New Work Chat

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00:00:00: Willkommen zum New Work-Chat Podcast von meinem Vater.

00:00:04: Viel Spaß!

00:00:05: Und damit moin und willkommen zu meinen Podcasten.

00:00:07: New Work Chat.

00:00:08: freue mich sehr, dass Marie heute da ist.

00:00:10: Schöne Grüße aus Rostock City.

00:00:12: Hi ich freue mich auch total dazu sein heute in Düsseldorf und quasi ja digital hier zusammen.

00:00:18: Schön, dass du da bist Marie.

00:00:19: Ich hoffe Du hast schon einen produktiven Tag gehabt.

00:00:22: Wir haben jetzt nämlich sechzehn Uhr schon zur Aufnahme.

00:00:24: Da gehen einige schon Richtung Feierabend Aber du hast noch zu tun Hast nur ein paar Mehlens hast du gesagt.

00:00:30: So ist es.

00:00:30: aber erst mal freue ich mich ganz konzentriert, fokussiert hier auf unser Gespräch.

00:00:34: Ja, ich freue mich auch!

00:00:36: Ja Marie meine mittlere Tochter, die Matilda, die spricht ja hier das Intro ein bei diesem Podcast und hat dich jetzt schon introduced.

00:00:43: und ich würde auch Dich bitten ihr einmal zu erklären was du eigentlich so machst?

00:00:47: Was würdest Du ihr sagen?

00:00:48: Das ist gar nicht so einfach.

00:00:50: wie alt ist Deine Tochter nochmal

00:00:51: deine Mittlerin?

00:00:51: Zwölf ist sie mittlerweile?

00:00:53: Das ist so das Alter, wo ich mir überlegt habe.

00:00:55: Ich möchte mal Innenarchitektin werden.

00:00:57: ob ich mir damals das vorgestellt habe darunter was sich jetzt tue weiß ich nicht aber die Tendenz war irgendwie klar und ist auch so geblieben.

00:01:05: Was mache ich?

00:01:05: Also ganz einfach gesagt würde ich sagen durch gute Räume die Welt von Menschen verbessern.

00:01:13: Ja, und all in All ist es Menschen zu beraten oder mit Menschen für deine Tochter gesprochen.

00:01:19: Gemeinsam herauszufinden wie denn arbeiten richtig gut für diejenigen funktioniert und wie der Pass nach Raum aussehen muss?

00:01:25: Und das wollen wir uns heute mal näher anschauen.

00:01:28: Wie ihr arbeitet, wie ihr auch unternehmen.

00:01:30: helft da in die richtige Richtung zukommen.

00:01:33: Vorher wollen wir dich natürlich noch kennenlernen.

00:01:35: Magst du uns mal ein bisschen Background geben zu dir wo du so herkommst was dich so auf deinem Weg geprägt hat dahin?

00:01:42: Genau, also ich bin Marie.

00:01:44: Ich bin Innenarchitektin bei BKP.

00:01:48: Wie gesagt habe schon ganz früh irgendwie für mich entschieden.

00:01:51: Ich hatte zwei Berufswunsch in meiner bisherigen Laufbahn als Kind wollte ich Floristin werden und irgendwann habe ich dann die Arbeitszeiten erfahren hat mich dann entschieden ein bisschen was anderes muss es doch sein und hab dann trotzdem noch relativ jung so einer siebten achten Klasse irgendwie entschieden.

00:02:06: Innenarchitecten soll's werden und habe auch daran festgehalten Ja, wie bin ich da hingekommen?

00:02:11: Ich hatte es irgendwie immer schon fasziniert was so ein Raum mit einem macht.

00:02:14: Also ja vielleicht eine kleine Anekdote irgendwie wenn man im Arztzimmer sitzt dass man doch irgendwie bei dem einen Zahnarzt ein gutes Bauchgefühl hat obwohl man den Arzen noch nie kennengelernt hat und beim nächsten Arzt schon mit Bauchschmerzen im Wartezimmer sitzt Und das hat mich irgendwie nie richtig losgelassen.

00:02:33: So bin ich irgendwie dahin gekommen, wo ich heute bin.

00:02:36: Hab dann Innenarchitektur studiert in Detmold und ja, bin dann bei BKP irgendwann gelandet.

00:02:41: Ich wollte nie Arbeitswelten machen.

00:02:44: Jetzt ist es meine Passion!

00:02:47: Ja, ich hab dann irgendwann nochmal mich weitergebildet zum Thema New Work und begleite seitdem... Also mach gar nicht mehr so ganz klassisch bei uns die Innenarchitectur.

00:02:58: vor, dass der Front bei unseren Kunden und Kundinnen und der Arbeit mit denen gemeinsam wie eigentlich so eine Vision, so eine Strategie aussehen kann.

00:03:04: Und wir Arbeitswelten in Zukunft ja genau für die individuellen Kunden richtig aussehen

00:03:09: können.".

00:03:10: Und da arbeitet ihr auch für Banken?

00:03:12: Ich habe hier auch in der Bankenwelt gearbeitet – auch in einer Sparkassenwelt!

00:03:16: Da kommen wir nachher auch mal drauf, wie zum Beispiel auch im Kontext Filiale was da so geht.

00:03:21: Aber lass uns vorher nochmal schauen….

00:03:23: BKP, also die Company.

00:03:25: Vielleicht kannst du uns sie mir vorstellen?

00:03:26: Die gibt es ja auch schon seit einer Weile.

00:03:28: Wie ist so die Story der Firma?

00:03:30: Ja gerne!

00:03:32: Unser Slogan ist Building Better Worlds und es gibt jetzt seit über twenty-fünf Jahren und wir kommen ganz klassisch aus dem Bereich Geldinstitute.

00:03:42: Unser Geschäftsführer Heine hat eben damals das Unternehmen gegründet Und ja, ich würde sagen so die ersten zehn Jahre haben wir auf step-for-step uns weiterentwickelt.

00:03:52: Wann auch durchaus irgendwann nicht unerfolgreich?

00:03:54: Haben vielleicht dann irgendwann auch mal so einen ersten Architektenpreis gewonnen.

00:03:58: aber irgendwann stellte sich dann ein bisschen die Frage wann ist denn eigentlich so'n Projekt wirklich erfolgreich?

00:04:03: und is man als Architekt erfolgreich wenn man so'nen Preis gewinnt?

00:04:08: Und was sagen eigentlich die Menschen, die diese Gebäude am Ende des Tages nutzen?

00:04:12: Wenn man dann irgendwie hört, das sieht jetzt hier schöner aus.

00:04:15: Aber besser arbeiten können wir auch nicht!

00:04:17: Dann hat sich irgendwie spätestens da einer so ein bisschen die Frage gestellt, irgendwann kann das dann irgendwie alles so das Richtige sein.

00:04:24: Und wir haben unseren Prozess damals ist jetzt auch schon fünfzehn Jahre her ganz ungestreckt und haben uns gefragt ja wie muss so ein Prozess eigentlich aussehen damit man wirklich am Ende das richtig gute Gebäude für die Menschen baut, die später diese Gebäuden nutzen?

00:04:39: Damit haben wir uns viel auseinandergesetzt, participative Prozesse aufgebaut und seitdem treibt uns Building Better Worlds an.

00:04:46: Das heißt nicht nur ein schönes Geburt, eine schöne Hülle irgendwo hinzustellen sondern die Welt für die Menschen wirklich besser zu machen.

00:04:53: und das ist das was uns antreibt.

00:04:55: und deswegen gibt es bei uns eben nicht nur Architekten und Innenarchitekten sondern Psychologen, New Work Experten, Systemische Coaches die sich neben einem Faktor Raum auch viel um den Faktormensch kümmern.

00:05:05: Dann erstmal muss man herausfinden, wo die Reise hingehen soll.

00:05:09: Was so die Idee ist wie man in der Zukunft arbeiten oder zusammenarbeiten will.

00:05:14: und einige starten ja auch direkt mit einem schönen Ambiente oder einer tollen Location.

00:05:21: da hat dann der DC ohne eine schöne Idee und bitte mal umsetzen.

00:05:25: aber es schon gut wenn man sich ganz zu Beginn mal fragt was ist unser Selbstverständnis?

00:05:30: Und was ist vielleicht auch ne Vision die wir verfolgen wollen absolut.

00:05:34: Ich glaube auch, dass das am Ende so.

00:05:36: dieses Zielbild ist einfach ganz wichtig.

00:05:38: Und man muss halt auch sagen die Welt hat sich ja stark verändert.

00:05:42: und wo es früher irgendwie so ein Facility Manager gab der genau wusste was es für so ein Gebäude und für einen Raum irgendwie braucht wie das Raumprogramm aussehen soll.

00:05:50: So ist es irgendwie nicht mehr.

00:05:52: viele wissen ja gar nicht mehr wie viel Fläche brauche es eigentlich?

00:05:55: Was für Räume, wieviel Räumen, wieviele Quadratmeter, wie viele Arbeitsplätze braucht es eigentlich.

00:06:00: und da kommen wir quasi ins Spiel bevor wir uns um Gestaltung kümmern.

00:06:04: Kannst

00:06:04: du uns mal in einen Projekt mit reinnehmen?

00:06:06: Auf eurer Seite sind ja auch verschiedene spannende Cases vorgestellt.

00:06:10: Das verlegen wir auch nochmal an den Show-Notes, kann man sich dann auch noch mal visuell gönnen.

00:06:14: aber vielleicht kannst du uns so eine Geschichte mit rein nehmen und dann auch Mike Samplarisch erklären wie so ne Zusammenarbeit läuft.

00:06:22: Also was mir gerade so als erstes einfällt, ist MFB ein Baumunternehmen für das wir gerade geplant haben.

00:06:28: Das Gebäude ist jetzt gerade fertiggestellt.

00:06:30: Es war grade die Öffnungsfeier.

00:06:32: Das ist zwar kein Riesenprojekt bezüglich der Quadratmeter aber doch eins, was uns wahnsinnig stolz macht und deswegen glaube ich kann man das sehr gut erzählen.

00:06:41: Wir sind da ja auch sehr breit aufgestellt Und wie du eben schon gesagt hast Auch im Bereich der Geldinstitute unterwegs Haben auch schon große Versicherer irgendwie betreut und kennen es auch durchaus Zehntausend Quadratmetern irgendwie zu beplanen und umzusetzen.

00:06:53: Wie gesagt, das ist jetzt ein deutlich kleineres Gebäude.

00:06:56: aber manchmal sind ja auch gerade dass die Bauherren, die besonders mutig sind sich Dinge trauen und deswegen auch ein Projekt was uns sehr am Herzen liegt.

00:07:05: wie lief das?

00:07:06: Wir haben damals den Peter dem Bauherrn kennengelernt den Geschäftsführer des Unternehmens Und der hat gesagt, wir haben jetzt hier irgendwie so ein Gebäude.

00:07:16: Wir müssen eine neue Verwaltung bauen weil unser aktuelles Gebäudes wahnsinnig marode ist und irgendwie so etwas... Besonderes sein was zu uns passt.

00:07:25: und damals gab es tatsächlich super

00:07:27: Briefing schon mal.

00:07:29: Ganz klar auch, genau!

00:07:31: Und ich gab damals schonmal so eine erste Idee von einem klassischen Schuhkarton direkt vorne an der Straße großes Logo vorne an die Fassade irgendwie quadratisch praktisch gut wie man das halt heute so macht.

00:07:43: Und wir sind dann ein bisschen eingestiegen und da war es vielleicht auch so ein bisschen untypisch.

00:07:48: Es gab dann einen ersten Strategie-Workshop, nur Heiner und der Peter haben sich eingeschlossen im Wochenendhaus und haben irgendwie die Vision für dieses neue Gebäude erarbeitet.

00:07:59: Das hat sich relativ schnell herauskristallisiert dass es zwei große Herausforderungen gibt.

00:08:04: das eine ist der Standort.

00:08:06: Das Gebäude ist in Mappen.

00:08:08: Man könnte sagen am Nabel der Welt und Fachkräftemangel ist da doch auch ein großer Begriff, also eben ja es vielleicht nicht der Place to be für alle potenziellen Mitarbeitenden geradeaus so in der Verwaltung wo man vielleicht auch viel Auswahl hat flexibel is.

00:08:23: und ja's hat sich relativ schnell herauskristallisiert dass das ganz wichtig ist irgendwie etwas gegen den Fachkräftigemangel oder für die mitarbeitenden Bindung des Unternehmens zu machen.

00:08:36: Und auf der anderen Seite, dadurch dass es eben Bauunternehmen ist sich auch mit der Frage auseinanderzusetzen wie schaffen wir jetzt hier nicht so ein Elfenbeinturm hin zu setzen für die Verwaltungsmitarbeiten sondern natürlich genauso auch die Monteure und Poliere zu erreichen.

00:08:50: Auf der Baustelle denn MFBs eben an Bauunternehmend machen Fundamente für Windkrafträder sind im Brückenbau unterwegs.

00:08:58: Und da ist natürlich die Mannschaft eine größere und auch sehr divers, und es sollten alle abgeholt werden.

00:09:06: So sind die Herausforderungen und Themen je Unternehmen ganz unterschiedlich – damit fängt's schon mal an!

00:09:13: sich genau damit auseinanderzusetzen und zu verstehen, was sind denn jetzt genau die individuellen Themen Schmerzpunkte, Herausforderungen und Ziele auch des jeweiligen Unternehmens.

00:09:22: Und wir sind dann da eben eingestiegen haben diese Themen herausgearbeitet, haben dann auch Step-für-Step mitarbeitende Multiplikatoren eingebunden.

00:09:31: Und so ist dann eben durch diesen partizipativen Prozess ein Gebäudekonzept entstanden das mittlerweile ja das Gebäude quasi von dieser Straße abgerückt hat.

00:09:41: denn der tolle Vorteil des Ortes-Mappen und dieses Grundstück es auf dem gebaut wurde ist dass es direkt an einen Waldstück angrenzt und wir haben dort wie so'n Minicampus jetzt entwickelt wo es kleine Tinyhäuser gibt wo man quasi in der Natur arbeiten kann, sich für Fokusarbeit zurückziehen kann.

00:09:59: Für Teamarbeit zurück ziehen kann und wie unser Bauherr Peter so schön sagt jetzt dort arbeiten kann wo andere Urlaub machen?

00:10:05: Und ja das ist eben so ein bisschen die Story hinter dem Ganzen.

00:10:09: außerdem haben eben ja die Menschen dort selbst ihren Rohbau hochgezogen, ihren Beton-Rohbau hoch gezogen.

00:10:16: man hat dort eben ganz viel Sichtbeton, ganz viele natürliche und rohe Materialien.

00:10:21: wir haben mit Fußbodenmarkierung gearbeitet, die man von der Baustelle kennt.

00:10:26: Wir haben Regalsysteme entwickelt, die an so Gerüstkonstruktionen irgendwie erinnern mit ganz viel Signalfarben gearbeitet und es entsteht da jetzt wirklich ein Gebäude das die Mitarbeitenden sichtbar macht und die Themen mit denen sie sich letztendlich identifizieren.

00:10:40: Es gibt eine ganz große Mitarbeiterwand wo alle Gesichter irgendwie sichtba werden Und so gibt's eben unterschiedliche Andockpunkte einen tollen Gemeinschaftsbereich der sich eben auch öffnet für die Monteure.

00:10:51: Und ja, das ist letztendlich das Ergebnis eines solchen partizipativen Prozesses.

00:10:57: Wenn man sich erstmal mit dem Unternehmen selbst auseinandersetzt bevor man vielleicht ich sag mal so eine New Workshop Lone rausholt und die über so ein Unternehmen drüber legt.

00:11:06: Und jetzt ist auch nochmal die Frage wo wir aktuell denn stehen?

00:11:11: Wir haben auf der einen Seite erlebt dass viele Unternehmen ihre Leute zurückgeholt haben oder gehofft haben Ja, die Leute mehr kommen.

00:11:22: Weil man auch Immobilien hat, die man bezahlt und sich dann natürlich auch wünscht, dass da drin gearbeitet wird und weil man vielleicht auch dran glaubt.

00:11:30: Auf der anderen Seite haben wir aber durch die Homeoffice-Erfahrung der Pandemie auch ... Die Mitarbeitenden, die eine neue Flexibilität gewonnen haben und eine Qualität dadurch in ihrem Leben anfühlen stellen.

00:11:42: Ich selber bin ja auch Familienvater also das bringt natürlich auch Vorteile.

00:11:46: Wie erlebt ihr?

00:11:48: dass in der Zusammenarbeit mit Unternehmen, die sich bestimmt auf Fragen wie sollen zukünftige Gebäude aussehen?

00:11:54: Weil wir wissen ja auch nicht, wie sich das ganze Thema weiterentwickeln wird.

00:11:58: Also ich glaube, das Hauptstichwort ist tatsächlich Flexibilität und es ist halt etwas was auf den ersten Blick mit so einem Gebäuden irgendwie ein bisschen konträr sich gegenüber... weil natürlich irgendwie so ein Gebäude mit den festen Mauern und wenn die es dann hat, gar nicht mal ganz flexibel daherkommt.

00:12:15: Und das ist genau das Thema, mit dem wir uns eben auch viel auseinandersetzen.

00:12:19: Denn am Ende wissen wir alle nicht wo sich die Dinge hin entwickeln und ob der Trend dahingeht dass man irgendwie doch wieder noch stärker zusammen kommt wie in Zukunft Zusammenarbeit funktioniert, wo sich vielleicht auch Unternehmen verkleinern, wo der Wachstum hingeht Flexibilität.

00:12:38: Das heißt, dass wir uns viel damit auseinandersetzen wie man zum einen Raumstrukturen Gebäudestrukturen schaffen kann die flexibel sind also wo eben auch viel über Möblierung geht wo man nicht wieder anfangen muss wenn sich Abteilungen verändern Wände einzureißen den Boden anzuflicken die Decken irgendwie anzupassen sondern wirklich ein Gebäude zu schaffen das sich so ein bisschen organisch mit so einer Organisation mit verändert.

00:13:04: und es geht natürlich Dahin bis zur Überlegung, wie man Nutzungseinheiten so auch in Bezug auf Brandschutz etc.

00:13:12: aufbaut, dass man Bereiche schnell abvermieten kann neu dazu addieren kann, sodass man auch in der Qualität oder in der Quadratmeterfläche die man eben nutzt flexibel ist.

00:13:26: und das ist eigentlich das Thema, würde ich sagen aktuell.

00:13:30: Wie arbeitet ihr dann bei euch?

00:13:31: Vielleicht kannst du uns mal Wir hören jetzt nur zu, aber vielleicht kannst du uns mal so ein paar Bilder geben.

00:13:37: Wie ist es bei euch zu arbeiten?

00:13:38: Worauf liegt ihr Wert?

00:13:39: Ihr habt ja viel Erfahrung sammelt.

00:13:41: Ja ich glaube der Fokus ist wirklich Aufenthaltsqualität.

00:13:45: Ich komme wahnsinnig gerne ins Büro und ich arbeite hier auch lieber als Zuhause Und das ist glaube ich auch so Das Ziel was wir uns setzen dass man eben nicht über Anwesenheitsquoten die Leute ins office zwingt sondern Dass Es sich lohnt da hinzukommen und ob das ist über aufenthalte Qualität oder über Mehr Wertangebote, Dinge die ich vielleicht zu Hause nicht habe, die mir den Arbeitsalltag erleichtern.

00:14:08: Das kann eben auch sehr unterschiedlich sein je nach Kultur, je nach Standort oder Unternehmen.

00:14:13: Aber für uns ist es mit Sicherheit die Kultur hier, dass ich einfach Menschen treffe, mit denen ich gerne meine Zeit verbringe.

00:14:19: Es ist aber natürlich auch die Qualität des Arbeitens hier.

00:14:22: Ich habe eine super Ausstattung und ich hab eben auch die Räume, die sehr gut passen für die jeweiligen Tätigkeiten.

00:14:29: also das was wir hier tun ist aktivitätsbasiertes Arbeiten.

00:14:32: so schimpft sich das Jahr.

00:14:34: Das heißt es gibt irgendwie unterschiedliche Orte, unterschiedliche Räumen für unterschiedliche Tätigkeit.

00:14:38: Wir sind hier sehr offen unterwegs Einzelbüros, auch unser Geschäftsführer sitzt fleißig mit in der Mannschaft und bucht sich den Platz, der irgendwie gerade passt.

00:14:49: Und kommt so mit allen von uns eben auch regelmäßig ins Gespräch.

00:14:55: Ja, ich glaube das ist letztendlich das was es hier ausmacht.

00:14:58: Allerdings muss man auch sagen wir sitzen jetzt hier seit sechs oder sieben Jahren auf der Fläche.

00:15:03: Ich glaube wir werden heute noch mutiger und die Fläche wäre wahrscheinlich noch diverser dass man wirklich ganz unterschiedliche Arbeitsorte hat und sich immer mehr löst von diesem Standardarbeitsplatz.

00:15:15: Und lass uns auch gerne noch mal über Partizipationen sprechen.

00:15:18: Wenn man die Leute fragt, was wünscht ihr euch denn?

00:15:21: Wenn man vielleicht auf etwas Neues plant, dann kommen ja durchaus auch unterschiedliche Präferenzen da.

00:15:27: eine wünschen sich sein Büro wo die Tür zugemacht werden kann und der nächste wünschte ich eben launzige Atmosphäre und trotzdem möchte man irgendwie eine Kultur haben, die alle verbindet.

00:15:39: also wie löst dir diese Spannungsfelder auf?

00:15:42: Spannungsfeld ist glaube ich der richtige Begriff, weil genau das ist eben auch manchmal so ein bisschen ja der schmale Grad auf dem man sich bewegt.

00:15:49: Auf der einen Seite wirklich ein ernsthaftes Interesse daran zu haben was die Menschen... benötigen, wie sie arbeiten was sie brauchen und auf der anderen Seite natürlich auch immer eine Gesamtstrategie im Hinterkopf zu haben die natürlich vielleicht am Ende nicht ganz so greifbar und fühlbar ist.

00:16:05: Auch für jeden einzelnen den man in so einem Prozess befragt.

00:16:08: Denn natürlich ist irgendwie unsere gesammt übergeordnete Aufgabe Am ende des tages ein zukunftsfähiges konzept zu entwickeln.

00:16:16: Und ja wie funktioniert das?

00:16:19: also wir Erst mal funktioniert es, indem man klare Leitplanken definiert und das macht man meistens dann doch nicht basisdemokratisch sondern dass macht man eben mit Blick auf eine Unternehmensstrategie.

00:16:29: Das tun wir dann eben mit der Geschäftsführung, mit Vorständen und bilden quasi erst einmal so den Rahmen in dem man sich bewegt.

00:16:37: Und wenn er soweit steht, dann ja binden wir die Mitarbeitenden ein und da ist für uns immer wichtig ich sag mal rollenspezifisch die Anforderung zu definieren.

00:16:49: Also das ist vielleicht gar nicht so sehr um die ganz persönlichen Wünsche und Vorlieben geht, denn auch das gehört ja zur Wahrheit dazu.

00:16:56: es gehen Menschen in Rente, es verlassen Menschen das Unternehmen und irgendwie muss ein Gebäudekonzept auch dann noch funktionieren.

00:17:01: Das heißt wenn eine Rolle sei es die Rolle Führungskraft in einem Unternehmen definiert ist und damit einhergeht einen Einzelbüro oder geht es nicht?

00:17:12: Dann gilt es im besten Fall eben für diese Rolle und dann unternehmensweit.

00:17:17: Die erste Leitlinie, an der wir uns festhalten oder die für uns sehr wichtig ist.

00:17:23: Und ansonsten geht es tatsächlich vor allem um die Vielseitigkeit der Fläche.

00:17:27: Denn unsere Vorstellung ist eben da, dass das nicht so ist wie früher, dass jeder einen Zellenbüro bekommt und das für jeden das gleiche quadratisch praktisch gut weiß grau ausgestattet mit einer geschlossenen Tür sondern es geht darum vielseitiger Arbeitsflächen zu schaffen und dadurch die Möglichkeiten aufzumachen, dass sich jeder den Ort aussuchen kann, der zu einem passt.

00:17:49: Das heißt es wird natürlich Menschen geben zurückgezogener konzentrierter Arbeiten, entweder weil sie von der Persönlichkeit so sind oder weil es die Tätigkeiten eben erfordern und dann werden diese sich vermutlich ja viel öfter in einen Fokusraum zurückziehen, eine Tür zu schließen.

00:18:05: Und für Sicherarbeiten und andere, die eben viel kommunikativer unterwegs sind in den Arbeitsformen, dann eben offener und auch kommunikativer zusammenkommen.

00:18:14: Der große Vorteil ist eben dadurch durch ein so vielseitiges Konzept damit diese individuellen Themen eigentlich... Ja, mitzunehmen und dem gerecht zu werden.

00:18:25: Ohne wirklich ... Ich sag mal eins-zu-eins für jede Person die Karriertenmeierglöckchen ganz individuell auf die Fläche zu bringen.

00:18:32: Und ein großes Thema das ihr euch auch auf die Fahnen schreibt ist Nachhaltigkeit!

00:18:36: Ein Thema das gefühlt in den letzten Monaten bisschen an ... wie soll man sagen?

00:18:41: An Providence in den Medien mindestens verloren hat... und ich glaube auch dass die Budgets da ein bisschen zurückgefahren wurden.

00:18:47: Nichtsdestotrotz bleibt es ein extrem wichtiges Thema.

00:18:51: Wie interpretiert ihr das?

00:18:53: Also natürlich ist es erstmal auch auf unterschiedlichen Ebenen zu sehen.

00:18:58: Natürlich geht da ganz viel, aber in der Architektur ist es erst mal mit Material irgendwie gleichgesetzt.

00:19:03: Mit Bausubstanz ist es natürlich auch für uns nicht nur sondern in dem Moment wo man eben zukunftsfähig und flexibel aus so Strukturen schafft ist das natürlich eine Form der Nachhaltigkeit.

00:19:14: Gleichzeitig sind wir ja viel auch im Bestand unterwegs.

00:19:18: Wir realisieren Neubauprojekte wie das, was ich eben gerade beschrieben habe bei MFB aber wir bauen ja auch ganz viel in Bestand und da fängt Nachhaltigkeit vor allem dort an wo man sich nicht nur Gedanken darüber macht welche neuen Materialien und Oberflächen, Möbel, Baumaterialien man eben einbaut.

00:19:41: Sondern es geht vielleicht im Erste Schritt vor allem darum sich erst mal mit dem Stand auseinanderzusetzen und sich zu fragen was haben wir denn hier eigentlich?

00:19:48: Und wie können die Dinge das Gebäude uns liefert wiederverwenden neu einbauen in anderen kreislauf bringen und refurbischen?

00:19:59: absolut.

00:20:00: Und da sind wir eben mittlerweile ja in so einem re-use prozess unterwegs, sodass wir eben auch mit unterschiedlichen partnern die unterschiedliche fachdisziplin abbilden.

00:20:11: Ja eben so eine bestandsanalyse machen und schauen was kann man eigentlich hier wieder verwenden?

00:20:16: Was brauchen wir in zukunft noch?

00:20:18: Sind das systemtrennen wende die man irgendwie gut abbauen Ertüchtigen und wieder neu aufbauen kann.

00:20:24: Wir haben teilweise auch in Sparkassen oder in anderen Unternehmen wahnsinnig tolle Möbel, also Design-Klassiker, die dort rumstehen und die auf gar keinen Fall irgendwie in die Müllhalde sollen.

00:20:38: Das heißt wir machen wirklich erstmal eine Bestandsanalyse und prüfen was man in einem neuen Konzept wiederverwenden und was kann aber vielleicht auch an anderer Stelle eingelagert werden?

00:20:51: Ihnen dann entsprechende Partner, die sich darum kümmern.

00:20:53: Damit auseinandersetzen und ganz wichtig sind dann ja auch... Ich sage mal Zertifizierung oder dass unsere Bauherren eben auch eine Gewährleistung bekommen.

00:21:02: Daran scheitert es ja ganz häufig, wenn das um das Thema Wiederverwertbarkeit geht und da sind wir gerade dran, dass wir es hinbekommen, dass auch wiederverwendete Materialien-Systemtrennwände

00:21:14: etc.,

00:21:14: dann entsprechend zertifiziert sind und man da eben auch sicher sein kann, dass man die Gewährleistungen bekommt vom Hersteller oder von dem entsprechenden baulichen Gewerk.

00:21:27: Neubau oder bei neu eingebauten Materialien eben hat.

00:21:31: Wenn du jetzt unterwegs bist und in Gebäude gehst, sagen wir mal in Bankfilialen oder vielleicht auch im Bürogebäude die aus anderen Händen stammend aus anderen Federn kommen dann ich nehme an dass du dir das ja auch genau anschaust und dich da auch ganz neugierig bewegst und vielleicht sogar inspirieren lässt hier und da was ist dir wichtig bei einem guten Raum?

00:21:54: sagen wir, bleiben wir mal erstmal in der Bürowelt.

00:21:57: Was gefällt dir gut wenn du unterwegs bist und dir Dinge auch anschaust?

00:22:01: Ja ich glaube auf unterschiedlichen Ebenen wahrscheinlich.

00:22:04: also für mich ist Gestaltung natürlich ganz wichtig, weil das auch Atmosphäre prägt und so den ersten Eindruck.

00:22:09: Also für mich ist Austauschbarkeit schrecklich.

00:22:12: Ich wünsche mir irgendwie Identifikationen die man auch spürt.

00:22:15: Auch ein Gebäude, dass so ein bisschen Charakter irgendwie hat Die Identification von so einer Organisation halt widerspiegelt Und das dockt natürlich aus einem Bisschen an dem Punkt an den du gerade genannt hast.

00:22:26: wenn Ja, so ein Gebärde wahnsinnig verschlossen ist sich extrem zurückzieht und eigentlich die Menschen nicht sichtbar sind.

00:22:35: Und hinter verschlossenen Türen sich verstecken, dann finde ich das tendenziell meistens auch nicht überzeugend.

00:22:43: Ich achte total drauf wie so eine Raumkonzeptionierung ist und auch wie gerade dieses Verhältnis zwischen Kommunikation, Konzentration, Offenheit, Rückzug ist.

00:22:53: Weil ich finde dass das in einem Raumkoncept eine wahnsinnige Herausforderung ist.

00:22:58: Denn auf der einen Seite wollen wir diese beiden Welten irgendwie zusammenbringen Und andersrum funktioniert es gerade häufig genau da nicht, wo man sie ganz nah aneinander andockt.

00:23:09: Das sind die klassischen Alkoholmöbel vor den offenen Arbeitsplätzen stehen, die dann immer völlig verwahrlos und leer dastehen weil so eine informelle Zone... halt auch nur da funktioniert, wo sie wirklich zu so abläufen und zu so einer Organisation passen.

00:23:24: Und das finde ich halt total spannend!

00:23:26: Da versuche ich auch immer wieder wenn ich in neue Gebäude komme, in neue Arbeitswelten komme daraus zu lernen und zu beobachten, wo und wann funktioniert das?

00:23:34: Und wo auch

00:23:35: nicht?!

00:23:36: Weil letztendlich ist es nur dann gut, wenn es auch genutzt wird und wenn es nicht... weil irgendwie der Grundriss nochmal eine Zone frei hatte, da mal zwei Launchmöbel aufgestellt sind.

00:23:44: Das passiert ja ganz schnell Und hilft dann aber irgendwie auch nicht so richtig weiter.

00:23:50: Ich habe ja bei der Ostsee-Sparcaste Rostock gearbeitet, da haben wir auch eine Zukunftsfiliale geplant und dann hab ich ja noch beim DSGV gearbeitet – beim Deutschen Sparkassen und Giroverband!

00:24:01: Da war natürlich auch in der Sparkassenwelt unterwegs und da haben wie auch mit der Berliner Sparkasse gesprochen die ja gerade vor gar nicht so langer Zeit neues Headquarter bezogen haben im Johannestal im Süden Berlins Dass sie in der alten Zentrale schon mal so einen großen Raum neu eingerichtet hatten, damit die Mitarbeitenden dort schon mal Probe arbeiten können.

00:24:25: In der neuen Welt denn es ist ja auch ein Change Thema das hast du ja auch angesprochen auch bei euch arbeiten ja Menschen die sich mit Veränderung gut auskennen.

00:24:33: Denn wie du sagst wenn man die Leute einfach nur vor vollendete Tatsachen stellt und sagt bitte bucht er jetzt im Platz dass Geht dann schlimmstenfalls hier in die Hose.

00:24:43: Also wie führt ihr die Leute ran?

00:24:45: Was habt ihr da auch gelernt, was hilft auch Akzeptanz zu erzeugen dass Menschen sich ja auch ein Stück weit vielleicht weiterentwickeln denn so eine neue Arbeitswelt ist ja manchmal schon nochmal ganz anders wenn sie vorher fünfzig Jahre genau gleich war.

00:24:58: Absolut und ich glaube erstmal es ist ganz wichtig das man annimmt dass das schmerzt.

00:25:02: also ich habe auch am Anfang irgendwie als ich hier diese Prozesse mit begleitet habe weil ich natürlich davon überzeugt bin und ich weiß, oder ich das für richtig halte diese Form von Arbeitswelten habe ich mich am Anfang sehr schwer damit getan dass andere das anders sehen.

00:25:19: Und ich muss sagen seitdem ich das absolut hinnehmen und auch verstehen kann, dass es einfach erstmal weh tut und dass das Tal der Tränen dazu gehört das zu durchlaufen macht es insgesamt auch diese Begleitungsprozesse einfacher und ich glaube das ist auch wichtig Die Leute wirklich ernst nimmt in diesem Prozess und erstmal ehrlich hinnimmt, das ist erst mal Schmerz.

00:25:43: Es ist erst einmal für fast alle oder ganz viele ein Schmerzen vielleicht auch den eingeschreibtisch herzugeben.

00:25:49: Und unsere Aufwohnheiten,

00:25:51: die muss man erstmal verlernen?

00:25:53: Absolut und genau das ist letztendlich das was man kennt und ich meine gerade vielleicht auf wie Deutschen sind.

00:25:59: dann nochmal ganz besonders in Bezug auf Sicherheit und Verlässlichkeit und das ist natürlich irgendwie so mein sichere Hafen und sich davon zu lösen ist wahnsinnig schwer und ich glaube dass muss man erst mal auch genauso stehen lassen und hinnehmen wie es ist und dann aber eben auch gemeinsam erarbeiten.

00:26:16: Was bekomme ich denn dafür, dass sich das hergebe?

00:26:19: Weil ich gebe schon was her und das muss man auch klar benennen.

00:26:22: Und was habe ich aber vielleicht davon, dass es sich hergeben wird?

00:26:25: So ist es ja immer im Leben!

00:26:27: Man muss... Das ist mit allen Entscheidungen, mit allen Prozessen so natürlich irgendwie wie wir haben.

00:26:32: Und das ist für viele ein Vorteil, das Homeoffice gewonnen als Arbeitsort.

00:26:37: In der Wirtschaft gehört dann vielleicht auch dazu, sich zu fragen, kann ich parallel noch die Erwartungshaltung haben jeden Tag ein festes Schreibtisch zu haben, wenn ich eigentlich nur zwei Tage die Woche im Büro bin zum Beispiel?

00:26:49: und mit der Frage muss man sich auseinandersetzen.

00:26:51: Ich würde Zuhause eben auch nicht sechs Zimmer anmieten in einer Wohnung und da nur vier bewohnen und alle sechs aber heizen und bewirtschaften.

00:27:00: Ich glaube, es ist eben ganz wichtig sich genau diese Themen auch noch mal vor Augen zu führen und gemeinsam zu erarbeiten.

00:27:07: Was bekomme ich denn eigentlich dafür?

00:27:09: Und auszuhalten dass es erstmal mit ganz viel Unsicherheit einhergeht trotzdem immer weiter zu informieren, zu er arbeiten also den Rahmen klar zu machen.

00:27:18: unter welchen Rahmenbedingten können wir uns hier in der Organisation das vorstellen?

00:27:23: Wir sagen dazu immer was ist hier anschlussfähig?

00:27:25: Also wie weit können wir dann im Sinne der Visionen und so ein Ziel bildet die Leute vielleicht auch mitnehmen, ein bisschen aus der Komfortzone locken.

00:27:33: Aber wo ist auch eine Grenze erreicht?

00:27:34: Und wo muss man auch sagen wir haben jetzt mit der Organisation seit dreißig Jahren so gesessen und nein!

00:27:40: Wir sind kein Start-up und wir machen hier nicht alles auf und keiner hat mehr irgendwie einen Heimatbereich und ich bin völlig frei mit allem und sitze nur noch mit einem Laptop auf dem Sofa.

00:27:51: Das funktioniert eben auch nicht für jede Organisation, ich glaube da sich wirklich ehrlich für die Menschen zu interessieren.

00:27:57: Ehrlich hinzuhören was sie bewegt das ist am Ende der Schlüssel und auch gleichzeitig ein bisschen auszuhalten dass es zwischendurch wehtut weil die Erfahrung tatsächlich zeigt trotz all der Begleitung gehört ein bisschen Sorge und gehörn ein bisschen Bedenken über den Prozess weg meistens schon für einige noch dazu.

00:28:16: Aber es zeigt auch, wir begleiten ja auch Behörden zum Beispiel und ... Es ist schon ein wahnsinnig schönes Gefühl wenn man dann nach so einem Umbau da reinkommt und die Menschen sagen euch ich hab echt gedacht das wird ganz schlimm und ich muss doch kurz vor Rente nochmal kündigen aber es ist irgendwie doch ganz gut geworden und ich fühl mich wohl.

00:28:32: Ja

00:28:33: gleichzeitig sehen wir noch spannende Räume in Richtung Kunden und Kundinnen also gerade die Filialwelten zb bei Banken.

00:28:42: Da geht's ja immer mehr Um Erlebnisse.

00:28:45: ja also kann mich auch hier an die Rostocker Sparkasse erinnern.

00:28:49: Die haben dann auch nach meiner Zeit eine City Filial eröffnet mit einem Pop-Up Store, da können sich dann Firmengründen vorstellen und Dinge verkaufen und dann gibt es einen Co-Working Cube darin und Veranstaltungen werden durchgeführt.

00:29:06: wie wichtig wird das für die Räume?

00:29:11: Konkurrieren manchmal mit der Digitalität, dort auch mit neuen Ideen aufzufahren.

00:29:17: Also ich glaube ganz wichtig.

00:29:18: Ich war gerade noch letzte Woche auf einer Veranstaltung in Frankfurt vom Handelsblatt Zukunft Retail Banking und da stand eben auch genau die Frage im Raum, welche Relevanz hat die Filiale überhaupt noch?

00:29:31: Wie sieht das Verhältnis aus zur digitalen Welt?

00:29:33: Und ich glaube die ganz klare Antwort war dass eine geht nicht ohne das andere und man kann auch nicht beides losgelöst voneinander denken.

00:29:41: also grade ich sag mal so die eingefleischten Geldinstitute wie Sparkast Volksbanken

00:29:47: etc.,

00:29:48: die leben natürlich auch von dieser persönlichen Beratung und vor allem von Vertrauen.

00:29:53: Und Vertrauen ist natürlich etwas, was sich auf einer digitalen Ebene viel schlechter aufbauen lässt als im persönlichen Kontakt.

00:30:00: Darüber kommen auch die Filialen immer stärker.

00:30:03: Also das Service-Geschäft, sage ich mal, das Klassische geht eher weiter zurück weil man viele Dinge online einfach gut abhandeln kann.

00:30:11: aber wenn ich mir eben mein Eigenheim finanziere, wenn ich investieren möchte und ein Startup gründe sind diese Entscheidungen mit ganz viel Vertrauen einhergehen.

00:30:23: persönliche Kontakt vor Ort, eine große Rolle.

00:30:26: Und eben auch das Erlebnis wie kommt denn so ein persönlicher Kontakt und auch so einen Vertrauen irgendwie?

00:30:31: Wie baut sich das auf?

00:30:35: Indem ich vielleicht Veranstaltung besuchen kann mit genau den Themen, die mich interessieren.

00:30:40: Indem nicht nur das Gefühl habe in so ein klassisches Verkaufsgespräch mit meinem Berater zu geraten sondern man wirklich erstmal auch eine vertrauensvolle Basis mit einem Kaffee in einer guten Atmosphäre aufbauen kann indem ich vielleicht auch selber Raum finde mit meinen Themen mich in so einer Filiale zu platzieren.

00:30:58: und es ist ganz spannend.

00:30:58: wir haben gerade für die Sparkasse Leverkusen einen Jugendbankkonzept entwickelt wo natürlich jetzt erstmal eine sehr klare Zielgruppe irgendwie angesprochen wird, also alle zwischen achtzehn und dreißig Jahren.

00:31:12: Aber wir glauben natürlich schon dass das letztendlich auch Trend sein werden die irgendwie einen Einfluss haben auf die Gesamtfilialentwicklung für alle Geldinstitute letztendlichen

00:31:24: Ich habe auch vor Jahren in Lübeck mal Die jugendfiliale s-Korner besucht die gar nicht aussehen wie so eine typische Sparkasse und ne Bar da drin haben.

00:31:34: Und dann läuft Musik, der legen glaube ich auch DJs auf.

00:31:38: Dann gibt's den Gaming Events.

00:31:39: also es muss ja am Ende für die Zielgruppe auch interessant sein und nicht nur für die Sparkasse selbst.

00:31:46: Genau, das ist da dann eben auch genauso.

00:31:48: Es gibt keine klassischen Automaten mehr es gibt keine Anlaufstellen mehr wie man das so kennt sondern es gibt eine Finance Bar es gibt auch Co-Working Plätze es gibt so eine mobile Veranstaltungsfläche wo dann auch mal E-Sports Events sind etc.

00:32:02: und es geht halt ganz viel um Veranstaltung und direkten persönlichen Kontakt.

00:32:06: Wann lohnt es sich für jemanden wieder in so eine Filiale zu gehen?

00:32:09: Das ist die Frage die überall steht.

00:32:11: Aber lasst uns gerne nochmal auf KI kommen ein Thema das euch ja auch beschäftigen wird, bestimmt auch schon zu Beginn der Projekte.

00:32:18: Wenn es darum geht mal sich die Daten anzuschauen aber ja gibt uns doch mal einen Einblick wie euch KI hilft?

00:32:24: Ja tatsächlich also in ganz unterschiedlichen Prozessen.

00:32:27: wir haben mir auch ein Kollegen bei uns im Team DerBanny der sich vorrangig um das Thema kümmert und eben bei uns in die Prozesse schaut und hinterfragt wie man denn Dinge da auch digitalisieren oder automatisieren kann.

00:32:41: Vorhin geht es natürlich darum, Prozesse abzubilden oder zu vereinfachen die eben relativ standardisiert sind.

00:32:48: Protokollierungen

00:32:49: etc.,

00:32:50: also dass man da einfach auch eine Sicherheit bekommt und das wir letztendlich unseren Planern und Planerinnen den Raum geben sich genau mit den kreativen Aufgaben auseinanderzusetzen für die unsere Architektenköpfchen irgendwie dann auch gemacht sind.

00:33:07: Es ist ganz unterschiedlich, für uns ist das auf jeden Fall ein wichtiges Thema.

00:33:11: Wir werden jetzt auch in den kommenden Monaten unsere Mitarbeiter noch dahingehend schulen.

00:33:17: Also wir sind sowieso quasi und the job immer dabei.

00:33:20: aber wir haben wirklich jetzt auch nochmal konkrete Lernzeitfenster geblockt für jede Rolle im Unternehmen wirklich aus sich wöchentlich mehrere Stunden mit dem Thema KI auseinanderzusetzen.

00:33:31: die Schnittstelle zur Planung ist natürlich immer eine Herausforderung wo diese Zeichenprogramme angeschlossen werden.

00:33:35: ich glaube dass braucht vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle noch ein bisschen.

00:33:39: Aber auch in so Workshop-Formaten setzen wir das natürlich in Teilen schon ein, auch bei so einer Bedarfsermittlung eben auch eine Vergleichbarkeit herzustellen von unterschiedlichen Daten die Themen entsprechend zu analysieren.

00:33:52: In unserem Marketing Team sind ganz viele Themen automatisiert indem wir wirklich Inhalte einsprechen und daraus dann Content White Paper Themen erstellen.

00:34:01: also es ist sehr breit gefächert.

00:34:03: auf jeden Fall

00:34:04: Du kannst ja auch schon mal einen digitalen Zwilling des neuen Hauses bauen und die Leute in der Virtual Reality schon mal reingehen lassen oder sie da schonmal in der VR, irgendwie mal eine Stunde arbeiten lassen ist ja alles möglich und denkbar wenn man das will.

00:34:19: Absolut theoretisch ging das natürlich vor einigen Jahren schon durch Visualisierung, drei D Renderings.

00:34:24: Aber es ist jetzt auf einer ganz anderen Ebene und auch deutlich einfacher.

00:34:29: also ich glaube gerade so.

00:34:30: dieses Thema dreidevisualisierung hat sich natürlich wahnsinnig revolutioniert weil man eben nicht mehr alles in drei d bauen muss sondern eben auch ganz viel prompten kann.

00:34:39: Du erinnerst dich zum Beispiel noch an Second Live und die VR Geschichten wo dann wirklich im Internet Dinge gebaut wurden und man sich dort begegnen konnte.

00:34:52: Und dort auch marken und unternehmen eingestiegen sind und Jetzt haben wir zuletzt ein bisschen weniger davon gehört.

00:34:58: aber es ist jetzt auch kein reines architektur thema, aber glaubst du dass das Unternehmen vielleicht sogar banken Auch in diesem virtuellen raum zukünftig mehr stattfinden?

00:35:09: Ich kann mir da schon vorstellen ich glaube dass man sich wahrscheinlich in Zukunft irgendwie so ganz klar auf beide beine stellen muss irgendwie So wie du schon gesagt hast dass auf der einen seite der ganz klare Bedarf da ist, irgendwie sich zu begegnen und echten menschlichen Austausch zu haben.

00:35:23: Und ich glaube man wird sich in Zukunft wahrscheinlich sehr stark darauf konzentrieren.

00:35:26: was sind irgendwie meine Anliegen?

00:35:29: Mit welchen Themen setze ich mich auseinander?

00:35:31: Ist das etwas für den digitalen Raum oder ist es etwas für dem persönlichen Austausch?

00:35:36: Dementsprechend glaube ich ja dass vermutlich die Unternehmen die sich da fest erst mal eine feste Einstellung zu haben mit welchem Thema sie sich wo positionieren und dann aber auch beide Themenfelder fertig betrachten, vermutlich gut aufgestellt sind.

00:35:54: Wo gibt's mehr über euch und eurer Arbeit?

00:35:57: Online natürlich!

00:35:58: Also genau bei uns auf der Website, auf unseren Social Media Kanälen könnt ihr gerne mal reinschauen.

00:36:04: ich meine wir sind ja sehr visuell unterwegs.

00:36:06: dann ist es auch ganz wichtig sich solche Projekte anzuschauen

00:36:09: auf

00:36:09: unserer Website und eben auf unseren social media kanälen immer gerne einmal reingucken.

00:36:15: Sehr schön.

00:36:16: Vielleicht kannst du uns auch abschließend noch verraten welches Buch dir gut gefallen hat.

00:36:21: Ich frag ja hier auch immer gerne nochmal so nach Buchempfehlung, weil da so ganz unterschiedliche spannende Tipps schon herausgekommen sind.

00:36:29: Fällt dir eins ein das sehr gut gefallen?

00:36:31: Also mir fällt gerade spontan tatsächlich on the way to New Work ein.

00:36:35: Bin ich bestimmt nicht die erste, die das jetzt hier in deiner Runde sagt?

00:36:38: Könnte ich mir vorstellen!

00:36:39: Aber das ist auf jeden Fall ein Buch was mich während dieser Weiterbildung zum Thema New Work eben stark begleitet hat und was mir so hier auch für meine Rolle bei BKP ja so einen guten Gesamtkontext glaube ich auch gegeben hat.

00:36:53: denn ich sage aus meiner Perspektive oder aus unserer Innenarchitektenperspektive ist ja ganz schnell a New Work-Einraumkonzept Da eben zu verinnerlichen, dass es das überhaupt gar nicht ist.

00:37:03: Sondern da ganz viel darüber hinausgeht... Das hat mich auf jeden Fall ja sehr stark begleitet.

00:37:08: und was kann ich gerne empfehlen?

00:37:10: Und was ist dir bei New Work am wichtigsten?

00:37:11: Ich meine, das ist ja mittlerweile ein großer Containerbegriff geworden!

00:37:15: Da legt jeder so Seins rein und das stört dann wiederum auch sehr viele.

00:37:19: Aber was ist Dir da so wichtig beim Konzept?

00:37:22: Ja, am Ende halt wirklich der Mensch im Mittelpunkt

00:37:25: ne?!

00:37:25: Also bei uns heißt es Building Better Worlds.

00:37:28: Im Ursprung heißt es irgendwie Ja, sei der Mensch und tu das was dir wirklich wirklich wichtig ist.

00:37:34: Und ich glaube dass es am ende Der kernen und was es dann bedeutet oder was aus diesem kern entwächst Das kann halt dann sehr unterschiedlich sein.

00:37:41: ja Seh ich auch so schön Marie cool dass du da warst euch weiterhin viel erfolgt.

00:37:47: wir verlinken das in den shownotz also schaut euch das mal an.

00:37:50: wirklich interessante Arbeit die ihr macht Auch eine Mission, die ja wirklich wichtig ist.

00:37:56: Denn die Arbeitsräume haben schon einen großen Effekt auch darauf wie wir zusammenarbeiten nicht nur was Leistungen angeht sondern eben auch etwas Wohlbefinden angeht.

00:38:05: von daher glaube ich ein Thema das uns in der Zukunft noch sehr beschäftigen wird.

00:38:09: Absolut danke für deine Einladung und für die Zeit.

00:38:12: mir hat es viel Spaß gemacht!

00:38:13: Mir auch, dank dir auch.

00:38:14: und dann schöne Grüße und bis bald!

00:38:16: Ciao.

Über diesen Podcast

„You don’t have to listen to anyone, because in this new world, no one knows anything.“ Casey Neistat.

In meinem Podcast „New Work Chat“ interviewe ich spannende Köpfe rund um die Themen New Work, Kultur und Transformation.

Wie finden wir eine Arbeit, die uns erfüllt und einen Unterschied macht? Wie entwickeln wir unsere Unternehmen so, dass Mitarbeiter:innen dort gern arbeiten und einen besseren Job machen?

Und: Wie vereinbaren wir unsere Familie mit unserer Arbeit? Das interessiert mich als #Dadof3Girls besonders.

Ob bei einem Startup, einer Agentur oder einer Kommune. Hauptsache, wir bewegen was, experimentieren und teilen, was wir lernen. Hauptsache wir gestalten heute eine Welt, in der unsere Kinder Arbeit nicht mehr als milde Krankheit, sondern als sinnvolle Aufgabe sehen.

Den Podcast gibt´s bei Podigee, Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Google & Co.

Neue Folgen erscheinen wöchentlich Freitags um 6:00 Uhr. Tune in!

von und mit Gabriel Rath

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