New Work Chat

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00:00:00: Willkommen zum New Work Chat Podcast

00:00:03: von

00:00:03: meinem Vater.

00:00:04: Viel Spaß!

00:00:05: Und damit willkommen zurück zum New work chat, dem Podcast für die neue Arbeitswelt heute in Episode fourhundert zwei.

00:00:13: mein Name ist Gabriel Radt.

00:00:15: ich moderiere das hier seit zwei tausend achtzehn.

00:00:18: es geht um die zukunft der arbeit und wir lassen uns hier hoffentlich inspirieren von Menschen die erzählen wie sie ihre geschichte entwickelt und geschrieben haben.

00:00:28: wir tauchen ein in die stories von menschen und von unternehmen.

00:00:32: Die was ganz besonderes wagen die experimentieren,

00:00:36: und

00:00:36: einer der schon viel experimentiert hat auch im kontext podcast ist heute zu gast ingo stolz.

00:00:42: er ist ein wahrer podcast pionier zwar einer der ersten podcasts die ich wirklich gehört habe und zwar masters of transformation.

00:00:51: Da ging es auch schon um digitale Transformation, um die Arbeitswelt.

00:00:55: Um neue Arbeit.

00:00:57: und dann irgendwann hat er sich aus dem Podcast Business allerdings zurückgezogen und hat ein neues Kapitel aufgeschlagen nachdem er eine Weltreise noch mit seiner Familie gemacht hat.

00:01:07: Und zwar ... Die Audiografie!

00:01:09: Und da tauchen wir heute ein... Was ist damit Aufsicht hat?

00:01:12: Das erklärt er uns selbst.

00:01:14: Es geht darum, die Geschichten von Menschen Hörbar zu machen.

00:01:21: Und das ist eine ganz besondere Thematik, die sehr wertvoll ist und ich habe da auch einen eigenen Bezug zu.

00:01:27: Bevor wir reinspringen gibt es noch ein kleines Mini-Interview mit Martin Öztürk den Ich begleitend durfte im Rahmen meines Storytelling Sparringsprogramm.

00:01:35: Martin is Gründer von Strukturpartner.

00:01:38: er berät Unternehmen wenn es um Prozessoptimierung geht.

00:01:42: Er bringt Licht ins Dunkel bringt Transparenz rein.

00:01:45: Er hilft euch herauszufinden welche Prozesse Nur Bremsen und welche optimiert werden müssen.

00:01:51: In dem kurzen Interview stellt er sich vor, was er macht wie es macht Und ich würde euch bitten hört mal rein.

00:01:57: Ich freue mich dass Martin da ist.

00:01:59: Martin Öztürk schöne Grüße aus Rostock.

00:02:01: Hallo Gabriel, hallo aus dem Schwabenländley.

00:02:04: Schön das du da bist.

00:02:04: wir haben in den letzten Wochen im Monaten ja schon zusammen gearbeitet und zwar an

00:02:08: Deiner

00:02:08: Story an deinem Storytelling.

00:02:09: Du hast nämlich viel vor erzählen.

00:02:11: Sommer wer bist du?

00:02:12: Ja das stimmt tatsächlich also Martin öztürke und wie man am Nachname schon hört bin ich ein Schwabe.

00:02:17: Ich bin Teilzeit-Weingärtner und Gründer meiner Organisationsberatungsstrukturpartner.

00:02:23: Und ich wohne mit meiner Familie hier im schönen Fellbach bei Stuttgart.

00:02:28: Was machst du so?

00:02:29: Versuch's mal runterzubrechen in eine kleine Story!

00:02:32: Die kleine Story ist, ich war schon immer an der Beratung und zwar immer da, wo es umgegen das Firmenfunktions-, oder Fachbereichsübergreifend funktionieren müssen.

00:02:42: Das ist gar nicht einfach wenn man in Silos lebt und in Sinos denkt Und genau da fühle ich mich wohl, wenn es darum geht die Leute auch sind ziellos zusammenzubringen ein gemeinsames Bild zu generieren um danach dann auch ins tun zu kommen also uns machen zu kommen und deswegen habe ich ja auch meine Unternehmensberatung gegründet die sich darauf spezialisiert hat.

00:03:01: Ich glaube man braucht hier auch eine gewisse Leidenschaft wenn man erfolgreich sein will.

00:03:04: was ist deine?

00:03:05: Also ich hab durch meine Eltern er kennengelernt das gab's ja am Ende Deutsch, Türkisch, Christlich und auch muslimisch dass es gemeinsam deutlich besser sie geht und Gemeinsamkeiten sieht, dass man es dann auch vorangeht.

00:03:18: Um mal nicht so die Themen, die nicht gemeinsam sind in den Vordergrund stellen sollte.

00:03:22: Und das ist meine Leidenschaft und darauf habe ich mich auch spezialisiert bei meiner Arbeit.

00:03:27: Bei mir geht's tatsächlich darum, dass die Leute zusammenkommen.

00:03:31: Mir macht richtig Spaß wenn die Leute merken, es geht ums große ganze gemeinsame, es gibt ein gemeinsames Bild.

00:03:37: Wenn Sanso Klick macht und danach und nach ins Tun kommt dafür brennig tatsächlich sehr!

00:03:42: Und du hast jetzt auch was ganz Neues entwickelt.

00:03:44: Da sind wir gespannt zu hören, was das ist und wen du vielleicht auch dafür brauchst?

00:03:49: Absolut!

00:03:49: Ich habe aus Notwehr eine eigene Software entwickelt.

00:03:53: Die Software ist ein Neuroboard.

00:03:55: Und warum mache ich das?

00:03:56: Aus meiner Beratungspraxis heraus habe ich gemerkt es gibt eigentlich kein Werkzeug, was mich bei meiner Berätung richtig gut unterstützt.

00:04:03: die Software muss einfach genug sein dass jeder benutzen kann aber eben auch eine gewisse Komplexität abfangen können.

00:04:10: also Datenbank passiert sein.

00:04:12: Und da hab ich eine Software entwickelt, der ist Neuroboard und genau mit der ist es möglich.

00:04:16: Die ist einfach zu handhaben aber hat eben auch die Power von großen Softwares widmen.

00:04:21: Und wen baust du jetzt noch?

00:04:22: Jetzt brauche ich einen Pilotkunden, der mutig genug ist mit mir diesen neuen Weg zu zeigen und auch zu zeigen dass man mit einer neuen Art von Organisationsmanagement erfolgreich sein kann und für eine Größe her Mittelstand zwar bis zu fünf Hundert Mitarbeiter und dann geht's darum das man die Prozesse und Zusammenhänge in Office und Verwaltung deutlich besser strukturiert.

00:04:42: Und auch verbessern kann!

00:04:44: Also, nutzt die Gelegenheit und meldet euch gerne entweder direkt bei Martin, die Website... ...und auch sein Link findet ihr in den Schonots oder ihr schreibt mir und ich stell' den Kontakt her.

00:04:53: Martin, schön dass du da warst, dir weiterhin viel Erfolg!

00:04:56: Danke Gabriel, bis der Nächst,

00:04:57: tschüss!

00:04:58: Bis bald, ciao!

00:05:00: Meine Bitte natürlich abonniert den New Work Chat Podcast und verpasst keine Episoden mehr.

00:05:06: Jede Woche, Freitag gibt's ne neue Folge dazu aktuell auch noch Dienstags.

00:05:11: viel Spaß

00:05:12: und gute Behaltung!

00:05:16: Und damit moin und willkommen zu meinem Podcast New WorkChat.

00:05:19: freue mich sehr das Ingo Dahls.

00:05:20: Schöne Grüße aus dem sonnigen Rostock.

00:05:23: Gabi grüße dich und zwar aus Gerben heute.

00:05:26: Ach wie kommt es?

00:05:28: Ja ich bin bei mir Zuhause mal nicht unterwegs und auf Tour Sondern in meinem kleinen Audiografiestudio.

00:05:34: Und ich freue mich sehr, dass wir endlich sprechen können!

00:05:36: Wir kennen uns schon eine ganze Weile und du hast mich auch mit inspiriert überhaupt zu Podcasten.

00:05:41: Deswegen wollte ich dir da heute auch noch mal Danke für diese Inspiration sagen.

00:05:46: Ich bin sehr froh, dass du heute da bist und wir sprechen können über ein Thema was Micha tatsächlich auch beschäftigt.

00:05:53: aber der Reihe nach dir geht es gut?

00:05:54: Hast du mir gerade schon verraten bevor ich drauf gedrückt habe?

00:05:58: Das ist auch nachdem du darauf gedrückt hast, immer noch der Fall.

00:06:01: Ist das nicht schlechter geworden?

00:06:02: Das freut mich schon mal!

00:06:04: Ja, meine mittlere Tochter spricht ja hier das Intro ein... Die Martilda, zwölf Jahre ist sie mittlerweile, die macht es auch schon paar Jahre.

00:06:10: ich weiß nicht genau wie lange ich sie noch dabei halten kann.

00:06:13: Ich muss mir jetzt über neue Gehaltsysteme Gedanken machen.

00:06:16: Naja und es ist ja nun mal so dass meine Gäste ihr erklären dürfen was sie so machen.

00:06:21: Also was würdest denn du sein?

00:06:23: Was machst denn du so, sodass sie das versteht?

00:06:25: Was würde ich erklären?

00:06:26: Also, ich bin jemand der mit Menschen spricht und zuhören darf wenn sie ihre Lebensgeschichte erzählen.

00:06:35: Und ihnen danach helfen darf daraus ein Hörbuch zu machen.

00:06:40: Klingt super!

00:06:40: Ich glaube nicht dass ihr jemanden kennt der das macht.

00:06:43: Kennst du Leute die das noch machen?

00:06:45: Ja mittlerweile kenne ich ein paar.

00:06:46: Mit einigen davon habe mich gerade das ganze Wochenende in Berlin getroffen um unsere erste Audiografie Werkstatt zu machen, denn es gibt tatsächlich einige Audiographinnen und Audiografen mittlerweile in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

00:07:00: Und ja ich bin insofern auch ganz stolz weil die meisten davon habe ich selber ausbilden dürfen in den letzten Jahren.

00:07:07: Cool!

00:07:07: Aber gibt's auch noch Momente wo du dich als Podcast davorstellst?

00:07:12: Das hast du ja glaube ich auch sehr lange so getan ne?

00:07:14: Nee mittlerweile nicht mehr... Also jedenfalls nicht mehr alleine, ich bin auch noch Podcast und der Podcast und das Format.

00:07:21: Und überhaupt alles was damit zusammenhängt wird mir immer auf jeden Fall auch am Herzen liegen.

00:07:26: aber es gab einen Moment... ...zwei tausend neunzehn wo ich in der Bahn saß und dann kennste diese Zufallsbekanntschaften neben dir sitzt jemand wir standen in Fulda der Zugstand auch und da kam die Frage und was machen sie so?

00:07:40: Und ich mich das allererste Mal hab sagen hören Ich Bin Audiograph.

00:07:45: Das habe ich mich vorher nicht getraut und seit diesem Tag sage ich immer das.

00:07:50: Es hängt ja irgendwie mit Graf zusammen, man denkt dann vielleicht ist es irgendwas Achtliches.

00:07:54: Ist ja nicht jedem gläufig was ein Audio-Graf ist!

00:07:59: Es ist auch ein Graf.

00:08:00: Ein Graf ist aber auch jemand der nicht nur blauen Blutes ist sondern jemanden etwas aufzeichnet und das ist es in meinem Fall.

00:08:09: Das Adelige brauche ich nicht.

00:08:10: Und das hätte ich auch spätestens mit der Hochzeit irgendwie eintüten müssen, habe ich nicht getan und ist auch okay insofern... Aber wer da ein bisschen was zumindestens mit Anspruch drin sehen möchte?

00:08:23: Der ist zumindest nicht ganz falsch!

00:08:25: Hast du denn schon als Kind Hörspiele gehört?

00:08:27: Ich erinnere mich an Scheibplatten und zwar Hörspiele von Europa.

00:08:32: Kennst du das auch noch diese Scheiblatt?

00:08:34: Da gab es so Kinbar.

00:08:35: Ich erinner mich genau an Kinbar, das war so'n Tiger Oder Löwe?

00:08:38: Ich bin mir nicht mehr ganz sicher.

00:08:40: Kim bei der weiße Löwe, kennst du das

00:08:41: noch?

00:08:42: Ja, das hatte ich auch als Schallplatte tatsächlich.

00:08:44: Das war cool.

00:08:46: Es war sehr... In meiner Erinnerung war es sehr stark.

00:08:52: also was so die Welt war, die sich da aufgemacht hat.

00:08:55: Also ich hatte ganz viele Bilder vor Augen und ich hatte nie das Bedürfnis irgendwie einen Film sehen zu müssen weil sich das alles über die Stimmen und über, ich weiß gar nicht ob's Geräusche gab.

00:09:04: Es gab ja so Geschichten, die vorgelesen wurden und es gab aber auch so richtige Hörspiele.

00:09:07: Das war schon so eins, ne?

00:09:10: Das war so eins eigentlich.

00:09:11: alle diese Produktionen ob jetzt TKKG und die Funkfüchse und fünf Freunde und was ist da nicht alles so gab.

00:09:18: Das habe ich auch gehört meistens allerdings zum Einschlafen.

00:09:21: Wie könnte ich die am nächsten Morgen immer genau sagen bei welcher Stelle ich eingeschlafen bin so ungefähr... Das hat was Immersives und das ist auch die Definition von Hörspiel.

00:09:31: Du hast wirklich die komplette Geräuschkulisse, die Akustik... Und das ist eine der schönen, richtig faszinierenden Seiten von Audio, dass wenn du die Augen zumachst,... ...dass du dann deine eigenen Bilder um deiner eigene Welt da siehst und keine inszenierten Brauchs.

00:09:48: Die machst du dir dann selbst!

00:09:50: Wann hast du das erste Mal mit deiner Stimme experimentiert?

00:09:55: Bei mir kam es ja über die Musik.

00:09:56: Wir haben ja irgendwann in den späten Neunzigern angefangen Rap zu machen im Kinderzimmer mit einem Plastik Mikrofon an unserem Hi-Fi Tower, das kennst du bestimmt auch noch.

00:10:06: Du bist ja ganz bisschen älter als ich glaube ich ne?

00:10:08: Ich bin ja achtziger Jahrgang.

00:10:09: was bist du?

00:10:11: Ende der siebzehnte?

00:10:12: Vierundsebzehn.

00:10:13: Vierunsebzig.

00:10:14: Hast

00:10:14: dich aber gut gehalten Dingo!

00:10:16: Und da gab es doch diese Bausteine dieser Hi-fi Tower die man sich dann irgendwie hingestellt hat.

00:10:22: Da gab es einen Kassettendeck und vielleicht ein Kleidenspieler obendrauf, da konnte man manchmal auch ein Mikro anstöpseln und da haben wir irgendwann ja unsere ersten Freestyle-Sessions aufgenommen und ich habe auch noch Kassetten irgendwo im Keller.

00:10:32: Wie war das bei dir?

00:10:33: Deine erste Berührung?

00:10:35: Auch Kassette natürlich auch so eine Stereoanlage.

00:10:38: ganz wichtiges Feature waren Doppelkassetteneck weil dann konnte man überspielen machen und irgendeine drei Komma fünf Millimeter klinke irgendso ein Blechteil.

00:10:48: aber was war ein Mikrophon?

00:10:50: Und bei mir hat es eigentlich angefangen mit Reporter da sein.

00:10:55: Und zwar, was mich früher fasziniert hat waren die Fußballreporter so Werner Hansch und Manni Bräugmann und so diese alten...

00:11:02: NDR zwei?

00:11:02: Weil da habe ich ja NDR Zwei genau.

00:11:06: Und da hab' ich auf dem Fußboden gelegen und NDR-Zweibundesiegerkonferenz gehört.

00:11:10: Und das war auch schon so.

00:11:11: Bingo!

00:11:12: Ja Uwe Bahn war damals noch als Reporter im Studio dabei und dann waren halt die Jungs im Stadion Und das war ja auch so, ne?

00:11:21: Es gab einen Einwurf auf der Höhe der Mittellinie und du hast gedacht es brennt hier lichterloh im Strafraum einfach weil... Weil das so lebendig war.

00:11:28: Und das habe ich dann mit meinem Kumpel Alex, der wohnte im Block weiter... Das

00:11:32: war oft noch spektakulärer als das Spiel selbst muss man dazu sagen!

00:11:36: Man hat ja immer das Gefühl gleich explodierte Stadion und wir schalten rüber und gleich fasst ein Tor mein Toch nicht und wir Schalten riemen und dauern wo drüber.

00:11:43: Genau.

00:11:44: Ich hab dann sozusagen mit Alex das auf dem Fußballplatz hier um die Ecke nachgespielt und ich habe immer moderiert.

00:11:50: Ich stand im Tor und hab dann das Spiel geschehen kommentiert und er hat quasi gegen sich selber gespielt Und das war natürlich immer mindestens damals ja noch, sag ich mal Landesmeister Pokal, Champions League Vorläufer.

00:12:05: So habe ich im Grunde das mit der Stimme und dem Quatschen gemacht und dann war ich eher Moderator.

00:12:10: Also zum Singen hat es bei mir nie gereicht anders als bei dir?

00:12:13: Ich hab ja auch nicht so umstrengend genommen.

00:12:15: Also sprechgesang

00:12:16: von einem Alter zu anderen.

00:12:18: Meine Eltern fragt, sie hatte das ganz wenig mit singen zu tun aber however... Let's talk about you.

00:12:24: Du hast dann offensichtlich Feuer gefahren?

00:12:26: Ja,

00:12:26: ich habe damals tatsächlich dann sozusagen so Hit-Beraden moderiert.

00:12:30: also ich hab Radiosendungen gemacht und ich wollte auch immer zum Radio.

00:12:33: das war eigentlich mein Weg.

00:12:35: Dazu kam es aber nie.

00:12:37: Ich habe einen Demo-Tape aufgenommen.

00:12:38: Das habe ich hier auch tatsächlich noch habe ich mittlerweile digitalisiert schon im zarten Alter von, mal ich glaube so siebzehn.

00:12:45: Das war dann so eine Sendung, die ich eigentlich gerne hätte machen wollen.

00:12:48: Nämlich nachts irgendwann zwischen zwei und drei so ne Call-In Show wo Leute, die nicht schlafen können das ist für gründen auch immer dann beim Radio anrufen und darüber reden was sie gerade machen wer sie sind und was sie so treiben.

00:13:01: Und das war im Grunde immer meine Vision und Ich bin aber leider Richtung BWL abgedriftet und dann wurde später Internet, aber immerhin dann auch Podcast.

00:13:12: Und sofern habe ich mir über die Podcast eigentlich mein Radio was ich immer machen wollte zurückgeholt und mittlerweile in der Audiografie ist es quasi alles.

00:13:21: Hast

00:13:21: du früher auch mal Domian verfolgt?

00:13:23: Der war doch auch so dass da Leute anrufen konnten.

00:13:25: Ich glaube er war auch erst im Radio und dann kam er ins Fernsehen oder?

00:13:28: Ganz genau ja!

00:13:29: In jedem Fall war das ja so der prominente Typ den alle anruffen können und dann war's nachher irgendwann auch sehr mit Fremdschehen behaftet.

00:13:35: also es gab dann auch sehr absurde Fälle.

00:13:37: auf jeden fall Es kommt mir sofort in den Sinn, wenn es darum geht.

00:13:41: Der ist On Air und Leute russen an.

00:13:43: Ja, Domian hat im Grunde eine reine Call Show gemacht sozusagen wirklich so Lebensthemen.

00:13:47: meistens gab's ein Oberthema und dann war auch sehr gemischt was da so kam.

00:13:52: ich hätte ja gerne die Mischung gemacht also Musik.

00:13:56: damals habe ich noch gedacht man darf im Radio die Musik spielen die man cool findet.

00:14:01: Also hätte ich gern meine eigene Musik gespielt, die ich cool finde und dazu halt ein bisschen bisschen Leute vereibern oder einfach noch mal zuhören, was immer dann so nachts kommt wenn man nicht schlafen kann.

00:14:14: Und im Grunde ist das auch heute noch so.

00:14:16: Also wenn ich die Chance bekäme so eine Sendung zu machen würde ich sofort machen.

00:14:24: Dann kam das Internet?

00:14:27: Die Digitalisierung und du bist dann zum Agenturgründer geworden, ne?

00:14:33: Genau!

00:14:33: Ich bin in eine existierende Agentur als Praktikant reingekommen aber die war so klein Kleine GBR in so einem Hinterhof und da bin ich dahin geblieben.

00:14:42: Und letzten Endes haben wir dann aus der GBR eine GmbH gemacht und haben diesem Hinterhof quasi begonnen, ja am Ende waren es zwanzig Jahre Online-Agentur.

00:14:53: Da hast du auch deinen Podcast gestartet, oder gab's davor schon was?

00:14:58: Es gab vorher schon was und zwar im Jahr zwei Tausendzehn habe ich angefangen mit Dirk Rockendorf, der hatte damals den ersten deutschsprachigen online Marketing-Podcast Und Dirk saß auch hier an Hannover, war bei der Conti und hat sich auch interessiert für diese Themen.

00:15:12: Der hat mich dann eingeladen als Wingman.

00:15:14: also ich war sozusagen der Elte in seinem Podcast, durfte da ein bisschen von der Seite so ein paar Sachen mit reinbringen und ebenso aus der Praxis ja und damit habe ich meine ersten Erfahrungen gemacht.

00:15:26: er konnte nämlich damals schon die Online-Technik und so mit Mikrofonen und alles und das hatte ich noch nicht richtig drauf.

00:15:32: und wie geht denn das dann quasi digital?

00:15:35: Und dann bin ich zum Lernen der ganzen Podcast-Geschichten letztendlich in die USA geflogen.

00:15:41: Ich war nämlich bei Michael Stelsner und seinem Social Media Examiner, das war quasi in den Zeiten wo ich richtig aktiv eingestiegen bin so Frühphase social media und da gab es überhaupt keine deutschsprachigen Podcast zu nichts.

00:16:00: Wenn du da was lernen wolltest waren's die Amis Und die haben natürlich damals schon richtig Show gemacht, und die hatten richtig Intros.

00:16:07: Und er war halt professionell durchorganisiert... ...und so wollte ich das machen!

00:16:11: Letzten Endes bin ich dann irgendwann in den Jahr zwei Tausend Zwölf auf eines seiner Events geflogen mit meinem ersten Yeti Blue.

00:16:19: Ja?

00:16:20: Und hab da die ersten Podcast-Folgen meines eigenen Podcasts machen dürfen.

00:16:27: Dann gleich mit dem großen, aber die waren total süß.

00:16:29: immer gesehen hier kommt jetzt so ein Rookie Aber wie das in den USA so ist, alle Podcaster waren support per du sehr hilfsbereit.

00:16:37: Und dann hat sich Michael in meinen Podcast, ich weiß nicht was, Episode drei oder vier damit reingesetzt und ich war natürlich stolz wie Bolle kannst du dir ja vorstellen?

00:16:46: Ja, das können wir vorstellen!

00:16:48: Und wen gab's in Deutschland der Nennswert war zu der Zeit?

00:16:53: Boah also es gab damals Überschall... So und das waren schon damals Talksendungen Über gesellschaftliche Themen, also über einen Tellerrand hinaus.

00:17:05: Und da ging gerne mal ein Podcast drei Stunden lang.

00:17:10: So und zwar auch ohne Hemmungen.

00:17:11: Das heißt das war diese ganze Independent-Szene.

00:17:14: Es gab im Grunde keine großen Label es gab keine Verlage.

00:17:17: Da ist alles nischig Ja und da hast du natürlich schon was gefunden.

00:17:22: Das erinnert mich müssen an die Blogosphäre damals.

00:17:27: Es gab viele die geblockt haben ohne kommerziellen Hintergrund, ohne Motivation damit Geld verdienen zu wollen oder zu müssen.

00:17:35: Und irgendwann kam dann Facebook und da kam also alles was am Anfang ist erst mal sehr frei und ungezwungen kreativ.

00:17:43: Wenn du dir heute anschaust die Podcast Charts das ist ja Mainstream durchregiert würde man eigentlich fast sagen es sind wenige independent Podcasts noch die einfach ihr Ding machen.

00:17:54: Es hat sich sehr verändert und so ist es ja an vielen Stellen.

00:17:57: Ja, am Grunde ist Podcast die letzte Nische gewesen, die noch nicht durchkommerzialisiert war... ...und durchprofessionalisiert!

00:18:06: Und das ist ja im Grunde erst, naja sagen wir mal, spätestens mit der ganzen Corona-Zeit dann halt passiert.. ..und bis dahin war das wirklich die letzte Nietche.

00:18:14: Ich hab dich das erste Mal über dein Modcast auf den Radar bekommen.

00:18:20: Also du hast den Neu-Werts, glaube ich, viertzehn gestartet und dann wurde der zum Modcast.

00:18:24: Oder war das so?

00:18:26: Genau!

00:18:27: Neuwerts war damals die Agentur, in der ich war... Ja Und da bin ich zwei tausendsehnten ausgestiegen.

00:18:32: Wie das so ist mit den Babys Das war ja Mainz und die anderen hatten jetzt nicht richtig viel Fable für und insofern hatte auch keiner was dagegen wenn ich das mitnehme.

00:18:41: Nur dann war klar Da muss sich ja etwas machen, was man eigentlich nie machen darf Den eigenen Podcast Die eigene Marke umbenennen So, aber ich hab immer schon gerne Sachen gemacht die man eigentlich nicht darf insofern.

00:18:55: Ja das war dann sozusagen mein eigenes kleines Leben und diese Transformationsthemen waren auch die, die ich im Fokus hatte und dann hieß... Das Baby eben Modcast, das geht auf meine Frau zurück, die irgendwann mir gesagt hat ja dann machst du gar keinen Podcast mit Masters of Transformation ist das ja ein Modcast.

00:19:12: Und so gießt es dann.

00:19:18: Das war eigentlich so der Podcast lange, lange in dem es um digitale Transformation und auch neue Arbeit schon ging bevor dieser große New Rock Hype überhaupt kam.

00:19:29: Da wurde bei dir im Podcast schon darüber gesprochen also da gab's ja keinen anderen oder?

00:19:33: Also wenn dann hat man deinen Podcast gehört weil man sich dazu was anhören wollte.

00:19:39: Ja ich weiß nicht ob das jetzt wirklich so war aber ich kann mir tatsächlich vorstellen weil das... ...das war damals auf jeden Fall noch nicht der Begriff, unter dem es so lief.

00:19:51: Aber es war an einem Grunde schon die gleichen Fragestellungen und da der Modcast ja kein... kein richtiges Dach hatte weil ich meine Transformation lebt jeder Mensch von uns mehrfach im Leben auf verschiedensten Ebenen und genauso habe ich mir das eigentlich auch gewünscht.

00:20:09: Das heißt letzten Endes waren ja die Gäste Leute irgendwie entweder als Unternehmer oder als Freiberufler, oder im Konzern entweder was anderes gemacht haben als die anderen?

00:20:21: Oder die Dinge irgendwie anders gemacht haben und davon erzählen konnten.

00:20:26: Und die Menschen haben mich eigentlich immer fasziniert, die irgendwie ein bisschen neben dem Mainstream herlaufen.

00:20:33: Insofern waren es natürlich oft auch Pioniere und so wahrscheinlich auch die thematische Aufhängungen.

00:20:39: Kannst du dich noch erinnern also diese New York Geschichte in Deutschland aufkamen und dann eben auch die New Rockigen Podcast, also diese explizit mit diesen Wording beschäftigt haben.

00:20:54: Auch mein Podcast ist ja irgendwann entstanden.

00:20:57: Es gab viele, die es mittlerweile schon nicht mehr gibt sowie dieser Begriff... Zum Glück würde ich heute was sagen, auch so ein bisschen Absatz geraten ist.

00:21:06: aber Wie hast du das so erlebt, als dass alles losgegenso?

00:21:09: Diese große... der diese Hype ist ja tatsächlich in Deutschland auch eine Zeit lang war.

00:21:13: Das wurde dann ja durch die Pandemie nochmal ganz groß verstärkt.

00:21:16: aber so auch vor der Pandemie kam es ja auch durch digitale Transformation und durch uns unabhängiges Arbeiten.

00:21:22: damals gab's dann auch Podcasts.

00:21:24: von digitalen Nomaden erinnere ich mich, das war ja so eine interessante Zeit in der vielen möglich schieben

00:21:31: Da mich das Thema immer interessiert und es war auch das, was ich dann in meinen Beratungsthemen gemacht habe.

00:21:38: Insofern war ich da voll mit drin in dieser Szene auf den entsprechenden Events.

00:21:44: Und insofern hab' ich mich eigentlich eher gefreut.

00:21:48: aus Marketing – jetzt wenn ich sage, ich bin Jahrgang seventy-vier, kannst du dir vorstellen haben wir beide schon ein paar Begriffe kommen und gehen sehen?

00:21:56: Das liegt einfach in der Natur der Begriffen!

00:21:59: Vor allen Dingen wenn sie dann so gehypt sind, das ist immer kurz vom Verglühen.

00:22:04: Aber die Substanz ist ja eigentlich die gleiche und mir ging es sozusagen um Kulturentwicklung und ich hab diese ganze Entwicklung im Grunde in der Co-Working Szene kennengelernt hier im Hafen zum Beispiel in Hannover.

00:22:16: Ich habe mein erstes Barcamp besucht ab zwischen dem Konvention Camp, schon eine Eventform ausprobiert, die so ein Hybrid ist würde man heute sagen zwischen Barcamp und der klassischen Convention.

00:22:34: Und insofern habe ich mich eigentlich gefreut, dass jetzt die ganzen Themen dran sind und das sie jetzt verankert werden ja und das jetzt eine andere Zeit anbricht.

00:22:44: und letzten Endes wie es immer so ist Ich bin dann glaube ich auch Ideen getrieben.

00:22:53: Manche dieser Ansprüche die ich hatte oder die ich mir gewünscht hab Die sind dann auch letzten Endes in der Praxis aber nicht umsetzbar gewesen.

00:23:00: Also die harte Realität der wirtschaftlichen Zahlen, die hat mich dann auch wieder eilt spätestens in der Schweiz und die wissen halt wie man mit Geld umgeht und so.

00:23:10: Und da hat es dann auch ein bisschen gekläscht.

00:23:13: Was ich eher etwas gemerkt habe ist das für mich viele dieser Themen dann aber so klar waren und im Grunde alles dazu gesagt war dass ich angefangen habe, mich dann in dem Thema ein bisschen zu langweilen.

00:23:25: Das ist aber keine Abwertung der Leute die das gemacht haben oder damit angefangen haben – das ist das was es gebraucht hat?

00:23:33: Aber ich so als Typ brauche dann irgendwann

00:23:38: etwas

00:23:39: Neues wenn ich das Gefühl hab, ich hab's jetzt verstanden oder oft drüber gesprochen.

00:23:48: Ich erinnere mich auch an Podcast-Folgen von dir mit z.B.

00:23:51: den Kloegis Alexander und Sabine, der ging es um Graswurzelinitiativen.

00:23:54: die hatten ja auch einen Buch dazu geschrieben.

00:23:56: Kulturentwicklung hast du schon gesagt, Cultural Change war ein Riesenthema.

00:24:01: Wo stehen wir da heute aus deiner Sicht?

00:24:03: Es redet ja niemand mehr über GrasWurzelnitiatifen oder über Veränderungen aus der Mitte war auch immer so eine Begrifflichkeit.

00:24:10: Ja!

00:24:11: Es ist irgendwie als ob's das nicht mehr gibt.

00:24:13: es gibt natürlich noch aber es ist nicht mal so präsent.

00:24:17: Ja, ich muss gestehen, dass sich das gar nicht weiß.

00:24:20: Das weißt du sicherlich sehr viel besser einfach weil Du diesen Themenfokus natürlich auch über die letzten Jahre und permanent begleitest.

00:24:28: Ich habe etwas andere persönliche Entwicklungen genommen Weil ich mich ab zwei tausend achtzehn im Grunde dann langsam aber stetig in dieses Feld der Audiografie entwickelt hat was kein Organisationsfeld ist also Event-Audiografien.

00:24:48: und dann war ich natürlich aufgrund dieser Verbundenheit, zum Beispiel mit dem Kluge ist auch Zwei Tausend Neunzehn auf Events.

00:24:54: Und habe so Transformations-Events in Unternehmen begleitet.

00:24:58: Aber mittlerweile muss ich tatsächlich ehrlich sagen Ich glaube Da bin ich seit fünf Jahren aus dem wirklichen Praxisblick raus.

00:25:06: Deswegen maße ich mir gar nicht mehr an das jetzt irgendwie beurteilen zu können.

00:25:11: Wo stehen die Organisation da?

00:25:13: Ich kann von der Außensicht sagen das gefühl was ich habe ist dass es tatsächlich ein ziemliches ziemlichen backlash

00:25:21: gab

00:25:23: und irgendwie ja ich sag mal so die harten themen das auch das kommand in konker und das kontrollieren glaube ich sehr viel stärker wieder sich den raum zurückgeholt hat Und deswegen ist es wahrscheinlich sehr spezifisch.

00:25:41: Du wirst in einigen Organisationen, wenn du denk mal an Freitaktaschen und viele anderen die hier in diesem holistischen Ansatz Holocasy und so auch voran waren Ich glaube die Arbeiten weitestgehend immer noch so Aber in der Breite Ist alles digitalisiert.

00:25:59: aber was die Kultur und die Führungskultur angeht Weiß ich nicht wie weit sich diese Themen sowie ich sie damals verstanden habe wirklich mit sehr starker Dezentralisierung auch von Verantwortung mit unternehmerischen Denken in Großorganisationen.

00:26:16: Wie weit die es wirklich geschafft haben oder wie weit ist dann doch am Ende wieder ein Kern, einen Rationalisierungs- und Effizienzthema geworden?

00:26:25: Das weiß ich schlichtweg nicht.

00:26:27: Dann lass uns doch über deine Transformation sprechen!

00:26:30: Ich kann mich auch erinnern du schriebst dann auch über eine Reise, die ihr als Familie gemacht habt.

00:26:37: war die Teil deiner Veränderungsgeschichte ein wichtiger?

00:26:41: Zumindest wirkt es so, dass du da auch reflektiert hast?

00:26:45: Ja also da passiert natürlich wahnsinnig viel.

00:26:47: Das weiß ja jeder der eine Reise macht.

00:26:49: Man begegnet anderen Menschen man sieht andere Dinge und das hat natürlich einen Impact.

00:26:54: Und wenn man das mit der eigenen Familie macht, das waren ja am Ende elf Monate.

00:26:58: Wo wart ihr?

00:27:00: Fünfzehn Länder.

00:27:01: Die längste Zeit waren in Portugal und ansonsten sind wir von Hannover losgefahren Richtung Polen die ganzen Balken Und dann langsam so Richtung Süden.

00:27:13: Also es waren am Ende, wie gesagt, fünfzehn Länder und glaube dreißigtausend Kilometer gemacht.

00:27:19: all in all.

00:27:19: Hat alles gut funktioniert?

00:27:21: Ich als Vater sehe ja schon die Krisen an der Horizont aber ich meine wer's einfach macht klappt's der meistens.

00:27:29: Kann ich jetzt ein bisschen ausholen?

00:27:30: Nein das hat natürlich nicht alles geklappt.

00:27:32: Zeigen der Podcast!

00:27:33: Also sagen wir mal ganz kurz... was mich immer interessiert hat und ich glaube das ist so ein Kennzeichen, was mich treibt.

00:27:39: Das sind immer... Ist immer das Wechselspiel und die Wechselbeziehung von zwei Dingen nämlich von Veränderungen und Entwicklung.

00:27:46: Und diese Veränderung können natürlich von außen auf dich zukommen Ungewünscht oder manchmal vielleicht auch glückliche Zugfälle Oder du kannst sie selber anstoßen.

00:27:55: Was aber Veränderungs immer mit sich bringt ist dass du dich entwickeln musst und Ich glaube dieser Entwicklungsteil ist der der mich treibt Wie gehst du mit neuem um?

00:28:04: Wie gehste du mit unbekannten

00:28:06: um?".

00:28:07: Und deswegen waren diese Reisen, sage ich nämlich es gibt zwei.

00:28:11: Ich habe im Jahr two-tausendachzehn eine gemacht und das ist der Vorläufer.

00:28:15: Und zwar bin ich mit einem Containerschiff über den Atlantik gefahren.

00:28:19: Und ich wusste nicht alleine!

00:28:22: Also ich fahre nicht alleine aber da gibts ne Crew mit dem Containerschifff und so... Aber ich war als Passagier allein Und das ist das Gegenteil von der Kreuzfahrt.

00:28:32: Da gibt's überhaupt keine Inboard-Entertainment, da gibts halt nichts...da gibts ein Dreischichtbetrieb.

00:28:38: und ja du musst aufpassen dass du den Leuten nicht im Weg stehst aber es gibt keine Aufgabe du arbeitest auch nicht mit Du bist da einfach und das ist wie ein Chorster auf dem Wasser.

00:28:47: also ich bin achtzehn Tage auf dem Schiff gewesen und bin einmal von Rotterdam im Grunde über in Atlantik bis nach Französisch Guajana gefahren Und das war die erste Reise, die ich gemacht habe.

00:28:58: Das war für mich eine Reise ins Ich.

00:29:00: Da hab' ich mir tatsächlich mit mir beschäftigt und das war total wertvoll.

00:29:06: Finde ich auch gut!

00:29:08: Was kostet sonst Spaß, Ringo?

00:29:10: Also es gibt's heute leider nach Corona nur noch weniger.

00:29:13: aber geh mal grob davon aus.

00:29:14: pro Reisetag ungefähr hundert Euro ist immer noch so der grobe Benchmark.

00:29:18: also is jetzt nicht einfach total billig.

00:29:21: du fährst da als Reißsack irgendwie rüber, ist schon auch ein Geschäft.

00:29:26: Aber es gibt spezielle Agenturen, die zum Beispiel diese Plätze vermitteln.

00:29:30: Das gab's früher ein bisschen mehr und auch weiter.

00:29:32: du kannst dann wenn du wolltest auch neunzig Tage auf so einem Containerschiff bis nach Asien und zurück.

00:29:38: aber ich hatte einen Monat frei.

00:29:40: damals hatten wir nämlich unsere Kinder und meine Frau hat mir damals genau diesen Raum ermöglicht.

00:29:46: das ein Monat dass sich machen kann was ich da lustig war.

00:29:50: Mich hat diese Reise inspiriert und zwar von Carsten Alex, auch ein Gast aus dem Modcast.

00:29:57: Der achtzehn Monate in der Auszeit gemacht hat und durch die Welt gereist ist und zwar nur im Rucksack und zwar schon zweitausend.

00:30:04: also es sind schon Vorläufer für diese Dinge und er hat mir von diesen Containerschiffen erzählt.

00:30:09: so ich hole ihn bisschen aus weil das war eine Reise ins Ich Und als ich dann wieder da war und das Ganze weitergegangen ist, hatte ich immer das Gefühl.

00:30:17: Ich würde gerne irgendwann so was nochmal in Gemeinschaft erleben also mit meiner Familie weil wenn einer reißt und weg ist kommt der verändert wieder.

00:30:25: die anderen haben aber weiter gemacht wie bisher und es gibt gerade in der Familie manchmal auch durchaus Probleme Wenn ein Partner sich sehr stark verändert und der andere nicht.

00:30:38: Na ja, kommt man nicht unbedingt näher zusammen.

00:30:40: Dann driften die Welten auch manchmal auseinander und das war auch so ein Grund warum ich gesagt habe, aber ich würde mir das total gerne als gemeinsame Erfahrung wünschen.

00:30:48: Und diese Reise, die wir Ende zwei Tausend neunzehn beschlossen haben – meine Frau und ich – und dann eben die Kinder waren schon in der Schule.

00:30:56: Insofern ist es diese Besonderheit mit schulpflichtigen Kindern verreisen.

00:31:02: Die hatte eigentlich dann die Überschrift eine Reise ins Zivir Und jetzt fasse ich das ganz kurz zusammen, wir haben dann viel erlebt.

00:31:10: und zum Thema Probleme.

00:31:12: Ja keiner von uns hat Corona auf dem Plan gehabt.

00:31:14: Wir hatten einen Wohnwagen, wir wollten losfahren.

00:31:17: Dann kamen Coronagen die Grenzen zu und dann war nichts mit losfahren.

00:31:20: So fing die Reise an ja also mit nicht reisen.

00:31:25: Aber letzten Endes ist es so wie sind da nachdem die ersten Grenzen offen waren tatsächlich hier ausgefahren allerdings mit dem vollen Risiko dass es noch hätte heißen können nach vier Wochen alle Grenzen geben wieder zu, nächster Lockdown.

00:31:36: Fahrt zurück das war's!

00:31:39: So.

00:31:39: aber dieses Risiko haben wir in Kauf genommen und sind am Ende reich belohnt worden weil wir natürlich in dem zweiten Lockdown Winter an denen wir uns alle erinnern können der wirklich wirklich depressive Stimmung hatte und schwierig war.

00:31:54: In der Zeit hatten wir quasi eigentlich die beste zeit als Familie Weil wir eben was ganz anderes erlebt hat eine ganz andere Wirklichkeit hatten.

00:32:03: Und am Ende ist es so, dass das ganz viel Entwicklung war aber eben nicht nur eine für mich sondern eine von denen wir heute noch profitieren weil wir natürlich als Familie da Dinge erlebt haben die uns auch helfen durch solche Phasen wie Pubertät und so vielleicht anders gemeinsam zu gehen als ohne diese Reise.

00:32:24: also habe ich lange ausgeholt aber auch da ist es das Wechselspiel zwischen Veränderung.

00:32:32: Das ist letzten Endes das was mich immer schon am meisten fasziniert hat.

00:32:36: Und wie bist du dann zu deinem neuen Business gekommen?

00:32:39: Audiografie!

00:32:41: Ich habe, nachdem ich aus der Agentur raus bin... ...das war Mitte-Zwei-Tausend-Sebzehn... ...hab' ich einen Beratungsmandat angenommen in der Schweiz auch für eine Agentur die sich in diesen Newberg Cosmos rein entwickeln wollte.

00:32:54: Die kam aber aus dem klassischen Design und dann hab' ich in der Schweiz das gemacht, was ich vorher hier auch gemacht hab'.

00:33:00: Events aufbauen, Netzwerke aufbauten, neue Beratungsfelder aufbau.

00:33:05: Das hat aber nicht so funktioniert wie sich das alle gewünscht haben und nach einem Jahr war Schluss.

00:33:10: ich hatte aber noch ein Event angeleiert was im Oktober stattfand und ich habe damals gesagt dass bringen wir auf jeden Fall sauber an Boden egal was.

00:33:20: deswegen war ich im oktober zwanzig achtzehn nochmal in der schweiz und nachdem wir das event durch hatten hab ich am nächsten morgen mit der Britta die diese Agentur geleitet hat beim Frühstück zusammengesessen.

00:33:33: Und wir haben über ganz andere Dinge gesprochen, nämlich über familiäre Sachen.

00:33:37: Da ging es ihren Eltern gesundheitlich nicht gut und sie wusste das ich mit meiner Mutter damals als sie schon auf der Palliativstation war eine Aufnahme gemacht habe.

00:33:49: Das waren zwei Tausend Fünfzehn.

00:33:51: Und zwar weil ich ihr damals sagte wenn du... Ich mache ja Podcast soll ich dir das mal zeigen?

00:33:57: Sie dachte sie macht doch!

00:33:59: Und dann habe ich genau das Podcast Geschirr mitgebracht und am nächsten Tag saßen wir bei ihr quasi am Krankenbett.

00:34:05: Wir haben uns die Kopfhörer, die Hatsets aufgezogen und einfach ein bisschen erzählt.

00:34:10: Dabei habe ich halt am Anfang auf Aufnahme gedrückt wie man das so macht und am Ende auf Stopp.

00:34:15: Dann ist sie verstorben... ...und darüber haben wir witzigerweise gesprochen an diesem Morgen nach dem Event.

00:34:22: Und dann hat Britta mich angeguckt und hat gesagt so mal, warum machst du das?

00:34:28: Was sammelst du da?

00:34:31: Und diese Frage habe ich mir nie gestellt.

00:34:35: Aber aus diesem Gespräch gab es den Impuls und dann hab' ich gesagt, das

00:34:39: ist ne gute Frage, was sammelt's du da.

00:34:41: Das ist eine super Frage!

00:34:45: Ich weiß es nicht, ich komme ja manchmal vor wie ein Fotograf zum Zuhören, wie ein Audiograph im Sinne dieser Porträts-, dieser Erinnerungen... ...und ich glaube dass auch tatsächlich der Kern.

00:35:01: Und dann bin ich zurückgefahren, beziehungsweise geflogen und auf dem Weg zum Flughafen dachte ich Audiograph-Audiografie.

00:35:11: Das ist irgendwie ein cooles Wort!

00:35:13: Das beschreibt eigentlich das was irgendwie ganz viele Facetten von mir letzten Endes zusammenbringt... ...und dann habe ich gegugelt und hab festgestellt die Domain war frei.

00:35:25: Dann es steht nicht in Wikipedia und der Begriff steht auch nicht im Dunen Nichts davon, obwohl Audiografie im Grunde ja eigentlich total naheliegt.

00:35:35: und so hat das dann... So hat etwas einen Namen bekommen was ich vorher vielleicht nur gefühlt habe aber nicht greifen konnte.

00:35:44: Und so haben sich die Dinge dann entwickelt.

00:35:47: Dann gibt es verschiedene Iterationsstufen, also Übergänge hab' ich noch ein bisschen Beratung gemacht, aber irgendwie hat mich das immer gezogen und es hat mich eigentlich an die Wurzeln Bis zum Radio und bis zu diesen früheren Kindheitstagen, wo wir am Anfang gesprochen haben eigentlich zurückgebracht.

00:36:05: Es hat auch viel damit zu tun dass ich als Kind schon bei meinen Großeltern gesessen habe wenn die halt Geschichten erzählt haben von einer Zeit die ich mir nicht vorstellen konnte.

00:36:17: Und all diese Dinge stecken irgendwie für mich in Audiografie und mein Pionier jetzt hat natürlich gesagt super das macht keiner dann mach du das doch.

00:36:28: Und außerdem hat das den charmanten Vorteil Neuwärts.

00:36:31: Genau, Neuwärts gehen.

00:36:33: und es hat den charmanten Vorteil dass dir auch keiner blöd sagen kann ne so macht man das aber nicht wenn du dein eigenes wort hast.

00:36:39: und mittlerweile ist es tatsächlich eine geschützte wortmarke.

00:36:42: also ich kann Nicht ganz ohne stolz sagen das ist tatsächlich geschafft habe dieses wort Auch für mich sozusagen jetzt zu schützen nicht um es ums abzusperren sondern um dafür zu sorgen dass unter diesem begriff Zumindest keine Dinge passieren, die ich mir da so überhaupt nicht vorstellen kann.

00:37:04: Und letzten Endes wird das langsam immer mehr ein Klein-, aber sagen wir mal einen Branchenbegriff und ich bleibe dabei.

00:37:14: es wird jetzt nicht mehr passieren dass sich weil die sieben Jahre sind schon rum hätte ich jetzt schon wieder was Neues machen müssen.

00:37:21: Ich habe mich jetzt entschieden die Audiografie weiter zu entwickeln weil ich glaube ich bin genau da angekommen wo ich hingehöre.

00:37:29: Ich hab dir ja schon mal erzählt, dass ich mal meinen Opera-Podcast hatte.

00:37:32: Das war ja auch so was ähnliches.

00:37:34: Der ist kürzlich verstorben und dann war ich bei meiner Oma irgendwie zwei Tage später... Also die haben bis zuletzt jetzt zusammengelebt.

00:37:45: Wann glaube ich, vierundsechzig Jahre feiratet?

00:37:47: Also unglaublich!

00:37:50: Und dann hat sie mir drei oder fast vier Stunden alles möglich aus ihrer Lebensgeschichte erzählt, wie sie sich kennengelernt haben.

00:37:58: Aber auch aus dem Krieg also als die Russen kam und es war für mich wie ein Live-Podcast ohne Aufnahme weil ich habe einfach nur zugehört und fand das natürlich sehr wertvoll.

00:38:12: Und dann sagte sie danach endlich fragt mich mal jemand und ich glaube viele wollen erzählen und wollen auch was mitgeben oder weiter geben Keiner, weil beim Kaffee trinken, beim Geburtstagskaffee trinken werden diese Fragen ja nicht gestellt.

00:38:29: Da geht's dann so um Kuchen und Wetter, kennste?

00:38:32: Deswegen bin ich das toll dass du kommst und diese Möglichkeit bittest, dass Leute mal erzählen.

00:38:40: Und es gibt so tolle inspirierende Lebensgeschichten die auch nichts mit diesen Marketing-Geschichten zu tun haben wie wir heute erleben wo immer alles glänzen muss sondern das sind halt Den sage ich, dass Lebensgeschichten mit Krisen und Hürden wieder aufstehen.

00:38:56: Mit Überraschungen allen was das Leben zu lebenswert macht.

00:39:00: Also erzähl doch mal ein bisschen aus deiner Arbeit.

00:39:03: Ja es beschädigt das, was du glaube ich da selber erlebt hast innerhalb deiner eigenen Familie?

00:39:09: Und zwar in vielerlei Hinsicht.

00:39:12: Wir erstens diese Dinge in der eigenen Familie meistens übersehen weil wir es reduzieren auf die Anekdoten, ob er erzählt vom Krieg oder... Die Reise nach Tra-La-La, die hab ich schon siebzehn Mal gehört.

00:39:24: und dann vergessen wir aber dass diese Menschen natürlich sehr viel mehr zu erzählen haben.

00:39:29: Aber es braucht ein aufrichtiges Zuhören oder vielleicht auch eine andere Frage und eine andere Zeit als jetzt da um Kaffetisch zu sitzen.

00:39:39: Und letzten Endes wenn man mal sieht was da an Lebenserfahrung gebündelt ist und wie wertvoll diese Dinge auch heute wieder sind Da bin ich halt ein großer Freund davon, dass man aus der Geschichte auch lernen darf.

00:39:54: Ja also wir wissen alle vermeintlich ist das für uns Menschen nicht so einfach und ganze Dinge manche Dinge obwohl wir schon einmal durch sind durch die Geschichte wiederholen wir dann trotzdem.

00:40:05: aber individuell innerhalb der eigenen Familie haben diese Sachen wert und zwar Wert überhaupt abseits von Reichweiten und von Öffentlichkeit und diesem ganzen Geballer Und diesem glatt gebügelten Thema, sondern es hat was mit den eigenen Wurzeln zu tun.

00:40:24: Ja und diese Orientierung hat schon deswegen einen Wert weil ich hier Teile von mir entdecken kann jeder für sich in seiner eigenen Familie und wenn Ich darüber hinaus noch offen bin mal Zu Sehen dass Ich Was Dafür also Für mich Mitnehmen Kann zum Beispiel Diese ganze Generation die nach dem Krieg ein kaputtes Land von Null hat aufbauen müssen.

00:40:51: Dann sind wir bei Themen wie Resilienz, dann sind wir mit Themen wie Gemeinschaftlich anpacken, da sind Leute am Ende Professoren geworden die nicht mal einen Abi hatten.

00:41:03: Warum?

00:41:04: Weil sie was konnten und nicht weil sie den richtigen Schein hatten.

00:41:08: Und das sind alles Qualifikationen und Erfahrungen.

00:41:12: Wenn ich in die heutige Welt gucke und meine Jungs jetzt beide in der Pubertät Wenn ich überlege, was werden die brauchen in Zukunft?

00:41:21: Und in gewisser Weise auch wieder, was war Kultur und Mindset in New Work.

00:41:26: Dann reden wir über Verantwortung, über gemeinschaftliche etwas bewegen.

00:41:31: Dann reden wir über Teilen und nicht abgrenzen.

00:41:37: So gucke ich da halt drauf!

00:41:38: Insofern ist es die Tatsache, dass ich zum Beispiel einem Menschen zuhören darf der... ...achtzig oder neunzig ist.

00:41:47: Dann ist das wie eine Zeitreise, dass heißt ich kann mir das nicht nur anhören.

00:41:51: Ich darf ja auch noch Fragen dazu stellen.

00:41:53: Ist doch wahnsinnig interaktiv

00:41:55: und ich kriege noch einen Einblick in mein zukünftiges Leben wenn man so will.

00:42:01: weil mit solchen Menschen rede ich auch Ja auch übers Sterben natürlich oder Wie das ist wenn die eigenen Kinder dann schon erwachsen sind?

00:42:11: Oder wie ist denn diese Phase wenn man nach dem beruf Was auch immer das heißt.

00:42:16: Noch mal ein ganz neues Lebenskapitel aufschlägt und so weiter,

00:42:19: d.h.,

00:42:20: du kriegst ja auch noch Einblicke in die Zukunft und kannst dir daraus mitnehmen was Du willst.

00:42:25: Und letzter Punkt Es ist eine total sinnstiftende Arbeit Weil diese Idee dass zum Beispiel für Enkelkinder oder Urenkel Kinder Die heute noch viel zu klein sind um zu verstehen wer ihre Oma oder ihr Opa wirklich war Ich meine du hast das voll ja auch verstehen können, du bist in dem Alter.

00:42:48: Aber bei vielen von uns gerade im Westen zum Beispiel, wir kriegen nicht so früh die Kinder, meine Großeltern habe ich noch so miterlebt bis Anfang zwanzig.

00:43:00: und was meinst ihr, was ich denen heute für Fragen stellen würde?

00:43:03: Kann dich aber nicht mehr!

00:43:04: Und aus dieser ganzen Gemengelage finde ich diese Vorstellung, dass da einen Schatz bleibt in der Familie.

00:43:15: Der in die Tiefe und auch in den Reflexionen erzählt und zwar selbst erzählt wer dieser Mensch geworden ist was ihn geprägt hat und warum.

00:43:25: also nicht einfach nur ein Lebenslauf sondern die reflektion darüber wenn das am ende für jemanden übrig ist er heute vielleicht noch gar nicht geboren ist oder als enkel fünf Jahre alt ist und da später auf die Suche nach den eigenen Wurzeln gehen kann, dann ist das eigentlich der Leitgedanke für Audiografie schlechthin.

00:43:45: Es ist ja auch kein Lebenslauf, es ist ein Lebenswerk, finde ich, ne?

00:43:48: So'n Lauf hört sich an wie so'n Lebenslauf so viel in Karriere singen bin ich da gedanklich.

00:43:55: bei Lebenslauf aber so'nen... Ein Lebenswerk!

00:43:58: Da ist was geschafft worden, da ist auch was kaputt gegangen, all das was da so drinsteckt.

00:44:03: Ich habe dann auf der Beerdigung meines Opas noch ein paar Worte gesagt, weil ich habe ihn vor ein paar Jahren nochmal ganz neu kennengelernt und wir sind dann immer im Winter gemeinsam in die Sauna gegangen.

00:44:14: Und das hat uns so verbunden und dann haben wir fast wie eine neue Freundschaft entwickelt also die jetzt wenig mit Opa Enkel zu tun hatte sondern mehr einfach zwei Menschen waren Und in der Zeit hatte ich ihn dann ja auch im Podcast und dann war wie gesagt jetzt die Beerdigung, die auch mehr eine Dankesfeier war.

00:44:30: Was ganz schön war, weil er eben fourneunzig war und in seinem eigenen Bett auch in seine eigene Wohnung eingeschlafen ist zwei Tage vorher noch an seinen Garten saß und Vögel gefüttert hat.

00:44:38: Wie toll ist das?

00:44:39: Dann habe ich halt ein paar Worte gesagt dass ich ihn quasi auch freundschaftlich nochmal neu kennenlernen durfte in den letzten Jahren und dann hab ich etwas vorbereitet und habe ein paar Szenen aus diesem Podcast zusammengeschnitten gehabt womit keiner gerechnet hat.

00:44:54: Und du musst dir vorstellen, die sitzen alle da und sind dankbar und traurig... ...und dann drück ich rauf und dann kommt seine Stimme!

00:45:01: Und der gibt dir noch was mit?

00:45:02: Was im Leben wichtig

00:45:03: ist?!

00:45:04: Das war der Wahnsinn!

00:45:06: Für mich persönlich für uns als Familie und ich denke mir so.. ..für wie viele Familien ist das gut auch diese Stimme allein zu konservieren weil sie noch viel persönlicher ist als ein Foto dass sein kann ne?

00:45:19: Ja das entspricht Auch dem, was ich häufig schon zurückgemeldet bekommen habe.

00:45:24: Also... Ich hab dann irgendwann mich zum Beispiel entschieden eine Sterbebegleiter-Ausbildung zu machen.

00:45:30: Ah okay!

00:45:31: Weil ich gemerkt habe dass ich mit diesem Teil des Lebens vorher immer so meine Berührungsschwierigkeiten hatte.

00:45:39: Das war eher etwas was ich versucht habe auszublinden und wenn man das aber auch zulässt dann kannst du natürlich diese Gespräche noch mal anders führen.

00:45:48: Und mittlerweile ist es so, dass es tatsächlich schon Menschen gibt mit denen ich halt eine Audiografie gemacht habe die aber heute nicht mehr leben und dann zu erleben das der Verb dieser Dinge nach dem Tod quasi nochmal steigt weil wir vorher auch immer denken wir haben ja ewig Zeit das zu tun oder machen wir denn später oder was auch immer und dass die Stimme dann tatsächlich ein echtes Vermechnis ist.

00:46:15: dass das sehe ich so und mittlerweile für ich manche Gespräche auch in die Richtung.

00:46:22: Ich habe jetzt ein Projekt, das ist jetzt gerade im Grunde kurz vorfertig da ist dieser Mensch schon im Hospiz ja und da gibt es aber quasi Rückmeldung zur Audiografie, dass da jemand sagt Das ist auch für den Erzählenden total wertvoll.

00:46:42: also nicht nur die zurückbleiben, ja?

00:46:45: Die was mitnehmen.

00:46:46: Sondern auch für den Menschen ist es total wertvoll, so ähnlich wie deine Oma dir das auch gespiegelt hat!

00:46:52: Das hat etwas mit Wertschätzung zu tun und ist auch ganz wichtig entweder um mit Dingen abschließen zu können oder auch um manche Sachen ja auch befrieden zu können – auch die Brüche und auch die Dinge, die nicht geklappt haben oder die man nicht erreicht hat im Leben wenn man das sich selber vor allen Dingen auch mal noch mal sagen kann und erzählen kann.

00:47:14: Und deswegen glaube ich, unabhängig davon ob jemand das jetzt mit einem Audiografen wie mir begleiten lässt, ob dass jemand wie du innerhalb der eigenen Familie eigentlich tut oder ob jemand eigentlich nur sein Handy auf den Tisch legt und die Diktierapp dafür nutzt und dann da ist egal wie professionell man das macht aber die Tatsache, dass diese Räume, diese Gespräche da sind und dass sie aufgezeichnet werden, damit Sie bleiben.

00:47:47: Das ist eigentlich etwas für das ich mit der Audiografie über meine Arbeit hinaus jetzt dabei bin, ja, ich sag mal irgendeine Form von institutionellen Träger zu schaffen – ob das sagen wir mal, das wird ein Verein – jeweils einer, der sich darum kümmert, das einfach bekannt dazu machen Jetzt schon komplett kennst und greifen kannst in der eigenen Familie, den halt bekannter zu machen.

00:48:16: Damit Menschen das nutzen!

00:48:19: Denn das ist die einzige banale Erkenntnis ja du musst das Zu Lebzeiten machen Und zwar zu Lebzeite wo auch Stimme und geistige Fähigkeiten noch da sind.

00:48:30: Ja sonst Kannst du dir vorstellen dass ich viele Menschen treffe die sagen oh hätte ich das mal vor fünf Jahren gehört.

00:48:41: Also jetzt sind wir die Generation, wir haben die Möglichkeiten.

00:48:44: Wir können das tun auf unterschiedlichen Leveln und das sind Familien-Schätze von denen ich glaube dass sie in den aller allermeisten Familien einfach wertvoll wären beim Erzählen und für die zukünftigen Generationen.

00:49:00: Und was mich so beeindruckt hat ist dieses unglaubliche Langzeitgedächtnis Was alte Leute oft haben.

00:49:07: also Sowohl mein Opa als auch meine Oma haben von Dingen erzählt, die fünfzig, sechzig, siebzig Jahre zurückliegen in Details.

00:49:14: Die haben den Raum gesehen, die haben Farben.

00:49:16: Die wussten wie viele Leute in dem Raum waren.

00:49:19: und da bist du so konkret dabei, wie du es teilweise heute nicht hast wenn du mit Leuten sprichst, die dir von ihrem Tag erzählen?

00:49:27: Das ist unglaublich!

00:49:28: Das stimmt das stimmt und damit geht...da geht's tatsächlich witzigerweise nicht nur um die dinge dass sie sich erinnern was passiert ist sondern ganz häufig können sie auch noch sehr genau beschreiben wie sie das damals empfunden haben.

00:49:42: ja

00:49:43: und das kombiniert mit der frage ok Wie guckst du denn heute drauf wo du weißt wie dein leben dann weiter gegangen ist?

00:49:51: welche bedeutung hat es dann gehabt?

00:49:55: Die kleinen die großen dinge die weichen stellungen das finde ich halt Das finde ich faszinierend und außer diesen menschen kann das ja auch niemand sagen.

00:50:05: Und damit sind auch alle Glaubenssätze, die wir manchmal im Öffentlichen finden, die übrigens auch in unserer Großeltern-Generation sehr verbreitet sind – nämlich deine eigene Geschichte ist nicht wichtig, du bist nicht prominent, Biografien dürfen nur Leute schreiben und machen, die irgendwie einen Bundesverdienstkreuz haben und diese ganzen Dinge um den Einzelnen ging es in dieser damaligen Generation

00:50:30: nicht.".

00:50:31: Da ging es ums Überleben, um's Aufbauen.

00:50:33: Und daraus ist etwas geblieben was wir als Enkelgenerationen aber sehr stark wieder dazu geben können nämlich dass wir sie davon überzeugen das das für uns einen Wert hat auch wenn Sie das nicht gelernt haben ganz häufig und das is dann wieder eine Verbindung von Generationen.

00:50:53: deswegen finde ich ist es interessant und wertvoll was deren Zeit zeugen.

00:51:00: Berichte sind deren Schilderung auch.

00:51:05: Und ich meine, ich mache ja mittlerweile Biografien mit Leuten die in der DDR sozialisiert worden sind und Leute wie im Westen beispielsweise wo du zwei völlig unterschiedliche Varianten bekommst sozusagen der vermeintlich selten Geschichte.

00:51:23: So gibt es ganz viele Sachen, die haben Wert in den Beschreiben der Lebensumstände, in den konkreten Erinnerungen und wie gesagt auch auf der Reflexionsebene sind die halt total wertvoll.

00:51:38: Da staun ich immer wieder was Menschen auch erfahren haben woran sie sich erinnern Und wie Sie das auch beschreiben können, weil wenn Du das in Deinen eigenen Worten beschreibst oder auch in Dialekten.

00:51:53: Ich mein, kannst du dir vorstellen?

00:51:55: Ja ich bin in der Pfeilz, ich bin im Ost Thüringen, ich Bin in Oberbayern oder ich bin an der Küste.

00:52:03: So und als Norddeutscher bist du ja also Hannoveraner Bin ich ja habe ich einen Gendeffekt und eine Dialectschwäche.

00:52:10: Insofern kann ich das ein bisschen kompensieren.

00:52:13: Aber auch da liegt so viel kulturelle Identität in den Regionen.

00:52:18: Da sind Leute, die seit achtzig Jahren in dem selben Dorf wohnen und es gibt Leute, sie sind achtzig mal umgezogen in ihrem Leben.

00:52:27: Also das Leben ist so vielfältig und jede Geschichte hatten Wert mindestens Mal in der Familie aber ich glaube zum Beispiel auch drüber hinaus.

00:52:36: Aber da müssen wir oder dürfen wir gerne daran arbeiten diese Kultur wieder zu beleben weil diese oral history die in den angelsächsischen Kulturen stärker gelebt wird, dass nämlich Geschichten von Generationen zu Generationen weitergegeben werden.

00:52:54: Die haben wir nicht so und wir haben eher das Problem, dass wir eine Generation haben vor allen Dingen die männliche Generation nach dem Krieg, die einfach nur noch schweigt und gar nicht mehr spricht.

00:53:09: insofern ja.

00:53:11: Ingrid toll, dass du da warst.

00:53:12: ich freue mich, dass Wir sprechen konnten und wünschte alles Gute.

00:53:18: Ich bin sicher, wir setzen das fort.

00:53:19: In

00:53:20: jeder Zeit?

00:53:20: In diesem Sinne.

00:53:22: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:53:23: Ich danke dir.

00:53:24: Bis bald, ciao Ingoo!

00:53:29: Und damit sind wir schon am Ende der heutigen Episode.

00:53:32: New Work Chat, vierhundert zwei mit Ingo Stoll alle Infos natürlich in den Show-Notes.

00:53:39: Wenn ihr meine Arbeit als Podcaster unterstützen wollt dann könnt ihr das jetzt sehr einfach tun.

00:53:45: es gibt ein PayPal Account.

00:53:48: Geht dann bitte auf paypal.me.

00:53:50: slash Gabriel Rath mit H am Ende und dann könnt ihr mir was in die digitale Kaffekasse hauen, denn dieser Podcast ist natürlich nicht nur mit Liebe verbunden und mit Neugier sondern auch mit Kosten.

00:54:04: Ich freue mich über jeden, der das hier supportet.

00:54:06: Damit dieser Podcast noch lange, lange weiter machen kann und weiter entwickelt werden kann vor allen Dingen und damit noch viele spannende Gäste kommen.

00:54:14: Vielen Dank für euren Support!

00:54:16: Schreibt mir gerne auch wie es euch gefällt.

00:54:18: ich freue mich auf E-Mails.

00:54:20: geht dazu gerne auf meine Website www.gabrielrad.com Und wir hören uns dann am Freitag schon wieder.

00:54:28: bis dahin bleibt gesund und bleibt connected.

Über diesen Podcast

„You don’t have to listen to anyone, because in this new world, no one knows anything.“ Casey Neistat.

In meinem Podcast „New Work Chat“ interviewe ich spannende Köpfe rund um die Themen New Work, Kultur und Transformation.

Wie finden wir eine Arbeit, die uns erfüllt und einen Unterschied macht? Wie entwickeln wir unsere Unternehmen so, dass Mitarbeiter:innen dort gern arbeiten und einen besseren Job machen?

Und: Wie vereinbaren wir unsere Familie mit unserer Arbeit? Das interessiert mich als #Dadof3Girls besonders.

Ob bei einem Startup, einer Agentur oder einer Kommune. Hauptsache, wir bewegen was, experimentieren und teilen, was wir lernen. Hauptsache wir gestalten heute eine Welt, in der unsere Kinder Arbeit nicht mehr als milde Krankheit, sondern als sinnvolle Aufgabe sehen.

Den Podcast gibt´s bei Podigee, Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Google & Co.

Neue Folgen erscheinen wöchentlich Freitags um 6:00 Uhr. Tune in!

von und mit Gabriel Rath

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