00:00:00: Willkommen zum New York Chat Podcast von meinem Vater.
00:00:04: Heute mit Holger Volland, von Brandeins die vierhundertste Folge.
00:00:10: Unglaublich oder
00:00:11: Leute?
00:00:12: Viel Spaß!
00:00:20: Komm aus dem inhaltlichen Bereich und ich habe hier wirklich Zugang zu jedem Inhalt auf dieser Welt.
00:00:27: Und für so ein Content-Junkie wie mich ist das natürlich der pure Traum, dass du nicht nur Inhalte findest, sondern dann auch ganz schnell Kontakt das zu den Leuten die für diese Inhalten zuständig sind.
00:00:39: Also ich lese irgendeine spannende Studie und denke mir mit der Professorin würde ich mich gerne mal unterhalten und dann ist es in der Regel einfach ein Anruf wert.
00:00:47: und das ist schon ein Wahnsis-Loksus!
00:00:51: Und diese kleine Truppe rund um Gabriele Fischer hat damals dann eben gesagt, wir wollen es anders machen.
00:00:56: Wir wollen ein anderes Wirtschaftsmagazin, eins das sich eher auf positive Beispiele fokussiert statt auf negative Enthüllungsgeschichten, eins dass er Menschen in den Vordergrund bringt und nicht unternehmen und eines das auch versucht Mut zu machen und Beispiele zu bringen dafür Leute, die ihr Leben in die Hand nehmen und die Veränderung in die handnehmen damit ihre Zukunft gestalten.
00:01:25: Also ist das Anti-Zukunftsangstmagazin.
00:01:29: Deswegen geht es vielleicht im Kern um die Frage wie schaffen wir es Organisationen zu bauen?
00:01:34: Die permanent in der Lage sind sich an den richtigen Stellen zu erneuern?
00:01:42: Und damit moin und willkommen zurück zum New Work Chat, dem Podcast für die neue Arbeitswelt.
00:01:48: Mein Name ist Gabriel Radt und ich freue mich riesig dass ihr heute am Start seid denn wir haben die vierhundertste Episode dieses Podcasts.
00:02:13: Ich bin dafür nach Hamburg gefahren, und zwar zur legendären Brandeins einem der für mich wichtigsten und besten Wirtschaftsmagazine.
00:02:23: Und hab dort mit dem CEO Holger Volland sprechen dürfen.
00:02:28: Holger hat sich die Zeit genommen, das ist was wirklich Besonderes denn sie sind gerade sehr, sehr busy.
00:02:34: Sie ziehen grade um in Hamburg in die Hafencity.
00:02:37: Wir schauen aber nochmal rein wie das ganze entstand.
00:02:39: wir schauen in die Story von Holger Der übrigens auch mal DJ war digitale Transformation Hautner miterlebt und auch mitgestaltet hat, das schauen wir uns in seiner Geschichte an.
00:02:51: Und dann gucken wir natürlich auch noch mal wie das Brandeins Magazin eigentlich entstanden ist!
00:02:56: Wir gucken in die Unternehmenskultur,
00:02:58: wie
00:02:59: entstehen diese Geschichten?
00:03:00: Was bedeutet Reibung und Spannung im Hintergrund?
00:03:04: Wie challenging sich die Leute dort damit am Ende eben diese wichtigen Magazine rauskommen?
00:03:10: und das geht ja schon mit der Titelseite immer los, wenn man das ganze am Bahnhof kiosk sieht.
00:03:15: Das muss irritieren.
00:03:16: sagt Holger was er damit meint?
00:03:18: dass Wenn wir heute hören es geht aber auch um den wandel der arbeitswelt so wie holke des erlebt hat Den hype new work und die frage was ist noch dran heute?
00:03:27: Was ist noch relevant für uns?
00:03:28: welche rolle hat eigentlich auch so ein bellebart gespielt?
00:03:31: wofür stand das?
00:03:33: Und es geht am Ende des Tages um Experimente und um Erneuerung.
00:03:37: Ein wirklich spannender Blick in die Arbeit von Brandeins, ich wünsche euch gute Unterhaltungen und viel Inspiration!
00:03:44: Bevor wir starten meine Bitte abonniert diesen Podcast.
00:03:48: wenn ich mir irgendwas wünschen darf heute zur vierhundertsten Folge dann das.
00:03:53: Geht in eure Podcast App und klickt drauf.
00:03:55: Ich gebe Woche für Woche Vollgas Und schaue, dass ich hier mit den wichtigsten, spannendsten Menschen spreche.
00:04:01: Das sind manchmal Underdogs, das sind manchmal bekannte Leute.
00:04:05: Sie alle sind mit Leidenschaft dabei und wollen was verändern, wollen etwas bewegen.
00:04:09: Ich glaube, bessere Gesprächspartnerinnen kann man dann ja eigentlich auch gar nicht haben als Leute, die mit Passion dabei sind und die Arbeitswelt zum Besseren bewegen wollen!
00:04:19: Wenn noch ihr da noch Ideen habt, schreibt mir gerne.
00:04:22: Jetzt springen wir bei erst mal rein in den Podcast New Work Chat.
00:04:25: Vierhundert mit Holger Volland von Brandeins.
00:04:28: Viel Spaß!
00:04:31: Und damit moin und willkommen zu meinem Podcast New work chat.
00:04:34: Ich freu mich sehr dass ich heute in Hamburg bin bei Holger bei der Brandeines Moin.
00:04:38: Moin schönes bei uns best.
00:04:40: Freut mich auch hier in den letzten Tagen sozusagen.
00:04:43: ja wer wird ziehen hier um mit dem Büro.
00:04:45: das heißt du wirst jetzt erlebst hier nochmal vier Wochen Chaos.
00:04:49: Ich weiß nicht über wie viele Kartons bist du gestolpert, als du rein bist?
00:04:53: Ja ich habe ein, zwei gesehen und bin so ausgewichen.
00:04:55: Okay.
00:04:57: Noch haben wir keine Opfer zu beklagen, die von Kartons erschlagen wurden.
00:05:01: Ihr denkt hoffentlich auch Out of the Box.
00:05:02: Natürlich denken wir Out Of The Box!
00:05:03: Der versteht ja Brand eins.
00:05:06: Wie lange wart ihr denn jetzt hier?
00:05:08: Sieben Jahre waren wir in der schönen Marzipanfabrik.
00:05:12: Ja ich hab das gerade gesehen ein bisschen von außen.
00:05:14: Das ist so ein Komplex.
00:05:15: Hier sind viele interessante Firmen drin.
00:05:18: Ja, unter anderem ein großes Tabakunternehmen ist hier drin.
00:05:21: Aber auch Werbeagenturen gibt ja super nette Gastronomie die auch selber Alkohol distilliert wo man sich dann zu After Work Partys treffen kann.
00:05:31: das ist ganz schön.
00:05:32: hier das Gelände Wir sind hier damals eingezogen vor sieben Jahren weil wir dachten wir brauchen jetzt mal richtig viel mehr Fläche.
00:05:40: also wir sind ja ein winzig kleiner Laden es sind nur vierzig Leute und sind hier auf tausend fünfhundert Quadratmeter Gezogen.
00:05:48: Das ist schon ordentlich, weil wir auch dachten Wir sind jeder von uns braucht mindestens drei Räume um mit all den Kunden und mit allen Kooperationspartnerinnen Und Firmen mit dem wir zusammenarbeiten zu interagieren gemeinsame Veranstaltung zu machen.
00:06:07: und dann kam Corona also wirklich nachdem wir den Umzug abgeschlossen hatten.
00:06:12: Und ja, dann hat sich natürlich viel verändert für uns alle.
00:06:16: Jetzt nach sieben Jahren sagen wir leise Danke und gehe in neue Räume.
00:06:21: Restart
00:06:22: genau!
00:06:23: Ich habe hier eine schöne Einstiegsfrage liebe Heurer meine mittlere Tochter ich hab drei die hilft so ein bisschen mit und spricht das Intro ein und hatte jetzt auch schon kurz introduced und ich würde dich mal bitten ihr zu erklären was du eigentlich so machst?
00:06:36: Was würdest Du ihr sag?
00:06:45: interessiert und pickt dann genau die Dinge raus, von denen ich glaube dass sie anderen Menschen dabei helfen ein schöneres Leben führen zu können.
00:06:55: Und das ganze immer in Bezug auf Wirtschaft Geld verdienen arbeiten seiner Profession folgen seine Leidenschaft folgen.
00:07:06: Ich darf das machen nicht als Redakteur oder als Chefredakteur sondern ich darf es machen.
00:07:12: Ich bin dafür zuständig mit welchen Produkten wir hier arbeiten und ein Produkt in so einem Verlag.
00:07:19: Was kann das sein?
00:07:20: Das kann ein Magazin sein, eine Zeitung sein.
00:07:23: Das kann einen Podcast sein wie der den wir jetzt hier gerade aufnehmen.
00:07:26: Das können Veranstaltungen sein alles womit Menschen so interagieren und wo Menschen so auftauchen um sich mit Wissen zu versorgen oder mit Kontakten.
00:07:37: was das coolste an deinem Job?
00:07:38: würde sie noch nachfragen?
00:07:42: Was würde sie denn am meisten interessieren an meinem Job?
00:07:44: Und was würdest du
00:07:45: sagen, was ist das
00:07:46: coolste?
00:07:51: Das allerkoolste an meinen Job ist mein schier unendlicher Zugang zu wissen.
00:07:56: Also ich liebe es selber auch wenn ich jetzt hier bei Brandeins eher die organisatorische Rolle als Verleger habe.
00:08:05: Interessiere mich natürlich für Inhalte.
00:08:07: Ich hab Publicistik studiert und komme aus dem inhaltlichen Bereich wirklich Zugang zu jedem Inhalt auf dieser Welt.
00:08:18: Und für so einen Content-Junkie wie mich ist das natürlich der pure Traum, dass du hier nicht nur Inhalte findest sondern dann auch ganz schnell Kontakt hast zu den Leuten die für diese Inhalten zuständig sind.
00:08:29: also ich lese irgendeine spannende Studie und denke mir mit der Professorin würde ich mich gerne mal unterhalten und dann ist es in der Regel einfach ein Anruf wert.
00:08:38: und da ist schon ein Wahnsinnsloksus
00:08:41: Also da auch rein gehen zu können reinzugraben der sache nachzugehen.
00:08:46: absolut bei mir im weniger was die geschichten angeht sondern eher so fragen wir entwickeln sich unsere medien welche rolle haben in unserer gesellschaft?
00:08:54: zum beispiel ja
00:08:57: da wollen wir mal gucken wie du da eigentlich hingekommen bist.
00:09:00: wo bist du aufgewachsen?
00:09:02: bin in nürnberg aufgewachsen
00:09:03: jetzt hört man aber nicht.
00:09:05: ich bin relativ schnell nach berlin gezogen mit neunzen Und mein Berliner Erweckungserlebnis war in der Bäckerei um die Ecke.
00:09:13: Ich bin an einen Nollendorfplatz gezogen und bin dann da in die Bäckerei gegangen und habe dann, so Nürnberger Hochdeutschmeißig würde ich mal sagen.
00:09:25: Da wollte ich dann ein Brot haben und dann hab mich diese Bäckeryverkäuferin angeguckt und hat gesagt Neuer wahr!
00:09:35: Und dann dachte ich mir, okay gut jetzt musst du echt mal anderen Dialekt arbeiten und Berlin hat es mir ganz schnell ausgetrieben würde ich mal sagen.
00:09:43: Geht's
00:09:43: noch?
00:09:45: Gehts auch!
00:09:45: Was willst Du hier?
00:09:49: Was war dein erster Job?
00:09:53: Also mein allererster Job war in der Buchhandlung.
00:09:56: meine Mutter ist Buchhändlerin und deswegen hat sie mir natürlich in einer Buchhandelung meinen ersten Schülerjob vermittelt.
00:10:04: Und da hab ich Bücher eingeräumt, das war tatsächlich ganz spannend.
00:10:08: Ich habe ja gerade gesagt, ich liebe es mit Inhalten zu haben.
00:10:11: Anfohrtest
00:10:11: du die Einräumen?
00:10:12: Hast du sie wahrscheinlich so halb gelesen?
00:10:13: Ja!
00:10:13: Ich konnte halt immer reingucken.
00:10:15: Das war damals noch nicht so stressig wie heute glaube ich in der Buchhandlung.
00:10:18: Da durfte man dann als Schülermitarbeiterin schon mal in die Bücher rein gucken.
00:10:24: Mein zweiter Job war dann im Verlag.
00:10:29: ganz langweilige Nachschlagewerke rausgebracht hat, nämlich Nachschlagewerke zu Weiterbildungen und Berufsausbildungen.
00:10:37: Und da habe ich dann als Lector gearbeitet im Zartenalter von siebzehn und kam mir ganz toll vor.
00:10:43: was ich tatsächlich aber gemacht hab war so etwas zu lektorieren wie Bogenschweißerin in Teilzeitausbildung Und sowas musste ich dann kontrollieren, ob die richtigen Nummern davor standen und irgendwelche Fehler dran waren.
00:11:00: Aber es war auch spaßig quasi so ein Nachschlagewerk mitzubauen.
00:11:06: Meine Frau ist lente Physiotherapeutin.
00:11:08: da haben wir auch noch einige dicke dieser Bücher irgendwie im Regal stehen.
00:11:12: Ich weiß gar nicht worauf die da warten.
00:11:13: diese Bücher aber extrem viel Text und ganz wenig Bild hat mich habe ich nie verstanden.
00:11:18: War irgendwie so...
00:11:19: So langweilig oder?
00:11:21: Kein Video, kein QR code.
00:11:23: Was
00:11:24: hatte ich denn nach Berlin gebracht, oder euch?
00:11:27: Das Studium hat mich nach Berlin gebraucht.
00:11:29: Ich habe Informationswissenschaften und Publicistik studiert.
00:11:32: das ging nur in Berlin damals.
00:11:34: In Informations Wissenschaft war der erste Studiengang der sich mit der Frage beschäftigt hat wie den Informationen als Ware so zu behandeln ist.
00:11:43: Bei Publicistika geht es ja eher um die Frage Wie schaffe ich publicistische Medien?
00:11:47: Wie schaff ich Öffentlichkeit für Inhalte?
00:11:50: Und bei Informations- wissenschaft gings ganz konkret darum sich mal anzugucken, wenn Informationen Daten wären.
00:11:57: Wie verhalten sich diese Daten als gut und als wahre?
00:12:01: Und welche Handelswege gibt es für Daten?
00:12:04: Welche Handelsformen gibt das?
00:12:06: Wie gestaltet man dieses damals noch neue Feld?
00:12:09: Das war super spannend!
00:12:13: Ja,
00:12:15: jetzt verrate ich das.
00:12:16: Und zwar müsste es so in dem Jahr- und Jahrhundert neunzehnundneinzig gewesen sein.
00:12:21: Tim Berners-Lee hat das Internet wandern gefunden?
00:12:24: Das ist nicht auch so?
00:12:25: Es müsste um den Zeitraum gewesen sein!
00:12:30: Als ich mit des Studiums rausgesucht habe zu studieren war das Internet noch nicht so ein Thema, sondern ein totales Nerdding.
00:12:39: von Militär- und Universitäten hat sich das aber relativ schnell entwickelt.
00:12:46: Was bei mir tatsächlich total problematisch war, weil ich dadurch auch meinen ersten Job dann gefunden habe – nämlich dann beim Pixel Park später als ich war.
00:12:58: Während des Studiums noch beim Deutsche Welle Fernsehen bin dann aber ganz schnell zu Pixel Park gegangen, weil Pixel Park eines der ersten Unternehmen in Deutschland war die genau da es umgesetzt haben was ich im Studium gelernt hab.
00:13:09: Und wenn man das dann so in der Praxis oder, wenn ich das ausprobieren kann, ist die Theorie, die stinkt dagegen ab.
00:13:15: Die ist da nicht mehr so lustig.
00:13:18: Das war auf der einen Seite mein großes Glück, dass ich in diesem Bereich reinschlüpfen konnte.
00:13:22: Das hat aber das Studieren jetzt nicht schöner gemacht.
00:13:25: Der Pixel-Bug gibt es schon länger?
00:13:27: Ja, die gibt's auch schon.
00:13:28: Ewigkeiten heißen überhaupt noch Pixelbugs?
00:13:31: Ich glaube, die heißen ja alle Püblis ist.
00:13:36: Du hast ja auch echt viele interessante Stationen, die wir gar nicht alle durchsprechen können.
00:13:41: Aber so ein, zwei kann man vielleicht noch mal rausnehmen.
00:13:43: Du warst auch beim Radio.
00:13:44: Ein Freund von mir mit dem ich früher Musik gemacht habe, der hat der Radio Teddy mit gegründet, dieser Kindersender vom BB-Radio glaube ich ausging und du warst bei KISS?
00:13:55: Ja!
00:13:56: Bei KISS FM genau.
00:13:57: also ich hab ganz früh angefangen als DJ auch zu arbeiten mit mit acht Jahren schon.
00:14:01: und als ich dann nach Berlin gezogen bin bin ich mit einer alten Freundin zusammengezogen und die hatte Geburtstag in der ersten Woche, als ich da war.
00:14:10: Und hat dann so ihre ganzen Berliner Freundinnen und Freunde eingeladen... ...und ich saß den ganzen Abend neben der Chefin vom Tresor.
00:14:17: Ja!
00:14:18: Also dem Club, da meinste ihm dem Techno-Club in Berlin.
00:14:22: Du hast auch
00:14:22: Techno aufgelegt?
00:14:23: Ich hab Elektro und Haus aufgelegt vor allem.
00:14:27: Dann besaße ich neben ihr und hab mich so mit dir die ganzen Abends unterhalten.
00:14:30: Und dann irgendwann habe ich gesagt, sag mal, ach du bist in einem Club interessant?
00:14:34: Ich kannte den Tresor gar nicht!
00:14:37: Ich bin ja DJ.
00:14:38: Könnt' dich doch mal auflegen bei euch... Wie
00:14:41: wär's jetzt?
00:14:43: Nee, sie dann so wie wär's mit dem nächsten Sonntag.
00:14:45: Da hatten die nämlich eine interne Mitarbeiter-Feier und dann dachte sich okay den bügel ich jetzt mal ein bisschen auf die Mitarbeiterfeier ab.
00:14:53: Dann haben wir den los und das war aber total schön!
00:14:56: Das war ein Tresor Garten und hat Spaß gemacht Und am Ende des Abends hatte sie gefragt ob ich nicht jeden Sonntags Lust hätte eine Veranstaltung zu machen und so hatte ich meinen ersten DJ Gig im Tresore und darüber kamen dann eben sehr schnell Auch die eigene Radiosendung bei KSFM.
00:15:13: Und ja, jede Woche zusammen mit einem Partner haben wir dann so drei Stunden Haus und Elektro gemacht.
00:15:20: Das war bestimmt eine spaßige Zeit?
00:15:21: Ja total!
00:15:23: Mein schönstes Erlebnis war dass ich irgendwann mal aus Versehen das Kudam fest moderieren musste Und ich hatte noch nie eine Live-Moderation gemacht.
00:15:32: Wir
00:15:32: werden ja Radimoderatoren immer gern angefragt?
00:15:34: Die wären gerne angefragt, was totaler Blödsinn ist, weil als Radiomoderator sitzt du halt... Du guckst Bildschirme an und hast vor dir deinen Mikrofon oder deine Regler und dann habe ich gesagt Ja klar mache ich!
00:15:46: Plötzlich stand ich auf dem Kudamm auf einer Bühne und vor mir waren twenty fünf tausend Leute.
00:15:51: Da ging mir echt ganz schön die Neffe.
00:15:53: Aber war auch spaßig und ich hab hier gelernt
00:15:57: Ich hatte ja so einen ähnlichen Moment, als der Frauen kurz erzählt.
00:16:00: Ich habe meinen zwanzigern Rap gemacht und dann irgendwann wurde ich nochmal angefragt ob ich noch mal dabei sein will bei einem Auftritt von Martin mit dem ich früher Musik gemacht hatte also Manteria Und ich hab dann zugesagt, ohne zu wissen wo das sein wird und es war dann im Ostsee-Stadion in Rostock vor dreiunddreißigtausend Leuten.
00:16:18: Das war so ein Song mit sechs alten Hasen und ich war der erste Hase, der aushoppeln sollte.
00:16:23: Dann gehst du auf diese Bühne und das sieht einfach aus wie eine Herr der Ring gesehen.
00:16:30: Kannste dich nicht drauf vorbereiten?
00:16:32: Nee geht gar nicht.
00:16:33: Aber hat es in dem Moment was überwog?
00:16:37: die... Ja, das bingern
00:16:39: schnell in Euphorie über.
00:16:43: Ich musste ja nur auch noch rappen und durfte meinen Text nicht vergessen.
00:16:46: Und ich wusste alle filmen gerade weil.
00:16:49: heute sind hier alle mit den Handys nach oben und gucken sich das Konzert dann später zu Hause an was ja auch total irrsinnig ist für unsere Generation.
00:16:56: Und Paul Ripp grad auch noch das ganze gefilmt um eine Live DVD zu machen.
00:16:59: also der Druck war da hat aber geklappt.
00:17:01: Gibt's bei YouTube?
00:17:02: Super!
00:17:03: Das müssen wir gleich mal angucken.
00:17:05: Ja, aber du wolltest kein DJ bleiben oder werden?
00:17:07: Weil ich meine es sind ja dann irgendwann auch viele Richtung Profi-DJ gewandert sozusagen.
00:17:13: Es sind heutzutage große Stars, DJs.
00:17:15: Machst das noch?
00:17:16: Nee, ich mach' das nicht mehr!
00:17:18: Ich hab mich.
00:17:18: irgendwann muss ich manchmal entscheiden ob ich nachts lebe oder tagslebt.
00:17:22: Als DJ hast Du natürlich vor allem in der Berliner Clubkultur so um den Jahrtausendwechsel.
00:17:28: Da fängt's jetzt nicht um zehn an und hört um zwei auf sondern es fängt eigentlich eher um zwei an Und hört um zehn auf Und ich hab parallel dann teilweise noch studiert.
00:17:38: Ich habe gearbeitet schon und hab gemerkt, dass mich das wirklich schlaucht.
00:17:44: Nachtsarbeiten und Tagsarbeiten.
00:17:46: Es gab einfach so öfter mal achtundvierzig Stunden wo ich aus Versehen gar nicht geschlafen hab weil ich zu viel Arbeit hatte.
00:17:54: Ich hab keine Drogen genommen.
00:17:56: Das heißt ich musste irgendwie mit Kaffee und Brötchen dadurch.
00:18:01: das schafft Sonkarpa nicht lange.
00:18:04: Und dann habe ich mich fürs Tagesleben entschieden und hab beschlossen, dass ich nach sehr immer mal nochmal so zwei drei Mal im Jahr aber irgendwann ist man raus.
00:18:14: Ich finde es gibt nichts Schlimmeres als DJs die da noch
00:18:18: einmal so aus
00:18:18: ihren besten Zeiten auflegen.
00:18:21: Dann auch die alten Sachen?
00:18:23: Ja.
00:18:26: Hattest du irgendwie einen Plan wie du deine Karriere gestalten willst?
00:18:30: hattest Du dir irgendwelche Gedanken gemacht?
00:18:33: Nö.
00:18:35: Kein einzigen!
00:18:36: Also ich wusste, dass mich das Thema... also das neu beginnende Thema digitale Informations- und Mediensphäre interessiert.
00:18:45: Ich wusste es mich Medien interessieren.
00:18:48: Dass ich mich spannend finde zu überlegen was braucht welche Informationen brauchen Menschen eigentlich um Entscheidungen fällen zu können um voranzukommen in ihrem Leben?
00:19:01: Aber ich wusste gar nicht, welche Berufe das so ergeben könnte.
00:19:06: Also ich hatte jetzt nicht so den Masterplan.
00:19:09: bis heute ist es auch wirklich eher so dass mir Jobs passieren.
00:19:14: also Ich beschäftige mich mit dem Ding, mit denen ich mich gerne beschäftige und ich versuch das gut zu machen.
00:19:19: aber eher weil's mich so wahnsinnig interessiert Und dann kam immer zum genau richtigen Zeitpunkt irgendwas um die Ecke und das hat mich so interessiert was ich mir gedacht habe Okay, das machst du jetzt mal.
00:19:33: Und ja also so bin ich dann durch meinen Berufsleben... Jetzt fehlen mir das Verb, ne?
00:19:41: Vielleicht
00:19:42: gibt es das ja noch nicht.
00:19:42: Das vielleicht gibt's das auch gar nicht.
00:19:44: Meanderd wollte die sagen aber das ist falsch.
00:19:46: Paul
00:19:47: Rippke würde sagen Schlawinat.
00:19:50: Ja.
00:19:51: Na, Schlawinat hat's halt so ein bisschen ... So als Franke.
00:19:53: Da ist ein Schlawiner ja jemand der ... Ein kleiner Betrüger ist das noch?
00:19:57: Bisschen nicht!
00:19:58: Ich glaub ich hab mich nicht durchs Berufsleben betrügert... Aber ich habe mich, sagen wir mal so, ich hab' mich treiben lassen vom Schicksal und hab dann immer zugegriffen wenn mir was Großes und Interessant schien Und dann habe ich mich daran so ein paar Jahre oder Jahrzehnte festgebissen und dann kam es Nächste.
00:20:16: Also das eine, was ich interessant finde is Was können wir auch unseren kits mitgeben, die ja irgendwie gefühlt gerade total überfordert sind von einem millionen möglichkeiten was man machen kann.
00:20:28: Und ich glaube auch das ist eine gute idee.
00:20:29: erst mal Dinge ausprobieren sich für dinge zu interessieren und und da bald so bleiben und nicht zu gucken wo kann Ich irgendwie viel geld verdienen?
00:20:37: Und wo ist jetzt der job den sondern erstmal zu gucken was will ich was interessiert mich und Das an?
00:20:43: und das zweite thema was mich noch mal interessiert ist Woran erkennt man denn oder woran hast du denn erkannt, was eine Opportunität ist die du jetzt ergreifen willst?
00:20:52: Weil das finde ich ja auch spannend.
00:20:54: Also wo schlägt man dann zu?
00:20:57: Ich habe das gespürt in dem moment.
00:20:59: also es ist ein unbefriedigender antwort weil weil man sie nicht replizieren kann.
00:21:04: also man kann die keine regel draus bauen aber Es müssen ja verschiedene dinge zusammen passen in den moment noch.
00:21:12: also es muss dazu passen In welcher situation befinde ich mich gerade?
00:21:17: Aber was habe ich dazugelernt?
00:21:19: Was mache ich?
00:21:20: Wie sehr interessiert mich das noch, was ich gerade mache?
00:21:24: Bin ich vielleicht in den letzten Monaten oder Jahren über Dinge gestolpert die ich gerne intensiver machen würde.
00:21:31: Das braucht es.
00:21:32: dann braucht es natürlich auf der Gegenseite ein Unternehmen oder einen Job oder eine Opportunität Die eigentlich genau so einer Person oder Persönlichkeit braucht.
00:21:44: Ich glaube auch sehr fest daran, dass es wichtiger ist Menschen und Bedarfe miteinander zu matchen als jetzt rollend zu versuchen bis ins allerkleinste zu definieren.
00:22:01: Und dann dazu den passenden Match zu bekommen.
00:22:03: ich weiß das ist auch total aus der Zeit gefallen weil so unki ist.
00:22:08: aber wir haben ja bei brand eins zum Beispiel auch lauter Leute die für ihre Profession brennen, die dafür brenn'en was sie sind.
00:22:18: Also eigentlich leihen wir uns nur kloge Köpfe, die mit uns zusammenarbeiten.
00:22:24: aber ich könnte jetzt bei keiner Person hier sagen das perfekte Schlüssel für ein Schlüssel Loch also einen Job den wir definiert haben.
00:22:34: Ich hab übrigens auch noch keinen Journalisten betroffen der es nicht mit Herzblut macht.
00:22:37: Das ist oft so ne?
00:22:39: Ja das musst du auch, das ist ja kein Bereich in dem du wahnsinnig viel Geld verdienst Das ist auch ein Bereich, in dem es... Also als Journalist versuchst du ja immer etwas Neues zu entdecken.
00:22:51: Versuchst entweder was aufzudecken also irgendeinem Problem einen Fehler aufzedecken.
00:22:55: dafür stehen wir jetzt nicht so sehr aber wir stehen trotzdem dafür dass wir Leute finden und Situationen finden dies die in dieser Form noch nicht beschrieben wurden und dafür brauchst du Leute, die einfach wissbegierig sind.
00:23:10: Und die Bock haben sich ins kalte Wasser fallen zu lassen auch in das kalte wasser.
00:23:15: von so einer geschichte und ganz oft wenn man denkt das könnte eine talspannende Geschichte sein kommt gar nichts raus dahin.
00:23:22: am ende also irgendein langweiliges stück dass wir dann auch nicht drucken.
00:23:26: und umgekehrt aus den vermeintlich langweilligsten situation entwickelt sich plötzlich ein totaler diamant.
00:23:35: wie geil, dass ich jetzt genau darauf stoßen durfte.
00:23:38: Dass diese Person mir genau das verrät in der Situation, was sie gerade mit mir teilen will.
00:23:47: Erklär uns auch noch mal, wie Brandeins und Heuger-Volland zusammenkam?
00:23:53: Wie die Geschichte losging?
00:23:56: Auch das war wieder so ein Zufall!
00:23:58: Ich war bei der Frankfurter Buchmesse... Ganzweile,
00:24:02: ne?!
00:24:02: Ja!
00:24:04: Also ich war bei der Frankfurter Buchmesse ungefähr zehn Jahre und war dort für die Geschäftsentwicklung zuständig, für die Internationale.
00:24:14: Und auch da kam Corona und internationale Geschäftsinwicklung für Messen kann man sich vorstellen im ersten Corona Jahr wusste man schon das wird jetzt ein paar Jahre ein bisschen langweilig werden diese Tätigkeit denn kein Mensch wollte noch auf irgendeine Messe gehen.
00:24:31: man hatte viel zu sehr angst dich anzustecken.
00:24:33: Und dann dat ich mir jetzt in zehn Jahren herum.
00:24:35: Ich hab viel gelernt, viel gemacht.
00:24:37: Unter anderem habe ich viele Verlage kennengelernt.
00:24:40: Dann gründ' ich doch mal meinen eigenen Verlag und bin da bei der Buchmesse raus.
00:24:44: Hab einen Businessplan geschrieben, wusste genau was ich machen will nämlich einen rein digitalen Verlag also Digital First über digitale Themen, aber digitale Mediengesellschaftsthemen und hatte das alles ganz schön mir ausgedacht Frank mit einem Hamburger Freund einen sogenannten Zoomwein getrunken.
00:25:08: Wer sich noch an Corona erinnert, Zoomweine waren das was man abends dann als Entschuldigung genommen hat um sich gemeinsam ein Rotwein zu gönnen dass man sich getroffen hat und dann eben einen Aussage machen.
00:25:21: ich habe ihm von meinem Businessplan erzählt und der sagte Das ist echt spannend aber warum um Himmels Willen willst du das selber gründen?
00:25:29: Übernimm doch einfach einen Verlag oder geh doch einfach in den Verlag, denn es schon gibt.
00:25:32: Na wie gesagt auch da fährt mir eigentlich wenig ein was ich interessant fand.
00:25:37: Ich würde das glaube ich lieber selber machen.
00:25:39: er meinte naja ich kenne da Gabriele Fischer vielleicht hast du von der schon mal gehört und ich weiß dass Gabrielle Fischer eine Nachfolger sucht Wollte ihr vielleicht mal miteinander telefonieren?
00:25:50: Und dann haben Gabriele und ich miteinander telefoniert.
00:25:52: Wir mochten uns, sie lud mich auf eine Nudel nach Hamburg ein.
00:25:57: Ich kam hier noch an die Formulierung her.
00:26:00: Das fand ich lustig.
00:26:00: Dann bin ich also nach Hamburg gefahren.
00:26:02: Sie hat tatsächlich hier einen Nudeln für mich gekocht.
00:26:05: Es gab mehr als einer aber ich saß in der Brandeins-Küche und habe Nudelen gegessen mittags.
00:26:11: Da hab' ich mit Gabriele, mit Kolleginnen und Kollegen unterhalten und fand das so gut!
00:26:18: dass ich ziemlich schnell wusste, das ist eigentlich viel spannender als jetzt mein eigenes Digitalfallag gründen.
00:26:25: und ja so kam es.
00:26:26: Also auch mal wieder eine eine Opportunität die genau zu einem Moment passte indem ich mich dafür heute dann geöffnet habe.
00:26:37: Kannst du uns auch nochmal erklären wie Brandeinz entstanden ist?
00:26:40: Das war ja vor meiner Zeit, das war vor twenty-fünf Jahren War das ein kleines Team, was vorher schon bei Wirtschaftsverlagen gearbeitet hat.
00:26:51: Und ich habe mir neulich noch mal das Jahr, das war das Jahr in dem Clinton sein Amtsenthebungsverfahren hatte.
00:27:02: Es war zehn Jahre Mauerfall und es machte sich schon ganz viel Frust breit.
00:27:08: Es war die Euro-Einführung, es war das Jahr vor dem Y to K Problem.
00:27:13: Damals dachten alle Computer in dieser Welt fallen aus.
00:27:16: Ich weiß noch Menschen hatten Angst davor dass Atomkraftwerke explodieren weil die Computer das Jahr zweitausendlich abbilden können.
00:27:24: und wenn man damals auf Wirtschaftsmagazine geguckt hat die sowas abgebildet haben solche Fragestellungen dann war auf jedem Cover irgendein dicklicher Mann im Anzug.
00:27:39: Die sahen alle gleich aus, alle.
00:27:42: Und die Redaktion von Brandeins hat sich gedacht das kann ja nicht alles sein was man über Wirtschaft erzählt diese älteren Herren im Anzug die immer versuchen Das war sie schon immer gemacht haben in ihrem Unternehmen zu bewahren und möglichst positiv darzustellen.
00:27:58: Und diese kleine Truppe rund um Gabriele Fischer hat damals dann eben gesagt wir wollen es anders machen Wir wollen ein anderes Wirtschaftsmagazin.
00:28:06: eins dass ich eher auf positive Beispiele fokussiert statt auf negative Enthüllungsgeschichten.
00:28:13: Eins, das eher Menschen in den Vordergrund bringt und nicht unternehmen.
00:28:17: Und eins, dass auch versucht Mut zu machen und Beispiele zu bringen dafür, dass Leute die ihr Leben in die Hand nehmen und die Veränderung in die hand nehmen damit ihre Zukunft gestalten.
00:28:33: also ist das Anti-Zukunftsangst Magazin.
00:28:36: Und so sah es dann auch aus.
00:28:37: Also die erste Ausgabe, wenn man sich die anguckt, Quitsch-Rosa und da steht Neustart drauf und ein Quitscherosa Cover und dann ist ein Bild, ein Foto von einem weiten Feld darauf.
00:28:54: Man hat einfach Lust auf dieses Feld zu gehen und da einfach langzulaufen.
00:28:58: Das war das Gegenstück zu diesen anderen Wirtschaftsmagazincovers mit den böse dreieinblickenden Männern.
00:29:04: Und so ist Brandeins entstanden und Gabriela hat mir neulich erzählt, dass sie dachten das ist ein Projekt für drei vier Jahre.
00:29:12: Weil die Digitalisierung war damals ja auch gerade richtig angelaufen und man dachte sich naja es braucht so einen Mutmacher und ein Magazin das Veränderung vorantreibt.
00:29:24: Das braucht jetzt mal ein paar Jahre bis die Digitalisierung abgeschlossen ist und dann braucht's uns gar nicht mehr.
00:29:30: Ja, twenty-five jede Jahre später braucht trotzdem oder wahrscheinlich mehr denn je Medien, die dafür sorgen dass wir keine Angst vor der Zukunft haben und dass wir uns der Veränderung stellen und das wie die Veränderungen gestalten.
00:29:43: Und wir freuen uns natürlich, dass wir auch nach vormundzwanzig Jahren jetzt noch am Start sind.
00:29:48: Ja und also von außen gesehen ich kenne es ja auch schon sehr lange in das Magazin ihr habt euch eine unfassbare Symputation aufgebaut.
00:29:57: Also ich kenn echt viele Leute die sind richtig Fanboys, Fangirls und es gibt auch nichts Vergleichbares finde ich.
00:30:05: Also ihr habt euch da was ganz Eigenes gebaut Und das ist ja in der Musik auch schon immer so gewesen.
00:30:11: wenn man es schafft etwas ganz eigenes einen eigenen stil zu kreieren Das ist ja schon mal immer das tollste.
00:30:16: ob's klappt weiß man vorher nie.
00:30:18: zumal sich auch im digitalen die negativen stories oft besser verkaufen Schrägstrich besser klicken war dass auch ein thema was ihr mal diskutiert habt.
00:30:27: Ich meine ich habe schon verstanden euer kompas wie ihr das machen wolltet.
00:30:30: aber Gleichzeitig hast du dann die anderen, die auf Skandale gehen und negative Storytelling.
00:30:39: Das war nie ein Ding.
00:30:42: Ja das Tolle war ... Die haben uns damals ignoriert, die haben uns gar nicht ernst genommen sondern die dachten einfach oh Gott wie süß dieses kleine Newcomer.
00:30:48: und diese Truppe hatten keine Ahnung wie man so einen Magazinverlag gründet.
00:30:55: deswegen haben sie uns gar In dieser Ignoranz, in dieser Anfänglichen konnten wir tatsächlich wachsen und es war auch gut so.
00:31:05: In
00:31:05: aller Ruhe.
00:31:06: Und dieses Team hatte ja auch nie den Wunsch... Das ist ja keine Founder-Story, ne?
00:31:11: Die hatten ja nie den wunsch!
00:31:13: Wir machen jetzt das geilste Laughbrand unter den Magazinen Und das sind die Folgen des strategischen Merkmale, er hat unser Businessplan und den verfolgen wir jetzt mal.
00:31:26: Dann müssen wir in drei Jahren dann eine Heftauflage von XY haben und in fünf dann den Exit.
00:31:32: so war es nie geplant sondern es waren Leute, die gesagt haben Wir sehen hier etwas dass uns nicht gefällt und wir wollen es anders machen.
00:31:38: Das ist schon mal eine super Ausgangslage.
00:31:40: der
00:31:40: Wolf war ja auch damals dabei.
00:31:42: Ja,
00:31:42: der kam dann auch und irgendwann... Also mir treibt es natürlich die Tränen in die Augen wenn ich solche Geschichten höre.
00:31:49: Aber irgendwann war's tatsächlich so dass Werbekunden abgelehnt werden mussten.
00:31:54: also Firmen haben gesagt Ich würde gerne in ihren nächsten beiden Hälften noch eine Anzeige unterbringen Und das Team hat gesagt wir haben keinen Platz mehr.
00:32:02: Ihr wolltet jetzt nicht so GQ-mäßig erst mal zwanzig Seiten Werbung vorher Bevor du richtig in den Inhalt kommst.
00:32:07: sowas wolltet ihr natürlich nicht.
00:32:08: Naja, in der damaligen Zeit war natürlich Printwerbung und Magazin-Werbung das war noch sehr verbreitet.
00:32:14: Also ich weiß gar nicht wie viele Werbeseiten wir hatten in den Auskammern.
00:32:18: Das waren bestimmt zwanzig, fünfundzwanzig.
00:32:20: Und wenn du jetzt heute Magazine anguckst, dass ist schon manchmal sehr traurig was da noch an Werbung drin ist.
00:32:27: Ich weiß ja, wieso der wirtschaftliche Hintergrund von so einem Magazin ist.
00:32:34: Da spielt selbstverständlich Werbung eine wichtige Rolle und wenn diese Säule wegfällt, das ist schon brutal.
00:32:42: Und viele Magazine haben es auch nicht geschafft muss man sagen?
00:32:45: Viele haben's nicht geschafft, viele straucheln jetzt gerade auch momentan und also knock on wood das mache ich jetzt nicht.
00:32:52: aber wir haben bis heute geschafft vielleicht auch weil wir nach vielleicht weil wir so eigensinnig waren und weil wir hatten wahnsinnig viele Krisen in unserer Unternehmensgeschichte Und es ist so eine gewisse Sturheit bei uns, eben weil alles Leute sind die für die Sache kämpfen.
00:33:17: Die uns immer vorangebracht hat.
00:33:19: und es ist aber tatsächlich auch dass wir einen Netzwerk haben von Menschen, die uns mögen, die lieben manchmal sogar.
00:33:26: Dazu gehören unsere Shareholder, dazu gehören viele unserer Kundinnen und Kunden, unsere Abonnentinnen und Abonenten Auch in schwierigen Zeiten, wir bekommen ja immer Leserbriefe.
00:33:39: Und da sind wirklich traurige Geschichten dabei.
00:33:42: Es ist dann jemand der sagt ich muss jetzt leider mein Abo kündigen.
00:33:46: Ich bin vor drei Jahren in Rente gegangen und ich habe so wenig Rente.
00:33:49: Ich kann es mir nicht mehr leisten dieses Abo weiter zu haben aber ich habe euch zwanzig Jahre gelesen und ich werde euch vermissen und ihr lag mir eben am Herzen.
00:33:59: Dann
00:33:59: gibt's eine Lösung für seine Verwendung?
00:34:00: Ja natürlich gibt sie eine Lösung fürs Eufel!
00:34:05: Wir haben seit Anbeginn unterschiedliche Möglichkeiten, wie wir mit Menschen weiter liebevoll zusammenarbeiten können.
00:34:14: Und eines wenn du uns sagst... Wenn du uns genauso einen Brief schreibst dann schicken wir dir selbstverständlich einfach ein Jahr lang weiterhin das Abo weil wir sagen Du bist uns treu!
00:34:23: Wir mögen dich!
00:34:25: Du hast uns klar gemacht dass du gerne wolltest aber nicht kannst Und die Community wird gepflegt und die Community pflegt sich auch selber.
00:34:35: Wir haben auch sowas wie das Solidar-Abo vor ganz vielen Jahren eingeführt, also du kannst ein Abo abschließen und es schenken wir dann jemandem der sich's nicht leisten
00:34:42: kann.
00:34:46: Wie sah die Company intern aus?
00:34:49: Wie hat sie sich da angefühlt als du dazukamst?
00:34:51: Da sind ja schon einige Jahre ins Land gezogen.
00:34:54: Kannst dich noch an deine ersten Tage erinnern!
00:34:57: Ja ich fand die Leute wirklich sehr... Erstaunlich.
00:35:03: Es gab hier so eine Mitarbeiterversammlung, als ich nicht weilig kam, sondern die Wahl zufällig an diesem Donnerstag und ich stellte mich dann vor.
00:35:13: Und der Gabriele stellte mir vor und sagte das ist jetzt Holger ihr wisst?
00:35:16: Ich habe ganz lange nach einem Nachfolger gesucht.
00:35:18: da ist er nun seit nett zu ihm.
00:35:21: Das ist ja eine seltsame Vorstellung.
00:35:24: seit nett zu ihm.
00:35:27: Was erwartet sie dann?
00:35:29: Und dann kam auch gleichzeitig gleich die erste Frage von einer Kollegin, die sagte Ja schön dass du hier bist Holger jetzt sag doch mal warum glaubst du denn das du das kannst was du hier machen sollst?
00:35:42: und so ging es weiter.
00:35:42: also ich hatte das härteste Bewerbungsgespräch in dieser Runde weil jetzt natürlich alles Leute sind die fast Alle, die hier arbeiten haben irgendetwas mit Journalismus zu tun.
00:35:52: Die sind sauneugierig also die fragen dich aus und sie zweifeln auch erst mal.
00:35:58: Also den kannst du nicht Bullshit erzählen sondern musst sich erstmal stellen im ganzen.
00:36:03: Das war mein Einstieg hier und ich habe das sehr schnell lieb geworden dieses Verhalten.
00:36:08: Ich mag dass es so eine neugierige interessierte wenig duckmäuserische Gruppe von Leuten ist, die zusammenarbeitet.
00:36:24: Aber du fragst wie war es damals als ich hierher kam?
00:36:28: Man merkt natürlich dass wir als Brandeins Verlag auch mit Brind groß geworden sind.
00:36:33: Wir haben teilweise Leute, die seit twenty-fünf Jahren bei uns arbeiten also die noch aus dem Gründungsteam mit dabei sind und Diese Fähigkeiten brauchen wir, brauchen auf der anderen Seite aber natürlich auch ganz viele neue Fähigkeit und Digitale.
00:36:47: Wir haben ein Digitalteam, ein digitales Marketing-Team aufgebaut in den letzten Jahren.
00:36:53: Das sind.
00:36:54: Kolleginnen die sind sehr viel jünger Sind dazugekommen Tragen jetzt auch zur Kultur bei, die wir hier haben Und haben ganz andere Skills und man merkt dass die Skills schon manchmal sich aneinander reiben.
00:37:11: Ich nenne mal ein ganz einfaches Beispiel.
00:37:13: Wir kommen aus einer Zeit, in der jeder Text bevor er veröffentlicht wurde dreimal Fakten gecheckt wurde und zweimal Korrektur gelesen nachdem man durch die Redaktion durch war.
00:37:25: Mach sowas mal mit dem Social Media Post das geht nicht.
00:37:28: Das dauert zu lange.
00:37:30: Und das sind natürlich alles Lernfelder indem so eine So eine Organisation, die gewachsen ist.
00:37:38: Auf der einen Seite und auf der anderen Seite natürlich jetzt ganz viel Neues auch breit halten muss.
00:37:43: an Fähigkeiten in solchen Lernfeldern müssen wir uns natürlich bewegen.
00:37:48: Und Spannend ist dann natürlich auch wie man so eine Führungsrolle ausgestaltet.
00:37:54: also was hat dir geholfen?
00:37:55: Dann auch deinen Job so gestalten zu können, wie du ihn denn heute auch erfolgreich machen kannst.
00:38:04: Sicherlich hat mir geholft dass ich schon so viele verschiedene Jobs gemacht habe, also die hatten alle etwas mit dem Management von Medien zu tun.
00:38:14: Es ist jetzt nicht so dass ich mal Zirkusdirektor sein konnte aber es waren alles unterschiedliche Firmen.
00:38:19: Ich war in Agenturen lange Jahre weiß also was das heißt für Kunden zu arbeiten und Kundenprojekte zu managen und zwischen den Bedürfnissen eines Unternehmens und den bedürfenen einer von Kreativen zum Beispiel zu vermitteln.
00:38:40: Ich habe bei der Messe gearbeitet, wo du nur einmal im Jahr einen Schuss hast und er muss sitzen.
00:38:49: Und darauf arbeitest du zwölf Monate hin.
00:38:51: Das heißt, du hast nicht viel Möglichkeiten nachzubessern.
00:38:57: Bisschen ist es auch so wenn du eine Marke wie Brandeins Führst, die möchtest du nicht aus Versehen mal eben links und rechts an die Wand fahren.
00:39:07: Sondern ihr möcht es schon gern dass sie stabil sich entwickelt.
00:39:11: auf der anderen Seite haben wir jeden Monat ein neues Heft und jeden monat können wir diesen Beweis erbringen.
00:39:16: also da kann ich so viele verschiedene Dinge mit allen bringen die ich gelernt habe in den letzten Jahren und Ich bin auch immer noch neugierig darauf wie wir gemeinsam in die Zukunft gehen denn momentan Ist es jetzt kein Zuckerschlecken für Medien, für den Standort Deutschland?
00:39:38: Für einen Magazinverlag der immer noch gedruckte Papierstabe verschickt.
00:39:44: Jeden Monat Bücher auch.
00:39:47: also wir haben schon ein paar Herausforderungen die wir noch meist dann dürfen.
00:39:51: in den nächsten Jahren
00:39:55: kannst du mal eine Geschichte erzählen Die nicht so gut geklappt hat wenn du so zurück schaust in eure Historie die ob das jetzt ein Magazin war, eine Ausgabe wo du dich geärgert hast oder etwas was du im Sinne deiner Führung was nicht so geklappt hat wo du gesagt hast dass mache ich seitdem anders.
00:40:15: also lass uns mal so ein bisschen über fuck up sprechen.
00:40:19: Also ich glaube der größte fuckup kommt aus meiner Kindheit.
00:40:26: Ich bin groß geworden in so einer süddeutschen Mittelstandsfamilie, die sich aus der Arbeiterfamile hochgearbeitet hat.
00:40:36: Also mein Vater war Dreher und wurde dann so einer der frühen Informatiker bei der Bundesanstalt für Arbeit.
00:40:43: meine Mutter Buchhändlerin.
00:40:45: Bei uns war.
00:40:45: als ich ein Kind war das Geld eigentlich immer eher knapp Und bei meinen Großeltern war das geld noch super knapp und daraus resultierte eine Einstellung zu Geld Die jetzt nicht wirklich eine unternehmerische ist sondern Das war so.
00:41:00: Ich bin aufgewachsen mit so Leersätzen wie gibt nur das aus, was du hast.
00:41:06: Es bringt nichts hier prunkten zu wollen und angeben zu wollen wenn es Geld nicht wirklich da ist und du mithalten kannst.
00:41:17: Wenn du etwas verdienst dann schiebst erstmal auf die Seite.
00:41:21: also das waren so die Wahrheiten die ich als Kind mitbekommen habe Und die stecken natürlich auch in jedem Erwachsenen drin.
00:41:28: Weil du nach Fuckups gefragt hast oder nach Dingen, die ich heute anders mache als früher ... Ich hab ganz lang auch so agiert in meiner Managementrolle.
00:41:37: Also ich habe es immer vorgezogen erst das Geld zu verdienen und es dann auszugeben.
00:41:45: Jetzt ist man aber in der Managementrolle ganz oft in einer Situation, in der du ganz dringend erst investieren musst wieder reinkommt.
00:41:55: Also du musst ein Wagnis eingehen, du musst Risiko eingehen.
00:41:59: Du musst auch bereit sein mit dem Kapital von anderen Leuten, mit deinem eigenen Kapital das zu setzen und ein bisschen zu spielen.
00:42:07: Und das muss dich wirklich hart lernen ins Risiko zu gehen und ja Finanzen auch nur zu begreifen als ein Mittel zum Zweck.
00:42:20: So wie wir an ganz vielen anderen Stellen oder wie ich an ganz viele andere Stellen hier auch breit war ins Risiko gehen, zum Beispiel in deiner eigenen Arbeitszeit mit meiner Vorfreude auf irgendwas.
00:42:30: Das musste ich lernen.
00:42:31: in den letzten zehn Jahren muss sich das lernen dass es etwas ist was auch gut sein kann.
00:42:39: Ich werde sicherlich nie zur Spielernatur trotzdem werden.
00:42:44: also manchmal merke ich noch wie so ein kleines Kindertäufchen in mir sitzen sagt sag mal hier so einen So ein Investitionskredit für so'n neues Vorhaben.
00:42:55: Bist du dir sicher, dass das was Gutes ist?
00:42:57: Versuch doch erst mal so das Geld zu verdienen!
00:43:00: Und gab's mal irgendwie negative Reaktionen?
00:43:02: Shitstorm oder sowas glaubst nicht ne?
00:43:04: Also habt ihr mit Brandeinsmal eine Welle der Empörung oder irgendwas in die Richtung?
00:43:10: Wir hatten einen Love Storm.
00:43:12: Oh!
00:43:13: Nen Shitstorm hatten wir nicht aber wir hatten im vergangenen Jahr ein Love Storm, der tatsächlich fast... Problematisch werden konnte.
00:43:22: Unser Verlagsleiter hatte in einem Newsletter geschrieben, dass ihn zunehmend E-Mails von unseren Kundinnen und Kunden erreichen, indem diese dann sowas schreiben wie ich kann es mir nicht mehr leisten?
00:43:35: Und dann hat er in dem Newsletter geschrieben ja das findet eher so wahnsinnig traurig, dass wir in einer Welt sind, in der sich viele Leute einfach so etwas wie zehn Euro im Monat für ein Magazin nicht mehr leisten können und hat darauf hingewiesen dass es ja die Möglichkeit gibt solidarisch quasi Abos zu spenden, aber auch was ich vorhin schon erzählt hatte.
00:43:56: Es gibt immer die Möglichkeit zu fragen ob wir dein Abo einfach noch mal verlängern für eine Zeit und das hat jemand aufgegriffen in LinkedIn.
00:44:05: diese Geschichte und sie verbreitet sich dann so bei LinkedIn und wenn so ne Geschichte viral geht dann schält sich irgendwann so ein Kern raus, der nicht mehr unbedingt mit dem Original-Kern etwas zu tun hat.
00:44:21: Also auf jeden Fall so nach einer Woche Verbreitung dieser Geschichte war das Narrativ.
00:44:28: Brandeins braucht unsere Solidarität und es haben sich unendlich viele Menschen daraufhin gemeldet, haben Abos abgeschlossen, wie großartig es ist, dass es uns gibt.
00:44:43: Wie toll sie es finden das Brandeins auf dem Markt.
00:44:47: Es noch nach vormundzwanzig Jahren, dass wir uns nie gebeugt haben und immer noch unabhängig sind.
00:44:53: Auch das ist ja was Besonderes so ein kleiner unabhängiger Verlag.
00:44:56: Und es war eine Welle von Liebe die bei uns hereinbrach.
00:45:02: Das ist aber natürlich... Wir haben diese Welle geliebt und wir fanden es toll wie viel Solidarität wir erfahren haben und haben selbstverständlich auch unsere Solidarabos für Menschen, die sich wirklich nicht leisten können erhöht in der Zeit.
00:45:15: Aber da musst du schon aufpassen als Verlag wenn so eine Geschichte über dich erzählt wird dass du dann auf der anderen Seite ja auch noch zum Beispiel Werbetreibende hast, die jetzt nicht Werbung schalten möchten in einem Medium das die Solidarität der Leser braucht.
00:45:34: also Wir hatten keine Einbrüche an Abozahlen, an Reichweite usw.
00:45:39: Und das musst du dann klarmachen und das fand ich so... Das war ein wirklich trauriger Moment, dass wir an dieser Stelle sagen müssen wie toll, dass sie euch mit uns solidarisiert, wie fantastisch, dass ihr das macht!
00:45:51: Und ja, uns geht es wirtschaftlich trotzdem gut.
00:45:56: Also uns gibt's noch.
00:46:00: Aber mich interessiert trotzdem nochmal euer Erfolgsgeheimnis.
00:46:03: also Ihr seid... Ihr geht den Dingen auf den Grund Ihr liebt euren Job.
00:46:08: Was ist es noch?
00:46:11: Gibt's auch Reibung, gibt's auch Spannungen die euch irgendwie zur Höchstleistung antreiben?
00:46:17: Seid ihr superkritisch kann ich mir zumindest vorstellen.
00:46:20: also was hilft euch zur Hochleistung zu kommen?
00:46:24: Wir sind super kritisch vor allem beim Heft.
00:46:28: wenn jemand einen Artikel vorschlägt oder ein Thema vorschlagt dann muss dieses Thema passend zu einer Ausgabe, die wir planen.
00:46:37: Weil wir ja immer thematische Ausgaben haben also bei uns nicht jede Artikel pass in jedes Häfen.
00:46:41: Und
00:46:42: wie weit geht ihr dann in die Zukunft mit thematischen
00:46:44: Planungen?
00:46:44: Na so sechs sieben Monate gehen wir nicht zukunft.
00:46:47: Also es muss zum Thema passen und Dann muss es zu brand eins passen was die schreibe angeht was die geschichte angeht.
00:46:56: als allererstes guckt dann zb meine kollegin Katja die du vorhin hier auf den flur auch getroffen hast Die guckt sich so eine Geschichte an recherchiert, wo wurde über diesen Menschen oder dieses Unternehmen oder diese Geschichte schon mal berichtet.
00:47:11: Und dann schaut sie ob wir da noch was Neues rauskitzeln können.
00:47:15: und wenn alles schon erzählt ist, dann lehnen wir die Geschichte ab und sagen, die gab es schon ein paar Mal!
00:47:19: Da gibt's für unsere Leserinnen und Lesern nichts zu entdecken mehr an dieser Sache.
00:47:23: Wenn diese Hürde überwunden ist Dann schreibt man eben eine Geschichte.
00:47:28: Wir haben ein fantastisches Autor in einem Netzwerk Auch viele Leute, mit denen wir schon seit Jahren zusammenarbeiten.
00:47:35: Aber selbst die beklagen sich, dass ihre Geschichten oft zwei-drei Mal überarbeitet werden.
00:47:40: Also das ist wirklich so.
00:47:41: ein Pingpong geht hin und her.
00:47:42: Die Redaktion nimmt sich das schreibt manche Geschichten um Schreibt einen Anfang um, schmeißt das raus was eine Autorin irgendwie als als das Tollste in dieser Geschichte empfunden sagt Oh nee!
00:47:52: Das ist Tränen trüssig weg.
00:47:55: Und so arbeitet man gemeinsam an diese Geschichte bis sie dann zum Schluss auch noch mal in die Chefredaktion geht.
00:48:01: Und die dann auch nochmal ihren Senf dazu geben.
00:48:04: Also es sind bestimmt, weiß ich nicht, zwanzig Augen, die auf so einer Geschichte schon mal waren.
00:48:10: Das ist die hohe Qualität der Inhalte und es gibt eine wahnsinnige Reibung bei jeder einzelnen Ausgabe.
00:48:18: Wir sind ja auch bekannt für unsere Cover in unserem Titel... Die sieht
00:48:23: ja manchmal so simpel aus aber bis du da bist Ein gewisser Arbeitsprozess notwendig.
00:48:29: Absolut!
00:48:30: Und wir streiten uns manchmal zwei Stunden bis aufs Blut, weil wir zwei-drei konkurrierende Entwürfe haben und jeder einzelne Titel basiert auf – ich würde mal sagen am Anfang mindestens dreizig entwirfen.
00:48:45: also wir arbeiten ja auch seit Anfang mit Mike Meré zusammen in seinem Team.
00:48:51: die entwickeln Entwörfe, die zu einem Thema passen Und dann haben wir eine große Runde und in dieser großen Runde streiten wir uns erst mal.
00:48:58: Ich
00:48:58: finde, die Titelblätter sind eigentlich Poster.
00:49:02: Also sie müssten auch als Poster funktionieren können!
00:49:04: Wir haben hier gerade Kill Your Dreams liegen... Also das muss irgendwie ein Gespräch anregen?
00:49:10: ne?
00:49:11: Absolut es muss ein Gespräche anregehen und es muss vor allem am Kiosk muss es sofort irritieren.
00:49:18: Das ist uns wichtig ja.
00:49:19: Es muss ins Auge fallen und irritieren.
00:49:21: also da muss irgendwas sein und denkst Was passt da nicht gerade?
00:49:27: Und jetzt bei KillioDreams zum Beispiel, das ist die Disney Schrift.
00:49:30: Das ist die Mickey Mouse Schrift und es sind manchmal auch ganz subtile Dinge, die wir da vermitteln.
00:49:41: Lass uns noch mal über deine Arbeit sprechen!
00:49:45: Du hast ja auch noch Bücher geschrieben du hast ja unheimlich viel auch schon bewegt.
00:49:49: wie organisierst du dich?
00:49:53: zu wenig?
00:49:54: auf jeden Fall
00:49:55: intuitiv?
00:49:56: Ja, ich organisiere mich intuitiv.
00:50:00: Ich habe natürlich so ein Korsett an Meetings, dem ich folge... ...ich würde gerne aus diesem Meeting und E-Mail Korsette rauskommen.
00:50:10: also meine inbox ist tatsächlich meine to do Liste.
00:50:14: Parallel hab' ich dann noch andere to do Listen Und dann habe ich noch den Kalender und der ist auch so ein bisschen eine To Do Liste Und das finde ich persönlich ziemlich nervig.
00:50:22: Also, ich würde gerne irgendwann in meinem Leben wieder intuitiver an Aufgaben und Themen und Probleme ran gehen können.
00:50:31: In meinem Job habe ich mit zu vielen verschiedenen Bereichen zu tun – das Finanzen-Leute, unsere Shareholder, unsere Kunden, unsere Produkte, unser Bankkonto usw.
00:50:46: Da gibt es sehr viele große kleine wichtige und wichtige Aufgaben, die da so anstehen.
00:50:53: Und deswegen schreibe ich übrigens auch so gerne, weil ich mich fürs Schreiben immer drei Wochen nehme in denen ich nur ein einziges Thema einsteige.
00:51:02: Willst du dann auch weg?
00:51:03: Ich fahre ganz oft weg und das ist ein bisschen wie der Flow den man hat oder den ich hatte als DJ gearbeitet wenn Du als DJ so einen guten Abend gestaltet hast und da so rein kommst bürst körperlich, was das nächste Lied sein muss für die Leute in diesem Raum jetzt tanzen.
00:51:23: Und in diesen Zustand komme ich dann wenn ich schreibe und recherchiere weil ich dann in einem Themengebiet bin dass Ich mir selber arbeite wie so ein hoher Berg den ich erklemme und kennenlernen.
00:51:37: Das in Kombination oder im Austausch mit dem was ich im Alltag mache ist eine ganz gute Mischung.
00:51:47: Du hast ja auch über KI geschrieben, da habe ich auch noch ein, zwei Fragen.
00:51:50: Vorher interessiert mich aber auch nochmal dieses ganze Thema Veränderung der Arbeitswelt was in den letzten Jahren viel mit Digitalisierung zu tun hatte dann mit Pandemie Remote Work und allem was dazu gehörte.
00:52:06: In Deutschland viel diskutiert unter der Überschrift New Work Interessanterweise ja in keinem anderen Land so wie in Deutschland mit diesem Label.
00:52:14: Wie habt ihr das?
00:52:17: Erlebt?
00:52:18: ihr habt ja auch viel drüber geschrieben.
00:52:19: mittlerweile ist ja dieses Wort ausgelutscht für sehr viele.
00:52:24: ich halte mich jetzt auch gar nicht so sehr dran fest.
00:52:27: Wichtig ist ja worüber man spricht was sind die inhalt aber dieser halb dieses phänomeniwork in deutschland also was ist denn so?
00:52:34: dein blick darauf?
00:52:35: das hatte er dann so ein peak.
00:52:37: die taggesschau berichtete, die apotheken umschau hat es auf der titelseite weiß ich noch mittlerweile kann's keiner mehr hören.
00:52:43: ich meine es gibt ja viele dieser hype bewegung Und das war offensichtlich auch eine.
00:52:49: Obwohl
00:52:49: da ja auch viel drinsteckt, was heute noch relevant ist um das nachzuschieben.
00:52:53: Ja absolut!
00:52:54: Wir haben ja auch so ne Konferenz Work Awesome heißt hier zum Glück und nicht New Work Awesome.
00:53:00: Bei der es um genau diese Fragen immer wieder geht wie verhandeln wir gemeinsam unsere Arbeitswelt neu?
00:53:06: Was passiert gerade?
00:53:08: Das spielt momentan, spielt KI, spielt Technologie eine Riesenrolle bei der Frage wie wir unsere Arbeits Welt neu gestalten.
00:53:16: Ich habe dieses Labelnewer nie verstanden, weil mir nie klar war was das New jetzt daran ist.
00:53:23: Denn Arbeit verändert sich immer und hat sich immer verändert und eigentlich ist sie jeden Tag new wenn du drauf guckst.
00:53:32: Und natürlich gibt es Prozesse die über einen gewissen Zeitraum gleich bleiben.
00:53:36: aber wenn sich so ein Prozess nie verändert dann wird er irgendwann auch zerstörerisch.
00:53:41: also wir müssen ja immer erneuern.
00:53:44: deswegen geht's Vielleicht im Kern um die Frage, wie schaffen wir es Organisationen zu bauen?
00:53:49: Die permanent in der Lage sind sich an den richtigen Stellen zu erneuern.
00:53:56: Und dazu gibt's natürlich ganz viele kloge Menschen, die sehr viele klogel Bücher geschrieben haben.
00:54:04: Die einfachste Antwort darauf ist vielleicht dass man sich sehr klar sein muss was der vollkommen unveränderliche Kern ist und der ist selten zu verhandeln.
00:54:20: Also bei Brandeins, ist der Kern zum Beispiel die Mission Menschen mit Zukunftszuversicht zu versorgen.
00:54:28: Boah!
00:54:29: Das können wir und wollen nicht ändern.
00:54:31: ob wir jetzt ein Magazin daraus machen eine Konferenz Eine Online-Session eine App einen weiß ich nicht was das ist eigentlich egal.
00:54:40: das kann sich über die Jahrzehnte ändern.
00:54:42: Aber diese Mission, wofür stehen wir?
00:54:44: Wir stehen für Zukunftssufersicht.
00:54:47: Die darf sich erst mal nicht ändern.
00:54:49: und wenn man das schonmal klar hat dann kannst du ja schauen was sind die verschiedenen Bereiche aus denen meine Arbeit sich nähert?
00:55:00: und bei uns sind es vor allem Menschen.
00:55:03: Wir haben keine Maschinen die irgendwas bauen.
00:55:06: jeder Computer mit dem wir arbeiten ist total austauschbar.
00:55:11: Menschen intern und wir haben Menschen extern auf der Kundinenseite.
00:55:17: Und diese Menschen müssen miteinander, die Menschen brauchen Prozesse und brauchen Orte auch virtuelle Orte wie so ein Heft wo sie sich mit wo sie miteinander in den Austausch gehen.
00:55:29: deswegen für uns selbst bedeutet es bedeutet Newark oder uns immer wieder neu zu erfinden Diese Art der Interaktion zwischen Wissen den Menschen, die dieses Wissen tragen und voranbringen zu gestalten.
00:55:44: Aber interessant dass diese Klischees entstanden sind von Obstkörben und Bällebädern.
00:55:49: da haben die Medien glaube ich auch nicht ganz unschuldig dran?
00:55:52: Naja das ist doch ein geiles Bild oder?
00:55:54: Also guck mal wir kommen aus dieser Vorstandsvorsitzenden Anzug tragenden Schlipswelt Und dann waren die Bälle bäder einfach ein grandioses visuelles Gegenstück.
00:56:10: Also natürlich hätte ich auch so ein Bällebad zur Veranschaulichung von Newark.
00:56:15: Und was das Bälle, wofür das Ballebad ja auch steht ist Arbeit darf Spaß machen.
00:56:19: Das Bällebaden steht vielleicht auch dafür dass Interaktionsformen neu definiert werden können.
00:56:26: Das heißt die Interaktion kann an so einem Konferenztisch stattfinden Die darf aber auch gerne in der Kaffeeküche.
00:56:33: jetzt so ganz Spießig, Siebziger, Achtziger jahremäßig oder Embelle Bart.
00:56:39: Das war ein Ende der... Wann war das eigentlich?
00:56:41: Wann fing eigentlich New York an?
00:56:42: Ja, im Jahr zwei Tausend
00:56:43: Viertzehn war es so wie seit Jahren die hier passierte und Sing hat ja dann auch viel mit der New York Experience Konferenz dafür getan.
00:56:48: Obwohl dieser Frity auf Bergmann, der sich dafür ausgedacht hatte immer von neuer Arbeit in erster Weise sprach.
00:56:53: Der hat ja nie von New Work in diesem Termin gesprochen.
00:56:56: aber lass uns da vorne schauen.
00:56:58: du hast schon KI angesprochen.
00:56:59: Wie verändert KI eure Arbeit hier bei Brandeins
00:57:03: Auf ganz vielen verschiedenen Ebenen.
00:57:05: Also KI ist auf der einen Seite unser Todfeind, wenn es um die Freiverfügbarkeit von hochwertiger Information geht.
00:57:16: Auf der anderen Seite ist sie unsere Kumpel Wenn es um unser zukünftiges Geschäftsmodell geht.
00:57:23: Denn wenn alle auf jeden Inhalt in jeder Größenordnung beliebig Zugriff haben Dann ist die Kuratierung und Auswahl und das weglassen das Besondere.
00:57:33: Und das können wir sehr gut.
00:57:34: Und deswegen schauen wir auf der einen Seite, auf KI in unserem Markt wirklich mit großer Sorge.
00:57:47: Weil für viele Menschen Information auch nichts mehr wert ist.
00:57:50: Also Leute glauben wenn sie zehn Euro an OpenAI zahlen dann bezahlen Sie damit die Inhalte, die in ChatGPT.
00:57:58: Nein!
00:57:58: Die Inhalten sind erst mal geraubt und niemand wurde dafür bezahlt.
00:58:02: Irgendwann wird jemand dafür zahlen müssen.
00:58:05: Aber auf der anderen Seite gucken wir wie gesagt auch so darauf, dass sie sagen was ist das besonder an uns?
00:58:09: Das Besondere an uns ist schon immer, dass wir hier weglassen können.
00:58:12: als Redaktion hast du Zugriff auf unendlich viele Informationen und du musst sie für deine Leserschaft beschneiden!
00:58:20: Das ist unser Job ja nicht alles zu drucken was wir wissen oder was die Welt da draußen weiß sondern nur das rauszufischen was gut ist.
00:58:28: Wir nutzen KI als Tool intern vor allem marketing und im salesbereich also sowas wie eine marketingkampagne oder das analysieren von daten oder.
00:58:40: Das funktioniert heute ohne k i überhaupt gar nicht mehr.
00:58:42: wir nutzen natürlich auch als recherches tool, auch in fact checking zunehmend.
00:58:49: aber welcher kei kannst du wirklich glauben?
00:58:52: Keiner.
00:58:52: Kannst du wirklich glauben?
00:58:53: Nein, das machen ja alle... Du
00:58:54: musst eigentlich mit mehreren Kais arbeiten!
00:58:57: Also ich persönlich arbeite immer mit drei in parallel.
00:59:00: Ich weiß nicht wie es die Kolleginnen und Kollegen machen aber ich glaube es hat jeder mehrere am Start.
00:59:06: Und jetzt wenn du so was wie Fact-Checking machst, dann kannst du KI natürlich benutzen um Quellen zum Beispiel auch englischsprachige Quellen irgendwie übersetzen zu lassen anders zur Verfügung zu stellen schnell auswerten zu lassen und so weiter.
00:59:18: Aber am Ende musst du das was da als Empfehlung rauskommt oder als gechecktes Fakt, das musst du leider noch mal double checken und schauen okay entspricht das dem was?
00:59:27: Wenn spricht es den Richtlinien die wir selber an unserer Arbeit haben?
00:59:31: Ich glaube eins kann ich ganz sicher sagen KI wird bei uns niemals einen redaktionellen Inhalt, autonom und unbenannt.
00:59:44: Wir werden niemals was publizieren, was von einer KI stammt ohne dass wir das genauso nennen und ohne dass... also mir fällt kein Fall ein in dem wir es gerne machen mit natürliche Marketing schon.
00:59:56: Also lassen uns Ja, lassen uns irgendwelche Bilder generieren um Abos zu verkaufen.
01:00:02: Das ist nicht das Ding.
01:00:03: aber du wirst in so einem Heft oder auch bei dem digitalen Produkt von uns wahrscheinlich niemals sage ich jetzt heute im Jahr zwanzigzehntzig ein Artikel lesen der von einer KI verfasst wurde
01:00:16: Der Will I Am von den Black Eyed Peas der von mann.
01:00:19: der wurde mal gefragt ob er glaubt dass die Menschen in Zukunft KI-generierte Musik hören.
01:00:26: Also wir haben natürlich jetzt auch schon Musik auf Spotify und Co.
01:00:29: Aber ob er glaubt, dass das die Zukunft wird?
01:00:31: Und da hat er gemeint... Er glaubt nicht, dass es irgendwie so kommt, der geht fest davon aus, hat er gesagt.
01:00:40: Und mich würde mal interessieren wie du so die Zukunft der Medien siehst.
01:00:44: Glaubst du, dass wir immer mehr KI-generierte Inhalte haben werden?
01:00:49: Glaubest du, ich werde die human generated Contents aber dann halten?
01:00:54: fusionieren an vielen Stellen.
01:00:56: Also
01:00:57: ich glaube in der, also die große Menge an Inhalten mit denen wir interagieren das ist ja nicht nur Wissen oder Nachrichten.
01:01:04: da sind auch Inhalte die uns zum Beispiel helfen keine Ahnung eine Gebrauchsanweisung lesen zu können ein Gerät zu verstehen oder Inhalten die wir brauchen um uns auf ein Meeting vorzubereiten.
01:01:15: Ein Großteil dieser Inhalter wird durch die, was sagt man da Algorithmen von KI gehen?
01:01:22: In der Zukunft sehen wir heute schon.
01:01:24: Heute haben wir noch das große Problem, dass wir es nicht begrenzen können.
01:01:29: Wir werden ja alle überschüttet gerade.
01:01:30: Das ist auch mein Thema von meinem Buch.
01:01:33: Genau, wir werden überschüttert vom AI-Slop in allen Bereichen und werden dem nicht mehr so richtig her, weil die Systeme einfach zu leistungsfähig sind?
01:01:42: Das ist eine Frage der Zeit.
01:01:44: Also ich glaube, in drei, vier Jahren in der Zukunft werden Systeme besser sein um Informationen zu verdichten Für uns.
01:01:52: Also ein Großteil der Alltagsinformation wird KI generiert sein in unserem Leben auch, weil wir Systeme haben die uns dabei helfen Informationen und Wissen zu bewerten, zu kuratieren auf uns zuzuschneiden, zu personalisieren.
01:02:10: Und dafür muss es digital sein und dafür muss einmal verstanden worden sein von einer KI.
01:02:15: Und dann wird es aber einen Layer geben vielleicht zehn, zwanzig, dreißig Prozent der Inhalte mit denen wir interagieren bei den wir wollen dass dieser Layer ein menschlicher ist.
01:02:29: und dieser Layer wird wichtig sein vor allem für die menschliche Nähe.
01:02:35: Guck
01:02:35: mal wie wir reden jetzt ja darüber ob es so Wasserzeichen gibt für KI generierte Inhalten?
01:02:39: Vielleicht werden wir das irgendwann erleben für human generated Content damit wir auch wirklich sicher sind das Menschen geschrieben absolut.
01:02:46: Also, wenn wir jetzt hier nicht gegenübersetzen, sondern wir beide uns nur in einem Videocall sehen würden.
01:02:54: Wir könnten nicht mit Sicherheit sagen ob der andere real ist oder... Das
01:02:58: ist
01:02:59: der Avatar vom Rat!
01:03:00: Genau.
01:03:01: also wir brauchen diesen Layer an Menschlichkeit da wo wir ja in Beziehung zu anderen Menschen gehen wollen dass sie ein Grundbedürfnis beziehungen zu haben und da wo Es wollen, dass uns ein Mensch oder eine Gruppe von Menschen Führt begleitet und voran bringt.
01:03:24: Also das um jetzt auf unser Magazin Geschäft Um dieses Beispiel zu nehmen wir glauben fest daran Dass es in der Zukunft Leute geben wird die große Lust haben Das Die Information zu lesen zu hören zu sehen Von denen sie wissen dass eine gruppe namens brand eins Sie für wichtig, relevant und schön genug befunden hat.
01:03:48: Dass sie auf sie losgelassen werden.
01:03:50: Also dann steckt ja auch mehr in der Information.
01:03:52: Das ist nicht mehr nur die Geschichte sondern das ist die Geschichte verpackt mit dem guten Gewissen.
01:03:58: Damit hat sich eine Redaktion befasst, die ich gut finde und der ich folge.
01:04:03: Und das gilt auch für Marken.
01:04:05: Also viele Marken glaube ich werden auch zu solchen... Manche nennen es Gatekeepers.
01:04:12: Ich find schöner den Begriff des Vertrauenssiegels.
01:04:16: Und das muss dann menschgemacht sein, es geht gar nicht anders.
01:04:19: Wie guckst du so auf Corporate Publishing?
01:04:21: Also alle Unternehmen wollen jetzt senden schon seit einer Weile.
01:04:26: Wir hatten auch früher Corporate Blocks vor Ewigkeiten und jetzt sind alle auf ihren Social-Media-Seiten unterwegs und versuchen am Ende aber natürlich ihren Kramm zu verkaufen.
01:04:38: Das hat nicht wirklich so viel mit Journalismus zu tun Auch wenn es manchmal den Anschein macht, also es gibt Red Bull Magazin.
01:04:45: Es gibt ganz viel.
01:04:47: wie guckt ihr da so drauf?
01:04:48: Wir machen selber Corporate Publishing.
01:04:50: wir werden ehrlicherweise gerade sind wir Nutznießer dieser Vielfalt an medialen Formen weil Kunden eben von Journalisten gemachte Inhalte haben wollen.
01:05:04: das ist Corporate publishing.
01:05:06: von Unternehmen wie Brand Eins haben ja viele Verlage.
01:05:10: Du kannst sich darauf verlassen, dass eine Person sich damit beschäftigt herauszukitzeln.
01:05:16: Was ist die Art der Erzählung?
01:05:18: Was ist der Inhalt der Erzählung, der nicht von meiner PR Abteilung kommen könnte?
01:05:23: Und das sind dann in der Regel auch Sachen, mit denen sich auch auf der anderen Seite, der RezipientInnen die Leute lieber beschaffen befassen als wenn du jetzt einfach nur eine blöde PR-Meldung rausschickst.
01:05:35: Auch wenn sie KI generiert und auch wenn du da einer KI sagst schreib diese PR-Ermeldungen so dass ihr Aufmerksamkeit erzielt.
01:05:41: Wie ein Brandeinskauer?
01:05:43: Genau!
01:05:43: Schreibt diese PR Meldung wie einen Brandeinskauer.
01:05:46: Da kommt übrigens nur Müll raus, probierts mal aus.
01:05:49: Also ihr arbeitet dann auch für Unternehmen und stellt dann mal eine Sonderausgabe zum, keine Ahnung Jubiläum was auch immer.
01:05:56: Genau
01:05:57: also so was die Sonderousgaben zum Jubilänium aber sind.
01:06:00: vor allem auch sind wirklich sowas wie Branchenreports.
01:06:03: wir haben mit Chibo jetzt ich glaube seit vierzehn Jahren den Kaffee Report dem wir jedes Jahr raus bringen.
01:06:09: Es gibt ein Gesundheitsreport, es gibt so etwas wie Neuland.
01:06:13: Das sind Hälfte die eine Region vorstellen und die Unternehmen in einer Region besonders sind und außergewöhnlich also bis hin zu Corporate Podcasts mit der Firma Micro oder mit der Mikrostiftung in der Schweiz.
01:06:29: Jetzt ist schon in der dritten Staffel ein Podcast, der sich mit den Themen auseinandersetzt, die die Mikrostiftung treiben.
01:06:36: In diesem Fall geht es eben darum wie kann man Gründungen so gestalten und voranbringen dass am Ende was Gutes dabei rauskommt?
01:06:43: Und ihr habt auch ein tolles Magazin gestartet mit dem Carlsen Verlag weil haben wir hier im Podcast übrigens auch schon mal drüber gesprochen mit dem Guido Neuhaus von Carlsen K. Ich meine, es gibt noch viele Geschichten zu erzählen.
01:06:58: Gibt's auch so Dinge wo du sagst das würden wir gerne nochmal machen?
01:07:04: Ich mein für Senioren zum Beispiel könnte man doch mal was machen.
01:07:07: die Gruppe wird jetzt größer.
01:07:08: ich finde es so lustig dass du Senioren sagst weil wir tatsächlich gerade ein Konzept entwickeln
01:07:14: ja
01:07:15: dafür
01:07:17: Auf dem Podcast für Senioren?
01:07:18: Ja, bitte.
01:07:19: Lass uns das gemeinsam machen!
01:07:21: Die Suchfrage ist wie schaffen wir Senioren mit den Informationen zu versorgen die sie brauchen um ein Wirtschaftsleben nach oder ein Arbeitsleben nach der Rente zu beginnen?
01:07:33: weil es betrifft sechzig Prozent von allen Leuten die über sixty-seven und sechs sind die werden weiter arbeiten wollen oder müssen Und für die gibt's kein Wirtschaftsmagazin.
01:07:42: Lassen Sie es gemeinsam machen.
01:07:44: Okay, super.
01:07:44: Ihr hört es
01:07:44: jetzt zuerst!
01:07:48: Was machst du wenn du nicht arbeitest?
01:07:50: Kannst du überhaupt abschalten?
01:07:51: Also jemand wie du der neugierig ist, der an spannenden Themen mit spannenden Menschen arbeitet... Wie ist das mit ihm?
01:07:57: Ja ich wünschte ich könnte jetzt so was sagen die abends gehe ich dann segeln oder ich kümmere mich um mein Pferd und dann kann ich total gut abschalten.
01:08:04: Ich kann tatsächlich kaum abschhalten.
01:08:06: Das ist vielleicht auch wirklich meine größte Schwachstelle.
01:08:11: Mir gehen die Themen und mir gehen Probleme aber auch Ideen bis in die Nacht nach.
01:08:18: Das ist manchmal für meine Freunde total nervig, weil ich auch denen dann davon erzähle jetzt so was wie das Wirtschaftsmagazin für Senioren.
01:08:29: Ich wünschte mir, ich könnte besser abschalten.
01:08:33: Ja, ich versuch es durch Sport, Freunde und Musik eher konsumierend bei mir Und zu sagen, ich habe in den letzten Jahren wirklich entdeckt wie wahnsinnig gerne ich meditiere.
01:08:49: Hätte ich nie gedacht.
01:08:51: Aber das sind so die Dinge, die mich...
01:08:54: Bei der Arbeit oder außerhalb?
01:08:55: Nee, außerhalb der Arbeit.
01:08:57: aber wenn ich mal in einer extrem stressigen Situation bin dann wende ich natürlich das an was ich bei Meditieren gelernt hab.
01:09:03: und das finde ich so lustig weil es gab mal einen Podcast von einem US-Amerikaner von Dan irgendwas Vergesst mir jetzt, der hatte einen aus einem New Work Podcast und irgendwann drehte er sich.
01:09:19: Und ab einer Folge redete nur noch darüber wie wichtig Meditation ist und ich dachte damals was für ein Schwachsinn!
01:09:25: Was soll das jetzt?
01:09:27: So heute bin ich da selber eigentlich fast angekommen und merke Wie gut es ist wenn du so'n an signalenreiches Leben hast.
01:09:37: Wie wichtig und gut es is dass du selber für dich Momente und Situationen.
01:09:42: Und auch ... Wissen anschaffst, daraus zu kommen und dich zu entsignalisieren.
01:09:51: Und eben das was du denkst und fühlst zu reduzieren auf ein zwei Dinge.
01:09:58: Das ist gut.
01:09:58: Es fühlt sich gut an wenn man das kann.
01:10:00: Man kommt ja dann oft erst auf richtig gute Ideen.
01:10:04: Abstand nimmt und in eine Pause geht.
01:10:06: Und das Gehirn anfängt, dass überhaupt erst mal alles zu verarbeiten was man da so aufnimmt.
01:10:13: Welches Magazin liest du noch?
01:10:15: Oder kannst du eins mal nennen die dir gut gefallen ob es jetzt Wirtschaft ist oder was anderes?
01:10:22: Nehmen wir mal an, dass Du schon noch Print in die Hand nimmst
01:10:25: Ja, aber relativ wenig.
01:10:26: Also deswegen schockiert mich die Frage jetzt gerade selber ehrlicherweise.
01:10:31: Weil ich... also ich lese tatsächlich fast nur digital weil ich sehr, sehr selektiv lese.
01:10:37: Ich mag den Economist immer noch total gerne so die Standardanforsche auch wenn man Journalisten fragt.
01:10:45: Aber ich mag ihn wirklich!
01:10:46: Ich mag diese Art der Schreibe und ansonsten bin da sehr eklektisch.
01:10:53: guckt mir mal eine Ausgabe von irgendeinem brasilianischen Kunstmagazin an und ich gucke mir eine ausgabe, von irgen einem englischen Sportmagazine an.
01:11:02: Und versuche eher Trüffel zu suchen da wo ich sie bisher noch nicht entdeckt habe.
01:11:08: es gibt wenig Medien die ich wirklich dauerhaft abonniert hab und ja die meisten wie gesagt digital.
01:11:16: Ja
01:11:17: und kannst du abschäsen noch ein Buch mit uns teilen das dir gut gefallen hat?
01:11:28: Ja, ich kann einen Roman mit dir teilen.
01:11:35: Im letzten Jahr haben wir selber auch sehr viele Bücher gemacht und das hat sich beschäftigt mich professionell mit Büchern ganz häufig und habe gemerkt seit ich das tue dass ich nur noch das erste Drittel von Sachbüchern lese oder Fachbücher weil die meisten Autorinnen und Autoren im ersten Drittel alles verschießen, was interessant ist.
01:11:55: Und dann kommt eigentlich nur noch das von dem der Verlag sagt du unter zweihundertfünfzig Seiten darfst nicht werden sonst können wir den Verkaufspreis nicht rechtfertigen.
01:12:04: Ganz viele Sachen Fachbücher werden einfach langweilig am Ende.
01:12:08: deswegen will ich jetzt gar keinen empfehlen sondern ich möchte Morgen, morgen und immer wieder morgen empfehlen einen Roman der mich jetzt auch schon drei Jahre alt ist glaube ich oder vier.
01:12:18: Der mich aber wirklich verzückt hat weil er in der Gaming-Branche spielt und es war eine Branche mit der ich bisher wenig zu tun hatte und ich habe über die Protagonisten kennengelernt.
01:12:31: wie funktioniert der Business-Wettbewerb im Gaming?
01:12:35: Und das ist ein eiskaltes Feld.
01:12:37: Also ich glaube, damit werde ich mich auch noch mal mehr beschäftigen.
01:12:42: Dieser Roman war der Anfang dazu.
01:12:43: Spannend!
01:12:44: Schon wieder eine neue Welt in die du dich reinbegeben
01:12:46: kannst.
01:12:48: Vielen Dank Holger für die Zeit und die Einblicke in deine und in eure Story.
01:12:53: macht weiter so viel Spaß beim Umzug.
01:12:56: Der steht ja jetzt erstmal an und wenn alle Kisten ausgepackt sind dann komme ich mir vorbei und reden wir über die Senioren Sache.
01:13:03: Das machen wir sehr gern.
01:13:04: Vielen Dank, dass du mich eingeladen hast!
01:13:06: Danke dir in diesem Sinne.
01:13:07: bis bald.
01:13:07: was gut tschüss.
01:13:16: und damit sind wir schon am Ende der heutigen Folge mit Holger Voller CEO Brandt.
01:13:21: eins Wenn es euch gefällt, dann klickt auf Abonnieren.
01:13:25: Ihr könnt den Podcast auch bewerten mit fünf Sternen in eurer Podcast-App und ihr könnt dort eine Rezension hinterlassen.
01:13:31: Außerdem könnt ihr diesen Podcast mit einer digitalen Donation, mit einer Spende supporten.
01:13:38: Dazu gibt's jetzt eine digitale Kaffeekasse auf PayPal.
01:13:41: Findet ihr in den Shownotes?
01:13:43: Geht einfach auf www.papal.me.
01:13:44: slash Gabriel Rath.
01:13:47: Ihr findet auch alle Infos rund um den Podcast und mich auf meiner Webseite www.gabrielrad.com, ihr könnt mich als Kinotspeaker buchen oder als Moderator oder mit mir zusammenarbeiten.
01:13:58: ich bin als Story Coach unterwegs und helfe euch eure Story so zu erzählen dass Menschen euch zuhören und mit euch zusammen arbeiten wollen.
01:14:06: Wir starten jetzt schon wieder weiter in die nächsten Vierhundert Folge.
01:14:09: vierhundert Eins erscheint schon diese Woche Freitag.
01:14:13: Lasst mal von euch hören, wie euch das Ganze gefällt.
01:14:15: Wen ihr euch wünscht was ihr so denkt.
01:14:17: Schreibt mir bitte eine Mehr.
01:14:18: ich meine es ernst geht auf meiner Website gabryrad.com oder über LinkedIn zum Beispiel wo auch immer.
01:14:24: connectet gern mit mir.
01:14:26: vielen dank fürs zuhören in all den vierhundert folgen auf die nächsten vierhundert.
01:14:31: in diesem Sinne macht's gut bleibt gesund und bleibt connected.