00:00:00: Willkommen zum New Workjet Podcast von meinem Vater.
00:00:04: Viel Spaß!
00:00:05: Und damit moin und willkommen zu meinem Podcast in New Workchat.
00:00:08: Freue mich sehr, dass Adriana heute da ist.
00:00:10: Schöne Grüße aus Rostock.
00:00:12: Ja ich grüße
00:00:13: auch und freue mich sehr das für uns sehen.
00:00:16: Du bist heute im Berlin habe ich gerade erfahren.
00:00:18: Ich bin heute tatsächlich in Berlin
00:00:21: Aber sonst nicht, ne?
00:00:22: Sonst bist du mehr... Na du bist ja eigentlich an vielen Stellen glaube ich mit deinem Job.
00:00:27: Du bist selten lang an einem Ort oder
00:00:30: So ist es.
00:00:31: Ich habe gerade eine ganz neue wunderbare Assistentin, der ich neulich gesagt hab.
00:00:36: das Besondere an meiner Arbeit ist dass ich jeden Tag einen anderen Arbeitsort habe
00:00:40: und du magst es aber auch?
00:00:43: Ich mag es.
00:00:43: also wir als Wände-und Wanderkinder sind es ja gewohnt tatsächlich unterwegs zu sein Und ich muss dir sagen Ich arbeite selten so konzentriert und hintereinander fokussiert weg wie im Zug.
00:00:58: Ich fahre ja Zug, ich liebe auch Autofahren aber ich finde Autofahrn wäre am Ende für mich verlorne Zeit.
00:01:08: Ich liebe es im Zug zu sitzen mit dieser Geschwindigkeit und in der Bewegung sein.
00:01:12: sozusagen habe ich das Gefühl dass mein Kopf sich anfängt zu bewegen.
00:01:15: Also das ist in Ordnung.
00:01:16: Ich verhehle aber nicht, dass es natürlich im Sommer zum Beispiel viel mehr Spaß macht als im Winter und ich liebe es auch wenn ich mal Tage habe wo ich ganz fokussiert mich mal zwei Tage am Stück mit vertieften inhaltlichen Fragen auseinandersetzen kann.
00:01:31: ja
00:01:32: Geht mir ähnlich, ich fahre auch lieber mit der Bahn.
00:01:35: Obwohl es natürlich da auch immer zu abenteuerlichen Erlebnissen kommen kann.
00:01:39: aber kann das ja aus der Autobahn.
00:01:41: Ja wir haben hier eine schöne Einstiegsfrage meiner mittlere Tochter Mathilda.
00:01:45: die spricht ja hier das Intro ein.
00:01:47: Die ist zwölf Jahre alt und ich würde dich mal bitten ihr zu erklären was du eigentlich so machst?
00:01:52: Was würdest du ihr sagen?
00:01:54: Also ich sorge dafür dass die Menschen die tolle Ideen haben in Mecklenburg-Vorpommern dass sie die tatsächlich richtig kraftvoll umsetzen können.
00:02:07: Und das machen wir, das mache ich ja nicht alleine sondern mit einem ganz wunderbaren Team bei uns eine Ehrenamtsstiftung MV.
00:02:14: Das machen wir in ganz unterschiedlicher Weise.
00:02:18: Wir geben denen zum Beispiel Geld für ihre Ideen.
00:02:20: Bist du immer gut?
00:02:22: Wir helfen Ihnen aber auch, wenn Sie im Grunde in der Gruppe, in der sie das machen nicht so richtig gut wissen.
00:02:31: Wie können wir denn so zusammenarbeiten?
00:02:33: Dass es Spaß macht und dass richtig gut was rauskommt.
00:02:36: Also das kennt man ja auch, dass man manchmal sich auch streitet.
00:02:41: Und ja, es gibt dann auch manchmal bei Erwachsenen die Situation, dass sie nicht alleine rauskommen aus dem Streit und da können wir super helfen!
00:02:49: Wir helfen auch den Chefs von solchen Gruppen, indem wir ihnen erklären was macht eigentlich einen guten Chef aus.
00:02:59: Vor allem wenn man mit Menschen zusammenarbeitet die freiwillig zusammen für eine gute Idee sich treffen.
00:03:06: Und es gibt dann auch immer sowas wie Gesetze, an die man sich halten muss.
00:03:11: Das sind ja Regeln, die wir uns als Gesellschaft gegeben haben und da helfen wir natürlich auch zu erklären was sind das eigentlich für Regeln und Gesetzen?
00:03:18: wenn ich eine gute Idee habe um sie umsetzen will, an der ich mich orientieren muss Genau!
00:03:24: Wenn das BI-Projekt und die Idee in der Welt ist, dann haben wir auch einen Preis Und erkennen das an und sagen Dankeschön weil wir finden, dass nämlich ganz wichtig.
00:03:35: Dass viele Leute viele gute Ideen in MV haben und auch umsetzen.
00:03:41: Ich finde es auch für dich und deswegen freue ich mich, dass wir heute darüber sprechen können.
00:03:44: aber neben dem Job gibt's ja auch noch Dein Ehrenamt.
00:03:48: Auch dazu kommen wir bestimmt nachher.
00:03:49: Aber vorher wollen wir Dich nochmal so ein bisschen kennenlernen.
00:03:52: Du bist ja auch einen Mikrobug-Vorpommern aufgewachsen In der Zeit in der ich auch groß wurde.
00:03:59: Das heißt, wir sind so ziemlich parallel voneinander irgendwie aufgewachsen.
00:04:02: Vielleicht gibt es uns mal einen kleinen Einblick.
00:04:05: wie war das für dich in der Zeit im MV und damals ja noch in der DDR aufzuwachsen?
00:04:11: Ja also ich bin in Neustrelitz geboren da haben meine Großeltern gelebt und dann sind wir nach Rostock gezogen.
00:04:19: Das heißt seit ich acht Jahre alt bin also in der dritten Klasse bin ich in der Südstadt zur Schule gegangen Und ich kann mich an die Zeit der DDR noch so erinnern, dass sie sich sehr klein und sehr wiederholt angefühlt hat.
00:04:36: Also meine Großeltern in Neustrelitz hatten zwei Gärten ein hinterm Haus und dann noch einen Extragarten wo wir mit so einem Bollerwagen immer hingefahren sind und da habe ich eigentlich immer meine Ferien verbracht.
00:04:47: Also wenn ich das vergleiche mit ja auch unserer Familie jetzt, meinem Sohn würde ich schon sagen der ist jetzt zehn dass er schon mal mehr gesehen hat als ich als ich zehn war.
00:05:01: Ich kann mich auch erinnern damals noch in der Strilitz dass da sehr viel Militär auf den Straßen waren.
00:05:07: Also ich erinnere das immer, wenn wir in die Stadt gegangen sind.
00:05:10: Dann ist da also irgendwie ein Panzer auch rumgefahren ehrlich gesagt und das fand ich immer ein bisschen spooky.
00:05:15: Ich mochte eigentlich lieber im Garten sein und immer nicht so gerne da in die statt gehen obwohl dann eine schöne Eisdiele war.
00:05:21: Ja und als wir dann in Rostock waren sind wie gesagt zuerst in der Südstadt gewesen und dann haben wir da am Saarplatz gewohnt und später ein Bisto als da dieser tolle Wohnpark ausgebaut wurde Und das fand ich eine super Zeit.
00:05:38: Denn es war, ja wir sind achtundachtzig nach Rostock gezogen und neunundachtzlich ist die Mauer gefallen.
00:05:44: Dann begann im Grunde die anarchische Zeit.
00:05:49: Unsere Schule wurde dann ein Gymnasium,
00:05:51: d.h.,
00:05:52: ich konnte da bleiben.
00:05:54: Wir waren wirklich eine super Truppe damals in der Abiturzeit und haben im Grunde in dieser Schule alles gemacht, weil es ja nichts gab.
00:06:01: Wir haben also eine Schülervertretung gegründet wir haben eine Schülerzeitung aus dem Boden gestampft Ja und wir hatten, das hatten ja viele dieser Schulen draußen da auf dem Schulgelände diese Wende so ein bisschen die das abgrenzen.
00:06:17: Und da hatten wir eine AG für Graffiti.
00:06:20: Da kam ja das Thema Graffiti in den Neunzigern irgendwie so stark auf und da haben wir dann alles mit Graffiti auch sehr hübsch und besprüht.
00:06:29: Also wir haben wirklich wahnsinnig viel gemacht und ich fand dass war ne sehr interessante Zeit weil wir einfach so viele Gestaltungsräume hatten.
00:06:40: Es gab letztlich wenig Orientierung von Eliteseite, weil am Ende ja alle in einer Neuorientierung waren und ich kann mich aber wirklich bei uns zumindest an der Schule eine ganz produktive Stimmung erinnern.
00:06:56: Ich weiß es gab auch andere Szenen im MV und auch in Rostock Aber bei uns war das völlig in Ordnung.
00:07:09: Ich blicke wahnsinnig gerne auf diese Zeit zurück und muss ganz ehrlich sagen, als ich wollte eigentlich dann auch nicht abwandern.
00:07:15: Also ich wäre einfach wirklich gern an Rostock geblieben aber das war eine Zeit, das weißt du sicherlich auch.
00:07:20: da hieß es Kind wenn aus dir was werden soll, dann musst du aus Deutschland
00:07:24: verlassen.".
00:07:25: Es gab so einen richtigen Brain Drift.
00:07:27: also viele aus meiner Klasse sind dann auch nach Berlin Einige noch nach Hamburg, Berlin war schon so die Stadt zu der die meisten gezogen sind.
00:07:37: Ich finde es auch ganz interessant wenn man sich mit älteren unterhält also auch in der Familie zum Beispiel und die dann sich erinnern an die DDR-Zeit Dann ist das ja ein Stück weit gefiltert durch die Erinnerung und vielleicht auch durch die Zeit.
00:07:53: Und irgendwie gibt es doch auch ein Phänomen, dass man das eher verklärt oder?
00:07:56: Dass man sich eher an die positiven Dinge erinnert.
00:07:59: Das gibt ja aber so eine richtige Nostalgie.
00:08:01: Das spürt man auch noch manchmal bei Einigen.
00:08:03: Auch da gab's noch Zusammenhalt und alle hatten irgendwie Arbeit.
00:08:08: Also ich glaube, dass es ja das Phänomene des nach innen gerichtet seins gab und geben musste in einer Welt, die im Grunde autoritär durchstrukturiert war.
00:08:21: Und dass es viele geschafft haben interessanter und man kann vielleicht sogar sagen dankenswerterweise in ihrer privaten Welt eine und auch mit dem engsten Freundeskreis eine Umgebung für sich des guten zu organisieren.
00:08:39: Das im Grunden bestimmte strukturelle Rahmenbedingungen gegeben sind in einer Gesellschaft, beschafft ja auch Orientierung.
00:08:50: Vermindert Komplexität nimmt Entscheidungen ab.
00:08:54: und ich mache die Beobachtung Menschen sind unterschiedlich.
00:08:59: Es gibt Personen, die streben danach selbstinitiativ und steuernd unterwegs zu sein.
00:09:06: Und es gibt aber auch jene, die das auch mögen wenn es einen Rahmen gibt in dem sie sich bewegen können und denen nicht selber mitherstellen müssen diesen Rahmen so dass ich das gut nachvollziehen kann wenn man das als angenehm im Grundsatz empfunden hat.
00:09:21: Ich glaube aber auch, wenn sie dann den Kopf aus der Gruppe herausgesteckt haben, wahrgenommen haben in der DDR.
00:09:33: Die gibt es aber die gibt das ja immer weniger.
00:09:35: Das heißt möglicherweise ist als auch an Erinnerungskultur eher so eine Alltagserzählungsdominanz, die wir erleben und sind sag ich mal werden die Zeitzeugen leiserer?
00:09:49: Die damals tatsächlich oder die auch bereit sind wirklich nochmal den Finger in die Wunde zu legen uns sagen Was waren aber auch wirklich, wirklich ökonomisch-sozial-, kulturell die großen Großen.
00:10:01: Nicht nur Schwierigkeiten sondern auch Nogos und ich bin sehr dankbar in meinem Leben hoffentlich auch dass wir neunundachtzig erleben durften und zwar im Alter wo wir noch keine Lebenswegsentscheidungen herhatten treffen müssen Sondern wo wir unter neuen Bedingungen in diese freie Welt des Gestaltens und sich frei bewegen groß werden durften.
00:10:26: Ich möchte mir das gar nicht vorstellen.
00:10:27: für mich, ich weiß nicht ob es dir auch so geht, in was gewesen wäre weil ich würde schon behaupten dass wir denke ich beide zu der Gruppe gehören die gerne was gestalten.
00:10:36: und ja wo wären wir da gelandet?
00:10:38: Das muss man sich ja schon mal fragen.
00:10:39: Ja und dann sind wir nämlich auch... Es passt jetzt gerade ganz gut bei dem Netzwerk dritter Generation Ost als ihr ins Leben gerufen habt.
00:10:46: vielleicht kannst du uns mal ein bisschen mit rein nehmen was ihr da macht.
00:10:51: Also viele sind ja abgewandert, das muss ich hier keinem erzählen.
00:10:55: Und wir haben dann im Grunde mit denen die Apf gewandert sind vor allem in Berlin.
00:11:00: du sagst es ist dass wir waren eine große Gruppe.
00:11:03: irgendwann und da haben wir zwanzig Jahre friedliche Revolution gefeiert festgestellt wenn über uns berichtet wird also bei unsere Generationen dann sind wir im Grund medial gesehen am TV-Beitrag rechtsradikal an der Bushaltestelle stehen arbeitslos mit einer Bierflasche in der Hand gezahlt.
00:11:21: Und das hat uns wirklich so aufgeregt, irgendwann dass wir gesagt haben Wir müssen ein neues Narrativ in diesen Diskurs einbringen.
00:11:29: Wir müssen neue Bilder schaffen Denn im Grunde haben so viele so einen unglaublich beeindruckenden Bildungsaufstieg auch hinter sich gebracht Im Ausland wenn man so will.
00:11:39: Also wir reden ja nicht nur über Abwanderung in die westdeutschen Bundesländer sondern auch nach österreich schweiz aber Auch es haben sich Leute aus den USA, New York.
00:11:46: Da hat sich auch eine Gruppe gebildet ehrlicherweise.
00:11:49: Hawaii und Japan.
00:11:51: von überall her meldeten sie sich als wir dieses Netzwerk gegründet haben und einen zu einem ersten Generationsgipfel hier in Berlin aufgerufen haben.
00:11:59: das war Zwei Tausend Elf Und seitdem ist viel passiert.
00:12:03: Jeder hat sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema beschäftigt.
00:12:06: die ein haben Biografie Workshops angeboten wo man wirklich auch mal selber darüber spricht.
00:12:11: warum habe ich mir mein sechsischen Dialekt Uni in Stuttgart abgewöhnt.
00:12:16: Die anderen haben wissenschaftlich gearbeitet zu dem Thema, wir haben also wirklich auch Empirie geschaffen – ganz wichtig immer wenn man so ein neues Thema aufschlägt.
00:12:26: und die nächsten haben Kulturveranstaltungen gemacht indem Filme gedreht wurden oder selbst biografische Literatur ist ja viel entstanden seit den Jahren.
00:12:37: und das Allerwichtigste Wir haben es tatsächlich geschafft, dass medial Essen Turn-Around gegeben hat.
00:12:44: Es wurde dann also nicht nur von den Bürgerrechtlern was auch wichtig ist nach wie vor ich habe es vorhin gesagt das wir die ins Licht holen.
00:12:53: Es wurden also nicht mehr deren Geschichten erzählt sondern auf einmal waren's auch die Kinder der Revolution deren Geschichte erzielt worden sind und das ist wichtig warum.
00:13:01: weil wir im Grunde kein Trauerspiel in der Erzählung gemacht haben sondern wir haben immer nach vorne gestellt dass diese Generation eine Transformationskompetenz, sperriges Wort aber erklärt gleich hat.
00:13:15: Und was ist das?
00:13:16: Es geht darum, dass wir in einer unfassbaren Art und Weise an der Hand unserer Eltern durch eine sich in jedem Lebensbereich verändernde Wirklichkeit gelaufen sind – und zwar in jungen Jahren!
00:13:30: und dass wir die Aethese vertreten, dass es dann zu einer Kompetenz auch gereift ist mit Veränderungen eben entsprechend umgehen zu können.
00:13:41: Und keine Angst davor zu haben, sich Dinge verändern zu können weil wir es tatsächlich erlebt haben.
00:13:48: Und ich glaube, dass das was Unglaublich Wertvolles ist und das wollen wir auch immer sagen.
00:13:54: Es gilt unseres Erachtens jetzt nicht nur für die Generationen der zwischen seventy-fünfund achtzig jährig gewordenen, was auch nur Orientierungspunkte sind sondern natürlich auch erst mal von alle, die sich davon angesprochen fühlen aber eben auch gerne für unsere Elterngeneration weil sie hat ja nun auch einen unglaublichen eine unglaubliche Veränderung hingelegt und großartiges erreicht.
00:14:16: Wir würden uns natürlich wahnsinnig wünschen, dass diese Haltung dieses Mindset noch mehr in die Ostdeutsche Gesellschaft Eingang findet.
00:14:24: Dass man stolz sein kann auf das was man erreicht hat die letzten thirty-five Jahre.
00:14:28: Und diesem Jahr stehen ja auch noch Wahlen an.
00:14:30: also es ist sehr dynamisches Feld gerade.
00:14:35: aber wir wollen auch nochmal ein bisschen deine Geschichte schauen.
00:14:38: du hast eine Ausbildung gemacht und dann studiert.
00:14:41: Vielleicht kannst du uns noch mal so ein bisschen mit reinnehmen, wie du dich entschieden hast und dann vorwärts gekommen bist.
00:14:46: Wie gesagt ich habe zu dem Kind Du musst das Land verlassen gehört auch Kind macht doch am letzten erste Ausbildung bevor du studieren gehst.
00:14:53: Das kennen auch viele.
00:14:55: Ich hab mir gestern von unserer Rektorin der Universität Rostock Professor Proma sagen lassen Die helft heute noch aller Landeskinder die an der Uni Rostocks Studieren sind Erstakademikerinnen und Akademiker.
00:15:10: Also spannend, höchstspannend.
00:15:13: Wo wir da auch stehen in MV und ich habe eben auch eine Ausbildung gemacht in Schwerin.
00:15:18: Wir hatten aber unsere Berufsschule in Hamburg weil Ich war nämlich bei der Schweriner Volkszeitung Und wir haben ja nur drei Verlachshäuser Ostsee Zeitung Nordkorea Schwerina Volkszeitungen und die haben natürlich keine eigene Berufsschuhe.
00:15:29: und dann sind wir immer nach Hamburg und Da haben wir dann die von Axel Springer und Gruner und Ja getroffen und das war schon spannend.
00:15:35: Das war schon so mal sage ich mal so ne Schrittweise Abwanderung Und mir war aber immer klar, das war auch der Deal mit meinen Eltern.
00:15:45: Dass ich danach auf jeden Fall studieren will.
00:15:47: und dann habe ich mir überlegt okay was macht Sinn?
00:15:51: Und dachte mir ok, ich studiere Kommunikationswissenschaften und weil es passt zu meiner Ausbildung und das war im Nachhinein interessant Aber eigentlich nicht so effektiv Weil Ich hab eigentlich das gelernt Was ich in der Großschule irgendwie auch schon hatte Und mich hat es dann sehr schnell zu den Politikwissenschaften getrieben.
00:16:11: Also, es gab dann so einen strangen politische Kommunikation und da habe ich mich eigentlich festgesetzt in der Politikwissenschaft und hab später auch promoviert.
00:16:24: Aber ich sag mal so haben ja viele von uns... Ich war dann auch ein Jahr zum Beispiel in Tanzania, in Afrika, hab das studiert, danach in Brüssel.
00:16:33: also ich hatte Ich hatte einfach, weil ich das Glück hatte bei der Birkler-Stiftung ein Gipendium zu haben.
00:16:42: Wirklich viele Möglichkeiten und ich glaube dass muss ich so sagen Dass das einen ganz wichtigen Hebel für mich gewesen ist um mich ausprobieren zu dürfen in dieser Zeit.
00:16:54: Ja und das habe ich gemacht.
00:16:56: Genau
00:16:56: Lass uns mal nach Tantan hier schauen Was hast du dort erlebt?
00:17:02: Also was kommt so... Sofort hoch bei dir, wenn du daran zurück denkst.
00:17:06: Welche Erinnerung
00:17:06: hast du da?
00:17:07: Also zunächst einmal die Motivation das zu machen.
00:17:10: Wir waren ja damals auch etwas anti-kapitalistisch eingestellt, als junge zwanzigjährige und haben so gesagt, wo gehen wir hin ins Auslandsemester?
00:17:20: Auf keinen Fall irgendwo.
00:17:22: Wo ist es wahnsinnig kapitalistisches?
00:17:25: Also USA und sowas konnten wir uns alles gar nicht vorstellen sondern wir wollten eigentlich dahin, wo's nur tut, wo das brennt und uns das angucken.
00:17:34: Und da haben wir uns dann über einen Zufall, weil ein Freund, ein bekannter der Vater eine Professur hatte, als wie es immer so ist und wäre ich vielleicht selber nicht drauf gekommen.
00:17:43: Und dann sind wir da zu dritt als Studis auch hin.
00:17:46: Da war ich auch ganz dankbar dass ich das nicht alleine gemacht habe.
00:17:48: Wir waren so eine Gruppe von zwanzig dreißig Austauschstudierenden aus internationalen.
00:17:54: Was soll ich dir sagen?
00:17:56: Es hat mich... Eigentlich war das für mich meine persönliche Transformation zu Europäerin.
00:18:02: Das muss ich dir sagen, denn wir waren auf einem Campus.
00:18:05: Es gibt ja nur eine Uni in Dar es Salaam, in Tanzania die zum einen militärisch bewacht war.
00:18:12: Das heißt wenn man da mal überhaupt raus wollte dann ist man an Soldaten, die mit ihrer Kalaschenkauf oder was standen irgendwie vorbeigegangen.
00:18:20: Zum anderen haben wir im meistens irgendwie ab achtzehn Uhr dann doch Stromausfall gehabt und da geht ja so schnell die Sonne unter, also hatten einfach dann wenig Licht.
00:18:32: Es war einfach Stockfinster dann ab achtzen Uhr.
00:18:36: Alle zwei Tage ist das Wasser ausgefallen, dann sind wir damit einwandlos unser Wasser irgendwie besorgt.
00:18:43: Die Hälfte von uns hat auch Malaria bekommen und in den Hörseelen haben wir ehrlicherweise so viel nicht verstanden, weil die Technik entsprechend auch nur rudimentär irgendwie funktionierte, überlautscht also mit dem Mikros in denen gesprochen wurde.
00:18:57: Also Summa Summarum war das eigentlich eine Schockerfahrung?
00:19:00: Und ich habe es auch nur bedingt irgendwie gut aushalten können und wollen.
00:19:07: Es war akademisch gesehen der vollständige Kontrast zu meiner Promotionszeit, die ich zum großen Teil in der Schweiz auch verbracht habe.
00:19:16: Also wenn wir darüber reden wo ist ein guter akademischer Ort so dass am Ende auch seitens Vermittlung was hängen bleibt?
00:19:25: aber es war natürlich eine eine kulturelle und lebenserfahrung der besonderen Art.
00:19:35: Und ich habe dann am Ende also dort irgendwie auch einfach wirklich meine... Ich bin dann über Land, bis nach Südafrika.
00:19:45: Und ich ziel das immer gern.
00:19:46: der Moment als ich in Kapstadt meinen ersten Cappuccino getrunken habe.
00:19:50: Denn ich hatte in Tansania ein halbes Jahr jeden Tag nur Reis und Bohnen gegessen.
00:19:54: Ich war auch bis da eine Vegetarierin.
00:19:55: Habe das aber da aufgegeben weil ich dann unglaublich gerne noch mal einen Hähnchen essen wollte.
00:20:02: Als ich mein erster Cappucino in Gapstadt getrunten habe, hab ich gewusst, ich bin Europäerin!
00:20:10: Ich will zurück und ich finde es großartig, weil wir ja davor in allen Ambivalenzen der Neunziger da irgendwie auch mit dem System hadern.
00:20:18: Und allem was einen dann so bewegt als Studie.
00:20:22: Ich habe in Berlin studiert entsprechend, kannst dir vorstellen diskussives Umfeld hier.
00:20:27: Und als ich zurückkam, war mir klar.
00:20:29: Ich will eigentlich an dem Projekt Europa mitbauen und ich finde das so wertvoll wo wir wohnen.
00:20:34: Ich find's so wertfull was wir haben.
00:20:35: also es hat nicht einfach selber nochmal wirklich kontextualisiert sondern bin ich danach nach Brüssel und dann hab' hier in Berlin mein Studium beendet und bin erst mal im Bundestag gelandet.
00:20:46: Hab da als wissenschaftliche Mitarbeiterin gearbeitet, der war mir auch klar, ich will ins politische Feld und ich will sozusagen etwas produktiv noch mitgestalten.
00:20:56: Wir springen mal ins Jahr zwanzigzwanzig, das war so die Zeit in der du dann zur Ehrenanstiftung kamst und dort auch leidend eingestiegen bist.
00:21:04: Was hattest du bis dahin mit ehrenamt zu tun?
00:21:07: Ja ja, also wir haben ja im Grunde während meiner Promotions.
00:21:10: Also ich war im Bundestag und dann bin ich nochmal raus und hab promoviert.
00:21:14: Und während dieser Promotion Zeit haben wir in Netzwerk dritte Generation gegründet ne?
00:21:18: Das war also Anfang der zweitausender.
00:21:20: Und das... also welche Beruhigung habe ich zum Ehrenamt?
00:21:23: Das habe ich auf jeden Fall schon dargestellt.
00:21:24: Ich In der Schule, ja schon angefangen.
00:21:27: Ich war da ja Schulzbrecherin und alles oder?
00:21:30: Und dann in der Böcklerstiftung gab es natürlich auch an der Uni gibt es ja auch entsprechend Mitbestimmungsgremien.
00:21:35: Da war ich irgendwie mit am Start.
00:21:37: und dann dritte Generation also Ehrenamt pur haben wir alles ehrenamtlich gemacht Ja, und deshalb war mir klar.
00:21:44: Und auch mit dieser Geschichte, was ich dir über Tanzania erzählt habe dieses Bürgerverständnis ja?
00:21:49: Was wir da nicht, was wir eben auch noch bis wieder der Sprung zurück zur DDR-Erfahrung ist ja etwas, das dort nicht angelegt war.
00:21:55: Sich als freie Bürgerinnen, als freier Bürger zu verstehen.
00:21:59: Das kann man durchs Ehrenamt zum Ausdruck bringen.
00:22:02: Und das ist so großartig!
00:22:05: Weil ich immer sage in dem Raum zwischen Familie und Beruf – ohja, dass ehrenamt passiert gestalten wir gemeinwohl die gestalten unsere gesellschaft aus freier ist aus freien stücken heraus und werden eigentlich zum demos in diesem moment.
00:22:21: also ich finde es demokrat oder demokratin zu sein das eben nicht nur alle fünf jahre oder vier ein kreuz zu machen irgendwie an der wahl urne sondern eigentlich gesellschaft jeden tag über gemeinwohlgestaltung mit hervorzubringen.
00:22:35: Ja, dass ist meine beziehung zum ernamter das habe ich auch in diesen bewerbungsgespräch genieße.
00:22:39: Das
00:22:39: passt also sehr gut.
00:22:40: dann?
00:22:41: Das passt und ehrlicherweise dazu kommt, dass ich ja promoviert habe über die Frage, sag mal ganz salopp.
00:22:47: Wie können wir Davos Steuergelderorganisationen finanzieren?
00:22:52: Und das ist in der Ehramtsstiftung MV so weil wir mit Mitteln des Landes unsere Arbeit tun dürfen.
00:23:00: Wie müssen wir das so managen, dass wir die höchsten möglichen Effizienzen rauskriegen und den größtmöglichen Impact generieren?
00:23:06: Das war meine Frage damals.
00:23:08: Ich habe also gefragt, wie mein Büros Deutscher Bundestagsabgeordneter ob das eigentlich Hochleistungsteams sind und hab mich an so Managementfragen im Non-profit Bereich abgearbeitet.
00:23:17: und diese beiden Strenge kamen zusammen und dann habe ich es genauso in Bewerbungsgespräch zum Ausdruck gebracht und hat mich wahnsinnig gefreut dass das Anklang gefunden hat und ich dieser Arbeit aufnehmen durfte.
00:23:28: Und da bist du jetzt ja auch an der Schnittstelle zur Politik Wirtschaft Vereine also du bist mittendrin und kannst jetzt auch unser schönes Land Mecklenburg-Vorpommern so aus der Mitte heraus könnte man sagen mitentwickeln.
00:23:45: Wie ist deine Arbeit aus?
00:23:48: Ja, also du bringst es auf den Punkt... Ich betreibe nach innen Stiftungsmanagement, wenn du so willst.
00:23:55: Weil wir natürlich sicherstellen müssen, dass wir hier die Jure alles vernünftig machen.
00:24:00: aber ich entwickle mit meinem Team zusammen auch die Instrumente, die wir da im Ehrenamt anbieten und wir stehen natürlich beratend zur Seite.
00:24:12: der Sozialministerium, die Staatskanzlei für ehrenamtzuständig sind auch mit uns darüber reden wollen.
00:24:20: Was müssen wir tun, damit das Ehrenamt sich noch besser darstellt?
00:24:24: Und haben wir jetzt gemacht mit der Landesengagement-Strategie die das Land und der Landtag entsprechend verabschiedet hat.
00:24:34: Meine Arbeit sieht so aus dass ich also sicher stelle dass diese Stiftung sich entsprechend einer Zielsetzung seines Satzungszweckes so entwickelt und ich glaube oder hoffe, dass ich aber auch zu einer Art Haltungsveränderung mit beitragen kann.
00:24:52: Und zwar genau an den Orten von denen du gerade gesprochen hast.
00:24:56: Also mein Schwerpunkt jetzt, wenn du mich fragst was mache ich aktuell besonders.
00:25:00: Dann ist es das sich sehr stark in die Wirtschaft auf die Wirtschaft zu gehen Mecklenburg-Vorpommern weil ich der Auffassung bin dass das was wir da machen in der Stiftung noch besser funktioniert wenn wir Sektoren übergreifend tun.
00:25:14: Ich gebe mal ein Beispiel Wir können zum Beispiel unseren Ehrenamtspreis sehr gut auch an kreativen Orten Die eigentlich der Wirtschaft gehören.
00:25:25: Also da kann eben auch eine sichtbare Verbindung irgendwie entstehen.
00:25:32: oder ein anderes Beispiel, unser Leadership-Programm für Vereinsvorstände.
00:25:35: Das machen wir mit einem Unternehmen zusammen.
00:25:39: Da haben wir die gefragt wie bildet ihr eigentlich eure Führungskräfte aus?
00:25:45: und dann wurde uns Einblick gewährt und dann haben wir gemeinsam das so angepasst und entwickelt für Vereine, für Vereinstvorständen Und jetzt führen wir das dann auch gemeinsam durch Und an solchen Kooperationen bin ich ausgesprochen interessiert.
00:25:57: Also es ist ja bestimmt auch nicht nur einfach diesen Job zu machen, denn wir haben auch Probleme in Mecklenburg-Vaupammern.
00:26:05: Was sind so die Herausforderungen, die ihr habt?
00:26:08: Ja, also momentan haben wir dir noch die Herausforderung dass das dringendste Problem im Ehrenamt ist.
00:26:13: Dass wir noch kein Tool dafür haben.
00:26:14: aber ich habe mir sagen lassen, dass wir da jetzt tatsächlich auch das Sozialministerium sich da jetzt auf den Weg gemacht hat und zwar sagen neunzig Prozent in unserem Ehrenamts-Monitor wo wir gefragt haben, wo drückt der Schuh im ehrenamt?
00:26:26: Dass sie im Grunde neue Mitglieder brauchen Also dass wir noch mehr als wir jetzt schon sind Und wir sind ja gut fünfhundertfünfzigtausend Menschen in MV Die ehrenabendlich unterwegs sind dass wir eigentlich noch mehr brauchen ist ja klar, weil der Generationswechsel jetzt ansteht.
00:26:43: Und eigentlich bräuchten wir eine Matching-Plattform und die noch ist sie eben nicht da aber hoffentlich demnächst Ja!
00:26:54: Wenn wir die hätten und es auch schaffen würden Kampagnen seitig das am Ende Hins & Kunst.
00:26:58: Sie kennt genau so wie in der Ehrenamtskarte Da würde ich sagen Das hat schon ganz gut geklappt Dass viele im Land wissen was es ist.
00:27:05: Ich glaube dann wäre uns schon sehr geholfen.
00:27:07: Das ist mir interessant.
00:27:09: Wir haben, lehme ich aus dem Freiwillings-Service wissen wir das die Engagement und Bereitschaft steigt in der MV.
00:27:14: also die Leute sagen und so war es auch.
00:27:15: Wir waren am dritten Zehnten als wir in Schwerin die Festivitäten hatten ja zum Tag der Deutschen Einheit da hatten wir ein Zelt und es kamen im Grunde zwei Gruppen von Menschen in dieses Zelt ständig und zwar die einen wollten eine Ehrenamtskarte Und die anderen, die haben gefragt Ich würde auch so gerne ehrenamtlich tätig sein.
00:27:31: Ich weiß jetzt aber gar nicht wo genau ich das machen soll Und es gibt's wirklich und wir brauchen eine gute Antwort darauf.
00:27:38: Also das ist so unser Problem gerade noch, was wir lösen wollen.
00:27:42: Was ist dein Problem in deiner Rolle?
00:27:44: Das größte, was du lösen willst?
00:27:49: Ich möchte die Stiftung stabilisieren wie sie jetzt ist und das ist herausfordernd weil wir alle wissen dass unsere Landesfinanzen sich tatsächlich derzeit nicht vermehren Und deshalb müssen wir weiterhin dafür sorgen, zu sagen es ist aber wahnsinnig wichtig dass die Stiftung so wie sie jetzt gewachsen ist auch erst mal bestehen bleiben darf.
00:28:11: Das was ich dir eben schon zurief der Kontakt zur Wirtschaft das wissen alle die im Grunde dieses Thema anfassen das ist klein und Peoples Business und lange Atem.
00:28:28: Also das ist jetzt nichts, was wir mal eben schnell für Leute die gerne auch schnelle Ergebnisse sehen.
00:28:33: Was wir mal schnell organisiert haben, sondern ja, dass wird ein Marathon mehr als entspringt.
00:28:38: Ich habe auch hier im Podcast schon mit einigen darüber gesprochen wie wertvoll es eigentlich ist, wenn Unternehmen ihren Mitarbeitenden vielleicht sogar Zeit zur Verfügung stellen um sich ehrenamtlich zu engagierten.
00:28:49: Corporate Volunteering nennte man das glaube ich.
00:28:52: Dann hatte ich mal die Julia Freudenberg von der Hackerschool aus Hamburg jetzt zu Gast.
00:28:56: Ich weiß nicht, ob ihr das was sagt?
00:28:57: Die kümmern sich ja auch darum dass Unternehmen gerade so aus dem Bereich IT und Software, dass sie quasi Mitarbeitende abstellen und die wiederum helfen Schülern und Schülerinnen das Koden zu lernen also programmieren zu lernen Und das kann man natürlich nochmal sehr schön auf andere Bereiche übertragen.
00:29:16: Und die spüren natürlich dann auch noch mal eine Wirksamkeit, die mitarbeiten auf einem anderen Feld.
00:29:20: Bringe vielleicht nochmal ne neue Erfahrung mit rein, ne neue Frage mit rein und sind auch noch einmal sichtbar als Marken- und Unternehmensbotschafter im Nachwuchsbereich sozusagen.
00:29:29: Ja ja!
00:29:30: Aber gleichzeitig ist das irgendwie noch ganz schön Neuland weil viele Unternehmen denken es so dein Thema in der Freizeit mach mal irgendwie ist schön und gut und sehen diese Verbindung noch gar nicht.
00:29:42: Das wäre bestimmt ein interessantes Zukunftsthema, wie Unternehmen einerseits Organisationen wie euch unterstützen können aber andererseits auch davon profitieren können.
00:29:50: Dass ihre Mitarbeitenden sich engagieren und dann glaube ich kann man eben auch auf neue Suchern neuer Mitarbeiter gehen wenn man in Vereint zum Beispiel tätig ist.
00:30:02: also diese Zusammenarbeit glaube ich könnte noch viel mehr ausbauen.
00:30:07: Aber es bedarf natürlich auch Überzeugungsarbeit und das braucht Erfolgserlebnis und all das.
00:30:12: Also... Du bringst es auf den Punkt.
00:30:15: Stichwort Unternehmensengagement ist ein Thema, was ein ganz kleines Flänzchen in Mecklenburg-Vorpommern ist.
00:30:22: Was wir gemacht haben jetzt ist das seit Kurzem eine Website, so eine Unterseite auf unserer Website dass es sie gibt wo man erklärt ist, was ist denn das eigentlich und wo halt diese Ideen wie du sie jetzt beschreibst und noch ein paar mehr aufgelistet sind, was können dann Unternehmen ganz konkret tun?
00:30:38: Denn es ist ja manchmal ganz niedrigschwellig.
00:30:39: Es reicht zum Beispiel auch mal irgendwie die Kantine zur Verfügung zu stellen wenn man den einen hat, für eine Mitgliederversammlung eines Vereins beispielsweise.
00:30:48: Wenn das ein großer Verein ist, kostet die viel Geld, wenn sie irgendwo was anbieten müssen.
00:30:52: Also es muss nicht immer alles Geld kosten, sondern mit den Ressourcen, die da sind kann man schon auch viel unterstützen.
00:30:59: Du hast völlig recht!
00:31:00: Das wäre ein Thema, worauf wir wahnsinnig viel Lust hätten das mehr in die Breite zu bringen und das ist dann am Ende noch für uns leider ein Ressortenthema.
00:31:10: also da bräuchte ich dann irgendwie jemanden der das macht.
00:31:12: Ich mache es in Zuge meiner Kontaktaufnahme mit der Wirtschaft, lasse ich das natürlich einfließen.
00:31:18: Aber mein Gemüste, man könnte wirklich der Kampagnen- und Format-Seitig noch mal viel größer denken.
00:31:26: Da hätte ich auch wahnsinnig Lust drauf!
00:31:27: Also finde ich gut dass du das auch so siehst, dass auf jeden Fall für die Ehrenamtlichen was bringen würde aber auch für die Unternehmen.
00:31:34: Für die ehrenamtliche würde es ermöglichen da Sie halt Vereinbarkeiten nicht nur vom Familie und Beruf sondern von Familiebruch und Ehrenamt tatsächlich auch realisieren könnte.
00:31:42: Und es wäre ja auf jeden Fall eine Steigerung der Arbeit, Geberattraktivität definitiv.
00:31:47: Was ich auch immer denke ist viele Menschen entwickeln ihre Talenten und ihre Potenziale im Ehrenamts-Total und sind damit einmal im Vorstand übernehmen Projekte, übernehmen Verantwortung und sind manchmal in dem Unternehmenskontext nur Ich sag mal so kleine Pflänzien oder übernehmen Rollen, die dem gar nicht gerecht werden.
00:32:08: Und wie gut wäre das eigentlich wenn Unternehmen sich auch mehr fragen würden welche Talente gibt's und was machen die Leute eigentlich in ihrem Ehrenamt?
00:32:16: Wenn es das gibt viele sind ja ein Verein und wenn man sich dafür interessieren würde dann würde man glaube ich noch viel mehr verstehen was die Leute alles drauf haben und könnte diese Talente und Fähigkeiten auch vielmehr im Unternehmenskontext einsetzen.
00:32:29: Ja großartig!
00:32:30: Da spreche ich jetzt ein weiteres Innovationsthema an.
00:32:33: Wir werden, kann schon mal ein bisschen spoilern, wir werden im Juni einen Kompetenz-Nachweis präsentieren der tatsächlich sehr fundiert eine Möglichkeit schafft für Vereinsvorstände nicht nur das was wir haben was man runterladen kann auf unserer Website einem Ehrenamtlichen zu bescheinigen du warst in dem Zeitraum hier bei uns in der Rolle unterwegs sondern Der soll jetzt ermöglichen, dass Vereinsvorstände im Grunde dem Ehrenamtlichen auch noch mal diese informellen Kompetenzen die erlernt wurden.
00:33:08: Und nein anders!
00:33:09: Die Kompetensen, die durch informelles Lernen in ihren Amt erlernten wurden Im Grunde zu bescheinigen, sodass diese Bescheinigung auch Teil einer Erzeugnismappe werden kann.
00:33:20: Das wollen wir wirklich hervorbringen Denn wie du das gerade ausgeführt hast Da gibt, verkaufe ich sonst Brötchen beim Bäcker und aber im Kleingartenverein übernehme ich hier Vorstandsverantwortung.
00:33:37: Also das ist manche.
00:33:38: Das ist ganz oft so ja.
00:33:39: Daran sieht man eigentlich dass viel mehr Leute, viel mehr bewirken können wenn man ihnen auch den Freiraum gibt.
00:33:46: Den gibt
00:33:46: es ja dann im Ehrenamt oft.
00:33:48: da heißt es ja wenn du willst dann mach doch mal leg doch mal los Und im Unternehmenskontext ist das manchmal ja noch nicht so.
00:33:55: Da bist du in deiner Rolle und bitte halt dich auch daran, bleib in deinem Tanzbereich.
00:33:59: Ganz genau!
00:34:00: Das finde ich wieder ein sehr schöner Bogen zur Demokratie weil in den Momenten die Du beschreibst erleben wir uns als selbstwirksam.
00:34:09: Ich hoffe – und das müssen wir noch mehr schaffen – dass wir das kommunikativ transportieren, damit sich das verknüpftgedanklich bei unseren Ehrenamtlichen.
00:34:17: Wenn Sie das Gefühl haben ich kann hier gestalten Ich bin selbst wirksam dann bedeutet das eigentlich in einer Demokratie zu leben Und Demokratie und Gesellschaft mitzugestalten.
00:34:31: Das ist ein Grundgefühl, was wir so viel mehr brauchen in Ostdeutschland.
00:34:36: Deshalb finde ich das einfach auch so toll, dass wir es übers Ehrenamt hoffentlich auf der Ebene oder in der Dimension transportieren können.
00:34:44: Wie gefährdet ist denn die Demokratie aktuell bei uns im Nordosten aus deiner Sicht?
00:34:50: Ja also sie steht auf dem Prüfstand und weißt du was ich gut... Wir können jetzt ganz viel erzählen, was wir daran schlecht finden.
00:34:56: Was es gerade läuft?
00:34:58: Ich sag mir dir mal, was ich gut finde!
00:34:59: Ja... Ich finde gut das hier fast doch bei fast jedem Mal ankommt, dass er sich auf die Couch setzt und darüber nachdenkt ja, was ist denn eigentlich diese Demokratie?
00:35:13: Und das Gespräche darüber hoffentlich auch irgendwie zwischen Freunden und Bekannten geführt werden und Reflexionsprozesse stattfinden Die wir, und das halte ich für ein großes Versäumnis nach Nr.
00:35:24: neunundachtzig, nach einer erfolgreichen politischen ökonomischen Union, ich ja immer sage dass aber eine hinreichende kulturelle Union einfach nicht vernünftig angelegt war und gedacht war und in der Umsetzung passierte.
00:35:41: Dazu gehört für mich auch, dass ich finde das nicht hinreichend politisch gebildet wurde.
00:35:45: über was ist es denn jetzt eigentlich?
00:35:47: Was kommt nämlich eine Demokratie.
00:35:51: Wie fühlt sich's an wie schmeckt wenn ich anfasse was hat mit mir zu tun?
00:35:55: also wer kann sich dann in der Schule daran erinnern dass einem das hinreichen vermittelt wurde
00:35:59: Das war auch oft sehr theoretisch im Unterricht
00:36:01: ja.
00:36:02: und Und dass das jetzt so ausschlägt, dass man merkt es hat dann am Ende doch was mit mir zu tun und welche Rolle habe ich darin?
00:36:11: Das finde ich richtig gut.
00:36:13: Jetzt will ich nicht behaupten, dass dies das so produktiv bei jedem ankommt diese Reflexion.
00:36:19: Und deshalb müssen wir aber die das für die Richt auch aus unserer biografischen Erfahrung Gabriel heraus, was wir jetzt ja schon reflektiert haben.
00:36:28: Wie wäre es gewesen wenn's nicht gekommen wäre Aus dieser Erfahrung heraus, der sagt ich leh mich das unsere Generation eine historische Verantwortung hat.
00:36:36: Genau den Wert ganz hochzuhalten und wirklich jedem der das möchte oder auch des nicht möchte zu erzählen warum das eine gute Sache ist dass wir in einer Freien Demokratie in einer freien Welt leben.
00:36:50: Das ist absolut erklärungsbedürftig finde ich auch.
00:36:52: und da sind wir wieder bei Kommunikation.
00:36:55: also die Die Dinge erklären immer wieder, auch von verschiedenen Perspektiven zusammenkommen in den Dialog gehen.
00:37:02: Das sind Vereine natürlich super als Räume für Begegnungen und für Dialog.
00:37:07: schön dass ihr Vereine unterstützt, schön das ihr alle zusammenbringt!
00:37:11: Und da sind wir natürlich auch gespannt was dann noch alles passiert.
00:37:14: wie verlinken das in den Show Notes?
00:37:16: Also die Webseite gibt es dann alle Informationen.
00:37:18: ich bin gespannt was ihr da noch entwickelt.
00:37:19: lasst uns da unbedingt im Austausch da zu bleiben Und auf LinkedIn kann man die auch noch folgen, das tun wir dann natürlich auch gerne noch rein.
00:37:26: Schön dass du da warst Adriana.
00:37:27: hast du noch abschließenden Wort für die Hörerinnen was dir wichtig ist?
00:37:33: Ja vielen Dank dass wir sprechen durften.
00:37:36: es hat mir wirklich Freude gemacht und ich kann nur appellieren weiterhin die Freude am guten Leben in MV aufrecht zu erhalten und es Kunde zu tun und zwar nicht nur im Land sondern auch über das Land hinaus dass wir an einem der schönsten Bundesländer leben dürfen.
00:37:51: Salut!
00:37:52: Sehr schön.
00:37:53: Vielen
00:37:53: Dank, schöne Grüße nach Berlin und bis bald!
00:37:55: Vielen Dank.
00:37:56: Ja, bis bald Gabriel.
00:37:57: Tschüss tschüss.
00:37:58: Danke, ciao.