich gemacht habe um mein Taschengeld aufzubessern.

00:05:06: Natürlich vorher war ich bei den Pfadfindern und da gibt es auch Jobs die man machen muss.

00:05:11: dann geht man an Häuser vorbei und klingelt kann man irgendetwas machen Und das hammert man für die Pfadfinder Geld ein.

00:05:17: das war der aller erste Job.

00:05:20: aber danach kam das bei der Weinhandtung.

00:05:23: Wir sprechen ja also meine Frau und ich viel mit unseren Kindern was die beschäftigt, was sie mal machen wollen.

00:05:30: Das sind gar nicht so diese Berufe sondern das sind bei denen mehr Tätigkeiten.

00:05:34: also unsere Jüngste die ist fünf.

00:05:35: wenn ich die frage was willst du mal werden dann sagt die hüpfen weil die das einfach gerne macht oder die große die sagt dann Illustratoren meint damit aber irgendwas kreatives.

00:05:48: interessant ist natürlich Wie sich das verändert auch im Laufe der Zeit?

00:05:53: Also wenn man die Kinder dann irgendwie nach ein, zwei Jahren fragt ist das was ganz anderes.

00:05:57: Und interessant ist natürlich auch wie dass bei meinen Gästen und Gästinnen so war.

00:06:00: Hattest du so einen Traumjob oder etwas wo du sagst, das wolltest du werden?

00:06:05: Ja mein Vater war Außendienstmitarbeiter einer Weinhandlung also wieder Wein und er hat uns sehr früh an den Weinraum geführt.

00:06:13: Bei uns gab es für die kleineren Kinder nur Sonntags über Mittag ein kleines glächenden Wein Und ich habe eine Handelsausbildung genossen sieben Jahre lang und daran musste sich an Praktikum ansließen.

00:06:27: Ich wollte dann unbedingt in Weingebiete um mich näher mit dem Wein zu beschäftigen, um später in den Weinhandel tätig zu werden.

00:06:35: Das ist aber alles ganz anders gekommen.

00:06:38: Wir reden ja heute viel über die neue Arbeitswelt auch hier in diesem Podcast natürlich.

00:06:45: Es gibt jetzt natürlich nicht der Schwarz und Weiß.

00:06:47: Ich glaube, es gab schon früher Unternehmen die sehr menschenfreundlich gearbeitet haben so wie es auch früher schon eine Führung gab, die sehr daran orientiert war die Menschen zur Entfaltung zu bringen.

00:06:56: und heute gibt's immer noch auch gleichzeitig diese sogenannte alte Arbeitswelt.

00:07:03: Wie hast du sie denn kennengelernt?

00:07:05: Also ich habe angefangen zu arbeiten also in diesem Praktikum sozusagen bei sehr traditionsreiches Unternehmen einen ganz großen Magenartikel, aber das Unternehmen war sehr konservativ und mein Praktikum dort hat zwölfundhalb Jahre gedauert.

00:07:23: Ich bin sehr begriffstützig wie du merkst und ich bekam dann natürlich auch mein eigenes Büro und es war sehr sehr sehr konservertiv.

00:07:31: und dann habe ich von mir aus dieses ganze Büro verwandelt.

00:07:41: Messingleuchte in einem Schrank gestellt und da kam die Tizio herein.

00:07:44: Also ich hatte das modernste Büro, und habe es so gar nicht nur an mich gedacht sondern auch an meiner Kolleginnen und Kollegen.

00:07:52: Das Wartezimmer des Werkstärztes, das hab' ich komplett neu eingerichtet damit die Menschen dort ihre Angst ein bisschen genommen bekommen und lebendig geworden.

00:08:05: also dieses Thema Lebensräume einrichten, hat mich von Anfang schon als Kind.

00:08:10: Als ich zu Hause ... Wir haben auf dem Speicher gewohnt, meine zwei Brüder und ich.

00:08:14: Wir hatten jede unserer Ecke.

00:08:16: Und meine war extrem schön.

00:08:19: Haben wir mich auch abgetrennt mit Textil usw.

00:08:22: Also das war von Anfang an bei mir ein großes Anliegen.

00:08:26: Das hatte etwas mit einer Prägung zu tun.

00:08:28: Man muss auch Glück haben in Schulen.

00:08:31: Auf dieser Handelsschule gab es ein Pflichtfach, das war die Ästhetik.

00:08:35: Und das wurde gegeben von einem Dirigenten namens Jan van Mervijk einen Menschen den ich jeden Tag noch danke dass er in meinem Leben gekommen ist und der hat mich geöffnet also für Literatur, für bildende Kunst, für Musik, für Architektur und geprägt von ihm habe ich dann immer versucht mein Umfeld wirklich Poetis aufzuladen kulturell.

00:09:00: Ich beschäftige mich ja nun auch schon seit eine ganze Weile mit Arbeit und muss sagen, dass Ästhetik selten besprochen wird.

00:09:08: Hast du auch den Eindruck?

00:09:09: Ja so ist das leider.

00:09:13: Es wird nicht selten versprochen aber wenn man so durch Unternehmen geht dann sieht man auch da einiges fehlt und es ist ein großes Jammer weil dadurch entsteht natürlich diese Mangel an Motivation zu einem Teil.

00:09:28: Wir kennen ja alle diese berühmten Kalubstudien, die jedes Jahr durchgeführt werden und das ist gleich Ergebnis.

00:09:34: Aber ich habe den Eindruck dass nur fünf zehn Prozent aller abhängig beschäftigten wirklich mit Herz- und Seele dabei sind und der Rest macht Dienstag Vorschrift oder hat bereits innerlich gekündigt.

00:09:46: und mit diesem müde Truppe werden wir die Probleme in der Welt, ich finde man muss das ganzheitlich betrachten nicht lösen und deswegen muss dringend etwas verändert werden an die Arbeitsumgebung von Menschen.

00:10:00: Der große Buckminster Fuder den ich sehr verehrte hat immer wieder gesagt versuchen nicht den Menschen zu verändern, veränderte seine Umgebung und es war sehr sehr weißer von ihm.

00:10:11: Als ich diesen Podcast begonnen habe, im Jahr zwei tausend achtzehn war das da interessierte mich, was hab ich dir vorhin erzählt?

00:10:18: Kultur, weil da so viel drinsteckt auch in Unternehmenskultur.

00:10:22: Was man eben nicht immer sieht wie wir vorhin festgestellt haben.

00:10:26: und ich kam dann schnell zu diesem Begriff New Work der ja eigentlich nur in Deutschland auch so groß ist.

00:10:32: du hast einen Blick ins Ausland das spricht man ja wenn überhaupt von Future of Work oder anderen Begriffen.

00:10:40: aber es gab in Deutschland eine interessante Entwicklung die mit der digitalen Transformation zu tun hatte, die vielleicht auch ein bisschen mit dem Wunsch vieler hier in Deutschland zu tun hat.

00:10:51: Ein bisschen mehr Arbeit mit Sinn zu finden und die dann wiederum auch mit diesem Philosophen Friedhof Bergmann zu tun hatten, der ja auch davon geschrieben hatte eine Arbeit nachzugehen, die man wirklich, wirklich machen möchte, die einem als Menschen entspricht.

00:11:06: Hast du diese ganze Entwicklung, die dann auch in den Medien begleitet wurde?

00:11:11: Dann gab es große Konferenzen in Hamburg New Work Experience in der Elbphilharmonie und so.

00:11:17: Wie hast du diese ganzen Entwicklungen erlebt?

00:11:20: Ja ich muss vielleicht ein bisschen zurück... Denn es gibt immer Erweckungserlebnisse.

00:11:26: Und ich war für diese Diskussion, die dann eingetreten ist sehr gut vorbereitet und das hat alles eigenartigerweise mit Berlin zu tun.

00:11:35: Und zwar hat hier direkt um der Ecke – wir sind ja in Friedrichstraße, diese schöne Arbeitswelt von euch – um der ecke gibt's die Telekom.

00:11:44: Die haben einen riesen Konferenzzentrum dort Und dort hat die allererste Visionskipfel stattgefunden.

00:11:54: Die damals ausgerichtet wurde von Peter Spiegel, der damals noch Geschäftsführer war des Clubs of Budapest.

00:12:01: Diesen Club habe ich sehr lange unterstützt und bevor es diese Konferenz gab, gab er sein Anruf und er hat gesagt wir machen diese Konference und der Kinotspeaker ist Professor Mohammed Junus, der Mann mit seinem Minikreditkonzept Millionen von Menschen aus der Armut befreit hat.

00:12:20: Und als Dankeschön für mein Anker Chemal, für sein Club würde mir ein Tag schenken mit diesen frisch gebackenen Friedens- und Wellpreisträger.

00:12:30: Da habe ich gesagt es tut mir leid das kann nicht annehmen.

00:12:34: ein informiert unwissender daher gelaufener Holländer bei Anspruch Nicht einen ganzen tag mit einem so großen menschen aber Ich würde sehr gerne diesen tag verschenken.

00:12:45: ist das erlaubt.

00:12:46: Und es wurde erlaubт und dann habe ich jemanden meinen Tag gegeben, der damit Herrn Bernhard von Eon kam und Herr Hambrecht von der BSF und Les Mohn und Prof.

00:12:56: Junus hat einiges an Budget einsammeln können für seine Projekte.

00:13:02: Ich durfte aber beim Abendessen neben ihm sitzen und vorher war ich an dieser Konferenz also hier um die Ecke Und er hat eine fulminante Rede gehalten und er hat die armen Menschen überall in der Welt als Bonsai-Menschen bezeichnet.

00:13:17: Also Menschen, die aus einem guten Samen gemacht sind wie wir aber eine zu kleine Schale, sie können ihr Potential nicht entfalten.

00:13:24: Und dann hatte über sein Traum gesprochen Armut noch zu seinen Lebzeiten ins Museum zu stellen.

00:13:31: Ob das gelingt oder nicht, ist sehr davon abhängig wie wir hier arbeiten.

00:13:35: Und abends habe ich dann zu ihm gesagt – es war eine wunderbare Rede – aber ihr Traum wird nie Wirklichkeit werden wenn ich den keistischen Armut hier beseitigen die verursacht wird zu einem Teil von der Art, wie die Menschen hier arbeiten.

00:13:51: in den Büros rundherum sind Arbeitsräume, die dominiert sind von der wirtschaftliche Rationalität und die Menschen, die da arbeiten.

00:14:01: Sie können ihr Potential nicht entfalten, weil die Umgebung nichts

00:14:05: stimmt.".

00:14:07: Und er hat sofort verstanden diesen Zusammenhang und gesagt, dass ich ja wunderbar ... Nächste Jahr bin ich wieder hier.

00:14:14: Nächster Jahr sind viertausend Leute im Saal.

00:14:17: Machen wir in der Freien Universität und ich spreche wieder über meine Bundsmännchen und du über deine!

00:14:24: Und das habe ich dann gemacht und haben natürlich dieses Bürothema da ausgebreitet und erzählt, dass durch diese Dominanz der wirtschaftliche Rationalität die Menschen neurotisch werden weil sie kulturell umgeben und nicht antwortet.

00:14:36: Das führt zu mangelnder Motivationen, zu Burnouts, zu Mobbing, zur Einsamkeit, zu Ängsten usw.. Im Saal saß ein Unternehmer, der danach auf mich zukam und sagte, es war ja eine wunderbare Rede Und ich organisiere in sechs Monate ein Kongress im Adlon, auch wieder hier um der Hecke.

00:15:00: Würden Sie die Rede noch mal halten?

00:15:02: Dann habe ich gesagt, das tut mir leid.

00:15:03: Die gleiche bestimmt nicht, weil ich hoffe, dass ich in sechs Monaten weiter bin.

00:15:10: In den sechs Monaten habe ich ein ganz kleines, schmales Benchen gefunden von einem Neurobiologen, von dem ich noch nie gehört hatte, Gerhard Hütter und das Büchlein heißt Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn.

00:15:24: Das steht unter anderem drin, dass die meisten Umgebungen in denen Menschen aufwachsen und arbeiten nicht unbedingt geeignet sind für die Entwicklung seines Gehirns.

00:15:33: Und ich habe einiges seiner Gedanken eingepflegt in meinem Adlund-Vortrag.

00:15:39: Vor mir hat mein Kunde Kurt Zwerner von der Mdrik Drogeriemarkt gesprochen und hat unter anderm gesagt er könne als Arbeitgeber seine Mitarbeiter nicht motivieren.

00:15:50: Das müssen Sie selbst tun!

00:15:52: Aber als Arbeitgeber hat er die verdammte Pflicht, hat das Verdammt wirklich gesagt, Umstände zu schaffen damit Menschen sich selbst motivieren können.

00:16:03: Also nach meinem Vortrag kam wieder jemand auf mich zu.

00:16:07: meistens wollen die dann eine Karte oder sagen was sie da gesagt haben ist Bruschit oder Können wir das auch mal vertiefen?

00:16:13: Oder wie auch immer.

00:16:14: und plötzlich stand ein sehr freundlicher Mensch da und sagte dass war ein wunderbarer Vortragen.

00:16:19: Sie haben verstanden und ich würde gerne mit Ihnen arbeiten.

00:16:23: Und dann habe ich gesagt, das ist sehr schön aber wir sind Sie!

00:16:25: Und da kam die Antwort... Ich bin der Herrenforscher den sie mir mal zitiert haben und ich bin per Zufall hier.

00:16:31: Er hatte die Veranstalter am Vorabend im Restaurant getroffen und die hatten ihn eingeladen.

00:16:36: Und da hatte er gesagt jetzt weiß ich worum ich da bin?

00:16:38: Wir mussten uns eigentlich finden.

00:16:41: Hat sofort das Du angeboten und hab' ich gesagt wunderbar Keralt, dann kannst du mir gleich eine Frage beantworten.

00:16:47: Wir haben Kurtz Werner gehört dass der Arbeitgeber Umstände herbeiführen sollen, damit Menschen sich selbst motivieren können.

00:16:56: Was sind das für Umständen?

00:16:58: Und hat er gesagt, das kann ich dir direkt beantworten weil ich forsche am lebenden Gehirn und die Dopaminachse sprudelt am heftigsten wenn es mit der Qualität im Umfeld stimmt.

00:17:09: Und Motivationstreiber Nummer zwei ist die Qualität in Umgang.

00:17:13: Die wird aber maßgeblich vom Umfeld beeinflusst.

00:17:18: Und als ich diese Information auf meine Festplatte hatte, habe ich gedacht an diesem Thema muss man intensiv arbeiten und daraus hat sich dann einiges mit Uweist ergeben.

00:17:29: Die Bücher mit Christoph Quach und Andreas Kulig, Offizierender Humana wie man aus bloße Arbeitsräume für Potenzialeinfaltung macht.

00:17:39: Dann kam das Buch Wo die Seele singt über Kunst in Unternehmen.

00:17:42: darüber werden wir vielleicht auch noch ein bisschen reden Und in der Prozess geht weiter.

00:17:47: Es entsteht gerade ein weiteres Buch, um das alles zu

00:17:50: verdeutlichen.".

00:17:57: Und ich darf euch meinen Sponsor Adobe Acrobat vorstellen, die Komplettlösung für eure PDF-Dokumente und E-Signaturen.

00:18:06: Ihr kennt das in euren Unternehmen sind viele Dateien im Umlauf, viele kommen per E-Mail, manche werden mit euch geteilt und ihr könnt jetzt alle Aufgaben rund um diese Dokumente von einem Programm aus regeln.

00:18:19: Das heißt Adobe Acrobat gibt

00:18:21: euch

00:18:22: die Möglichkeit, alle diese PDF Dokumete zu bearbeiten und auch Notizen hinzuzufügen.

00:18:29: Ihr könnt hochwertige PDF-Dokumente erstellen, ganz einfach mit anderen gemeinsam bearbeiten und abstimmen.

00:18:35: das nächste ist dass ihr mit einem einfachen Klick diese PDF Dokumente auch speichern und mit einem Kennwort schützen können.

00:18:44: das ganze dann ganz sicher.

00:18:46: in der Cloud bestimmt ihr wer sie anzeigen kopieren und drucken darf.

00:18:50: und das Schöne ist ihr könnt natürlich da arbeiten wo ihr gerade seid.

00:18:55: Das heißt nutzt ihr den Desktop, dann seid ihr mit Adobe Acrobat dort unterwegs.

00:19:00: Ihr könnt natürlich genauso Tablet oder Smartphone nutzen oder einfach im Browser weiterarbeiten.

00:19:05: Also maximale Flexibilität!

00:19:07: Ich packe euch den Link mal in die Shownutz und ich kann es euch wirklich empfehlen.

00:19:10: Arbeite seit einer ganzen Weile schon mit Adobe acrobat und würde sagen probiert's mal aus Damit wir die Arbeitswelt Menschen freundlicher gestalten können und auch die Büros, müssen wir uns ja mit den Menschen erst mal beschäftigen.

00:19:25: Um zu schauen was macht uns eigentlich aus als Menschen?

00:19:29: Du sprichst da ja auch immer von vier Bereichen oder Facetten des Menschen.

00:19:33: vielleicht kannst du uns die auch nochmal erklären.

00:19:35: Ja der Mensch ist ein vierdimensionales Wesen.

00:19:39: Wir haben einen Körper Und dieser Körper braucht unter anderem stimmige physische Erkonomie.

00:19:45: Die ist heute eine Selbstverständlichkeit, wenn wir von bestimmten Aspekte wie Licht und Luft und so weiter mal absehen.

00:19:52: Also das ist die erste Dimension.

00:19:54: Die zweite Dimension ist das Ich also dass ich das braucht Geborgenheit und Freiheit.

00:20:00: und das geht heute ja mit dem hybriden Arbeiten wunderbar.

00:20:04: da wird Menschen beides gegeben, obwohl wenn sie im Büro sind werden Sie auch festgesetzt.

00:20:11: Deswegen sagt mein Freund Miguel Delucchi der große italielische Designer die höchste Qualität eines Produktes also auch eines Büros ist das Maß an Freiheit dass es seinen Benutzer schenkt.

00:20:22: Also wir haben Körper Wir haben ich dann haben wir ein Geist Der braucht Sinn und Zinnstiftung Und braucht Schönheit.

00:20:30: und Dann Haben wir noch Ein Nichtorganisches Organ Das Ist Die Seele.

00:20:35: Und die Seele hat eine wichtige Aufgabe, die muss die Verbindung mit dem Großen und Ganzen aufrechtzuerhalten.

00:20:42: Die braucht Nahrung!

00:20:44: Und die meisten Seelen sind leider ausgehungen und deswegen ist diese Verbindung abgebrochen.

00:20:53: Wichtigste Aufgabe eines Unternehmens, aber auch eines jeden Menschen dieser abgebrochenen Verbindung zum Universum wieder zu restaurieren.

00:21:03: Und ich lächelst ein bisschen – das klingt sehr esoterisch!

00:21:07: Aber diese Gedanke ist nicht von mir.

00:21:10: Den habe ich in der Hanniel Akademie gehört bei einer Veranstaltung.

00:21:13: Ich ging es um China und Europa.

00:21:15: Das ist jetzt eine Bedrohung oder eine Chance.

00:21:17: Hat erst ein Chineser gesprochen?

00:21:21: Redner hat sein Manuskript zusammengefaltet und gesagt, alles was ich sage da hat mein Vorredner schon gesagt.

00:21:27: Dann hat er frei gesprochen und plötzlich kam diesen bemerkenswerten Satz.

00:21:32: noch bemerkswerter war dass er einen lang andauernden Applaus begann Und im Saal saßen lauter Unternehmer und Politiker Und der, der den Satz gesprochen hat war Professor Struber damals Aufsichtsratsvorsitzender der BASF früher langer Vorstandsvorsitzer da und das ist neu.

00:21:53: Also so haben früher Captains of Industry nicht geredet.

00:21:56: ich habe später mit ihm dieses Thema vertieft und er verdankt die Einsicht seiner Kinder und die Gespräche mit seinen Kindern.

00:22:02: also Kinder sind wirklich unsere Lehrmeister.

00:22:05: Ja und da geht es ja schon bei den Kinderzimmern auch los wie richtet man die ein?

00:22:09: damit die Kinder dort möglichst frei auch spielen, damit man ihnen was anbietet.

00:22:16: Aber sie selber wählen wie viel Zeit sie mit Lego, Playmobil oder was auch immer sich beschäftigen wollen und in den Büros hat man denen Menschen ja eigentlich in der Vergangenheit nicht diese Freiheit gegeben.

00:22:27: Man hat sie quasi in kleine Räume gesperrt also auch nicht zu viel Platz und auch keine Kunst.

00:22:34: Also habe ich selten erlebt also früher jetzt schon immer mehr.

00:22:38: dann kam irgendwann auch Google und Co.

00:22:41: mit Bellabedern neuen Ansätzen, Co-Working Spaces mit neuen Designansätzen – die haben natürlich auch viele Impulse reingebracht!

00:22:51: Also wie siehst du eigentlich diese ganze Entwicklung des Büros?

00:22:55: Siehst du dann positive Entwicklungen?

00:22:58: Entwicklung….

00:22:59: also deutschisch ja leider nicht meine Muttersprache, ich liebe dieses Sprache aber ich beherrsche es nicht so... Aber ich liebe dieses Wort entwickeln.

00:23:07: Entwickeln bedeutet buchstäblich die Wickel entfernen und zum Kern, zum Wesen einer Sache vortragen.

00:23:14: das ist Entwicklung.

00:23:16: Und in der Bürowelt entwickelt sich jetzt einiges.

00:23:20: aber so richtig also flächendeckend zum Kern des Büros zurückgehen passiert noch nicht.

00:23:28: Also wir befinden uns mit unseren Systemen und dazu gehört die Welt der Wirtschaft.

00:23:34: Und wie sie sich in der Welt eingerichtet ist, in einem Dilemma.

00:23:38: also wir stecken fest und wenn man so feststeckt in einem dilemma heißt es man kann nicht einfach weiter machen wie bisher Man kann auch nichts zurück über den weg dem man gekommen ist man muss raus und das heraus gelingt eigentlich nur über Transformation und Transformation gelingt nur wenn man ein langes Gedächtnis hat Und dieses Gedächtnis ist uns ab der Renaissance abhandigend gekommen, weil die Welt ab da komplex geworden ist und man hat angefangen zu fragmentieren.

00:24:09: Vermeintlich um die Übersicht zu behalten aber dadurch haben wir das Einfache durch das Vielfache ausgetauscht und wir haben die Anfänge verloren.

00:24:19: ja also und dahin müssen wir zurück.

00:24:23: also Transformation gelingt nur wenn man ein langes Gedächnis hat Und da muss man sich an ein paar Dinge noch erinnern.

00:24:29: Die meisten Büros sind ja in Unternehmen und man muss sich dann an die Erfindung der Ökonomie zunächst mal erinneren, das war ja die Managementwissenschaft von der ethisch-verantwortlichen Menschenführung unter dem Dach eines Hauses und das Haus hatte fünf Wirkungselemente.

00:24:51: Das eine war die Wirtschaftlichkeit.

00:24:54: also die äußeren Unternehmen sind heute nicht so wirtschaftlich wie sie sein könnten, weil durch die Umstände dort gibt es Reibungsverluste ohne Ende.

00:25:04: Die Dominanz wird sich auf die Rationalität schon angesprochen.

00:25:07: Dann gibt's den System als Schutz.

00:25:09: also das ist der zweite Wirkungselement des Hauses und wenn sechzig Prozent heute aller abhängig Beschäftigten immer noch mit Angst am Arbeitsplatz sitzen sollten Sie da sein?

00:25:19: Dann ist es Nichtschutz.

00:25:20: dann Zusammengehörigkeit Da mangelt es in vielen Organisationen auch, da ist dann so eine Gruppenmentalität und kein Kindgeist.

00:25:28: Dann gibt's die Kulturpflege – die Kultur hast du schon angesprochen – und dann gibt es die Identitätsdiftung.

00:25:35: Und überall wo ich hineinkehe im Unternehmen kann man an eins dieser Wirkungselemente anfangen zu arbeiten weil sie formallos sind.

00:25:45: also das ist das Eine.

00:25:46: Wichtig ist auch dass damals wir reden ja über die antike Griechenlands Es fuhr nämlich um das gute Leben in diesem Haus.

00:25:56: Das ging nicht um Rendite-Optimierung, Haus sollte natürlich existieren bleiben und deswegen musste man vernünftig wirtschaften.

00:26:04: Aber es ging um das gute Leben im Einklang mit der Natur.

00:26:09: Und also das ist das eine oder das andere ist dass das Büro wurde sehr viel später erfunden als die Ökonomie und es ist eine Erfindung des Mittelalters, also elftes Jahrhundert.

00:26:22: Ich verurte die.

00:26:22: im Rheinkau, also der schönen Landstrich Deutschlands in dem ich lebe und gegenüber mein Zuhause hat ihr Hildegard von Bingen prägend gewirkt.

00:26:32: Und ihre Töchter wie sie ihre Nonnen genannt haben ihr Schriftgut, ihr Gedankengut für schriftlichen Wollen in einem Riesenkodex.

00:26:42: Sie gibt es tatsächlich in Wiesbaden und ich behaupte wir sind damit nicht zurechtgekommen.

00:26:49: und Kloster Eberbach Man kennt das Skriptorium, also der Name der Rose.

00:26:54: Ist gegenüber.

00:26:54: dort wurde das gemacht und dort hatte ein Mönch es leid mit diesen Schriftrollen um diese Papierstapel durch Klosters zu rennen und hat ihn abgefragt darf er in der Schreinerei Holzholen?

00:27:08: und heraus kamen zwei Holzböcke unter ein paar ungehobelte Bretter und das war der allererste Schreibtisch der Welt.

00:27:15: Und dann hat er geguckt auf diesen ungehoberten Platten und gedacht, das Papier und das Leder nimmt Schaden.

00:27:22: Er hat ein Teil seiner Kutte darüber ausgelegt um sein Schriftwerk zu schützen.

00:27:29: Das ist die zentrale Idee des Büros dieses Kleidungsstück.

00:27:35: Das heißt Bura.

00:27:37: Daher kommt der Begriff Büro und das Büro wurde damals also explizit erfunden, um das Kostbare zu beschützen.

00:27:43: Und heute wird das kostbare nicht mehr so beschützt.

00:27:48: Man muss diese Geschichte kennen, um die Transformation heute richtig machen zu können.

00:27:54: Dann können wir noch weitergehen mit der Renaissance aber es führt vielleicht zu weit.

00:27:58: Wenn ich manchmal vordringer halte dann frage ich die Leute

00:28:01: auch wie sie

00:28:02: zukünftig arbeiten wollen, dann zeige ich manchmal so ein Bild von einem digitalen Nomaden.

00:28:06: So hat man sich früher genannt der sitzt auf einer Südzehinsel mit seinem Laptop.

00:28:10: und dann zeig ich manchmal einen Bild wo dann irgendwie zehn Leute nebeneinander in ihren Einzelbüro sitzen.

00:28:17: Als Spannbreite als Spannungsfeld vielleicht auch und das zeigt

00:28:22: oft

00:28:22: überhaupt erst mal auf wie viele Option wir heutzutage haben.

00:28:26: Ich hab in eurem Buch auch gelesen, Büros sollten Kraftorte sein.

00:28:30: Das fand ich eine sehr schöne Formulierung.

00:28:33: Die Frage ist natürlich was machen wir dann in diesem Büro?

00:28:38: Es bringt ja wenig wenn ich zum Beispiel aus Rostock nach Berlin fahre und acht Stunden allein vor dem Computer sitze und dann nach Hause fahrer.

00:28:46: das heißt es geht um Begegnung.

00:28:48: du sagst ja auch Wenn wie uns begegnen Dann sind wir eigentlich Menschen.

00:28:53: Wir brauchen diesen Austausch.

00:28:56: Aber vielleicht müssen wir da auch neu dazulernen, denn ich erlebe auch immer wieder das Büro.

00:29:01: Quoten eingeführt werden von Unternehmen.

00:29:04: Die sagen ihr müsst jetzt zwei oder vier Tage zurückkommen und vielleicht die Tage selbst vorschreiben führt dann dazu dass die Leute kommen, sitzen aber nicht unbedingt mehr zusammenarbeiten.

00:29:15: diese Co-Creation von der wir sprechen Das heißt sie können wir nicht erzwingen, aber wie können wir sie kultivieren?

00:29:21: Ja man kann Menschen dazu animieren interessiert zu sein in dem anderen.

00:29:27: Und dann kommen wir wieder zurück, wie man den Buber hat gesagt, wir werden am Du zum Ich und das ist sehr schön in der zwischenmenschlichen Begegnung dass man nur gemeinsam weiter kommt.

00:29:40: aber es gibt natürlich Arbeit kann man alleine machen und da kann man die auch im Homeoffice machen.

00:29:44: ich liebe die Menschen dafür dass sie diese Technik entwickelt haben die wir heute dank der Digitalisierung haben möglich ist, aber ich glaube das Pendel ist ein bisschen zu weit in die falsche Richtung ausgeschlagen und muss unbedingt zurückkehren.

00:30:00: Ich kenne Quartiere wo normalerweise fünfhundert Leute sitzen und da sitzt heute nur der Geschäftsführer und der Hausmeister und so kann das natürlich nicht sein und deswegen habe ich es extra mitgebracht.

00:30:13: stand in der FHZ vom vierten Februar also ziemlich aktuell einen großen Bericht zurück ins Büro.

00:30:20: jetzt aber wirklich Und da wird geschrieben, dass von zehn Captains of Industry sieben der Meinungen sind, dass wir in drei Jahren wieder zu hundert Prozent im Büro arbeiten.

00:30:31: Das ist natürlich wischvoller Sinking aber man merkt wie stark das Bedürfnis bei den Arbeitgebern ist, dass die Situation wie Sie jetzt ist wieder geändert wird.

00:30:41: also wir müssen da das rechte Maß finden.

00:30:44: ich bin sehr viel Flexibilität und ich bin für diese Freiheit aber es darf nicht überhand nehmen.

00:30:51: Das ist dann das Remote Work, Menschen die noch nie in der Firma gewesen sind wo sie für diese Tag ein Tag aus arbeiten.

00:31:00: Ja und das geht für bestimmte Tätigkeiten natürlich aber das meiste müssen wir doch co-kreativ machen und da ist diese Begegnung und diese Nähe ganz wichtig.

00:31:11: Aber da muss das Büro natürlich sehr attraktiv sein.

00:31:15: Und es wird nicht unbedingt attraktiv, wenn man so ein Keketies aufstellt und die Bällchen dahin bringt usw.

00:31:24: Es braucht eine andere Form der Attraktivität glaube ich Ja!

00:31:29: Es braucht den sogenannten integralen Schönheitsbegriffes muss eigentlich alles schön gemacht werden und dann werden die Menschen auch gerne dort hinkommen.

00:31:39: Ich darf hier für diesen Podcast ja auch immer wieder Büros besuchen, ein Unternehmen und schaue dann immer ganz neugierig wie sie das eingerichtet haben.

00:31:46: Wie Sie kulturell damit umgehen?

00:31:49: Das sind da manchmal kleine Start-ups, manchmal auch große Konzerne.

00:31:52: bei Google war ich zum Beispiel auch zu Besuch und wollte wissen warum sie auch nach wie vor eine der attraktivsten Arbeitgeber sind also was die Anzahl der Bewerbung angeht.

00:32:04: Und sie haben mir erklärt dass sie Ja auch wieder mehr ins Büro gehen bei Google, das heißt ich glaube drei Tage.

00:32:11: Da gibt es sogar diese Wertbewerber wir haben längsten da ist nicht.

00:32:14: Gibt es sogar und das hat natürlich auch mit dieser Zufälligkeit zu tun die man herstellen möchte dass Dinger out of the blue angestoßen werden oder weiter gespielt werden.

00:32:27: Und was sie eben dafür tun sind nicht nur gute Standorte und hochwertige Büros Die auch sehr verspielt sind sondern auch ein gutes Essen ist dort auch ein sehr wichtiger Punkt.

00:32:39: und sie haben ja auch erklärt hier in Berlin, dass Sie damit den Leuten einfach was abnehmen.

00:32:44: Die Leute aus forty-fünf Nationen, die teilweise frisch dazugekommen sind, die sich dann keine Gedanken machen müssen um Frühstück, Mittag oder Abendessen – das gibt es alles dort und auch im Gesund.

00:32:57: Ist

00:32:59: ja auch Menschenfreundlich wenn man so möchte.

00:33:01: also einen Grund vielleicht ins Büro zu kommen.

00:33:04: Auf der anderen Seite hab ich hier auch schon Unternehmer zu Gast gehabt, die gesagt haben wir arbeiten so ein hundert Prozent remote und das funktioniert bei uns super.

00:33:14: Denn die Menschen haben so eine große Flexibilität auch ihr Familienleben und alles was noch außerhalb der Arbeit stattfindet zu vereinbaren.

00:33:24: Unser gemeinsamer Freund Raphael Gegen von Vitra sagt ja auch immer die Menschen ham nichts gegen das Büro.

00:33:28: sie haben etwas gegen den Weg zum Büro um die Zeit die damit verbunden ist Und ich frage mich jetzt, wie wir auf der einen Seite dieser menschenfreundliche Flexibilität die wir durch das Homeoffice haben verbinden können mit Büros als Kraftorte.

00:33:45: Also der hybride Mix?

00:33:46: Wie gestalten wir den?

00:33:48: Ja man sollte die so gestalten und es ist für Unternehmen zu Unternehmen anders.

00:33:54: natürlich weil das Büro auch ein großer Identitätsstiftender Fakt war und das kann nicht alles so gleich werden wie immer das heute oft sieht, also die kann man so austauschen.

00:34:06: Ja, man muss es so machen dass er sich aber vorhin versucht schön.

00:34:11: Also Schönheit ist eigentlich eine verantwortungsvolle Antwort auf die Krisen der Gegenwart und sie wird die Welt schonend in die Zukunft führen Und da geht das natürlich unglaublich viele Schönheiten.

00:34:27: Es geht um die Schönheit der Begegnung, es geht um das Ambiente.

00:34:31: Was ist denn ein schönes Ambiente?

00:34:34: Eine große Frage natürlich!

00:34:36: Aber wo wird der Mensch ganzheitlich angesprochen?

00:34:40: Das muss in irgendeiner Form gelingen und hier ist eine dort, wo wir dieses Interview führen, eine wunderbare Arbeitswelt.

00:34:48: Es ist relativ wenig Kunst.

00:34:49: ich habe ein Foto gesehen.

00:34:54: Kunst ist unglaublich wichtig.

00:34:55: Wir haben über die Seele bereits gesprochen und die Seelehre braucht Spirit, und Spirit gibt es konzentriert nur in der Religion und in der Kunst.

00:35:02: Und deswegen muss Kunst meines Erachtens überall dort sein wo Menschen arbeiten.

00:35:09: aber die muss so sein dass den Mensch auch Zugang findet.

00:35:12: da muss das Unternehmen auch ein bisschen helfen Dass man an die Nahrung herankommt also nicht nur über Mittag am Büffet in der Mensa oder in der Kantine, sondern auch an diese Nahrung herankommt.

00:35:26: Ja und wenn man alle diese Dinge dann so addiert, dann wird das sehr attraktiv und sehr schön und sind die Menschen auch gerne da.

00:35:33: aber es ist auch von Mensch zu Mensch ein bisschen unterschiedlich.

00:35:36: Es gibt Menschen, die haben überhaupt nicht das Bedürfnis.

00:35:40: Da könnte man lange drüber reden woher das bedürft nicht... Woher das kommt dass das Bedörfnis nicht da ist.

00:35:47: Andere haben das Bedirfnis denen wir's nicht geboten.

00:35:50: also Wir haben mal ein Buch gemacht für IKEA, wo wir die Weisheiten des Kründers verpackt haben und Homöopathies wieder zurückgeschickt haben in die Arbeitsgemeinschaft.

00:36:04: Und da ist eine Märchen drin für Kinder.

00:36:06: Das endet mit dem wunderbaren Satz das meiste ist noch nicht getan.

00:36:09: Wunderbarer Zukunfts und es gilt auch für das Büro.

00:36:14: Ich habe ein Bild gesehen, wo du in deinem Büro sitzt.

00:36:17: sehr viel Kunst also eigentlich ein Atelier.

00:36:21: Vielleicht kannst du uns mal berichten, wie du dir dein Büro eingerichtet hast oder vielleicht wie du es auch entwickelt.

00:36:26: Vielleicht ist das ja auch ein Prozess?

00:36:27: Ja

00:36:28: in diesem Büro würden die meisten Menschen verrückt werden, was hier abgelenkt wird.

00:36:33: natürlich.

00:36:33: aber ich habe schon gesagt, ich bin Kunstsammler und ein nicht dogmatischer Kunstsamler.

00:36:40: Ich war mal dogmatisch, habe nur konkrete Kunst gesammelt bis ich wichtige Begegnungen hatte.

00:36:46: Das habe ich sehr viel breiter gesammelt.

00:36:50: Ich bin sehr inspiriert von der Renaissance, das war ja eine hochinteressante Zeit wo man drei Energien gebündelt hat.

00:36:57: Es waren die Methoden der Resonanz Humanismus, Kapitalismus und Ästhetik Und in Volken wurde auch eine Blütenzeit durch diese Methode.

00:37:07: Die Menschen sind damals nicht so in die Welt hinausgegangen wie wir sondern sie haben die Welt ins Haus geholt und haben Wunderkammer, also die haben die Herrscher und die Reichen haben Wunderkammer in ihr Zuhause geholt.

00:37:25: Da hat man gestaunt, da hat man gemeint Man versteht den Bauplan der Welt Und diese Methode gefällt mir sehr.

00:37:33: In meinem Büro ist natürlich ein Tisch Das ist aber einen Küchentisch, eine Arbeit Tisch von Superstudio in Mainland an den Quadratwiesen-Tisch, weil das mir wichtig ist.

00:37:45: Das werden wir Gespräche führen mit Keste, dass wir alle gleich sitzen und nicht einer sitzt wie bei Putin am anderen Ende und man kann ihm kaum erreichen.

00:37:55: Und da gibt es natürlich Stühle, weil wir sind nicht gemacht um länger in so geknickter Haltung zu verbringen und diese Dinge müssen für mich schön sein Die müssen funktionell sein und poetisch.

00:38:12: Dann gibt es die Kunst, dann gibt es tatsächlich Naturalia wie in den Wunderkammern da gibt es viele Muscheln also da gibt's afrikanische Kunst, da gibt das alles Mögliche Und ich fühle mich wie geborgen wie ihr Mutter leibt in diesem Raum und es geht erstaunlich viele Gäste denen es auch so geht einigen die sagen Ich werde ja verrückt, dann gehen wir woanders hin.

00:38:34: Aber das ist meine ganz persönliche Welt, die ich auch selbst, also dieses Vorrecht ist den meisten Menschen ja nicht gegeben.

00:38:41: Dass sie ihre eigene Arbeitsumgebung passend zu ihrer Person machen können und deswegen braucht es im Büro auch eine gewisse Neutralität.

00:38:52: aber man kann trotzdem versuchen so die Schönheit zum Integralen Bestaunteil des Büros zu machen.

00:38:58: Aber solche Büro sind Ausnahmen, Designer haben auf solche Büros, Künstler haben solche Ateliers.

00:39:04: Und da ich relativ frei bin in dem was ich mache kann ich mir das so gestalten wie jetzt ist.

00:39:09: aber es ist ein Privileg und ich bin dankbar dass sich dieses Privilegg genießen darf.

00:39:16: Ja

00:39:18: hatte.

00:39:18: man sagt ja auch so schnell richtet ihr dein Büro doch besser ein.

00:39:23: Mach dir mal über Kunstgedanken, vielleicht auch im Homeoffice.

00:39:26: aber man vergisst ja auch schnell dass nicht jeder einen eigenen Raum hat.

00:39:29: zum Beispiel ich habe auch den ersten Teil der Pandemie im Wohnzimmer gesessen und die Kinder sprangen mir über den Kopf sozusagen und da musste sich so improvisieren die ganze Zeit.

00:39:43: das heißt wir sind da auch sehr unterschiedlich aufgestellt.

00:39:46: mehr hat auch der Satz von Dostoyevsky gut gefallen in euren buch schönheit rettet die welt.

00:39:50: also Schönheit hat eine Verantwortung, wir sollten mehr darüber reden.

00:39:55: Gleichzeitig sagt man ja auch, Schönheit liegt im Auge des Betrachtens.

00:39:59: Also wer hat denn am Ende die Verantwortung auch Schönheit in die Büros zu bringen?

00:40:03: Sind das dann die Führungskräfte

00:40:05: ... Das sind eigentlich die Fährungskräfte.

00:40:07: also ich muss noch über eine Begegnung berichten, die dazu geführt hat dass das was ich heute mache und zwar habe ich ziemlich lange als Exportmanager für einen berühmten deutschen Markenartikel gearbeitet, Exportmanagier für Europa und das bedeutete dass ich zweimal in der Woche abgeholt wurde.

00:40:31: Damals hat man Manager noch von zu Hause abgeholt mit S-Klasse mit Fahrer und zum Flughafen gebracht und am Ende der Reise wieder abgeholzt.

00:40:42: Das passierte zweimal Und wir leben in einem Gebäude, wo es einen Innenhof gibt mit Kies.

00:40:48: Unsere kleine Kinder haben immer dieses Auto in den Hoffahren hören und haben dann geweint... ...und Papi geht wieder!

00:40:57: Ich bin im Flugzeug gesessen und haben mir die Sinnfrage gestellt.

00:41:00: Man sagt, wenn die Kinder achtzehnt sind.

00:41:03: Die Antwort wäre sehr dünn ausgefallen.

00:41:05: Das was ich verkauft habe war eine Spirituose.

00:41:09: Man kann sich fragen ist es sinnvoll permanent im Flugzeuge zu sitzen?

00:41:13: um diese Spirituose irgendwie international zu verkaufen.

00:41:17: Und immer wäre man so mit sich hadert, ich habe das ein paar Jahre gemacht und habe dann auch versucht auf diesen Reisen in den Abenden

00:41:26: usw.,

00:41:27: was mich wirklich interessiert nämlich die Kunst viel Beachtung zu schenken.

00:41:31: und eines Tages war ich im Basel und hatte eigentlich abends einen Termin mit einem Direktor des Kunstmuseums.

00:41:41: Basel wurde damals geführt vom Zwiegersund von Schakal und diesen Termin wurde sehr, sehr kurzfristig aus wichtigem Grund abgesagt.

00:41:49: Und ich war sehr enttäuscht!

00:41:50: Ich war Mitte... Ende Zwanzig und noch nicht so vertraut mit den Weisheiten des Deiler Lamas und sein.

00:41:58: wenn man etwas nicht bekommt was man gerne hätte ist das oft ein großes Geschenk.

00:42:03: und dieses Geschenkt begann mich am gleichen Abend.

00:42:05: Ich bin in die Bar und mit dem Barkeeper zu reden, ich dachte vielleicht verkaufe ich noch ein paar Flachen.

00:42:12: Aber da hatte viel zu viel zu tun.

00:42:14: das war die blaue Stunde Und ich hatte nur Gelegenheit ein Gespräch zu horchen oder mitzuhören was neben mir geführt wurde.

00:42:21: Da saß ein ganz attraktives Paar und der Mann sagt dazu der Frau Ich verstehe die Menschen nicht.

00:42:28: alle finden die aufgehende Sonne schön und so gut wie niemanden findet meine Arbeiten schön obwohl beide die gleiche Intensität an Schönheit haben.

00:42:37: Und dann kam der Barkeeper und dann habe ich gesagt, bieten Sie doch diese Herrschaften etwas zu trinken an von mir.

00:42:43: Und der Mann dreht sich um und sagt, na nun ein Holländer, der einen ausgibt, der war vertraut mit unserem einnehmenden Wesen.

00:42:49: Und warum machen sie das?

00:42:51: Und dann hab' ich gesagt Ich habe Ihr Gespräch gehört und ich versuche privat was für Künstler zu tun vielleicht ja nicht auch was für Sie tun.

00:42:59: Das fand er interessant, da hat er gefragt, was ich mache... ...und dann hat die Frau gesagt so, Chano stelle dir endlich vor, und das war der weltberühmte Künstler Jean Tengeliede neben Biasas.

00:43:10: Und wir sind Freunde geworden!

00:43:12: Wir haben dieses Thema vertieft.

00:43:14: Von ihm habe ich gelernt – also bei seiner Weisheit kann man darüber streiten ob das so stimmt oder nicht – er sagt mir Menschen, weil wir Teil der Natur sind nehmen alles natürlicher von ihnen nach außen wahr.

00:43:31: Wir diskutieren nicht darüber, ob die Aufgehende so schön ist.

00:43:36: Kulturelle, neben wir von außen nach innen war und es brauchte Information ums zu verstehen.

00:43:42: Ja?

00:43:43: Und als ich das meinte verstanden zu habe hab' ich am nächsten Tag meine Stelle bei meiner Firma gekündigt.

00:43:50: Das war sehr unklug ohne etwas Neues zu haben mit zwei Kinder Mit einer relativ hohe Miete.

00:43:57: aber der Schmerz war mir ziemlich groß und ich dachte Ich will mein Dienst im Leben dieser Sache stellen.

00:44:04: so da kommen jetzt du deine.

00:44:07: Ja, es liegt in der Verantwortung von Führungskräften ein so qualitätsvolles Ambiente erweift zu führen.

00:44:15: Die meisten sind aber nicht dazu in der Lage weil sie eben nicht diese Information haben.

00:44:22: und es stimmt nicht das Schönheit im Auge des Betrachters liegt.

00:44:27: also beim naturschönen würde ich das nachgelten lassen.

00:44:35: Homo sapiens sapiens, und das eine Sapien steht für Geschmack.

00:44:40: Es gefällt mir oder es gefällt dir

00:44:42: nicht.".

00:44:43: Das ist das interessellose Wohlgefallen von Immanuel Kantz.

00:44:48: Und das andere Sapient steht aber für Wissen, für Bewusstsein, für das Kennen der Kriterien, für dass Bedeutsam finden von Qualität und für das Anreichen in sich eine Hierarchie der Entscheidungskriterien.

00:45:02: Und über diese Fähigkeit im Bezug auf Büro-Einrichtung verfügen viele Führungskräfte nicht.

00:45:08: Früher war es so, dass am Ende die Frau des Vorstandsvorsitzenden damit entschieden hat was sie ihr Haus schön einrichten kann.

00:45:15: Also gibt wahrscheinlich Frauen, die das farberhaft können und es ist dann auch wunderbar wenn sie's machen.

00:45:22: aber wenn Sie da ihren eigenen Geschmack reinbringen ohne das andere mitzubringen, dann wird sie eben nichts.

00:45:30: ist es nach wie vor so auch bei vielen neuen Bürokonzepten, die man so sieht, die unter diesem New Work Label entstanden sind.

00:45:39: Ist das nichts?

00:45:40: Weil hier entscheidend also nicht genügend wissen zu diesem Thema.

00:45:46: Das hat wieder um etwas mit diesen Seelen zu tun, die unten ernährt sind.

00:45:52: Also die gibt es ohne Ende beim Menschen, die mit dem Thema beschäftigt sind.

00:45:57: Und dann ist es ein Glück, ich arbeite an einem Buch über die Schönheit zusammen mit Christoph Quach.

00:46:01: Schönheit rettet die Welt.

00:46:04: Kann ich vielleicht nachher noch kurz was darüber sagen?

00:46:09: Also zwangere Frauen sehen niemals überall zwangene Frauen und ich sehe immer auch dieses Schötheitsthema war in einer Leib-Ausstellung in Stuttgart und da gaben sie einen sehr schönen Katalog zu.

00:46:21: Einige Zitate drin eins von einem Neoplatoniker hat mich wirklich umgehauen.

00:46:27: In etwa geht es so, das Auge hätte die Sonne nie gesehen wenn sie nicht von Art und Gestalt der Sonne wäre.

00:46:34: Und die Seele kann die Schönheit nicht sehen wenn sie selbst nicht schön geworden ist.

00:46:38: Und das entscheiden meine Meinung nach aber das ist meine Meinung viel zu viele Leute über das Büro der Zukunft die keine schöne Seele haben.

00:46:48: Das muss man auch erstmal so sagen lassen?

00:46:51: Du hast ja auch einen speziellen Jobtitel

00:46:54: Ja, Cultural Capital Producer.

00:46:58: Damit verbunden ist ja auch deine spezielle Arbeit und Arbeitsweise?

00:47:03: Ja, eigentlich bin ich Unternehmensberater.

00:47:06: Aber das nennen sich sehr viele Leute die zum Beispiel bei der Volksbank in einer Filiale nicht mehr gebraucht werden.

00:47:13: Die werden dann Unternehemsberater.

00:47:15: Und ich wollte nicht unbedingt ohne dispektierlich zu sein diesen Menschen gegenüber.

00:47:20: aber wenn diese Schublade landen oder habe ich eben diesen Begriff für mich entwickelt, cultural capital producer und im Grunde genommen ist es auch das was ich in den Unternehmen mache.

00:47:32: Ich versuche das kulturelle Kapital zu mehren zum Wohle des Unternehmens und ihren Mitarbeiter.

00:47:39: Und wir haben vorhin die Gallop Studie angesprochen.

00:47:42: Ich habe heute morgen nochmal auf die Seite geschaut und mir die letzten Zahlen angeschaut.

00:47:46: Neunundfünfzig Prozent Haben so etwas wie innerlich gekündigt sind offensichtlich unzufrieden.

00:47:54: viele bleiben trotzdem, was sagst du denen als jemand der mit Leidenschaft am Weg ist?

00:47:59: Also Work Life gibt es bei uns nicht zum Beispiel.

00:48:03: Bei meiner Frau und mich nicht.

00:48:06: Leben lieben arbeiten ist eine Einheit.

00:48:08: Es ist eine Idealform des Lebens glaube ich.

00:48:12: Und ja was sagt man denen?

00:48:15: also man muss die Wirklichkeit die man sich wünscht selbst kreieren Wünscht ist, sollte man sehen, dass man nicht rauskommt.

00:48:25: Das ist nicht immer einfach.

00:48:27: Man hat vielleicht Kinder und man hat eine Hypothek, die man mit ihnen muss

00:48:31: usw.,

00:48:32: aber man muss versuchen ... Es gibt eine Gruppe von Menschen, die sich konspirativ treffen, das sind Führungskräfte, die unter Vorstände vom DAX-Unternehmen arbeiten und die nicht innerlich gekündigt haben, aber die nicht glücklich sind in ihrer Situation Und die tauschen sich aus und laden auch immer jemand ein, der einen Impulsvortrag hält.

00:48:56: Irgendwann war ich es.

00:48:59: Da muss man am nächsten Tag einen Gedanken nach dem Frühstück in den Raum werfen sozusagen.

00:49:06: Das ist dann das Thema des Tages.

00:49:09: Christoph Quach bedanke ich den Hinweis auf ein amerikanischer Dichter, der heißt White David White und er hat ein bundemales Gedicht, das heißt Sweet Darkness.

00:49:23: Das beginnt mit zwei ganz wichtige Sätze die nachher vielleicht für die Schönheit noch eine Rolle spielen.

00:49:29: When your eyes are tired the world is tired.

00:49:31: also wenn deine Augen müde sind ist die Welt auch müde.

00:49:35: Aber as ended with drei wahnsinnige Zeilen The World was made to be free and give up All the other worlds accept one to which you belong.

00:49:51: Sometimes it takes darkness and a sweet confinement of your loneliness, to learn anything that does not bring you alive is too small for you.

00:50:02: Also alles was einem nicht lebendig macht ist zu klein und die Menschen die in einer Tätigkeit gefangen sind, die sie nicht lebending macht, ist zu kleint für die daraus zu kommen.

00:50:17: Es ist schwierig, aber es lohnt sich auf alle Fälle.

00:50:22: und nach dieser Veranstaltung habe ich zwei Anrufe bekommen.

00:50:26: Eines von einer Führungskraft der dreißigtausend Leute unter sich hat gekündigt.

00:50:31: Er ist dann erst mal mit Schlittenhunden durch Alaska und hat sich persönlich bedankt, er ist gekommen und hat gesagt dass genau das habe ich gebraucht um da rauszukommen und ein anderer ebenfalls für einen großes Digitalanbieter.

00:50:53: Und der wurde später, er hat sich selbstständig gemacht und den dürfte ich dann auch beraten.

00:50:57: das ist wunderbar.

00:50:58: also ich glaube man muss versuchen etwas zu finden was Eignung und Neigung entsprechend ist und das ist genau das was der Bergmann meinte und war.

00:51:11: so oftfalls erklärt wird Der meinte, man muss das machen was man wirklich wirklich will.

00:51:20: Ja deswegen es gibt ja diese berühmte Firmen die in Graschen entstanden sind und dann denkt man wie kann man in einer Grasche wo der Will noch steht und arbeiten?

00:51:32: aber sie ist natürlich angefressen von ihrem Ding.

00:51:36: Wie heißt es hier schön bei Viktor Frankl?

00:51:38: Wenn man ein Warum zum Leben hat, erträgt man fast jedes wie.

00:51:41: Und die brauchen das alles nicht.

00:51:44: Die sind besessend von dem was sie machen und das geht so.

00:51:49: aber viele, viele Menschen machen etwas was sie am liebsten nicht machen würden und das ist natürlich tödlich für die Lebensqualität.

00:51:57: Sie tragen auch diese Mischung in ihre Familien herein und es ist Teil des Lebens.

00:52:05: Man sollte sich bewusst sein, dass wir das Meiste, das Wichtigste im Leben nicht wählen konnten.

00:52:12: Also ich konnte nicht wählern wann ich geboren wurde wo ich gebohnt wurde was meine Muttersprache ist ob ich Geschwister habe oder nicht.

00:52:21: Das war alles vorgekehrt und als weniger etwas bleibt sollte man versuchen so bewusst wie möglich zu wählen Und ich weiß nicht was Karl Jaspers hat gesagt was den Menschen bestimmt ist, wo er wählt und gewählt wird.

00:52:37: Und wo er annimmt und wo er

00:52:39: ausweicht.".

00:52:40: Ich glaube das ist ein ganz wichtiger Satz und da muss man sehr vorsichtig sein bei der Wahl.

00:52:46: gerade wenn man Kinder begleitet die sollte man nicht irgendwo hineinschwängen sondern Eignung und Neigung entsprechend zu ihrem Talent passend entfalten und keiner so sagt der große Humanist Erasmus von Rotterdam neidis auf einen anderen zu einer.

00:53:03: Vielleicht können wir noch mal abschließend über das neue Buch sprechen, an dem ihr gerade dran seid.

00:53:08: Es geht natürlich auch um Schönheit.

00:53:11: Kannst du uns da schon mal ein bisschen Appetit machen?

00:53:14: Ja gerne!

00:53:15: Also ich wurde angerufen von einem Kunden einen potenziellen Kunden und ich wurde ihm zugeführt.

00:53:23: er hat das Familienunternehmen übernommen sind investiert in Supermärkte also Supermarkt Immobilien.

00:53:33: Und der Vater war extrem erfolgreich, hat auch eine berühmte Lebensmittelkette in Deutschland aufgebaut.

00:53:40: Er hat das aus Amerika mitgebracht.

00:53:41: Magen-Discounter ist zu früh verstopfen und da musste der Sohn ins Geschirr und musste dann als verantwortlicher Märkte die vom Vater gebaut wurden zurückbauen.

00:53:53: Das Material konnte nicht einfach auf die Deponie, das war Sondermüll.

00:53:56: Und er hatte vier Kinder und gesagt mit mir nicht ich will mein Unternehmen nachhaltig machen und ich will nachhaltige bauen.

00:54:05: Und, ähm... Ich wurde ihm zugeführt und er hat gefragt Kannst du mich begleiten dabei?

00:54:12: Wunderbar!

00:54:13: Also man lernt von seinem Kunden.

00:54:15: am meisten haben wir mit diesem Prozess bekommen.

00:54:17: und dann habe ich irgendwann gesagt das größte Problem was wir begegnet werden ist dass diese wunderbare Idee von dir nicht von allen getragen wird.

00:54:25: Das wusste ich auf Macchiavalli.

00:54:27: wenn man fürs Neues Bildern hat man zunächst alle mal gegenseitig von der Autosituation profitieren und die Zweifler glauben erst, wenn sie sehen.

00:54:36: Und da habe ich gesagt es wäre sehr gut für deine Arbeitsgemeinschaft, wenn wir ein Buch machen wo wir nicht belehrend sondern spielerisch Menschen dieses Thema Nachhaltigkeit nachherbringen.

00:54:48: und er war begeistert.

00:54:50: und dann haben wir das gemacht.

00:54:51: Ich habe hier dabei.

00:54:52: es heißt als ich mich auf dem Weg machte die Erde zu retten.

00:54:56: Der Auto ist Martin Häusler Und es haben Mitbewerber, dieses Unternehmer.

00:55:02: Das ist auch die neue Zeit von dieser Idee gehört und wir haben gesagt, da würden wir gerne mitmachen.

00:55:08: Wir würden gerne dieses Buch mit bezahlen.

00:55:11: Am Anfang war das für mich ein bisschen eigenartig weil wir arbeiten in der gleichen Branche nie für zwei Mitbe werber aber die haben gesagt sind teilweise auch Kunden von den anderen.

00:55:21: Also ich würde das gerne machen.

00:55:23: und dann haben weitere Privatpersonen darüber gehört, einen Stand in der Gruppe von acht, neun Leuten, die dieses Buch finanziert.

00:55:32: Und da habe ich gesagt, gut also das was damit verdient wird sollte jemand so gut kommen.

00:55:38: und das wurde die Stiftung von Eckhardt von Heershausen gesunde Erde, gesunde Menschen, also alles Geld, was verdient worden ist.

00:55:45: Auch ich habe ProDeo dieses ganze Projekt begleitet ist an seine Stiftung gegangen und geht ans eine Stiftungen.

00:55:52: Als es dann fertig war, haben meine Frau und ich gesagt was rettet denn eigentlich die Welt?

00:55:58: Hier macht man sich auf den Weg die Welt zu retten, das rettete die Welt!

00:56:01: Und das ist tatsächlich die Schönheit, es gibt ja den bereits genannten Satz von Dostoljewski und wir haben mich schon vor fünfzehn Jahre als wir ein Dokumentation über die eigene Arbeit gemacht haben gesagt Wir wollen uns im Alter in Schönheit auflösen Und wir sind jetzt beide deutlich über siebzig und haben gesagt, Wir machen jetzt das Buch über die Schönheit.

00:56:24: Und dann haben wir Christoph dafür begeistert, Christoph Quach, weil ich kann das so nicht versprachlichen wie er es gar nicht habe, viele gute Ideen und kann es auch curatieren und aber auch die besten Menschen, die es gestalten.

00:56:36: Aber wir machen es gemeinsam!

00:56:37: Und dieses Buch ist nun fast fertig und wird in Mai erscheinen, dreihundertfünfzig Seiten Im Inneren sagte Kerstin eine Bruchhandlerin hier in Berlin, die ich schon vorgestellt habe.

00:56:50: Eine Wunderkammer ist eine grafische Delikatesse.

00:56:54: Es ist inhaltlich auf die Höhe der Zeit und es hat die schönsten Illustrationen.

00:57:01: Es geben sich Köte und Schiller und Andy Warhol und Basquiat und Susan Sontag und Leibowitsch Und viele, viele andere die Hand.

00:57:10: und ja wir hoffen damit die Welt ein Geschenk machen zu können.

00:57:15: Damit deine Kinder und die noch nicht geborenen irgendwann von uns eine lebenswerte Welt erden.

00:57:23: Toll!

00:57:24: Da freuen wir uns schon drauf.

00:57:25: Vielen Dank für das Interview.

00:57:27: vielen Dank Nicht nur was du heute geteilt hast sondern was Du auch bewirksst.

00:57:33: ich glaube es ist ne ganz wichtige Arbeit.

00:57:35: da sind wir wieder vom Thema Arbeit Und es geht ja nicht immer nur, weil in Deutschland – das hatten wir vorhin dieser Begriff New Work so groß wurde.

00:57:43: mittlerweile finden den viel auch gar nicht mehr so gut.

00:57:45: Es geht ja natürlich nicht ums Neue sondern um etwas Menschliches finde ich und da hat die Schönheit viel mit zu tun, dass wir das heute mal beleuchten konnten.

00:57:54: und bleibt dir abschließend noch einen Satz den du uns hier mitgeben kannst.

00:58:00: Hier hören sehr unterschiedliche Menschen zu Leute aus Personalabteilung Geschäftsführende Menschen Kommunikatoren, also bunt durch die Bank auf verschiedene Bronzen.

00:58:12: Was sollten wir jetzt abschließen nochmal beherzigen?

00:58:14: Ja es gibt der schöne Gedanke das wenn ein Gespräch gelungen ist in uns bleibt etwas in uns bleiben was uns verändert hat.

00:58:21: mich hat unser Gespräch schon verändert und dafür bin ich dankbar.

00:58:25: Ich danke dir.

00:58:27: Bis dann mach's gut.

00:58:28: Danke dir

00:58:29: Tschüss.

Über diesen Podcast

„You don’t have to listen to anyone, because in this new world, no one knows anything.“ Casey Neistat.

In meinem Podcast „New Work Chat“ interviewe ich spannende Köpfe rund um die Themen New Work, Kultur und Transformation.

Wie finden wir eine Arbeit, die uns erfüllt und einen Unterschied macht? Wie entwickeln wir unsere Unternehmen so, dass Mitarbeiter:innen dort gern arbeiten und einen besseren Job machen?

Und: Wie vereinbaren wir unsere Familie mit unserer Arbeit? Das interessiert mich als #Dadof3Girls besonders.

Ob bei einem Startup, einer Agentur oder einer Kommune. Hauptsache, wir bewegen was, experimentieren und teilen, was wir lernen. Hauptsache wir gestalten heute eine Welt, in der unsere Kinder Arbeit nicht mehr als milde Krankheit, sondern als sinnvolle Aufgabe sehen.

Den Podcast gibt´s bei Spotify, Apple Podcasts & Co.

Neue Folgen erscheinen wöchentlich Freitags um 6:00 Uhr. Tune in!

von und mit Gabriel Rath

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