New Work Chat

New Work Chat

Der Podcast für die neue Arbeitswelt

Transkript

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00:00:00: Willkommen zum New Work Chat Podcast von meinem Vater.

00:00:04: Heute mit Sebastian Klein, viel Spaß!

00:00:08: Ja und damit moin und willkommen zu meiner Podcast-New Work Chat.

00:00:11: Ich freue mich sehr dass Sebastian heute bei mir ist.

00:00:13: Schöne Grüße aus Rostock.

00:00:15: Hallo freut mich auch.

00:00:17: Du bist ja gar nicht in der Metropole in Berlin habe ich gerade verstanden.

00:00:21: du bist auch eher so in der ruhigeren Zone So wie ich ja auch im MV.

00:00:27: Genau, bei mir ist es noch in Brandenburg aber auch so richtig ländlich kurz vor Polen.

00:00:33: Sehr ruhig!

00:00:34: Also ich bin ja jetzt öfter in Berlin weil ich da seit einem Jahr ja auch arbeite und ich höre wirklich oft von Berlinerinnen und BerlinerInnen dass sie sagen also ich fahr zumindest am Wochenende nach Brandenburger.

00:00:45: also der ganze Ruf von Brandenberg hat irgendwie sich enorm verbessert.

00:00:49: früher war das ein bisschen das niemals Land heute wollen er irgendwie alle hin.

00:00:53: Vielleicht dich das auch so ein bisschen an der, an meiner Lebensphase.

00:00:56: Dass ich mich mehr mit Leuten beschäftige die nicht mehr so in den Zwanzigern sind?

00:01:00: Wie erlebst du das so Brandenburg?

00:01:02: Naja aber auch den Eindruck.

00:01:03: also Berlin hat halt diese positive Seite dass es unheimlich viel Inspiration und Input gibt.

00:01:09: man kann immer was machen.

00:01:10: Es gibt immer etwas Neues zu entdecken.

00:01:13: Das ist natürlich gleichzeitig auch anstrengend Und bei mir war damals so'n bisschen der... Da seit ungefähr dreißig glaube ich drüber geredet, dass es das gerne irgendwann mal machen würde.

00:01:23: So wie die meisten und hatte irgendwann dann das Gefühl... Ich ärgere mich jeden Tag über Autos und Autofahrer und kann mir nicht vorstellen so richtig in eine kleinere Stadt zu ziehen und habe mich deswegen entschieden das als ein Hybrid zu machen.

00:01:36: also deswegen bin ich so die Hälfte der Zeit im Berlin und die andere Hälftige draußen haben die totale Ruhe.

00:01:42: Bist du denn zum Arbeiten eher in Berlin oder triffst du wahrscheinlich eher Leute dort?

00:01:49: Genau, also wir haben jetzt mit neuen Narrative mein aktuelles Unternehmen.

00:01:52: Haben gar kein Büro das heißt ich arbeite immer da wo ich gerade bin.

00:01:56: es geht auch voll gut von hier und genau meine berlinwochen sind dann eher so.

00:02:01: viele leute treffen viel unternehmen Und hier draußen?

00:02:06: Dann ist gegenteiler kann.

00:02:07: hier kann man nicht so viele unternehmen

00:02:10: trifft einfach niemanden.

00:02:12: Sebastian, ich bin ja Vater von drei Töchtern und da gibt es eine schöne Einstiegsfrage, die ich dir auch gerne stellen würde.

00:02:19: Unsere mittlere Tochter, die Mathilda, zehn Jahre alt, die spricht hier das Intro ein.

00:02:23: Ich muss sie mittlerweile ein bisschen bestechen mit Süßigkeiten und anderen Privilegien aber sie spielt zumindest noch mit und im Gegenzug dürfen meine Gäste und Gästen ihr dann mal erklären was sie eigentlich so tun?

00:02:34: Was würdest denn du sagen?

00:02:40: Also erstmal würde ich sagen, ich sitze eigentlich den ganzen Tag am Schreibtisch oder lauf in meinem Zimmer rum und telefoniere.

00:02:46: Das sieht erst mal sehr unspektakulär aus!

00:02:49: Und wenn man sich dann aber fragt was passiert in der Zeit?

00:02:52: Dann ist es einerseits so dass ich viel schreibe und an Texten arbeite für Magazine und ab und zu auch mal für Bücher... ...und ich spreche mit ganz vielen Leuten mit denen ich arbeite, weil meine Arbeit so eine Art Kleinen Verlag mache, wo wir einen Magazin rausbringen und noch ein paar andere Produkte die Leute sich zu Gemüte führen.

00:03:16: Und dann rede ich noch mit ganz vielen anderen Leuten, die nicht in meinem Unternehmen sind... ...und jetzt wird es kompliziert genau!

00:03:26: Also bis dahin erstmal viel reden und viel schreiben und auch viel am Schreibtisch sein.

00:03:34: Glaubst du das macht auch Appetit bei Kindern?

00:03:37: Danach zu eifern.

00:03:40: Naja, genau.

00:03:41: Wenn man das so von außen betrachtet sich das erstmal nicht so erstrebenswert aus, müsste ich nochmal drüber nachdenken wie man das im Kind gut schmackhaft machen könnte.

00:03:52: Naja ihr arbeitet ja auch für eine bessere Wirtschaftswelt mindestens für eine Bessere Wirtschaftswelt eigentlich ja auch insgesamt für eine bessere Welt.

00:04:00: Es ist wahrscheinlich schon etwas was die jüngeren auch interessiert.

00:04:03: wir hatten jetzt gerade auch wieder Fridays for Future in Berlin und ganz vielen Städten Und das merke ich auch wie dass die Kinder auch beschäftigt Die sehen die Bilder, sie erleben es an den Schulen und dann aber auch mal zu gucken.

00:04:14: Was hat das eigentlich mit Arbeit?

00:04:16: Und mit Unternehmen zu tun ist glaube ich auch eine Sache, die man noch ein bisschen besser vermitteln könnte.

00:04:22: in Schulen.

00:04:23: also da fehlt manchmal immer noch so der Zusammenhang Schule und Arbeit und dann Aber auch so Gesamtkontext Gesellschaft Nachhaltigkeit.

00:04:31: aber vielleicht kommen wir nachher nochmal dazu.

00:04:33: ihr habt ja eurem schönen Magazin neue Narrative auch immer diesen Check-In.

00:04:37: Und da gibt es eine schöne Frage, die ich dir auch noch mal selbst stellen würde und zwar welches Wort beschreibt denn am besten wie du dich gerade fühlst?

00:04:49: Schreibphase.

00:04:51: Du bist grade so im Deep Work Modus

00:04:55: Genau!

00:04:55: Ich habe jetzt diese nächste Woche bin ich ein bisschen in dem Modus hinterher zu rennen und Texte fertigzubekommen Die vorher so ein bisschen liegen geblieben sind und wir haben in unseren Magazinen Prozess immer so bestimmte Sprints.

00:05:11: Also jetzt gerade fängt eigentlich schon das Lektorat an.

00:05:13: Das heißt, ich bin da ein bisschen hinten dran.

00:05:16: Genau deswegen beschreibt es Wort Schreibphase eigentlich ganz gut wie meine Woche grad aussieht.

00:05:21: Ist das eine ruhige oder eher ne stressige Phase dann auch für dich?

00:05:27: Es ist insofern eine ruhig gephaset dass sich jetzt versucht nicht so wahnsinnig viel Action zu haben.

00:05:33: also ganz konkret sieht das so aus Ich bin gerne hier draußen auf dem Land halt mir die Vormittage frei.

00:05:41: Also ich bin nicht so ein Typ, ich kann nicht acht Stunden am Tag konzentriert an Texten arbeiten sondern eher dann so morgens bis mittags.

00:05:48: Das versuche ich mir frei zu halten und das kann auch stressig sein wenn man irgendwie nicht so gnädig mit sich selbst ist.

00:05:55: also das versuche inzwischen aber Mir da also dann nicht böse auf mich zu sein wenn mal einen Vormittag nicht so viel passiert.

00:06:02: Genau Ich versuch mich dann immer selbst dran zu erinnern dass ich halt nur diese sag mal so drei stunden richtig konzentiert Textarbeit machen einem Tag kann und manchmal passiert dann viel, manchmal nicht so viel.

00:06:14: Und es lässt sich nicht so richtig vorhersehen.

00:06:17: Ja viele kenne ich natürlich über neue Narrative einige vielleicht auch noch von Blink ist, von The Dive.

00:06:24: das sind zumindest auch die Themen mit denen man dich in Verbindung bringt.

00:06:27: Man kann viel auch lesen auf LinkedIn weil kürzlich sehr viel zu lesen da ist ja sogar ein Post richtig viral gegangen.

00:06:35: Aber du hast ja auch noch viel mehr erlebt und auch noch einen Hintergrund, der noch viel breiter ist.

00:06:39: Du hast nämlich mit Psychologie zu tun beziehungsweise du hast es auch mal studiert.

00:06:43: vielleicht kannst du uns mal so ein bisschen in deine Story mitnehmen.

00:06:46: was hat dich so interessiert als du so aus der Schule kamst und so'n bisschen Richtung Arbeitswelt gegangen bist?

00:06:55: Also meine Schulerfahrung war jetzt erstmal nicht so wahnsinnig inspirierend.

00:06:59: ich habe das eher als sehr sehr unfrei-und unkreativ wahrgenommen.

00:07:05: also Ich habe mich da nicht so wahnsinnig gut entfalten können, hatte entsprechend auch Bindern rausgekommen und hatte nicht so ein Bild von.

00:07:13: jetzt will ich unbedingt studieren.

00:07:14: Hab total Bock auf irgendwas was ich in der Schule hatte und musste eher so ein bisschen mich informieren.

00:07:20: was gibt es für Möglichkeiten?

00:07:21: aber Psychologie ist das was mich am meisten angesprochen hat.

00:07:26: Ich wusste dann schon als ich das angefangen hab dass sich jetzt nicht therapeut werden will weil das wusste ich zum Glück damals schon dass das nicht so meinen Stärken entspricht dachte dann interessanterweise, ich würde mal sowas wie Werbung machen.

00:07:38: Das hat sich dann aber auch ziemlich schnell zerschlagen.

00:07:43: Genau und ich habe dann sechs Jahre das Diplom gemacht.

00:07:47: also man früher war es ja so, man studiert dann wirklich einen Diplomen und fängt danach erst einmal mit der Therapeutenausbildung, das hab' ich da nicht mehr gemacht.

00:07:55: Ich bin nach dem Studium in die Beraterwelt gegangen zu Boston Consulting wusste eigentlich schon dass das nicht so richtig meinen Wert entspricht weil ich da schon mal Praktikum gemacht hatte.

00:08:04: Es war aber gerade so kurz nach der Finanzkrise.

00:08:07: Ich wusste, ich will eigentlich mal gründen aber habe mich nicht so richtig getraut und durch das Studium auch nicht so gut vorbereitet gefühlt.

00:08:14: Deswegen dachte ich dann dieser BCG-Job ist so eine Art Praxis MBA.

00:08:19: Aber das hab' ich dann nur fünfzehn Monate durchgehalten.

00:08:24: Das war fast schon traumatisch für mich diese Erfahrung.

00:08:28: Es ist ja auch so dass...ich will nicht sagen als Klischee Wenn einige von Unternehmensberatung sprechen, dann wird BCG immer so mit genannt.

00:08:36: Die stehen auch ein bisschen für die alte Beratungswelt und viele jüngere Beratungen versuchen das mit einem anderen Ansatz.

00:08:43: zumindest ist es dass was bei mir so ankommt ich bin ja jetzt kein Berater aber... Was hast du in dieser Zeit erlebt wo du sagst das würdest du gerne anders machen wollen?

00:08:55: Also es hat einfach überhaupt nichts zu meinen Werten gepasst, für mich ist Autonomien wichtiger wert.

00:08:59: Ich will gerne selbst entscheiden können was ich mache wie ich's mache und wann ich's mach' und das war in diesem Job wirklich das totale Gegenteil.

00:09:05: man war richtig fremdgesteuert und habe mich wie ein Sklave gefühlt.

00:09:11: Dann ist mir auch sowas wie Ehrlichkeit und Transparenz wichtig.

00:09:16: Das war dort auch nicht gegeben.

00:09:18: man war eigentlich als... Teil des Berufsbildes war so ein bisschen Leute anzulügen und alle haben sich gegenseitig immer irgendwelche Geschichten erzählt, die nicht gestimmt haben.

00:09:26: Haben sich gegensätzlich manipuliert.

00:09:28: das ist einfach also passt nichts zu meinen Werten und man fängt dann oder bei mir war es so ich habe dann halt auch ein bisschen angefangen natürlich mich anzupassen dann funktioniert man ja auch nicht in dem Umfeld und dann merkt man auf einmal man wird so jemand der man nicht sein will und ist dann vielleicht auch so privat leben.

00:09:42: auf einmal fängt man an irgendwie so zu lügen und zu manipulieren.

00:09:47: Ja und ich habe dann, ich hab wirklich körperlich gemerkt dass dieser Job... also mich auf jeden Fall auf Dauer krank macht.

00:09:52: Deswegen bin ich da auch relativ schnell wieder ausgestiegen.

00:09:54: Hat dein Umfeld dir das so auch gefeedbackt in irgendeiner Form?

00:09:57: Dass du dich da unbewusst noch angepasst hast was ja irgendwie normal denn auch ist?

00:10:03: Das Schlimme ist ja man hat dann auf einmal gar nicht mehr so viel Kontakte seinem Umfeld.

00:10:06: Du bist die ganze Woche unter Hochspannung eingespannt zu arbeiten Fällt es dann Freitagabend völlig fertig aus der Arbeitswoche gestern wie so ein Zombie durchs Wochenende.

00:10:18: Das heißt also ich zumindest habe da nicht mehr so wahnsinnig viel Kontakt zu anderen Menschen gehabt, also keinen richtigen Kontakt.

00:10:24: man hat sich vielleicht gesehen aber ist dann irgendwie halt abwesend.

00:10:28: Ab Sonntagmorgen fängt man schon wieder an sich zu ärgern dass man irgendwie Montag früh wieder in den Flieger oder irgendwo hin muss.

00:10:35: Ich hatte zum Glück einen sehr engen Freund.

00:10:38: wir sind beide gleichzeitig in die Beraterwelt gegangen und haben immer uns gegenseitig abgecheckt und darüber gesprochen, ob wir gerade kurzum durchdrehen sind.

00:10:47: Und haben uns dann auch beide irgendwann mal gegenseitig gesagt dass jetzt vielleicht der Zeitpunkt ist das zu beenden.

00:10:53: Wobei das auch einige ziemlich abgefeiert haben.

00:10:56: so dieses Flughafending und unterwegs sein und diese Hasselkulturen ein Stück weit ja auch.

00:11:02: also es wird ja heute grade viel diskutiert.

00:11:04: vier Tage Woche können wir uns das überhaupt leisten?

00:11:07: müssen nicht alle viel mehr arbeiten sagen denn die anderen müssen wenn ich wieder mehr hasseln?

00:11:13: Wir werden ja noch dazu kommen wie ihr das heute macht, wie euer Ansatz ist und wie ihr natürlich auch produktiv seid.

00:11:19: Aber so dieser sagen wir mal alte Arbeitswelt die du da ja auch ein Stück weit mit erlebt hast es ja auch schon paar Jahre her gibt's dir heute noch nur ohne dich.

00:11:27: oder hat sie sich auch schon verändert?

00:11:33: Ich wüsste es voll gern.

00:11:34: genau.

00:11:34: du hast total recht ich bin da im Jahr zähn raus dass das schon relativ lange her.

00:11:40: Ich habe immer wieder mal so einzelne Gespräche geführt mit Leuten, die jetzt in den letzten Jahren

00:11:45: noch

00:11:45: bei BCG zum Beispiel waren um daraus zu finden ob sich das total verändert hat.

00:11:49: Weil die rennen ja auch um und sagen sie machen Nachhaltigkeit und Agilität und sonst was alles.

00:11:54: Und

00:11:54: New Work!

00:11:56: Genau.

00:11:59: Mein Eindruck ist es hat sich mit Sicherheit verändert.

00:12:01: ich glaube diese Firmen wie wir kennen sie im PCG sind schon wahnsinnig gut darin immer so Trends den Zeitgeist zu spüren und dann einfach mitzumachen, weil das ist ja eigentlich die Stärke dieser Art von Berat, dass sie einfach das machen.

00:12:11: Und das sagen was andere Leute irgendwie gut finden und ihnen Geld dafür geben.

00:12:15: Ich glaube aber im Kern ist es schon noch das gleiche Unternehmen, was ich jetzt so mitbekommen habe.

00:12:20: Was mich mal interessieren würde du hast gesagt?

00:12:21: Du hast dann in diesem Job auch gemerktes entspricht nicht deinen Werten, dein Vorstellung irgendwas sträubt sich dann so innerlich.

00:12:27: Ich glaub wir alle haben schonmal sowas in der Richtung erlebt.

00:12:31: Ich musste auch sofort an ein zwei Jobstationen bei mir denken.

00:12:35: Aber es ist ja auch so, dass viele dann trotzdem bleiben und sich weiter anpassen.

00:12:41: Und man denkt ja auf Erweiß, ob's woanders noch schlimmer ist in Anführungszeichen.

00:12:45: Die Gallop-Studie zeigt ja auch ein Stück weit.

00:12:47: also viele sind unzufrieden oder ich hab' auch gesehen die gibt von Gsingene Studie, sondern Wechselbereitschaftsstudie, siebenundrassig Prozent können sich angeblich vorstellen zu wechseln.

00:12:56: Die wenigsten trauen sich das denn?

00:12:58: Also man muss auch schon gewissermaßen bisschen Mut mitbringen.

00:13:03: Braucht es bei dir dann irgendwann so ein Punkt, wo das fast übergelaufen ist oder... Wie kam's dazu?

00:13:08: Dass du gesagt hast ich steig jetzt hier einfach aus und bleib eben nicht.

00:13:15: Also ich hatte einfach so ein paar Situationen, wo ich dann gemerkt habe dass das jetzt soweit außerhalb meiner Wertevorstellungen.

00:13:21: das kann und will ich nicht mitmachen.

00:13:25: Und ich hab also ich muss schon auch sagen Ich habe da auch viele Leute getroffen die zwar vielleicht auch gesagt haben euch wird gern lieber Sechzig statt Achtzig Stunden arbeiten Die aber auch gesagt haben, es ist jetzt nicht mein also Autonomie zum Beispiel.

00:13:39: Ist nicht in meinem Wertesystem ganz oben sondern Leute die vielleicht sagen dieser äußerliche Erfolg Status Geld das bei mir ganz oben und deswegen gibt mir diese Firma auch viel.

00:13:50: Das heißt da ist dann vielleicht leute die vielleicht auch ein bisschen jammern und sagen ich finde dass jetzt nicht so präklinkt Aber die eigentlich jetzt darin nicht so unglücklich sind weil schon ihren Werten irgendwo entspricht.

00:14:00: Genau bei mir war's dann schon so dass sich halt ich hatte dann wirklich als ich gekündigt hab zum Projekt.

00:14:04: Das Gefühl hatte so ein sehr erfahrener und berühmter und toller BCG Partner behandelt mich so ein bisschen wie seinen Leib eigenen.

00:14:12: Und das war mir dann einfach zu viel, weil das überhaupt nicht in meinem Selbstbild um meinen Werten entsprochen hat.

00:14:19: Dann hast du dich ja mit Holocracy beschäftigt habe ich gelesen.

00:14:22: bis dann Holocracy Coach richtig geworden auch ein Thema was zu der Zeit bestimmt viele noch nicht... Auf dem zettel hatten das muss ja so zehntinzehn dann elf gewesen sein.

00:14:34: mittlerweile wird auf so einen kontext von new work und.

00:14:38: Neuen arbeitsformen und organisations form schon immer mal wieder darüber gesprochen auch in den einschlägigen podcast.

00:14:43: ist das jetzt ein spezial modell?

00:14:45: ist es möglich?

00:14:46: und soweit an sofort aber zu der zeit war das schon bekamst du da überhaupt auf dieses thema

00:14:55: nicht?

00:14:55: zunächst mal kam denn ja wirklich die blinkest gründung die blinkes zeit und da war dann also, Ich hatte halt gedacht, okay jetzt habe ich diese traumatische Erfahrung hinter mir und mein eigenes Internet machen alles anders.

00:15:08: Und dann war aber nach so zwei drei Jahren schon die Ernüchterung ok.

00:15:11: So ein bisschen ähnlich haben wir es jetzt doch gebaut eine komische Silo-Organisation mit Hierarchie und man manipuliert sich gegenseitig.

00:15:19: Weil ich das Problem lösen wollte hab ich dann angefangen mich umzuhören zu lesen und bin dann bei Holokrosi gelandet.

00:15:25: Genau das war damals noch nicht so ein großes Ding.

00:15:28: Das war dann eher war so aus dem Jahr Das hat mich total angesprochen.

00:15:38: Aber das ist ja auch spannend, also mit Blinkist kommen wir auch noch mal dazu wie das weiterging.

00:15:43: aber da habt ihr ja auch etwas Neues auf den Markt gebracht dass es zu der Zeit nicht gab.

00:15:49: Also viele Leute haben immer schon viele Bücher gelesen und ihr habt gesagt wir helfen euch Mal in kurzer Zeit einen Einblick zu bekommen was ein Buch eigentlich aussagen könnte.

00:16:01: Wie ist diese Idee eigentlich entstanden und wie seid ihr es da so auch business-seitig dann angegangen?

00:16:09: Diese Frage hatte mich wirklich im Studium schon umgetrieben.

00:16:12: Also ich hatte schon als Student mir immer, diese ganzen... Das waren halt damals vor allem amerikanische Sachbücher die versprochen haben wenn du dieses Buch liest, dann wird dein Zeitmanagement besser, dann wirst du total sportlich und schlau und was weiß ich?

00:16:25: Reich!

00:16:26: Genau reich sowieso.

00:16:28: Und ich habe gemerkt dass sich diese Bücher meistens nicht gelesen bekommen habe, sondern immer nur die ersten Viertel hatte so ein Riesenstapel dann da liegen.

00:16:37: Und hab dann geguckt gibt es da nicht Zusammenfassungen?

00:16:39: weil ich dachte das sind die meisten Bücher.

00:16:40: wollen wir irgendwas sagen?

00:16:41: also die meisten dieser Sortenbücher wollen mir was sagen wofür man kein ganzes Buch lesen muss.

00:16:48: und es gab damals schon Get Apps Tracks und Schweizer Unternehmen die zusammenfassung gemacht haben.

00:16:52: Das habe ich danach ausprobiert und habe für mich gemerkt Ich drück mir diese PDFs aus und lese sie aber auch nicht weil die sie so wahnsinnig ansprechend waren relativ trockene Zusammenfassung.

00:17:03: Und ich habe damals dann schon im Studium angefangen, auch mal so per E-Mail... Zusammenfassungs, also Buchkapitel zusammenzufassen und Leuten zu schicken Feedback zu holen.

00:17:12: Die waren damals sicherlich auch noch nicht so toll.

00:17:15: aber das war der Ausgangspunkt.

00:17:16: die Frage, kann man da nicht ein Format entwickeln um die Kernaussagen von so einem Buch in, sagen wir mal, fünfzehn Minuten sich reinzuziehen?

00:17:26: Und ich hatte damals im Studiom auch schon mit zwei Bekannten hatten wir eine studentische Beratung gegründet mit denen und die wollten auch wussten, dass sie später mal was gründen wollen.

00:17:39: Wir haben dann alle unsere ersten Jobs angefangen nicht bei BCG, die anderen beiden ähnlich waren dann alle nach den ersten ein zwei Jahren total frustriert und haben dann gesagt jetzt lass uns doch mal diese alte Idee nochmal aufgreifen und daraus etwas machen.

00:17:50: Und das zu moditarisieren?

00:17:52: Also ihr wart ja derzeit ja auch ein Stück weit voraus.

00:17:56: wie seid ihr das angegangen?

00:18:00: Naja es war schon die Zeit und dies auch immer noch, dass halt die meisten Investoren erst mal sagen Gott das will Medien unternehmen.

00:18:05: Die verdienen kein Geld, da investieren wir nicht.

00:18:08: Wir hatten mit Blinkis gesagt okay wir sind ein Medien Start-up und wir setzen aber sehr stark auf Nutzwert.

00:18:13: also dieser Service du brauchst das Buch nicht lesen kriegst erstmal eine Kurzform oder Kurzfassung.

00:18:20: Das hat ja einen eindeutigen Wert.

00:18:22: und wir haben dann einfach versucht die ersten Jahre rauszufinden.

00:18:26: erstens was ist so Geschäftsmodell, das gut funktionieren kann sind dann bei diesem Abo-Modell gelandet und haben ehrlicherweise auch geguckt welche Art von Büchern.

00:18:35: Haben eine hohe Zahlungsbereitschaft.

00:18:36: also es gab dann zum Beispiel Genres wo Leute gesagt haben oh das nutze ich gern aber da bin nicht bereit dann für ein Abo zu bezahlen.

00:18:42: das ist dann weniger geworden.

00:18:45: Und gerade bei den Sachen die ich jetzt vorhin erwähnt habe oder so Business Books im weiteren Sinne da war einfach eine hohen Zahlungs Bereitschaft dar

00:18:53: Und keine hohe Beratschaft, das komplette Ding zu lesen.

00:18:56: Genau und ich finde genau man muss da immer differenzieren.

00:18:59: also Ich meine es ist nie das gleiche fünfzehn Minuten und ein ganz Buch zu Lesen und bei manchen Büchern Kriegst auch nicht so viel raus aus einer fünfzehnten Version weil die bücher einfach so viel enthalten.

00:19:10: und gleichzeitig dieses Genre So populäres amerikanisches Business Book Das ist schon.

00:19:16: da geht's viel um den Titel des Versprechen eine Kernaussage und dann stehen da irgendwie zwanzig Beispiele drin.

00:19:21: aber Du hast schon relativ viel bekommen, wenn du die Kurzfassung dir reingezogen hast.

00:19:27: Ich hatte das zum Beispiel bei Simon Sennig Start With Why.

00:19:30: Hab dann irgendwann mal... Ist ja auch schon ein paar Jahre her als es rauskam nach seinem TED Talk.

00:19:35: Hab das dann irgendwann einmal reposted oder getwittert?

00:19:37: Weiß ich gar nicht mehr, dass ich das jetzt auch mal lesen würde und dann hat mir sofort einer geschrieben, brauche sie nicht lesen!

00:19:43: Das kann ich dir in einem Satz sagen.

00:19:46: Oder ihr TED Talk reicht oder Blink ist reicht.

00:19:49: Mich hat's aber trotzdem interessiert ob das ob das so ist und ja, man kann es dann schon runterbrechen auf wenige Sätze.

00:19:56: Aber es vertieft sich natürlich noch mal irgendwie anders oder es vernetzt sich nochmal mit anderem Wissen was man vielleicht hat.

00:20:02: Und ich finde es aber danach total cool oder fand in dem Moment auch cool diese Zusammenfassung nochmal zu haben.

00:20:09: Weil wenn ich da nochmal reingucken würde, würde ich natürlich nicht noch ein zweites Mal das Buch lesen wollen!

00:20:14: Dann gibt's bestimmt auch Bücher wo man sagt okay da reicht es mir Ist dann so ein Abstract oder so eine Zusammenfassung halt auch total okay und bei anderen, da will man es dann wirklich im Detail wissen.

00:20:27: Und manchmal ergänzt das sich wahrscheinlich einfach gut.

00:20:29: Voll!

00:20:30: Das war schon ein Ziel von Anfang an mit den Verlagen zu kooperieren und das ließe ich auch wirklich anhand von Kundendaten zeigen dass wirklich viele Leute das nutzen um zu sagen Ich lese dadurch jetzt nicht weniger Bücher aber kann ein bisschen besser aussuchen.

00:20:47: Also was dann halt weniger passiert ist, die sich holen im Buch und merkt nach zwanzig Seiten dass ich es eigentlich nicht lesen würde.

00:20:52: Weil das ist ja aus Nutzersicht immer eine blöde Entscheidung.

00:20:58: Und du hast aber in der Zeit auch wahrscheinlich sehr viel gelesen und dadurch war auch viel aufgenommen.

00:21:04: weil die Frage ist ja auch immer wie übersetzt man denn?

00:21:07: Auch das was man da aufgenommen hat irgendwie in der Handlung.

00:21:10: also das frage ich mich manchmal mit drei Kindern komme ich jetzt auch nicht täglich zum Lesen.

00:21:14: Aber wenn dann möchte ich gerne irgendwie Etwas destillieren für mich etwas mitnehmen und notieren wir das dann einfach nur zum Beispiel.

00:21:22: Wenn du selber natürlich eine zusammenfassung geschrieben hast, dann hast du es wahrscheinlich für dich auch irgendwie nochmal abgespeichert.

00:21:27: aber sonst wie bewältigst du dasselbe für dich?

00:21:30: oder wie hast du's in dieser zeit auch gelernt?

00:21:32: also viel aufzunehmen zu verarbeiten und dann auch zu übersetzen?

00:21:36: ich würde sagen Ich habe relativ früh angefangen weil ich immer das Gefühl hatte, ich kann mir sehr wenig merken was ich in den Büchern lese.

00:21:44: Hab dann sehr früh angefang aktiv zu lesen und ganz viel rauszumarkt an dazu zu schreiben auch eigene Gedanken nochmal in ein Buch reinzuschreiben.

00:21:54: Das hat dann wirklich diese Anfangszeit.

00:21:55: also bei Blink ist die Formatentwicklung echt erleichtert weil ich mich einfach schon aus so einer eigenen Not heraus wahnsinnig viel damit beschäftigt hatte wie man eigentlich Wissen aus Bücheren rausbekommt.

00:22:05: Was dann bei der Formate Entwicklung?

00:22:08: Die Herausforderung weiß, dass wenn du ein Buch liest und eine Zusammenfassung für dich schreibst dann funktioniert diese Zusammenfassungen nicht wie jemand anderen.

00:22:14: Ja

00:22:14: eben!

00:22:14: Das kommt ja auch noch dazu.

00:22:16: Genau da ging es eher darum zu sagen wir können jetzt eigentlich also die Sachen die du nicht auftreiben würdest für deine Zusammenforschung wie können wir die nochmal in so einen Format reinbringen das dann für jemanden funktioniert der das Buch noch nicht kennt?

00:22:29: Das war die Herausforderung

00:22:32: Und du sagtest gerade vorhin schon, dass ihr euch auch eure eigene Organisationen dann angeschaut habt.

00:22:38: Wie entwickelt ihr euch?

00:22:39: Wo ist es euch gelungen was anderes zu machen?

00:22:42: wo seid ihr aber vielleicht doch so wieder in die alten fallen getappt?

00:22:46: wie sagen dieser prozess aus bis ja nun heute auch jemand der sich mit Organisation und Entwicklung beschäftigt.

00:22:52: also so retrospektiv was was waren so die Vielleicht so die ein zwei fallen in dir dann doch getappte seit

00:23:01: Ja, ich find's rückblickend verrückt.

00:23:03: Also ich würd sagen wir hatten bei Blink ist schon diesen Vorteil gegenüber vielen anderen Startups dass Wir haben zuviert gegründet und Ich hatte Psychologie studiert.

00:23:13: das heißt wir hatten zumindest mal einen mit dem Team der über dieses ganze Thema Organisation Menschen nachgedacht hat.

00:23:18: normalerweise hast du da irgendwie drei BVLer und vielleicht noch ein Techie oder so Und dann auch Investoren die dir sagen investier bloß nicht in das thema people und culture oder so weil es brauchst erst nach fünf Jahren.

00:23:32: Das heißt für uns würde ich jetzt mal behaupten, dass das ein Vorteil war da früh drüber nachzudenken.

00:23:38: Und dann war es aber so, dass wir trotzdem erstmal wirklich die einfachste Organisation, die man sich vorstellen kann gebaut haben.

00:23:45: vier Leute, vier Abteilungen und vier Teams, die da entstehen.

00:23:50: also auch noch wenn du dann sagst vier Gründer alle Ego So ein bisschen Wettbewerb gegeneinander, da wurden dann wirklich so silos draus.

00:23:59: Man hat sich gegenseitig nichts gegönnt und hat immer so ein bisschen überlegt wie kann ich jetzt ein größeres Team bauen weil ich mich dann wichtiger fühle als der andere oder so.

00:24:06: Vielleicht

00:24:07: denke man ja auch in dem Moment es ist so ein sportlicher Wettbetrieb?

00:24:11: Voll!

00:24:11: Ich bin deswegen... ich würde auch heute niemals selber im Team mit vier dreißigjährigen weißen Männern investieren weil ich genau weiß was dafür toxischer Quatsch entsteht und ich will mich da gar nicht ausnehmen.

00:24:24: Ich war da total Teil dieser

00:24:27: Kultur.".

00:24:28: Und habt ihr euch dann auch in irgendeiner Form mal eine Begleitung, eine Beratung von außen geholt oder jemanden der das mit dem Blick eben von von außendmal so euch auch in einer Form gesagt hat?

00:24:38: Weil wie du sagst wenn man selber drin ist es ist einem ja gar nicht so bewusst!

00:24:46: Wir hatten mit Blink ist die ersten Jahre, wir waren das erste Start-up vom Hubraum.

00:24:50: Das war damals der Telekom Inkubator.

00:24:52: Das ist jetzt nicht so irre lange her, gute zehn oder elf Jahre.

00:24:57: Damals war trotzdem gefühlt diese Startupszene noch fast inexistent im Berlin und das war dann einer der ersten Inkubatoren Und wir haben dann immer sehr viel von denen so Experten zugeschoben bekommen, die eher aus dem Konzernumfeld kamen.

00:25:11: Die haben uns ehrlich gesagt nicht so... Also es waren ein bisschen die eigenen Hybris das wir auch dachten keiner kann uns irgendwas erzählen.

00:25:17: Dann war's schon auch so dass natürlich jemand der so aus einem Konzertumfeld kennt jetzt vielleicht auch wirklich nicht so viele im Start-up sagen können wie die was bauen sollen und für mich waren dann wirklich die ersten Leute die ich jetzt bezogen auf die Organisationsentwicklung wirklich interessant fand.

00:25:30: Waren dann so die ersten Leuten die mit Hologracie und Selbstorganisation zu tun hatten.

00:25:36: Ich habe da zum Beispiel den oben Timmermann, der Springest so niederländische Start-up aufgebaut hat und da Holocaustie verwendet hat.

00:25:44: Der hat mir da wahnsinnig viel Inspiration gegeben.

00:25:47: Dann gibt es in Berlin die Anke Lesmann, die auch glaube ich eine sehr frühe Holocaustie Beraterin war.

00:25:52: Die hat mir dann anfangs als Start up ist man dann ein bisschen angewiesen auf kostenlose Beratung weil natürlich hätte das jetzt nicht kommen können und sagen wir zahlen irgendwelche krassen Beratertagesätze und hab dann viel mit Leuten geredet mit diesen Organisationsformen auskanten und das fand ich dann sehr inspirierend und hilfreich.

00:26:09: Ich habe in diesem Podcast auch schon, sagen wir mal zwei drei viel mehr waren es glaube nicht Unternehmen zu Gast gehabt die mit Holocracy arbeiten oder die sagen Wir haben's ein bisschen abgewandelt.

00:26:21: Das hört man ja dann auch manchmal.

00:26:23: Es ist aber trotzdem gefühlt bis heute sehr selten.

00:26:28: Also dass Unternehmen wirklich sagen wir machen das jetzt Wir gucken uns das an Wir nehmen uns neues Betriebssystem.

00:26:36: Erlebst du das auch so?

00:26:37: oder passiert da schon mehr unter der Oberfläche?

00:26:40: Wo sind wir mit dem Holocracy Thema gerade so?

00:26:45: Also ich war da ein paar Jahre lang total gehypt und habe mich... also weil mir hat es irgendwie total, für mich hat es total Sinn gemacht und ich dachte okay genauso eine Organisation will ich bauen.

00:26:54: Und ich war dann auch ne Zeit lang voll in dieser Holocracy Szene drin und hab nur mit Leuten geredet die halt so ticken dass sie sich super eine Organisation gut vorstellen können die total regelbasiert ist.

00:27:05: Und ich muss sagen, ich habe dann schon mit der Zeit gemerkt.

00:27:07: Okay die meisten Menschen sind aber nicht so.

00:27:09: und diese Idee dass man so ein neues Betriebssystem installiert auf eine Organisation also auf die menschen das setzt ja voraus dass die Menschen so ticken und es auch sich installieren lassen.

00:27:20: Vielleicht kannst du ja nochmal netterweise für die die heute zuhören die das vielleicht auch noch nicht kennen nochmal ganz kurz in einen eins versetzen sagen was so locker ist.

00:27:28: eigentlich meint

00:27:30: Total gern guter punkt.

00:27:32: Also Locusty nennt sich Betriebssystem für Organisationen.

00:27:36: Und die Idee ist, dass man das was es bisher gab also so eine Hierarchie wo oben jemand steht und darunter dann die zweite Ebene und dann die dritte vierte usw.. Dass man das komplett überschreibt durch so ne Verfassung in der regelbasiert festgelegt ist wie Entscheidungsmacht verteilt wird.

00:27:52: ums ein bisschen konkreter zu machen.

00:27:55: Locusti sagt dann auf einer bestimmten Art und Weise können Rollen geschaffen und verändert werden und diese Rollen haben immer in einem bestimmten Verantwortungsbereich der ganz klar beschrieben und abgegrenzt ist.

00:28:06: Und alle zusammen quasi füllen dann ich gehe dann in meine Rollen rein, ich habe vielleicht dieses Jahr fünf Rollen nächstes Jahr sieben irgendwann nur noch drei irgendwann vielleicht mal fünfzehn und die fühle ich alle gleichzeitig aus je nachdem wo ich mich eben gerade befinde in der Organisation.

00:28:21: und gemeinsam entwickeln wir diese Rollen hier Archiv weiter und das ist ich finde es total toll.

00:28:27: mit manchen Leuten kann man so auch arbeiten Und ich glaube auch bestimmte Elemente davon kann man auch wirklich in jeder Organisation sehr gut installieren.

00:28:36: Aber dieses komplette Ding, wo du auch meiner Meinung nach jedes Jahr eigentlich alle Leute zwei Wochen im Bootcamp schicken musst nicht nur einmal sondern wirklich jedes Jahr.

00:28:45: Ich sehe bisher nicht so viele Organisationen die größer als zwanzig-dreißig Leute sind, wo das so richtig

00:28:51: fliegt.

00:28:56: Also woran liegt es?

00:28:57: umgedreht gefragt, dass wir am Ende doch immer wieder zu dieser guten alten Anführungszeichen-Hirarchie gehen oder dabei bleiben?

00:29:04: Ist das einfach diese Ordnung die irgendwie ja auch alles klärt ob man das jetzt gut oder schlecht findet?

00:29:11: aber das ist dann halt so.

00:29:13: Andererseits ist es ja bei Holocracy auch geklärt auf eine andere Weise

00:29:18: Es ist total geklärt und ich finde schon dass alle Organisationen von diesem Hierarchi also von diesen personen hierarchischen schon zu einer Rollen-Hierarchie sich verändern können und dass es auch besser ist.

00:29:30: Holocracy regelt das halt nur in so einen krassen Detailgrad, dass es dann für die meisten Leute nicht mehr verständlich und handelbar ist.

00:29:37: Weil jetzt... ich denke da kann man sich auch rein denken!

00:29:40: Nicht viele Leute können sich Montagmorgen hinsetzen und sagen okay ich habe diese zwölf Rollen mit insgesamt neunzig Accountabilities.

00:29:49: Ich prägisiere mal kurz welche dieser Rollen gerade wie ausgefüllt werden muss Nehmen dann Request von anderen Leuten entgegen, priorisiere die wieder über alle Rollen hinweg und trefft an Entscheidungen was ich wann.

00:30:00: Es ist einfach manche Leute können das und Computer könnte super.

00:30:03: Deswegen habe ich mich auch schon gefragt hat Brian Robertson Holocracy eigentlich gebaut mit der Annahme dass irgendwann mal wie einfach ersetzt werden durch KI?

00:30:11: weil dann funktioniert es auf jeden Fall.

00:30:14: Vielleicht erleben wir es ja noch.

00:30:16: Ja also bin nicht mehr sicher dass das funktionieren würde.

00:30:19: Ja KI ist auch ein gutes Stichwort.

00:30:21: glaubst du eigentlich dass KI So was wie blink ist get abstract und bei weiß wenigstens mittlerweile noch so gibt es das kei nicht sowas auch heutzutage schon so oder so ähnlich auch hinbekommt einfach bücher zusammenfasst filmen dokumentationen Podcasts ja alles passiert hier heutzuttage auch schon.

00:30:39: oder sagst du nee das ist schon nochmal so eine menschliche.

00:30:43: Ein menschliches element da wirklich auch ein essenz so rausziehen und aufzubereiten.

00:30:49: also wir wurden des auch relativ früh immer schon gefragt.

00:30:52: bei blink ist ob das nicht irgendwann mal obsolet wird oder ob wir das nicht einmal komplett automatisieren können.

00:31:01: Es geht heute, es lässt sich heute mehr davon automatisierend als noch vor ein paar Jahren.

00:31:06: also ich glaube viele Firmen die sowas machen nutzen jetzt schon so Sachen wie chat tbt.

00:31:13: Ob und wann es sich wirklich komplett ersetzen des kann ich dir jetzt nicht sagen.

00:31:17: also ich finde jetzt gerade wenn man sieht dass man anschaut.

00:31:20: Ich habe mir den Spaß gemacht mein eigenes Buch zusammenfassen zu lassen.

00:31:24: Es klang ultra plausibel und nichts hat gestimmt, also es war wirklich krass.

00:31:32: Ich glaube solange dieses Problem auch nur in Nuancen weiter besteht ist das schwer vorstellbar.

00:31:38: Und gleichzeitig kannst du trotzdem natürlich super so ein Tool nutzen sagen ich komme hier nicht weiter.

00:31:44: gib mir mal zehn Ideen für einen guten Satz anfangen oder ein gutes Beispiel dass man verwenden könnte.

00:31:48: dafür ist das Tool jetzt schon sehr hilfreich.

00:31:51: Wie arbeitest du?

00:31:52: Arbeitet ihr bei neuen Narrative heute auch schon mit KI, KI-Tools.

00:31:58: Na genau so!

00:31:59: Also wir versuchen zum Beispiel sowas wie Recherche ein bisschen zu vereinfachen in dem wir einfach also man kann sich halt wirklich super sagen lassen nennen wir mal ein paar relevante Werke oder AutorInnen Ideen in diese Richtung.

00:32:13: also das spart einfach manchmal Zeit Genau und es macht jetzt einen Riesenunterschied für uns.

00:32:23: Nee Also wenn ich jetzt darüber nacht, es ist bisher eher so nice to have dass wir sagen cool da kann man sich dann mal ein bisschen zeit sparen.

00:32:33: Es würde auch gut ohne gehen ihr

00:32:34: könntet ja auch eine k?

00:32:35: i kolumne mit rein nehmen ins heft.

00:32:38: Genau

00:32:39: die denn immer die kei schreibt.

00:32:41: aber Die Frage ist halt, wie füttert man die KI?

00:32:43: oder was sagt man der KI?

00:32:44: Was zu tun ist?

00:32:45: und dann kann es ja in tausend Richtungen gehen.

00:32:49: Und wir haben glaube ich immer noch die Möglichkeit nicht nur am Anfang sondern auch während des Prozesses draufzuschauen welche Richtung soll jetzt hier überhaupt genommen werden.

00:32:57: Das ist so diese Komplexität die viele auch unterschätzen.

00:32:59: da wird dann irgendwas eingegeben und dann wird gesagt die KI hat das rausgespuckt und das gefällt mir oder nicht.

00:33:05: aber so einfach ist es ja auch nicht.

00:33:08: Man könnte auf jeden Fall BCG und McKinsey, glaube ich ganz gut ersetzen.

00:33:12: Weil das ist wie da die Arbeit funktioniert, dass irgendwelche Folien gefüllt werden mit so Fakten- und Pseudofakten.

00:33:21: Hauptsache es ist irgendeine logische Struktur.

00:33:23: Also ich glaube, das ist der gleiche Geist, der auch dahinter steht.

00:33:27: Dass es halt immer darum geht eine plausible Geschichte zu erzählen und dann irgendwie mit Argumenten und Fakte oder vermeintlichen Fakts unterlegen.

00:33:35: Hauptsache die Story dient dem Zbeck.

00:33:39: Ja und dann habt ihr aber tatsächlich Blinkist irgendwann verkauft, da gab's einen super viralen Linked-Infos den du ja auch geschrieben hast.

00:33:47: ich hab mal nochmal nachgeguckt heute weil da klackern ja sicherlich täglich noch ein paar Likes rein.

00:33:52: das sind mittlerweile siebenund zwanzig tausend Likes erreicht.

00:33:55: was hast du da geschrieben?

00:33:56: Und warum ist das so durch die Decke gegangen?

00:34:01: also ich hatte damit auch nicht gerechnet weil ich habe lange mich so'n bisschen gesträubt.

00:34:05: blinkest mir jetzt sorry Link den mehr zu müssen.

00:34:10: Dann hat das erst dieses Jahr angefangen, mal ein bisschen aktiver zu machen als die letzten Jahre.

00:34:15: Ich hatte ja also ich war bei Blick ist der operativ schon ausgestiegen in zwei tausend sechzehn und war jetzt deswegen am Rande über diesen Verkauf involviert.

00:34:23: Und ich hatte mich aber die letzten jahre viel mit dem Thema Ungleichheit beschäftigt.

00:34:27: hab die Piketty gibt's zwei so dicke Bücher, die man nicht so gut zusammenfassen kann.

00:34:31: Weil da sehr viel drin steht zum Thema Ungleichheit.

00:34:34: Die habe ich gelesen und fand das sehr schockierend und alarmierend Und hatte auch weil ich vorher schon jetzt in den letzten Jahren ein paar meiner Blinkestanteile verkaufen konnte hat Ich selber auch auf einmal relativ viel Geld und hab so beobachtet was es mit mir macht Und hatte dann das Gefühl jetzt mit diesem Exit werde ich dann endgültig Teil des Problems.

00:34:55: Also diese Ungleichheit, die ich wirklich für ein sehr unterschätztes Problem halte und dachte dann okay, ich will aber nicht... also ich will nicht teil dieses Problem sein.

00:35:03: Ich will auch nicht rumrennen und über das Problem reden und anderen sagen dass sie da was ändern sollen Sondern

00:35:07: Zeigefinger.

00:35:07: so ja

00:35:08: Genau jetzt habe ich die Möglichkeit selber etwas zu ändern hab es dann auch gemacht Und hab dazu einen Post geschrieben genau und der dann so durch die Decke ging hat mich selber ein bisschen überrascht.

00:35:21: Hättest du nicht mitgerechnet?

00:35:23: Weil es ist ja total ungewöhnlich, dass du wie viel waren's?

00:35:25: Neunzig Prozent also ein sehr hoher Anteil wirklich nicht beheiften sondern in gute Zwecke sozusagen gesteckt.

00:35:34: und heutzutage so wie du es am Anfang gesagt hast.

00:35:37: Schauen alle die sie Wohlstand irgendwie erlangen können reich werden.

00:35:40: diese amerikanischen Bücher hatten wir vorhin Und dann kommt einmal jemand und sagt ich machs ganz anders.

00:35:45: das wieder strebt Ja natürlich vielen und gleichzeitig finden sich glaube ich viele sehr cool.

00:35:54: Ja, das war so.

00:35:54: ich habe wirklich sehr viel zuspruch dafür bekommen hat mich auch wirklich sehr gefreut.

00:36:00: Ich bin überhaupt nicht hinterhergekommen.

00:36:01: ich hab wirklich über tausend oder vielleicht sogar zwei tausende direkt messages bekommen innerhalb von ein paar tagen.

00:36:06: also das ist ein bisschen überwältigend.

00:36:11: Genau.

00:36:12: und ich war überrascht weil ich hatte vorher öfter schon über dieses thema ungleichheit geschrieben und dachte so man muss eigentlich nur diese zahlen zeigen und alle leute sind aus dem häuschen.

00:36:19: und dann war immer so die reaktion wie wenn so ein Heuball durch die Wüste rollt, also keiner hat sich dafür interessiert.

00:36:26: Ja.

00:36:27: Genau deswegen dachte ich es okay, Leute für dieses Thema zu sensibilisieren ist schwierig... dass dann Leute auf diese persönliche Geschichte so stark reagieren, ja hat mich positiv überrascht.

00:36:40: Da kann man auch bisschen was überlegt inlernen!

00:36:43: Also diese persönlichen Geschichten sind immer noch am interessantesten, obwohl das Thema nicht Neues wieder sagst ne?

00:36:50: Ungleichheit, da hängt ja auch Karriere mit drin.

00:36:53: Da hängt ganz viel auch mit drin was du da so beschrieben hast und vieles wo die Leute auch so irgendwie andocken können.

00:36:59: Aber lass uns noch mal ein bisschen weitergehen in deiner Story.

00:37:01: Blink ist dann verkauft und irgendwann ging es ja nochmal zur weiteren Gründung.

00:37:05: Du hast ja einiges auch schon gegründet The Dive ich hatte ja auch relativ am Anfang dieses Podcasts.

00:37:11: Im Jahr zwei tausend achtzehn habe ich den gestartet das muss um neunzehn gewesen sein den Simon Bergler zu Gast.

00:37:16: Der war glaube ich bei... Der war bei best in die gute konferenz in berlin.

00:37:23: Work awesome, genau da saß er.

00:37:24: ich glaube achten muss das gewesen sein und dann kann man so ins gespräch.

00:37:27: Und wie sah denn dieser dieses kapitel auch aus der dive?

00:37:33: Also ich bin nach meiner nach dem ich verblink ist raus bin wusste ich halt.

00:37:36: ich möchte in diesem umfeld neue arbeit Holocracy irgendwas machen und hatte auch vor den erst mal ein paar jahre Beratung zu machen um zu lernen was so in den organisationen eigentlich gerade so die Anforderungen sind und habe dann in dieser Phase, wo ich selber ein bisschen als Bonn-Menscher unterwegs war auch damals Simon und Jörn kennengelernt.

00:37:58: Die grade The Dive schon als GBR gegründet hatten hatte das Gefühl okay was die da machen wollen ist eigentlich relativ nah an dem was ich jetzt so vorhabe plus die bringen wahnsinnig viel Kontakte zu Unternehmen mit, die ich damals nicht so hatte.

00:38:14: Genau deswegen hab' ich mich da dann angeschlossen.

00:38:15: wir haben dann gemeinsam die GmbH gegründe.

00:38:19: Ich hatte dann, ich habe diese ganzen verschiedenen Themen mit denen ich mich beschäftigt hatte für Locrosion.

00:38:27: Ein paar Sachen die auch noch sonst bei The Dive rumgeschwürzt sind wie Design Thinking GFK.

00:38:31: Hab das dann alles irgendwie in so einen Ansatz reingepackt den ich dann mit einem kleinen Team in der Praxis erprobt hab und daraus ist dann das Buch A Loop Approach entstanden was sich dann zwei tausend neunzehn geschrieben hat genau Und das war aber auch so ein bisschen.

00:38:47: dann der Abschluss dieser Beraterzeit.

00:38:49: Also ich habe dann gesagt, okay also für mich war diese Beratung war für mich... Also es ist kein Vergleich zu dieser BCG-Zeit, aber ich bin jetzt nicht der Typ, der gerne vier Tage die Woche mit einer Gruppe von Führungskräften einen Riesenworkshop macht.

00:39:03: Deswegen war das schon auch anstrengend für mich und dass dann alles mal in so einem Do It Yourself Baukasten zusammenzufassen und runterzuschreiben war dann so ein bißchen für mich der Abschlüssel.

00:39:13: Ich dachte jetzt muss ich das nicht mehr machen!

00:39:15: Und dann vor allen Dingen ja auch ein Framework, das Unternehmen einen Werkzeug an die Hand gibt um selbst von innen heraus Veränderungen anzustoßen.

00:39:24: Wobei Berater immer sagen, dass machen wir mit euch!

00:39:28: Das ist ja auch so'n bisschen die Geschäftsgrundlage eigentlich.

00:39:31: und ihr habt jetzt gesagt ne schaut euch mal dieses Framework an.

00:39:34: Auch namenhafte Kunden, Audi Telekom Bis hin, das hat ja der Frederick der kürzlich auch hier noch mal zu Gast war auch erzählt bis hin so einem Klinikum dass sich auch selbst organisiert und mit dem loop approach arbeitet.

00:39:46: Ihr habt es dann in amerika glaube ich rausgebracht auf russisch ja auch nochmal übersetzt also echt erfolgreich hättest du damit gerechnet?

00:39:55: Und wie erklärt ihr dir auch diesen Erfolg?

00:39:59: Naja die buch also es war wirklich auch Schon da steckt wahnsinnig viel Arbeit drin, auch von vielen Leuten an diesem Buch.

00:40:06: Das heißt mir war es schon wichtig dass wir wirklich didaktisch was richtig Gutes bauen und jetzt nicht so... Es gibt ja auch viele Beraterbücher sag ich mal ohne das Böse zu meinen wo es dann eher darum geht dass der Name auf dem Buch steht Und wo auch oft mehr Fragezeichen entstehen weil man soll den Berater nach noch kaufen und klar ist eine Transformation mit einer guten Begleitung was völlig anderes als selber zu machen.

00:40:30: aber Ich wusste halt auch aus dieser Erfahrung im Start-up, da würde man niemals Berater bezahlen.

00:40:35: Man braucht irgendwas von selber machen

00:40:36: kann.

00:40:37: So hat dieses Buch schon gedacht dass es für alle funktioniert die die selber machen wollen und die die Begleitung brauchen.

00:40:45: Und das Buch hat sich jetzt anfangs nicht so präglich verkauft muss ich sagen.

00:40:48: also weil ehrlich gesagt die Verlagswelt die meisten Verlage haben irgendwie fünfzig Follower In den sozialen Medien und können so ein Buch halt auf eine Buchmesse stellen.

00:40:57: Und vielleicht noch in dem Buchhandel, wobei jetzt so ein buch nicht im Buchhandeln stehen würde.

00:41:02: Das heißt die Verkaufszahlen am Anfang waren jetzt ehrlich gesagt eher enttäuschend.

00:41:06: Und das ging dann mit der Zeit immer mehr los.

00:41:08: Ja auch

00:41:08: schön!

00:41:09: Es ist immer sehr sympathisch dass es mal jemand sagt weil hier waren auch schon viele Leute im Podcast den Buch geschrieben haben und es ist eigentlich immer so was man dann sagt also toll wirklich toll, wie das Buch angekommen ist.

00:41:20: Aber dass du da nochmal sagst ne es war ehrlich gesagt aber anfangs gar nicht so finde ich ja auch mal schön.

00:41:24: Ich glaube ich kann dir auch sagen warum die Leute das sagen weil die Zahlen die man bekommt sind so deprimierend, dass man das glaube ich... Also ich glaub die meisten Leute rechnen mindestens mit einer Null mehr hinten dran.

00:41:35: Ist

00:41:35: ja wie bei Podcast!

00:41:39: Ne also wir haben im ersten Jahr unter tausend Bücher verkauft

00:41:45: und nachher über zehntausend.

00:41:46: ne?

00:41:47: Genau.

00:41:48: Wir haben jetzt, als die zweite Auflage dieses Jahr gemacht wurde, waren wir so bei Zehntausend oder knapp drüber.

00:41:53: und man muss halt auch dazu sagen, wenn du ein Buch machst das dich zehntausendmal im Jahr verkauft bist in Deutschland schon in irgendwelchen Bestsellerlisten drin.

00:42:00: In irgendeiner Sparte.

00:42:02: Hintermarschmeyer.

00:42:04: Ja genau es gibt diese bücher, die dann wirklich noch bisschen größer werden.

00:42:11: aber so... Das sind nicht viele.

00:42:14: Und die meisten Leute denken dann also Früher war das ja auch so, dass die Verlage diese Vertriebsarbeit gemacht haben.

00:42:19: Heute können die das halt nicht mehr und es gibt immer mehr Bücher und viele Verlage haben inzwischen auch eher dann die Autoren als Kunden für sich entdeckt.

00:42:28: Viele Beraterbücher da haben dann die Berater unterschreiben dann so ein Deal, dass sie selber tausend Bücher kaufen müssen.

00:42:32: damit ist der Verlag schon mal fein raus.

00:42:38: So funktioniert das im Hintergrund.

00:42:40: aber du liest du selber Bücher auch noch also in Papierform?

00:42:46: Ich weiß nicht, wie das bei dir war.

00:42:48: Bei mir war es am Anfang als Kindl und Co kam.

00:42:50: ja auch ich fand das super dass man immer jederzeit alles dabei haben kann und dann irgendwann war's auch Nicht cool und irgendwann habe ich dann auch wieder angefangen mir Bücher zu kaufen Und es so genießen dass das kein künstliches Licht ist dass da keine Notifications kommen Dass man das auch mal in die Ecke feuern kann.

00:43:08: mit Liebe Ist das bei Dir?

00:43:13: Also ich bin auch print nerd würde ich sagen.

00:43:17: Also ich habe immer gedruckte Bücher geliebt und bin selber halt auch relativ, ich denke sehr visuell.

00:43:23: Deswegen mag ich auch besonders gedruckten Medien die ja auch noch irgendwie visuell sind und Bilder beinhalten.

00:43:30: Das ist bei dem Loopbuch da ist ja auch

00:43:33: viel alles

00:43:33: drin.

00:43:35: Genau, da gibt es dann Leute, die eigentlich dafür kritisieren dass das halbe Buch voller Grafiken ist obwohl das ja der schwierigere Teil ist.

00:43:41: also viel Text schreiben ist jetzt nicht so eine Herausforderung Ein bisschen so inzwischen, also ich konnte früher nicht so viel mit Hörbüchern und Podcast anfangen weil ich nicht so gut Informationen auf dem Weg aufnehmen konnte.

00:43:53: Das hat sich jetzt irgendwie mit Training verändert.

00:43:56: das heißt inzwischen höre ich wirklich auch viele Hör Bücher und Podcasts mir an.

00:44:02: Und ich habe so eine leichte Theorie dass es doch, weil ich doch relativ viel im Bildschirm gucke, dass du dieses Innenbuch reinschauen ist.

00:44:09: Es ist anderes Licht wie du sagst

00:44:10: aber

00:44:11: trotzdem man fokussiert so.

00:44:14: Ich kann nicht nach einem Tag am Bildschirm abends noch zwei Stunden in den Buch schauen.

00:44:18: Ihr habt ja selber auch ein eigenes Audio-Produkt mittlerweile, aber der Reihe nach wollen auch nochmal über neue Narrative selbst sprechen an Magazin das enorm guten Ruf hat.

00:44:29: Ich höre es immer wieder die Leute lieben dieses Magazin.

00:44:33: wirklich ist wirklich so eine Love Brand für viele geworden.

00:44:36: ich sehe dass auch wenn ich unterwegs bin die schaue mir gerne Büros an Es liegt auch wirklich in vielen Büros Nicht nur weil es gut aussieht bestimmt auch, sondern weil Leute sich auf diese Art und Weise sehr einfach und sehr zugänglich wie ich finde mit schweren Themen beschäftigen können.

00:44:54: Es sind ja nun mal schwere Themen wenn wir über Veränderungen reden aber das dann auch mit dieser Aufbereitung noch einmal mit dieser Visualität hin zu bekommen.

00:45:05: da habt ihr schon etwas eine Lücke gefüllt die offensichtlich auch da war.

00:45:09: Wie kam es zur neue Narrative?

00:45:15: Naja, erst mal freut es mich sehr was du gerade gesagt hast.

00:45:22: Wir haben also ich genau diese Dive-Story fing für mich an im Laufe of two thousand sixteen wo ich dann angefangen habe als Freelancer mit denen zusammen zu arbeiten.

00:45:34: und Anfang zwei tausend siebzehn kam dann Lena um die Ecke und hatte irgendwie so hatte gesagt sie hätte Bocken Magazin zu machen zu diesen New Work Themen.

00:45:43: Und ich hab dann gedacht okay Content ist eh mein Ding.

00:45:46: Ja, ich lese und schreibe die ganze Zeit.

00:45:49: Und hab eh immer Boxsachen in Produkten zu denken und nicht immer nur meine eigene Arbeit als Produkt... ...zusehen.

00:45:55: Ich

00:45:55: habe auch nur ein Digital- oder Computerzeitschriften.

00:45:58: Es gab natürlich schon immer T-Dreien, wo auch so Arbeitswelt irgendwie schon so'n bisschen mit drin war.

00:46:03: Mittlerweile gibt's ja am Bahnhofs Kiosk auch wirklich einen New Work Magazin.

00:46:06: kennst du das eigentlich?

00:46:07: Das heißt ja New Work!

00:46:09: Ah nee, das habe ich noch nicht gesehen.

00:46:11: Das

00:46:11: ist so hochglans, ganz seltsam.

00:46:12: aber Als ihr gestartet seid, gab es ja offensichtlich nichts.

00:46:17: Nee und mir ging's auch selber so ich bin immer in diese Bahnhofskioske rein und dachte mir so okay ich seh hier auf den ersten Blick das bis auf drei Hefte.

00:46:23: alles typische Verlachsprodukte sind jetzt billigste Papier irgendwie Plastik Alles zu Auftragsarbeiten ohne Leidenschaft ohne Liebe

00:46:32: Brandeins war aber noch ganz cool.

00:46:34: Das konnte man immer machen Und dann putzen wir schon ein bisschen dünner

00:46:39: und brand eins.

00:46:40: genau die hatten ja auch so ein bisschen glaube ich eine ähnliche idee als sie angefangen haben wie wir.

00:46:45: Und uns ging es halt darum wirklich zu sagen okay diese ganzen themen arbeitwirtschaftorganisationen die sind so wahnsinnig wichtig für alle menschen, das kann nicht sein dass das irgendwie so ne das ist so einer kleinen schicht von älteren herren vorenhalten bleibt die dann manager magazine und handelsplatt oder so lesen.

00:47:01: Diese Themen müssen einfach, also alle Leute müssen sich dafür interessieren.

00:47:05: Alle Leute müssen auch merken dass das alles kein Hexenwerk ist, dass man diesem Zeug auch spielerisch und kreativ nähern kann.

00:47:12: Und das war so die Idee zu sagen wir machen es einfach in einem wirklich visuellen zugänglichen Format vielen Leuten zugänglich.

00:47:22: Wie anstrengend war

00:47:23: dieses

00:47:23: Produkt was es am Ende ist so zu kreieren?

00:47:28: Da steckt ja schon viel drin, also jetzt kriegt man es nach Hause geliefert.

00:47:31: Ich habe auch das Abo und das ist alles sehr stimmig und super.

00:47:34: aber ich kann mir eine annähernd denken dass da sehr viel Konzeption hier auch drin steckt und Dinge die man dann auch wieder verwirft und anders macht bis es dann soweit ist.

00:47:45: Also es steckt wirklich wahnsinnig viel Arbeit drin muss ich schon sagen Die ersten Jahre war das ein sehr stressiger chaotischer Prozess Und gerade wenn man nebenbei noch so einen Vollzeitberaterjob macht, war das auch echt oft gegen so bis an die körperlichen Grenzen.

00:48:01: Und was wir aber geschafft haben, weil wir einfach immer sehr starke Begrenzungen hatten, haben wir gesagt okay, wir müssen einfach jedes Mal den Prozess fünfzig Prozent besser machen.

00:48:10: Das heißt wirklich jedes Mal überlegt wie werden wir nächstes mal besser?

00:48:13: und das machen wir auch immer noch.

00:48:15: Das heisst inzwischen ist da ein wirklich geschmeidiger Prozess draus geworden und wir gucken jedes Mal wieder drauf und fragen uns wo können wir bei einer Produktentwicklung überall noch kleine Schrauben drehen um bisschen besser zu werden?

00:48:29: Genau und am Ende hängt es natürlich aber auch immer sehr stark an Menschen.

00:48:32: Also wir haben zum Beispiel Dominic der seit ein paar Jahren, dass er der visuelle Lied ist und die Gesamtverantwortung für die Grafik hat ist einfach Ungenie und steckt da wahnsinnig viel Zeit und Liebe rein und hat immer krasse Ideen.

00:48:47: wenn der jetzt auf einmal sagen würde ich Ich war nach Kuba aus und habe keinen Bock mehr dann hätte das Magazin Problem.

00:48:53: Das sind selber Arbeitgeber Bindung Ja und ihr macht ja auch vieles anders in der Art und Weise, wie ihr selbst arbeitet.

00:49:02: Also es gibt keinen Chef in dem Sinne.

00:49:06: Ihr seid selbst organisiert.

00:49:07: da spielt ja sicher viel von dem mit rein was du auch vorher erlebt hast und gelernt hast.

00:49:12: Kannst uns ja mal so einen Einblick geben.

00:49:13: wir entstehen so eine Ausgabe also wird da abgestimmt über das Thema.

00:49:18: oder wie ist das?

00:49:21: Auch da haben wir wirklich eine lange Entwicklung hinter uns, dass wir zum Beispiel auch mal dachten.

00:49:25: Wir müssen das öffnen und die LaserInnen fragen was sie für Themen wollen, haben dann gemerkt erstens wollen die gern überrascht werden.

00:49:32: zweitens müssen wir für dieses Thema brennen und auch Expertise mitbringen und Bock haben.

00:49:36: Das heißt inzwischen ist es so, dass wirklich das Team, das das Heft macht Also wir sagen wirklich die Leute die da am meisten Zeit reinstecken müssen auch am meisten Bock auf das Thema haben und müssen eigentlich diese Entscheidung treffen.

00:49:50: Und jetzt gerade ist es so, wir haben also unter anderem zwei Rollen die in der Entstehung wichtig sind.

00:49:58: Das ist der Product Owner, die habe ich gerade.

00:50:00: Das hat eine inhaltliche Gesamtrichtung.

00:50:04: Ich schlag dann ein Thema vor nachdem wir da alle auf verschiedene Proposals drauf geguckt haben und alle aus dem Magazin Team auch Vorschläge geschrieben haben.

00:50:14: Und ich gucke dann darauf ob die Gesamtmischung inhaltlich stimmt.

00:50:18: visuellen grafischen Teil zu tun.

00:50:21: Und da hat meine Kollegin Tara macht so eine Rolle, die heißt Process Owner und ist für den kompletten Prozess verantwortlich und ist der Gegenpol quasi zu dieser inhaltlichen Rolle.

00:50:34: Dann gibt es noch jetzt so die grafische Gesamtverantwortung und dann natürlich gibt's immer noch für jeden Beitrag eine Person, die im Lead ist, eine Person die Sparring macht.

00:50:41: Dann gibts noch einen Endcheck.

00:50:43: das ist ne bestimmte Rolle, dann geht das Lektorat los Korrektorat also ziemlich umfangreicher Prozess mit vielen kleinen Rollen.

00:50:52: Aber ihr seid halt auch unabhängig, ihr könnt das so machen wie ihr das wollt.

00:50:57: Da kannst du ja auch gerne noch mal was zu sagen.

00:50:59: Ihr gehört ja keinem Verlag sondern habt ihr gesagt wir haben dann eine eigene Idee?

00:51:03: Wie sieht die aus?

00:51:07: Also dass es auch in dieser The Dive Zeit... Wir haben dann ja irgendwann neue Narrative ausgegründet.

00:51:11: Aus the Dive ist dort entstanden und ich hatte in dieser Zeit dort das Gefühl New Work Themen, wie bauen wir die Organisationen innen um eine Grenze stoßen wenn man nicht auch das Thema Eigentum neu denkt.

00:51:26: Ich finde jetzt im Konzern ist es noch mal krasser.

00:51:29: aber auch wenn wir jetzt sagen wir gründen irgendwie eine GmbH hat drei Eigentümer dann ist das so ne krasse Hierarchisierung die du nicht mehr rauskriegst.

00:51:38: Dann wird irgendwann gesagt wir sind doch wie eine Familie aber kannst du eigentlich nichts sein?

00:51:43: Genau und vor allem also richtig toxisch wirds finde ich wenn du da halt quasi Investoren reinholz, die dann Eigentümer sind aber nicht in der Firma arbeiten.

00:51:51: Also quasi außen stehen, aber eigentlich die wichtigen Entscheidungen beeinflussen können.

00:51:56: Na da wird jetzt im Start-ups nicht so gern drüber geredet, aber die Start up Hierarchie ist ja eigentlich der Investor als der Chef des CEOs.

00:52:02: Die Investoren können den rausschmeißen wenn er ihrer Meinung seinen Job nicht gut macht und die ganzen Mitarbeiter sind dann irgendwie so die verfügungsmasse.

00:52:13: Und genau wir hatten gesagt dass wir also Ich für mich fand das wichtig als nächsten Entwicklungsschritt und wir haben für uns auch gesagt, als Medienunternehmen um ernst genommen zu werden.

00:52:23: Wollen wieder andere Wege gehen?

00:52:24: Haben dann Verantwortungseigentum umgesetzt was jetzt in unserem Fall bedeutet dass die des Eigentums an der Firma liegt in einem Kreis in dem alle die in der Firma arbeiten vertreten sein können.

00:52:35: also es ist keiner gezwungen aber alle können in eine Gebär eintreten der das Eigentum liegt und alle haben dann eine Stimme.

00:52:41: das quasi unsere Eigentümerversammlung.

00:52:44: Und wir haben auch InvestorInnen, die haben keine Stimmrechte.

00:52:51: Musstet ihr denen das irgendwie beibringen?

00:52:56: Naja es fallen einfach sehr viele Investoren.

00:52:58: also damals besonders inzwischen ist das auch schon wieder ein bisschen verbreitete.

00:53:03: aber damals besonders sind einfach ninety-fünf Prozent der potentiellen Investoren einfach ausgefallen.

00:53:08: wenn man schon vor dem ersten Gespräch gesagt auch keine Lust hat, die Gespräche zu führen.

00:53:13: Wenn danach dann Leute wie keine Stimmrechte und auch noch gedeckelte Rendite.

00:53:18: Super!

00:53:19: Genau.

00:53:21: Aber wir haben aber ein paar gefunden.

00:53:22: es gibt und das inzwischen gibt's zum Glück auch mehr.

00:53:26: Und das Dritte was natürlich spannend ist neben dem selbstorganisierten und der Unabhängigkeit ist das Thema regenerative Arbeit.

00:53:35: also ihr seid ja mit eurem Magazin auch in Printform Nicht nur auf recycelten papier unterwegs sondern ihr sagt sogar wir wollen eigentlich einen positiven effekt damit Anstoßen und wollen das auch natürlich inhaltlich dann so weiter treiben.

00:53:50: wie sieht das konkret aus?

00:53:54: Ja, das ist ein großes thema.

00:53:57: also Wo soll ich da anfangen?

00:54:01: Also ich würde sagen unsere ganze wirtschaft ist momentan noch so gebaut dass sie extraktiv ist Das heißt die wirtschaften so gebaut als wir ressourcen verbrauchen irgendwie menschen verschleißen Sachen kaputt machen um daraus ökonomisches Kapital zu erzeugen.

00:54:17: Und wir sagen jetzt und viele andere auf, wir müssen eigentlich den Übergang schaffen in so ein regeneratives Zeitalter wo es umgekehrt wird, wo wir wieder es schaffen Ökosysteme zu heilen, den Menschen was zurückzugeben die Natur wieder aufzubauen.

00:54:32: Genau das ist eine große Aufgabe.

00:54:33: Es ist auch finde ich wirklich herausfordernd wenn man in dem System ist dass dieses Extraktive belohnt weil bei uns ist zum Beispiel so Wir haben halt den Ökologen möglich Ökologischmöglichen Druck mit Cradle to Cradle und das ist unwahrscheinlich teuer.

00:54:49: Und es ist zum Glück so, dass wir haben eine Leserschaft oder machen das transparent und die Leute schätzen das Wert und sind dann auch bereit mehr zu bezahlen aber erst mal dieses Wirtschaftssystem bestraft.

00:55:00: also die ganzen Verlage, die ihr Magazin für ein Zehntel des Preises drucken werden in der Hinsicht belohnt, dass sie sich halt viele Kosten sparen.

00:55:11: Wie wäre jetzt insgesamt Es hinbekommen, ein regeneratives Unternehmen zu sein und das auch noch seriös darzustellen.

00:55:18: Da sind wir ehrlich gesagt gerade erst am Anfang finde ich eine große Aufgabe.

00:55:22: Und ich find auch schwierig dabei dass man halt sehr schnell in so einem greenwashing landet wenn man dann gleich Man behauptet man kann es jetzt irgendwie nachweisen oder vorrechnen.

00:55:32: Ja Das ist ja auch grade so wirklich das thema mit dem sich irgendwie alle unternehmen beschäftigen.

00:55:37: aber also dieses regenerative erlebe Ich noch nicht so häufig dass man sagt wir wollen nachhaltig sein und irgendwie Das schon, aber dass man dann auch noch was Positives am Ende rausbekommt.

00:55:47: Das erlebe ich leider viel zu selten.

00:55:49: Man kann euch folgen auf LinkedIn.

00:55:52: da bist du jetzt auch ein bisschen aktiver geworden ne?

00:55:56: Ein bisschen aktper.

00:55:57: Ich arbeite dran.

00:55:58: bisher ist es vielleicht so einmal im Monat.

00:56:01: Ja die Leute verfolgen das.

00:56:02: Die Leute sind interessiert auch an den Hintergründen.

00:56:05: wie macht ihr das?

00:56:08: Nicht nur dass ihr darüber schreibt, sondern dass er ja auch selber experimentiert und Dinge ausprobiert.

00:56:13: Und wir sind gespannt wohin die Reise da noch geht.

00:56:16: vielen dank das du uns heute so ein bisschen reingucken hast lassen in deine Story in eure Story.

00:56:21: vielleicht nochmal so zum Abschluss was steht so als nächstes an?

00:56:24: Ihr habt ja noch viele neben Themen müssen wir jetzt mal drüber sprechen.

00:56:30: tools und Produkte.

00:56:32: aber vielleicht Gibt es noch so eine Sache, wo du sagen kannst das kommt bald.

00:56:37: freut euch schon mal drauf seit bestimmt nochmal irgendwelchen Sachen dran.

00:56:42: Wir haben jetzt die letzten zwei Jahre sehr stark fokussiert auf unser neues Produkt nine Spaces.

00:56:47: Das ist eine Plattform mit Transformations Tools.

00:56:52: Da sind wir gerade dabei die noch weiter zu verbreiten und wir haben sonst als Organisationen für uns ein bisschen entschieden dass wir haben halt wahnsinnig viele Ideen noch für andere Produkte und auch Bock die anzugehen und merken aber, dass wir eigentlich die Organisation jetzt nicht so viel größer noch machen wollen.

00:57:08: Das heißt, wir haben eigentlich gerade den Plan uns eher in eine Richtung wie ein kleiner Inkubator zu entwickeln das wir Produkte ausgründen oder anderen Organisationen die Tools zur Verfügung stellen um Firmen aufzubauen.

00:57:21: Wie groß seid ihr jetzt?

00:57:23: Wir sind letztes Jahr tatsächlich auf dreißig gewachsen und mussten uns wieder auf so vierundzwanzig gerade verkleinern.

00:57:30: Ja, also dieser alte Gedanke man muss immer weiter wachsen auch personell ist gar nicht mehr immer so beliebt.

00:57:38: Nee und das ist ja vielleicht dazu ein kurzer Gedankel noch ich glaube halt wenn du eine shareholder value maximierende Organisation bist dann musst du immer weiterwachsen weil oben drüber sitzt der shareholder der immer mehr profit will und er sagt Du musst irgendwie wachsen und irgendwo Synergien schaffen und Firmen kaufen und die zusammenstreichen um mehr profit zu erzeugen.

00:57:57: Wenn du Verantwortungs-Eigentum bist und versuchst einen großen Impact zu haben, dann ist die Logik völlig anders.

00:58:02: Und Impact kann man auch indirekt haben.

00:58:04: wenn wir die Tools zur Verfügung stellen mit denen andere... ...die Welt besser machen hat das für uns viel mehr Impact als wenn wir sagen wir stellen selber jetzt noch zehn Leute an

00:58:14: zum Beispiel.

00:58:14: Ja aller derste Frage Sebastian ihr seid ja könnte mal neudurch sagen purpose driven.

00:58:21: ihr macht euch sehr viele Gedanken darüber warum ihr es tut wofür was sich verändern verbessern soll.

00:58:27: Das hat ja schon auch mit New Work, auch mit dem Begriff woher kommt zu tun.

00:58:31: Wir wollen hier wirklich auch was anderes machen.

00:58:35: Der Begriff New Work erlebe ich immer öfter ist natürlich auch sehr in Kritik geraten weil er auch inflationär benutzt wird auf medial.

00:58:44: In eurem Glossar kann man den Begriff auch finden.

00:58:48: Ist das etwas was für dich eine Bedeutung hat?

00:58:52: Wie ordnest du den Begriff und New Work selbst dann auch ein?

00:58:56: Ja, ich finde diese... Also der Friedrich Bergmann hat das ja mal ursprünglich formuliert und seine Gedanken, dass unser Leben wieder ein bisschen ganzheitlicher sein sollte.

00:59:06: Und Erwerbsarbeit schlecht nur einen Viertel ausmacht, find' ich nach wie vor ansprechend.

00:59:10: Ich glaube nur, dass es nicht realistisch ist wenn wir nicht unsere ganzen Systemen verändern.

00:59:15: Also ich finde jetzt diesen Übergang in so ein regeneratives Wirtschaften.

00:59:18: Ich glaub', wenn das gelingt dann wird keiner mehr über New York reden weil das dann selbstverständlich daraus folgt.

00:59:25: Und ich glaube, in diesem System dann zu versuchen irgendwie arbeiten bisschen sinngetriebener und agiler zu machen wird dann am Ende immer das Problem haben doch wieder bei so einem neoliberalen Höhersteller weiterzuenden.

00:59:39: Deswegen bin ich ein bisschen zugespalten was den Begriff angeht.

00:59:43: Es gab ja schon viele Begriffe über die sich eine Zeit lang auch unterhalten wurde.

00:59:47: Agilität ist ja auch so einer... Die gehen dann so manchmal, kommen sie da noch mal wieder.

00:59:52: Aber am Ende geht's ja darum was machen wir anders und besser.

00:59:55: Vielen vielen Dank dass du da warst.

00:59:57: euch alles gute weiterhin viel Erfolg.

01:00:00: Wir werden es lesen und verfolgen.

01:00:02: natürlich Und hören und vielleicht auch nochmal sehen.

01:00:05: also auch im videobereich wäre ja vielleicht auch noch eine idee.

01:00:08: Also bis bald und das nächste mal Dann vielleicht auch normal

01:00:12: in echten leben.

01:00:14: vielen

01:00:14: dank und spaß gemacht dank dir auch.

Über diesen Podcast

„You don’t have to listen to anyone, because in this new world, no one knows anything.“ Casey Neistat.

In meinem Podcast „New Work Chat“ interviewe ich spannende Köpfe rund um die Themen New Work, Kultur und Transformation.

Wie finden wir eine Arbeit, die uns erfüllt und einen Unterschied macht? Wie entwickeln wir unsere Unternehmen so, dass Mitarbeiter:innen dort gern arbeiten und einen besseren Job machen?

Und: Wie vereinbaren wir unsere Familie mit unserer Arbeit? Das interessiert mich als #Dadof3Girls besonders.

Ob bei einem Startup, einer Agentur oder einer Kommune. Hauptsache, wir bewegen was, experimentieren und teilen, was wir lernen. Hauptsache wir gestalten heute eine Welt, in der unsere Kinder Arbeit nicht mehr als milde Krankheit, sondern als sinnvolle Aufgabe sehen.

Den Podcast gibt´s bei Spotify, Apple Podcasts & Co.

Neue Folgen erscheinen wöchentlich Freitags um 6:00 Uhr. Tune in!

von und mit Gabriel Rath

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